ANHANG VO (EU) 2012/231

Ethylenoxid darf zur Sterilisierung von Lebensmittelzusatzstoffen nicht verwendet werden.

In den in den Anhängen II und III der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 aufgeführten Lebensmittelzusatzstoffen, darunter Gemische von Lebensmittelzusatzstoffen, dürfen keine Rückstände von mehr als 0,1 mg/kg Ethylenoxid (Summe aus Ethylenoxid und 2-Chlorethanol (ausgedrückt als Ethylenoxid(1)) vorhanden sein, ungeachtet seines Ursprungs.

Aluminiumlacke zur Verwendung in Farbstoffen nur wenn ausdrücklich genannt.

Definition Aluminiumlacke entstehen durch Reaktion von Farbstoffen, die den Reinheitskriterien der einschlägigen Spezifikationen entsprechen, mit Aluminiumhydroxid unter wässrigen Bedingungen. Das Aluminiumhydroxid ist normalerweise durch Reaktion von Aluminiumsulfat oder -chlorid mit Natrium- oder Calciumkarbonat bzw. -bikarbonat oder Ammoniak frisch hergestellt und ungetrocknet. Nach der Lackbildung wird das Produkt gefiltert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Das Endprodukt kann nicht umgesetztes Aluminiumhydroxid enthalten.
In HCl unlösliche Bestandteile höchstens 0,5 %
In NaOH unlösliche Bestandteile höchstens 0,5 %, nur für Erythrosin (E 127)
Mit Ether extrahierbare Bestandteile

höchstens 0,2 % (unter neutralen Bedingungen)

Für die entsprechenden Farben gelten die spezifischen Reinheitskriterien.

E 100 KURKUMIN

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Natural Yellow 3; Kurkumagelb; Diferuloylmethan
Definition

Kurkumin wird durch Lösungsmittel-Extraktion aus Kurkuma, d. h. gemahlenen Wurzeln von Curcuma longa L.-Arten, gewonnen. Konzentriertes Kurkuminpulver erhält man durch die Reinigung des Extraktes durch Kristallisierung. Das Produkt besteht im Wesentlichen aus Kurkuminen, d. h. dem färbenden Grundbestandteil (1,7-bis(4-Hydroxy-3-methoxyphenyl)hepta-1,6-dien-3,5-dion) und seinen beiden Desmethoxy-Derivaten in unterschiedlichen Proportionen. Geringe Mengen an Öl bzw. Harz, die in Kurkuma von Natur aus vorhanden sind, können enthalten sein.

Kurkumin wird auch in Form des Aluminiumlacks verwendet; der Aluminiumgehalt liegt unter 30 %.

Zur Extraktion dürfen ausschließlich folgende Lösungsmittel verwendet werden: Ethylacetat, Aceton, Kohlendioxid, Dichlormethan, n-Buthanol, Methanol, Ethanol, Hexan, Propan-2-ol

CI-Nr. 75300
Einecs 207-280-5
Chemische Bezeichnung
I
1,7-bis(4-Hydroxy-3-Methoxyphenyl)hepta-1,6-dien-3,5-dion
II
1-(4-Hydroxyphenyl)-7-(4-Hydroxy-3-Methoxyphenyl)hepta-1,6-dien-3,5-dion
III
1,7-bis(4-Hydroxyphenyl)hepta-1,6-dien-3,5-dion
Chemische Formel
I
C21H20O6
II
C20H18O5
III
C19H16O4
Molmasse
I.
368,39
II.
338,39
III.
308,39
Gehalt

mindestens 90 % Farbstoffe insgesamt

E1cm1% = 1607 bei ca. 426 nm in Ethanol

Beschreibung orange-gelbes kristallines Pulver
Spektrometrie Maximum in Ethanol bei ca. 426 nm
Schmelzbereich 179—182 °C
Lösungsmittelreste Ethylacetat einzeln oder zusammengenommen höchstens 50 mg/kg
Aceton
n-Butanol
Methanol
Ethanol
Hexan
Propan-2-ol
Dichlormethan: höchstens 10 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 10 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 101(i) RIBOFLAVIN

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Lactoflavin
CI-Nr.
Einecs 201-507-1
Chemische Bezeichnung 7,8-Dimethyl-10-(D-ribo-2,3,4,5-tetrahydroxypentyl)benzo(g)pteridin-2,4(3H,10H)-dion; 7,8-Dimethyl-10-(1′-D-ribityl)isoalloxazin
Chemische Formel C17H20N4O6
Molmasse 376,37
Gehalt

mindestens 98 %, wasserfrei

E1cm1% = 328 bei ca. 444 nm in wässriger Lösung

Beschreibung gelbes bis orange-gelbes kristallines Pulver, schwacher Geruch
Spektrometrie Das Verhältnis A375/A267 beträgt zwischen 0,31 und 0,33 in wässriger Lösung
Das Verhältnis A444/A267 beträgt zwischen 0,36 und 0,39
Maximum in Wasser bei ca. 375 nm
Spezifische Drehung [α]D20 zwischen –115° und –140° in 0,05 n Natronlauge
Trocknungsverlust höchstens 1,5 % (105 °C, 4 Stunden)
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Primäre aromatische Amine höchstens 100 mg/kg (berechnet als Anilin)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 101(ii) RIBOFLAVIN-5′-PHOSPHAT

MerkmaleReinheit
Synonyme Riboflavin-5′-phosphatnatrium
Definition Diese Spezifikationen gelten für Riboflavin-5′-phosphat mit geringeren Mengen von freiem Riboflavin und Riboflavindiphosphat.
CI-Nr.
Einecs 204-988-6
Chemische Bezeichnung Mononatrium(2R,3R,4S)-5-(3′)10′-dihydro-7′,8′-dimethyl-2′,4′-dioxo-10′-benzo(g)pteridinyl)-2,3,4-trihydroxypentylphosphat; Mononatriumsalz des 5′-Monophosphatesters von Riboflavin
Chemische Formel als Dihydrat: C17H20N4NaO9P · 2H2O
in der wasserfreien Form: C17H20N4NaO9P
Molmasse 514,36
Gehalt

mindestens 95 % Farbstoffe insgesamt, berechnet als C17H20N4NaO9P.2H2O

E1cm1% = 250 bei ca. 375 nm in wässriger Lösung

Beschreibung gelbes bis orangefarbenes kristallines hygroskopisches Pulver, schwacher Geruch
Spektrometrie Das Verhältnis A375/A267 beträgt zwischen 0,30 und 0,34 in wässriger Lösung
Das Verhältnis A444/A267 beträgt zwischen 0,35 und 0,40
Maximum in Wasser bei ca. 375 nm
Spezifische Drehung [α]D20 zwischen +38° und +42° in 5 molarer HCl-Lösung
Trocknungsverlust beim Dihydrat höchstens 8 % (100 °C, 5 Stunden im Vakuum über P2O5)
Sulfatasche höchstens 25 %
Anorganische Phosphate höchstens 1,0 % (berechnet als PO4, wasserfrei)
Nebenfarbstoffe

Riboflavin (frei): höchstens 6 %

Riboflavindiphosphat: höchstens 6 %

Primäre aromatische Amine höchstens 70 mg/kg (berechnet als Anilin)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 102 TARTRAZIN

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Yellow 4
Definition

Tartrazin wird aus 4-Amino-benzensulfonsäure hergestellt, die mit Salzsäure und Natriumnitrit diazotiert wird. Die Azogruppe wird dann mit 4,5-Dihydro-5-oxo-1-(4sulphophenyl)-1H-pyrazol-3-carbonsäure oder mit dem Methylester, dem Ethylester oder einem Salz dieser Carbonsäure gekoppelt. Der entstandene Farbstoff wird gereinigt und als das Natriumsalz isoliert. Tartrazin besteht im Wesentlichen aus Trinatrium-5-hydroxy-1-(4-sulfophenyl)-4-(4-sulfophenylazo)pyrazol-3-carboxylat und sonstigen Farbstoffen sowie Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat als den wichtigsten farblosen Bestandteilen.

Tartrazin wird als das Natriumsalz beschrieben. Das Calcium- und das Kaliumsalz sind ebenfalls zugelassen.

CI-Nr. 19140
Einecs 217-699-5
Chemische Bezeichnung Trinatrium-5-hydroxy-1-(4-sulfophenyl)-4-(4-sulfophenylazo)pyrazol-3-carboxylat
Chemische Formel C16H9N4Na3O9S2
Molmasse 534,37
Gehalt

mindestens 85 % Farbstoffe insgesamt, berechnet als das Natriumsalz

E1cm1% = 530 bei ca. 426 nm in wässriger Lösung

Beschreibung orange-gelbes Pulver oder Körner
Erscheinung einer Lösung in Wasser gelb
Spektrometrie Maximum in Wasser bei ca. 426 nm
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Nebenfarbstoffe höchstens 1,0 %
Andere organische Verbindungen als Farbstoffe:
4-Hydrazinbenzen-Sulfonsäure insgesamt höchstens 0,5 %
4-Aminobenzen-1-Sulfonsäure
5-Oxo-1-(4-sulfophenyl)-2-pyrazolin-3-carbonsäure
4,4′-Diazoaminodi(benzensulfonsäure)
Tetrahydroxybernsteinsäure
Unsulfonierte primäre aromatische Amine höchstens 0,01 % (berechnet als Anilin)
Mit Ether extrahierbare Bestandteile höchstens 0,2 % unter neutralen Bedingungen
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 104 CHINOLINGELB

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Yellow 13
Definition

Chinolingelb entsteht durch Sulfonieren von 2-(2-Chinolyl)indan-1,3-dion oder eines Gemischs, das zu zwei Dritteln aus 2-(2-Chinolyl)indan-1,3-dion und zu einem Drittel aus 2-(2-(6-methylchinolyl)indan-1,3-dion besteht. Chinolingelb besteht im Wesentlichen aus Natriumsalzen einer Mischung von Disulfonaten (in der Hauptsache), Monosulfonaten und Trisulfonaten der obengenannten Verbindung und Nebenfarbstoffen sowie Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat als den wichtigsten farblosen Bestandteilen.

Chinolingelb wird als das Natriumsalz beschrieben. Das Calcium- und das Kaliumsalz sind ebenfalls zugelassen.

CI-Nr. 47005
Einecs 305-897-5
Chemische Bezeichnung Dinatriumsalze der Disulfonate von 2-(2-Chinolyl)indan-1,3-dion (Hauptbestandteil)
Chemische Formel C18H9N Na2O8S2 (Hauptbestandteil)
Molmasse 477,38 (Hauptbestandteil)
Gehalt

mindestens 70 % Farbstoffe insgesamt, berechnet als das Natriumsalz

Chinolingelb setzt sich wie folgt zusammen:

Von den Farbstoffen insgesamt sind

mindestens 80 % Dinatrium-2-(2-Chinolyl)indan-1,3-diondisulfonate

höchstens 15 % Natrium-2-(2-Chinolyl)indan-1,3-dionmonosulfonate

höchstens 7 % Trinatrium-2-(2-Chinolyl)indan-1,3-diontrisulfonat

E1cm1% = 865 (Hauptbestandteil) bei ca. 411 nm in wässriger Essigsäurelösung

Beschreibung gelbes Pulver oder Körner
Erscheinung einer Lösung in Wasser gelb
Spektrometrie Maximum in wässriger Essigsäurelösung (pH 5) bei 411 nm
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Nebenfarbstoffe höchstens 4,0 %
Andere organische Verbindungen als Farbstoffe:
2-Methylchinolin insgesamt höchstens 0,5 %
2-Methylchinolin-sulfonsäure
Phthalsäure
2,6-Dimethylchinolin
2,6-Dimethylchinolin-sulfonsäure
2-(2-Chinolyl)indan-1,3-dion höchstens 4 mg/kg
Unsulfonierte primäre aromatische Amine höchstens 0,01 % (berechnet als Anilin)
Mit Ether extrahierbare Bestandteile höchstens 0,2 % unter neutralen Bedingungen
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 110 GELBORANGE S

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Yellow 3; Gelborange RGL
Definition

Gelborange S besteht im Wesentlichen aus Dinatrium-2-hydroxy-1-(4-sulfophenylazo) naphthalen-6-sulfonat und sonstigen Farbstoffen sowie Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat als den wichtigsten farblosen Bestandteilen. Gelborange S entsteht, indem 4-Aminobenzensulfonsäure unter Verwendung von Salzsäure oder Schwefelsäure und Natriumnitrit diazotiert wird. Die Azogruppe wird mit 6-Hydroxy-2-naphthalensulfonsäure gekoppelt. Der Farbstoff wird als das Natriumsalz isoliert und getrocknet.

Gelborange S wird als das Natriumsalz beschrieben. Das Calcium- und das Kaliumsalz sind ebenfalls zugelassen.

CI-Nr. 15985
Einecs 220-491-7
Chemische Bezeichnung Dinatrium-2-hydroxy-1-(4-sulfophenylazo)naphthalen-6-sulfonat
Chemische Formel C16H10N2Na2O7S2
Molmasse 452,37
Gehalt

mindestens 85 % Farbstoffe insgesamt, berechnet als das Natriumsalz

E1cm1% = 555 bei ca. 485 nm in wässriger Lösung (pH 7)

Beschreibung orangerotes Pulver oder Körner
Erscheinung einer Lösung in Wasser orange
Spektrometrie Maximum in Wasser bei ca. 485 nm (pH 7)
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Nebenfarbstoffe höchstens 5,0 %
1-(Phenylazo)-2-naphthol (Sudan I) höchstens 0,5 mg/kg
Andere organische Verbindungen als Farbstoffe:
4-Aminobenzen-1-sulfonsäure insgesamt höchstens 0,5 %
3-Hydroxynaphthalen-2,7-disulfonsäure
6-Hydroxynaphthalen-2-sulfonsäure
7-Hydroxynaphthalen-1,3-disulfonsäure
4,4′-Diazoaminodi(benzensulfonsäure)
6,6′-Oxydi(naphthalen-2-sulfonsäure)
Unsulfonierte primäre aromatische Amine höchstens 0,01 % (berechnet als Anilin)
Mit Ether extrahierbare Bestandteile höchstens 0,2 % unter neutralen Bedingungen
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 120 ECHTES KARMIN

Synonyme C.I. Natural Red 4
Definition

Karmin wird aus wässrigen, wässrig-alkoholischen bzw. alkoholischen Extrakten der getrockneten weiblichen Exemplare von Dactylopius coccus Costa gewonnen.

Karmin ist ein Aluminiumlack der Karminsäure, bei dem das angenommene molare Verhältnis von Aluminium- und Karminsäure 1:2 beträgt.

Färbender Grundbestandteil ist die Karminsäure. Geringe Mengen der aminierten Form 4-Aminokarminsäure können ebenfalls vorhanden sein.

In den im Handel erhältlichen Produkten kann der färbende Grundbestandteil Karminsäure gemeinsam mit Ammonium-, Calcium-, Kalium- oder Natriumkationen (oder mit Kombinationen hiervon) enthalten sein. Diese Kationen können auch im Übermaß vorhanden sein. Die im Handel erhältlichen Produkte können auch Proteinmaterial des oben genannten Insekts enthalten.

CI-Nr. 75470
Einecs Karminsäure: 215-023-3; Karmin: 215-724-4
Chemische Bezeichnung 7-β-D-Glucopyranosyl-3,5,6,8-tetrahydroxy-1-methyl-9,10-dioxoanthracen-2-carbonsäure (Karminsäure); Karmin ist das hydrierte Aluminiumchelat dieser Säure.
Chemische Formel C22H20O13 (Karminsäure)
Molmasse 492,39 (Karminsäure)
Gehalt mindestens 90 % Karminsäure; mindestens 50 % Karminsäure in den Chelaten
Beschreibung rot bis dunkelrot, bröckelig, fest oder pulverförmig
Merkmale
Spektrometrie

Karminsäure:

    Maximum in wässriger Ammoniaklösung bei ca. 518 nm

    Maximum in verdünnter Salzsäure bei ca. 494 nm

    E 1 %/1 cm 139 bei höchstens ca. 494 nm in verdünnter Salzsäure

4-Aminokarminsäure:

    Maximum in wässriger Ammoniaklösung bei 535 nm

    Maximum in verdünnter Salzsäure bei 530 nm

    E 1 %/1 cm 260 bei höchstens ca. 535 nm in wässriger Ammoniaklösung, pH-Wert 9,5

In den im Handel erhältlichen Produkten kann Karminsäure von ihrem Amin durch eine HPLC-Analyse unterschieden werden.

Reinheit
Lösungsmittelreste

Ethanol:

Methanol:

höchstens 150 mg/kg

höchstens 50 mg/kg

Gesamtasche

Karminsäure:

Karmin:

höchstens 5 %

höchstens 12 %

Proteine (N × 6,25)

Karminsäure:

Karmin:

höchstens 2,2 %

höchstens 25 %

4-Aminokarminsäure höchstens 3 % im Verhältnis zur Karminsäure
unlöslich in verdünntem Ammoniak Karmin: höchstens 1 %
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1,5 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,5 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg
Mikrobiologische Kriterien
Salmonella spp. in 10 g nicht nachweisbar

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen .

E 122 AZORUBIN (CARMOISIN)

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Red 3
Definition

Azorubin besteht im Wesentlichen aus Dinatrium-4-hydroxy-3-(4-sulfo-1-naphthylazo)naphthalen-1-sulfonat und sonstigen Farbstoffen sowie Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat als den wichtigsten farblosen Bestandteilen.

Azorubin wird als das Natriumsalz beschrieben. Das Calcium- und das Kaliumsalz sind ebenfalls zugelassen.

CI-Nr. 14720
Einecs 222-657-4
Chemische Bezeichnung Dinatrium-4-hydroxy-3-(4-sulfo-1-naphthylazo)naphthalen-1-sulfonat
Chemische Formel C20H12N2Na2O7S2
Molmasse 502,44
Gehalt

mindestens 85 % Farbstoffe insgesamt, berechnet als das Natriumsalz

E1cm1% = 510 bei ca. 516 nm in wässriger Lösung

Beschreibung rotes bis kastanienbraunes Pulver oder Körner
Erscheinung einer Lösung in Wasser rot
Spektrometrie Maximum in Wasser bei ca. 516 nm
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Nebenfarbstoffe höchstens 1 %
Andere organische Verbindungen als Farbstoffe:
4-Aminonaphthalen-1-sulfonsäure insgesamt höchstens 0,5 %
4-Hydroxynaphthalen-1-sulfonsäure
Unsulfonierte primäre aromatische Amine höchstens 0,01 % (berechnet als Anilin)
Mit Ether extrahierbare Bestandteile höchstens 0,2 % unter neutralen Bedingungen
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 123 AMARANTH

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Red 9
Definition

Amaranth besteht im Wesentlichen aus Trinatrium-2-hydroxy-1-(4-sulfo-1-naphthylazo)naphthalen-3,6-disulfonat und sonstigen Farbstoffen sowie Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat als den wichtigsten farblosen Bestandteilen. Amaranth wird durch Kopplung von 4-Amino-1-naphthalensulfonsäure mit 3-Hydroxy-2,7-naphthalendisulfonsäure hergestellt.

Amaranth wird als das Natriumsalz beschrieben. Das Calcium- und das Kaliumsalz sind ebenfalls zugelassen.

CI-Nr. 16185
Einecs 213-022-2
Chemische Bezeichnung Trinatrium-2-hydroxy-1-(4-sulfo-1-naphthylazo)naphthalen-3,6-disulfonat
Chemische Formel C20H11N2Na3O10S3
Molmasse 604,48
Gehalt

mindestens 85 % Farbstoffe insgesamt, berechnet als das Natriumsalz

E1cm1% = 440 bei ca. 520 nm in wässriger Lösung

Beschreibung rötlichbraunes Pulver oder Körner
Erscheinung einer Lösung in Wasser rot
Spektrometrie Maximum in Wasser bei ca. 520 nm
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Nebenfarbstoffe höchstens 3,0 %
Andere organische Verbindungen als Farbstoffe:
4-Aminonaphthalen-1-sulfonsäure insgesamt höchstens 0,5 %
3-Hydroxynaphthalen-2,7-disulfonsäure
6-Hydroxynaphthalen-2-sulfonsäure
7-Hydroxynaphthalen-1,3-disulfonsäure
7-Hydroxynaphthalen-1,3-6-trisulfonsäure
Unsulfonierte primäre aromatische Amine höchstens 0,01 % (berechnet als Anilin)
Mit Ether extrahierbare Bestandteile höchstens 0,2 % unter neutralen Bedingungen
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 124 COCHENILLEROT A (PONCEAU 4R)

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Red 7; New Coccine
Definition

Cochenillerot A besteht im Wesentlichen aus Trinatrium-2-hydroxy-1-(4-sulfo-1-naphthylazo)naphthalen-6,8-disulfonat und sonstigen Farbstoffen sowie Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat als den wichtigsten farblosen Bestandteilen. Cochenillerot A wird durch Kopplung diazotierter Naphthionsäure mit G-Säure (2-Naphthol-6,8-disulfonsäure) und Umwandlung des Kopplungsergebnisses in Trinatriumsalz hergestellt.

Cochenillerot A wird als das Natriumsalz beschrieben. Das Calcium- und das Kaliumsalz sind ebenfalls zugelassen.

CI-Nr. 16255
Einecs 220-036-2
Chemische Bezeichnung Trinatrium-2-hydroxy-1-(4-sulfo-1-naphthylazo)naphthalen-6,8-disulfonat
Chemische Formel C20H11N2Na3O10S3
Molmasse 604,48
Gehalt

mindestens 80 % Farbstoffe insgesamt, berechnet als das Natriumsalz

E1cm1% = 430 bei ca. 505 nm in wässriger Lösung

Beschreibung rötliches Pulver oder Körner
Erscheinung einer Lösung in Wasser rot
Spektrometrie Maximum in Wasser bei ca. 505 nm
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Nebenfarbstoffe höchstens 1,0 %
Andere organische Verbindungen als Farbstoffe:
4-Aminonaphthalen-1-sulfonsäure insgesamt höchstens 0,5 %
7-Hydroxynaphthalen-1,3-disulfonsäure
3-Hydroxynaphthalen-2,7-disulfonsäure
6-Hydroxynaphthalen-2-sulfonsäure
7-Hydroxynaphthalen-1,3-6-trisulfonsäure
Unsulfonierte primäre aromatische Amine höchstens 0,01 % (berechnet als Anilin)
Mit Ether extrahierbare Bestandteile höchstens 0,2 % unter neutralen Bedingungen
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 127 ERYTHROSIN

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Red 14
Definition

Erythrosin besteht im Wesentlichen aus Dinatrium-2-(2,4,5,7-tetraiod-3-oxid-6-oxoxanthen-9-yl)benzoatmonohydrat und sonstigen Farbstoffen sowie Wasser, Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat als den wichtigsten farblosen Bestandteilen. Erythrosin wird durch Iodierung von Fluorescein, das durch Erhitzen von Phthalsäureanhydrid mit Resorcin entsteht, hergestellt.

Erythrosin wird als das Natriumsalz beschrieben. Das Calcium- und das Kaliumsalz sind ebenfalls zugelassen.

CI-Nr. 45430
Einecs 240-474-8
Chemische Bezeichnung Dinatrium-2-(2,4,5,7-tetraiod-3-oxid-6-oxoxanthen-9-yl)benzoatmonohydrat
Chemische Formel C20H6I4Na2O5 H2O
Molmasse 897,88
Gehalt

mindestens 87 % Farbstoffe insgesamt, berechnet als wasserfreies Natriumsalz

E1cm1% = 1100 bei ca. 526 nm in wässriger Lösung (pH 7)

Beschreibung rotes Pulver oder Körner
Erscheinung der Lösung in Wasser rot
Spektrometrie Maximum in Wasser bei ca. 526 nm (pH 7)
Anorganische Iodide höchstens 0,1 % (berechnet als Natriumiodid)
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Nebenfarbstoffe (außer Fluorescein) höchstens 4,0 %
Fluorescein höchstens 20 mg/kg
Andere organische Verbindungen als Farbstoffe:
Tri-iodresorcin höchstens 0,2 %
2-(2,4-Dihydroxy-3,5-diiodbenzoyl) Benzoesäure höchstens 0,2 %
Mit Ether extrahierbare Bestandteile höchstens 0,2 %, aus einer Lösung mit pH-Wert 7—8
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 129 ALLURAROT AC

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Red 17
Definition

Allurarot AC besteht im Wesentlichen aus Dinatrium-2-hydroxy-1(2-methoxy-5-methyl-4-sulfo-phenylazo)naphthalen-6-sulfonat und sonstigen Farbstoffen sowie Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat als den wichtigsten farblosen Bestandteilen. Allurarot AC wird durch Kopplung diazotierter 5-Amino-4-methoxy-2-toluensulfonsäure mit 6-Hydroxy-2-naphthalensulfonsäure hergestellt.

Allurarot AC wird als das Natriumsalz beschrieben. Das Calcium- und das Kaliumsalz sind ebenfalls zugelassen.

CI-Nr. 16035
Einecs 247-368-0
Chemische Bezeichnung Dinatrium-2-hydroxy-1(2-methoxy-5-methyl-4-sulfo-phenylazo)naphthalen-6-sulfonat
Chemische Formel C18H14N2Na2O8S2
Molmasse 496,42
Gehalt

mindestens 85 % Farbstoffe insgesamt, berechnet als Natriumsalz

E1cm1% = 540 bei ca. 504 nm in wässriger Lösung (pH 7)

Beschreibung dunkelrotes Pulver oder Körner
Erscheinung einer Lösung in Wasser rot
Spektrometrie Maximum in Wasser bei ca. 504 nm
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Nebenfarbstoffe höchstens 3,0 %
Andere organische Verbindungen als Farbstoffe:
6-Hydroxy-2-naphthalensulfonsäure, Natriumsalz höchstens 0,3 %
4-Amino-5-methoxy-2-methylbenzensulfonsäure höchstens 0,2 %
6,6-Oxybis(2-naphthalensulfon-säure)-dinatriumsalz höchstens 1,0 %
Unsulfonierte primäre aromatische Amine höchstens 0,01 % (berechnet als Anilin)
Mit Ether extrahierbare Bestandteile höchstens 0,2 % aus einer Lösung mit pH 7
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 131 PATENTBLAU V

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Blue 5
Definition

Patentblau V besteht im Wesentlichen aus der Calcium- oder Natriumverbindung des inneren Salzes von [4-(α-(4-Diethylaminophenyl)-5-hydroxy-2,4-disulfophenyl-methyliden)2,5-cyclohexadien-1-yliden] diethylammoniumhydroxid und sonstigen Farbstoffen sowie Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat und/oder Calciumsulfat als den wichtigsten farblosen Bestandteilen.

Das Kaliumsalz ist ebenfalls zugelassen.

CI-Nr. 42051
Einecs 222-573-8
Chemische Bezeichnung Calcium- oder Natriumverbindung des inneren Salzes von [4-(α-(4-Diethylaminophenyl)-5-hydroxy-2,4-disulfophenyl-methyliden)2,5-cyclohexadien-1-yliden] diethylammoniumhydroxid
Chemische Formel

Calciumverbindung: C27H31N2O7S2Ca1/2

Natriumverbindung: C27H31N2O7S2Na

Molmasse

Calciumverbindung: 579,72

Natriumverbindung: 582,67

Gehalt

mindestens 85 % Farbstoffe insgesamt, berechnet als Natriumsalz

E1cm1% = 2000 bei ca. 638 nm in wässriger Lösung (pH 5)

Beschreibung dunkelblaues Pulver oder Körner
Erscheinung einer Lösung in Wasser Blau
Spektrometrie Maximum in Wasser bei 638 nm bei pH 5
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Nebenfarbstoffe höchstens 2,0 %
Andere organische Verbindungen als Farbstoffe:
3-Hydroxybenzaldehyd insgesamt höchstens 0,5 %
3-Hydroxybenzoesäure
3-Hydroxy-4-sulfobenzoesäure
N,N-Diethylaminobenzensulfonsäure
Leukobase höchstens 4,0 %
Unsulfonierte primäre aromatische Amine höchstens 0,01 % (berechnet als Anilin)
Mit Ether extrahierbare Bestandteile aus einer Lösung mit ph-Wert 5 höchstens 0,2 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 132 INDIGOTIN (INDIGOKARMIN)

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Blue 1
Definition

Indigotin besteht im Wesentlichen aus einer Mischung von Dinatrium-3,3′-dioxo-2,2′-bi-indolyliden-5,5′-disulfonat, Dinatrium-3,3′-dioxo-2,2′-bi-indolyliden-5,7′-disulfonat und sonstigen Farbstoffen sowie Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat als den wichtigsten farblosen Bestandteilen.

Indigotin wird als das Natriumsalz beschrieben. Das Calcium- und das Kaliumsalz sind ebenfalls zugelassen.

Indigo-Karmin entsteht durch die Sulfonierung von Indigo. Dazu wird Indigo (oder Indigopaste) mit Schwefelsäure erhitzt. Der Farbstoff wird isoliert und gereinigt.

CI-Nr. 73015
Einecs 212-728-8
Chemische Bezeichnung Dinatrium-3,3′-dioxo-2,2′-bi-indolyliden-5,5′-disulfonat
Chemische Formel C16H8N2Na2O8S2
Molmasse 466,36
Gehalt

mindestens 85 % Farbstoffe insgesamt, berechnet als Natriumsalz

Dinatrium-3,3′-dioxo-2,2′-bi-indolyliden-5,7′-disulfonat höchstens 18 %

E1cm1% = 480 bei ca. 610 nm in wässriger Lösung

Beschreibung dunkelblaues Pulver oder Körner
Erscheinung einer Lösung in Wasser blau
Spektrometrie Maximum in Wasser bei ca. 610 nm
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Nebenfarbstoffe Ausgenommen Dinatrium-3,3′-dioxo-2,2′-bi-indolyliden-5,7′-disulfonat: höchstens 1,0 %
Andere organische Verbindungen als Farbstoffe:
Isatin-5-sulfonsäure insgesamt höchstens 0,5 %
5-Sulfoanthranilsäure
Anthranilsäure
Unsulfonierte primäre aromatische Amine höchstens 0,01 % (berechnet als Anilin)
Mit Ether extrahierbare Bestandteile höchstens 0,2 % unter neutralen Bedingungen
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 133 BRILLIANTBLAU FCF

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Blue 2
Definition

Brilliantblau FCF besteht im Wesentlichen aus Dinatrium-α-(4-(N-ethyl-3-sulfobenzylamin)phenyl)-α-(4-N-ethyl-3-sulfobenzylamin)cyclohexa-2,5-dienyliden)-toluen-2-sulfonat und seinen Isomeren, sonstigen Farbstoffen sowie Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat als den wichtigsten farblosen Bestandteilen.

Brilliantblau FCF wird als das Natriumsalz beschrieben. Das Calcium- und das Kaliumsalz sind ebenfalls zugelassen.

CI-Nr. 42090
Einecs 223-339-8
Chemische Bezeichnung Dinatrium-α-(4-(N-ethyl-3-sulfobenzylamin)phenyl)-α-(4-N-ethyl-3-sulfobenzylamin)cyclohexa-2,5-dienyliden)toluen-2-sulfonat
Chemische Formel C37H34N2Na2O9S3
Molmasse 792,84
Gehalt

mindestens 85 % Farbstoffe insgesamt, berechnet als Natriumsalz

E1cm1% = 1630 bei ca. 630 nm in wässriger Lösung

Beschreibung rötlich-blaues Pulver oder Körner
Erscheinung einer Lösung in Wasser blau
Spektrometrie Maximum in Wasser bei ca. 630 nm
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Nebenfarbstoffe höchstens 6,0 %
Andere organische Verbindungen als Farbstoffe:
2-, 3- und 4-Formylbenzensulfonsäuren zusammen höchstens 1,5 %
3-((Ethyl)(4-sulfophenyl)amino)-methylbenzensulfonsäure höchstens 0,3 %
Leukobase höchstens 5,0 %
Unsulfonierte primäre aromatische Amine höchstens 0,01 % (berechnet als Anilin)
Mit Ether extrahierbare Bestandteile höchstens 0,2 % (pH 7)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 140(i) CHLOROPHYLLE

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Natural Green 3 Magnesiumchlorophyll; Magnesiumphaeophytin
Definition Chlorophylle werden durch Lösungsmittelextraktion aus essbaren Pflanzenarten, Gras, Luzerne und Nesseln gewonnen. Bei der Entfernung des Lösungsmittels kann das natürlich vorhandene koordinativ gebundene Magnesium ganz oder teilweise von den Chlorophyllen entfernt werden. So enthält man die entsprechenden Phaeophytine. Hauptfarbstoffe sind die Phaeophytine und die Magnesiumchlorophylle. Der vom Lösungsmittel befreite Extrakt enthält weitere Pigmente (z. B. Carotenoide) sowie Öle, Fette und Wachs aus dem Ausgangsmaterial. Nur die folgenden Lösungsmittel dürfen verwendet werden: Aceton, Methylethylketon, Dichlormethan, Kohlendioxid, Methanol, Ethanol, Propan-2-ol und Hexan.
CI-Nr. 75810
Einecs Chlorophylle: 215-800-7, Chlorophyll a: 207-536-6, Chlorophyll b: 208-272-4
Chemische Bezeichnung

Die wichtigsten färbenden Grundbestandteile sind:

Phytyl(132R,17S,18S)-3-(8-ethyl-132-methoxycarbonyl-2,7,12,18-tetramethyl-13′-oxo-3-vinyl-131-132-17,18-tetrahydrocyclopenta[at]-porphyrin-17-yl)propionat, (Phaeophytin a oder (als Magnesiumkomplex) Chlorophyll a)

Phytyl(132R,17S,18S)-3-(8-ethyl-7-formyl-132-methoxycarbonyl-2,12,18-trimethyl-13′-oxo-3-vinyl-131-132-17,18-tetrahydrocyclopenta[at]-porphyrin-17-yl)propionat, (Phaeophytin b oder (als Magnesiumkomplex) Chlorophyll b)

Chemische Formel

Chlorophyll a (Magnesiumkomplex): C55H72MgN4O5

Chlorophyll a: C55H74N4O5

Chlorophyll b (Magnesiumkomplex): C55H70MgN4O6

Chlorophyll b: C55H72N4O6

Molmasse

Chlorophyll a (Magnesiumkomplex): 893,51

Chlorophyll a: 871,22

Chlorophyll b (Magnesiumkomplex): 907,49

Chlorophyll b: 885,20

Gehalt

insgesamt mindestens 10 % Chlorophylle und deren Magnesiumkomplexe

E1cm1% = 700 bei ca. 409 nm in Chloroform

Beschreibung wachsartiger Feststoff, olivgrün bis dunkelgrün (je nach dem Gehalt an koordinativ gebundenem Magnesium)
Spektrometrie Maximum in Chloroform bei ca. 409 nm
Lösungsmittelreste Aceton einzeln oder zusammengenommen höchstens 50 mg/kg
Methylethylketon
Methanol
Ethanol
Propan-2-ol
Hexan
Dichlormethan: höchstens 10 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 140(ii) CHLOROPHYLLINE

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Natural Green 5 Natriumchlorophyllin; Kaliumchlorophyllin
Definition

Die Alkalisalze der Chlorophylline erhält man durch Verseifung eines mit Hilfe von Lösungsmitteln gewonnenen Extrakts aus essbaren Pflanzenarten, Gras, Luzerne und Nesseln. Durch die Verseifung werden die Methyl- und Phytolestergruppen entfernt, und der Cyclopentenylring kann teilweise gespalten werden. Die Säuregruppen werden zu Kalium- und/oder Natriumsalzen neutralisiert.

Nur die folgenden Lösungsmittel dürfen verwendet werden: Aceton, Methylethylketon, Dichlormethan, Kohlendioxid, Methanol, Ethanol, Propan-2-ol und Hexan.

CI-Nr. 75815
Einecs 287-483-3
Chemische Bezeichnung

Die wichtigsten färbenden Grundbestandteile sind (als Säuren):

3-(10-carboxylat-4-ethyl-1,3,5,8-tetramethyl-9-oxo-2-vinylphorbin-7-yl)propionat (Chlorophyllin a)

und

3-(10-carboxylat-4-ethyl-3-formyl-1,5,8-trimethyl-9-oxo-2-vinylphorbin-7-yl)propionat (Chlorophyllin b)

In Abhängigkeit vom Hydrolysegrad kann der Cyclopentenylring gespalten werden; so kann eine dritte Carboxylfunktion entstehen.

Magnesiumkomplexe können auch vorhanden sein.

Chemische Formel

Chlorophyllin a (als Säure): C34H34N4O5

Chlorophyllin b (als Säure): C34H32N4O6

Molmasse

Chlorophyllin a: 578,68

Chlorophyllin b: 592,66

kann sich bei Spaltung des Cyclopentenylrings um jeweils 18 Dalton erhöhen

Gehalt

insgesamt mindestens 95 % Chlorophylline in einem Produkt, das eine Stunde bei ca. 100°C getrocknet wurde

E1cm1% = 700 bei ca. 405 nm in wässriger Lösung (pH 9)

E1cm1% = 140 bei ca. 653 nm in wässriger Lösung (pH 9)

Beschreibung dunkelgrünes bis blauschwarzes Pulver
Spektrometrie Maximum in wässriger Phosphat-Puffer-Lösung (pH 9) bei ca. 405 nm bzw. ca. 653 nm
Lösungsmittelreste Aceton einzeln oder zusammengenommen höchstens 50 mg/kg
Methylethylketon
Methanol
Ethanol
Propan-2-ol
Hexan
Dichlormethan: höchstens 10 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 10 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 141(i) KUPFERKOMPLEXE DER CHLOROPHYLLE

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Natural Green 3 Kupferchlorophyll; Kupferphaeophytin
Definition Kupferchlorophylle entstehen, wenn dem mit Hilfe von Lösungsmitteln gewonnenen Extrakt aus essbaren Pflanzenarten, Gras, Luzerne und Nesseln Kupfersalze zugesetzt werden. Das vom Lösungsmittel befreite Produkt enthält weitere Pigmente (z. B. Carotenoide) sowie Öle, Fette und Wachs aus dem Ausgangsmaterial. Hauptfarbstoffe sind die Kupferphaeophytine. Nur die folgenden Lösungsmittel dürfen verwendet werden: Aceton, Methylethylketon, Dichlormethan, Kohlendioxid, Methanol, Ethanol, Propan-2-ol und Hexan.
CI-Nr. 75810
Einecs Kupferchlorophyll a: 239-830-5; Kupferchlorophyll b: 246-020-5
Chemische Bezeichnung

[Phytyl(132R,17S,18S)-3-(8-ethyl-132-methoxycarbonyl-2,7,12,18-tetramethyl-13′-oxo-3-vinyl-131-132-17,18-tetrahydrocyclopenta[at]-porphyrin-17-yl)propionat]kupfer (II) (Kupferchlorophyll a)

[Phytyl(132R,17S,18S)-3-(8-ethyl-7-formyl-132-methoxycarbonyl-2,12,18-trimethyl-13′-oxo-3-vinyl-131-132-17,18-tetrahydrocyclopenta[at]-porphyrin-17-yl)propionat]kupfer (II) (Kupferchlorophyll b)

Chemische Formel

Kupferchlorophyll a: C55H72Cu N4O5

Kupferchlorophyll b: C55H70Cu N4O6

Molmasse

Kupferchlorophyll a: 932,75

Kupferchlorophyll b: 946,73

Gehalt

insgesamt mindestens 10 % Kupferchlorophylle

E1cm1% = 540 bei ca. 422 nm in Chloroform

E1cm1% = 300 bei ca. 652 nm in Chloroform

Beschreibung wachsartiger Feststoff, blaugrün bis dunkelgrün (je nach Ausgangsmaterial)
Spektrometrie Maximum in Chloroform bei ca. 422 nm bzw. ca. 652 nm
Lösungsmittelreste Aceton einzeln oder zusammengenommen höchstens 50 mg/kg
Methylethylketon
Methanol
Ethanol
Propan-2-ol
Hexan
Dichlormethan: höchstens 10 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Kupferionen höchstens 200 mg/kg
Kupfer insgesamt höchstens 8,0 % der Kupferphaeophytine insgesamt

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 141(ii) KUPFERKOMPLEXE DER CHLOROPHYLLINE

MerkmaleReinheit
Synonyme Natrium-Kupfer-Chlorophyllin; Kalium-Kupfer-Chlorophyllin; C.I. Natural Green 5
Definition

Die Alkalisalze der Kupfer-Chlorophylline erhält man durch Verseifung eines Lösungsmittelextraktes aus essbaren Pflanzenarten, Gras, Luzerne und Nesseln. Durch die Verseifung werden die Methyl- und Phytolestergruppen entfernt, und der Cyclopentenylring kann teilweise gespalten werden. Die Säuregruppen werden nach dem Hinzufügen von Kupfer zu den gereinigten Chlorophyllinen zu Kalium und/oder Natriumsalzen neutralisiert.

Nur die folgenden Lösungsmittel dürfen verwendet werden: Aceton, Methylethylketon, Dichlormethan, Kohlendioxid, Methanol, Ethanol, Propan-2-ol und Hexan.

CI-Nr. 75815
Einecs
Chemische Bezeichnung Die wichtigsten färbenden Bestandteile sind (als Säuren): 3-(10-Carboxylato-4-ethyl-1,3,5,8-tetramethyl-9-oxo-2-vinylphorbin-7-yl)propionat, Kupferkomplex (Kupfer-Chlorophyllin a) und 3-(10-Carboxylato-4-ethyl-3-formyl-1,5,8-trimethyl-9-oxo-2-vinylphorbin-7-yl) propionat, Kupferkomplex (Kupfer-Chlorophyllin b)
Chemische Formel

Kupferchlorophyllin a (als Säure): C34H32Cu N4O5

Kupferchlorophyllin b (als Säure): C34H30Cu N4O6

Molmasse

Kupferchlorophyllin a: 640,20

Kupferchlorophyllin b: 654,18

kann sich bei Spaltung des Cyclopentenylrings um jeweils 18 Dalton erhöhen

Gehalt

insgesamt mindestens 95 % Kupferchlorophylline in einem Produkt, das eine Stunde bei 100°C getrocknet wurde

E1cm1% = 565 bei ca. 405 nm in wässriger Phosphat-Puffer-Lösung (pH 7,5)

E1cm1% = 145 bei ca. 630 nm in wässriger Phosphat-Puffer-Lösung (pH 7,5)

Beschreibung dunkelgrünes bis blauschwarzes Pulver
Spektrometrie Maximum in wässriger Phosphat-Puffer-Lösung (pH 7,5) bei ca. 405 nm und bei 630 nm
Lösungsmittelreste Aceton einzeln oder zusammengenommen höchstens 50 mg/kg
Methylethylketon
Methanol
Ethanol
Propan-2-ol
Hexan
Dichlormethan: höchstens 10 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Kupferionen höchstens 200 mg/kg
Kupfer insgesamt höchstens 8,0 % der Kupferchlorophylline insgesamt

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 142 GRÜN S

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Green 4, Brilliantsäuregrün BS
Definition

Grün S besteht im Wesentlichen aus Natrium N-[4-[[4-(dimethylamino)phenyl]2-hydroxy-3,6-disulfo-1-naphthalenyl)methylen]-2,5-cyclohexadien-1-yliden]-N-methylmethanaminium und sonstigen Farbstoffen sowie Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat als wichtigsten farblosen Bestandteilen.

Grün S wird als das Natriumsalz beschrieben. Das Calcium- und das Kaliumsalz sind ebenfalls zugelassen.

CI-Nr. 44090
Einecs 221-409-2
Chemische Bezeichnung Natrium N-[4-[[4-(dimethylamino)phenyl](2-hydroxy-3,6-disulfo-1-naphthalenyl)-methylen]2,5-cyclohexadien-1-yliden]-N-methylmethanaminium; Natrium 5-[4-dimethylamin-α-(4-dimethyliminocyclohexa-2,5-dienyliden)benzyl]-6-hydroxy-7-sulfonat-naphthalen-2-sulfonat (alternative chemische Bezeichnung)
Chemische Formel C27H25N2NaO7S2
Molmasse 576,63
Gehalt

mindestens 80 % Farbstoffe insgesamt, berechnet als das Natriumsalz

E1cm1% = 1720 bei ca. 632 nm in wässriger Lösung

Beschreibung dunkelblaues oder dunkelgrünes Pulver oder Körner
Erscheinung einer Lösung in Wasser blau oder grün
Spektrometrie Maximum in Wasser bei ca. 632 nm
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Nebenfarbstoffe höchstens 1,0 %
Andere organische Verbindungen als Farbstoffe:
4,4′-bis(Dimethylamino)-benzhydrylalkohol höchstens 0,1 %
4,4′-bis(Dimethylamino)-benzophenon höchstens 0,1 %
3-Hydroxynaphthalen-2,7-disulfonsäure höchstens 0,2 %
Leukobase höchstens 5,0 %
Unsulfonierte primäre aromatische Amine höchstens 0,01 % (berechnet als Anilin)
Mit Ether extrahierbare Bestandteile höchstens 0,2 % unter neutralen Bedingungen
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 150a ZUCKERKULÖR

(2)Reinheit
Synonyme Laugen-Zuckerkulör
Definition Einfaches Zuckerkulör wird durch kontrollierte Erhitzung von Kohlehydraten (im Handel erhältliche Süßungsmittel mit Energiegehalt, z. B. Glucosesirupe, Saccharose und/oder Invertzucker und Traubenzucker) hergestellt. Zur Beschleunigung der Karamellisierung können Säuren, Alkalien und Salze, außer Sulfiten und Ammoniumverbindungen, verwendet werden.
CI-Nr.
Einecs 232-435-9
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung dunkelbraune bis schwarze Flüssigkeiten oder Feststoffe
Merkmale
Durch DEAE-Zellulose gebundene Farbstoffe höchstens 50 %
Durch Phosphorylzellulose gebundene Farbstoffe höchstens 50 %
Farbintensität(2) 0,01—0,12
Stickstoff insgesamt höchstens 0,1 %
Schwefel insgesamt höchstens 0,2 %
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 150b SULFITLAUGEN-ZUCKERKULÖR

(3)(4)Reinheit
Synonyme
Definition Sulfitlaugen-Zuckerkulör wird hergestellt durch kontrollierte Erhitzung von Kohlehydraten (im Handel erhältliche Süßungsmittel mit Energiegehalt, z. B. Glucosesirupe, Saccharose und/oder Invertzucker und Traubenzucker) mit oder ohne Säuren bzw. Alkalien und unter Zusatz von Sulfitverbindungen (schweflige Säure, Kaliumsulfit, Kaliumbisulfit, Natriumsulfit und Natriumbisulfit).
CI-Nr.
Einecs 232-435-9
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung dunkelbraune bis schwarze Flüssigkeiten oder Feststoffe
Merkmale
Durch DEAE-Zellulose gebundene Farbstoffe über 50 %
Farbintensität(3) 0,05—0,13
Stickstoff insgesamt höchstens 0,3 %(4)
Schwefeldioxid höchstens 0,2 %(4)
Schwefel insgesamt 0,3—3,5 %(4)
Durch DEAE-Zellulose gebundener Schwefel über 40 %
Absorptionskoeffizient der durch DEAE-Zellulose gebundenen Farbstoffe 19 bis 34
Absorptionskoeffizient (A 280/560) über 50
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 150c AMMONIAK-ZUCKERKULÖR

(5)(6)Reinheit
Synonyme
Definition Sulfitlaugen-Zuckerkulör wird hergestellt durch kontrollierte Erhitzung von Kohlehydraten (im Handel erhältliche Süßungsmittel mit Energiegehalt, z. B. Glucosesirupe, Saccharose und/oder Invertzucker und Traubenzucker) mit oder ohne Säuren bzw. Alkalien und unter Zusatz von Ammoniumverbindungen (Ammoniumhydroxid, Ammoniumcarbonat, Ammoniumhydrogencarbonat, Ammoniumphosphat).
CI-Nr.
Einecs 232-435-9
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung dunkelbraune bis schwarze Flüssigkeiten oder Feststoffe
Merkmale
Durch DEAE-Zellulose gebundene Farbstoffe höchstens 50 %
Durch Phosphorylzellulose gebundene Farbstoffe über 50 %
Farbintensität(5) 0,08—0,36
Ammoniakstickstoff höchstens 0,3 %(6)
4-Methylimidazol höchstens 200 mg/kg(6)
2-Acetyl-4-tetrahydroxy-butylimidazol höchstens 10 mg/kg(6)
Schwefel insgesamt höchstens 0,2 %(6)
Stickstoff insgesamt 0,7—3,3 %(6)
Absorptionskoeffizient der durch Phosphorylzellulose gebundenen Farbstoffe 13 bis 35
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 150d AMMONIUMSULFIT-ZUCKERKULÖR

(7)(8)(9)Reinheit
Synonyme
Definition Ammoniumsulfit-Zuckerkulör wird hergestellt durch kontrollierte Erhitzung von Kohlehydraten (im Handel erhältliche Süßungsmittel mit Energiegehalt, z. B. Glucosesirupe, Saccharose und/oder Invertzucker und Traubenzucker) mit oder ohne Säuren bzw. Alkalien und unter Zusatz von Sulfit- und Ammoniumverbindungen (schweflige Säure, Kaliumsulfit, Kaliumbisulfit, Natriumsulfit, Natriumbisulfit, Ammoniumhydroxid, Ammoniumcarbonat, Ammoniumhydrogencarbonat, Ammoniumphosphat, Ammoniumsulfat, Ammoniumsulfit und Ammoniumhydrogensulfit).
CI-Nr.
Einecs 232-435-9
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung dunkelbraune bis schwarze Flüssigkeiten oder Feststoffe
Merkmale
Durch DEAE-Zellulose gebundene Farbstoffe über 50 %
Farbintensität(7) 0,10—0,60
Ammoniakstickstoff höchstens 0,6 %(8)
Schwefeldioxid höchstens 0,2 %(8)
4-Methylimidazol höchstens 250 mg/kg(8)
Stickstoff insgesamt 0,3—1,7 %(8)
Schwefel insgesamt 0,8—2,5 %(8)
Stickstoff-Schwefel-Verhältnis des Alkoholniederschlags 0,7—2,7
Absorptionskoeffizient des Alkoholniederschlags(9) 8 bis 14
Absorptionskoeffizient (A 280/560) höchstens 50
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 151 BRILLANTSCHWARZ PN

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Black 1
Definition

Brillantschwarz PN besteht im Wesentlichen aus Tetranatrium-4-acetamid-5-hydroxy-6-[7-sulfonat-4-(4-sulfonatphenylazo)-1-naphthylazo]naphthalen-1,7-disulfonat und sonstigen Farbstoffen sowie Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat als den wichtigsten farblosen Bestandteilen.

Brillantschwarz PN wird als das Natriumsalz beschrieben.

Das Calcium- und das Kaliumsalz sind ebenfalls zugelassen.

CI-Nr. 28440
Einecs 219-746-5
Chemische Bezeichnung Tetranatrium-4-acetamid-5-hydroxy-6-[7-sulfonat-4-(4-sulfonatphenylazo)-1-naphthylazo]naphthalen-1,7-disulfonat
Chemische Formel C28H17N5Na4O14S4
Molmasse 867,69
Gehalt

mindestens 80 % Farbstoffe insgesamt, berechnet als Natriumsalz

E1cm1% = 530 bei ca. 570 nm in wässriger Lösung

Beschreibung schwarzes Pulver oder Körner
Erscheinung einer Lösung in Wasser bläulich-schwarz
Spektrometrie Maximum in Wasser bei ca. 570 nm
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Nebenfarbstoffe höchstens 4 % (Färbemasse)
Andere organische Verbindungen als Farbstoffe:
4-Acetamid-5-hydroxynaphthalen-1,7-disulfonsäure insgesamt höchstens 0,8 %
4-Amino-5-hydroxynaphthalen-1,7-disulfonsäure
8-Aminonaphthalen-2-sulfonsäure
4,4′-Diazoaminodi-(benzensulfonsäure)
Unsulfonierte primäre aromatische Amine höchstens 0,01 % (berechnet als Anilin)
Mit Ether extrahierbare Bestandteile höchstens 0,2 % unter neutralen Bedingungen
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 153 PFLANZENKOHLE

MerkmaleReinheit
Synonyme Kohlenschwarz
Definition Pflanzenkohle (Aktivkohle) entsteht beim unvollständigen Verbrennen (Verkohlen) von pflanzlichen Materialien wie Holz, Zelluloserückständen, Torf, Kokosnuss- und anderen Schalen. Die so gewonnene Aktivkohle wird gemahlen und das entstandene aktivierte Kohlepulver wird im Zyklon-Abscheider behandelt. Der abgeschiedene Feinstaub wird durch Spülen mit Salzsäure gereinigt, neutralisiert und getrocknet. Das so entstandene Produkt ist herkömmlich als Kohlenschwarz bekannt. Die Färbekraft kann weiter erhöht werden, indem der Feinstaub noch einmal verwirbelt oder noch feiner gemahlen, danach mit Säure gereinigt, neutralisiert und getrocknet wird. Das Endprodukt besteht aus säuberlich getrennten Kohleteilchen. Es kann noch geringe Mengen an Stickstoff, Wasserstoff und Sauerstoff enthalten. Nach der Herstellung kann das Produkt etwas Feuchtigkeit absorbieren.
CI-Nr. 77266
Einecs 231-153-3
Chemische Bezeichnung Kohlenstoff
Chemische Formel C
Atommasse 12,01
Gehalt mindestens 95 % Kohlenstoff (in wasser- und aschefreier Form)
Trocknungsverlust höchstens 12 % (120 °C, 4 Stunden)
Beschreibung schwarzes geruchloses Pulver
Löslichkeit unlöslich in Wasser und organischen Lösungsmitteln
Verbrennen Zur Rotglut erhitzt, verbrennt Pflanzenkohle langsam und ohne Flamme.
Asche (insgesamt) höchstens 4,0 % (Zündtemperatur: 625 °C)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe Benzo(a)pyren höchstens 50 μg/kg in dem aus 1 g des Produktes durch kontinuierliche Extraktion mit 10 g reinem Cyclohexan gewonnenen Extrakt.
Alkalilösliche Anteile Das Filtrat, das man nach Sieden von 2 g der Probe mit 20 ml 1 n Natronlauge und Filtern erhält, soll farblos sein.

E 155 BRAUN HT

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Brown 3
Definition

Braun HT besteht im Wesentlichen aus Dinatrium-4,4′-(2,4-dihydroxy-5-hydroxymethyl-1,3-phenylenbisazo)di(naphthalen-1-sulfonat) und sonstigen Farbstoffen sowie Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat als den wichtigsten farblosen Bestandteilen.

Braun HT wird als das Natriumsalz beschrieben. Das Calcium- und das Kaliumsalz sind ebenfalls zugelassen.

CI-Nr. 20285
Einecs 224-924-0
Chemische Bezeichnung Dinatrium-4,4′-(2,4-dihydroxy-5-hydroxymethyl-1,3-phenylenbisazo)di(naphthalen-1-sulfonat)
Chemische Formel C27H18N4Na2O9S2
Molmasse 652,57
Gehalt

mindestens 70 % Farbstoffe insgesamt, berechnet als das Natriumsalz

E1cm1% = 403 bei ca. 460 nm in wässriger Lösung (pH 7)

Beschreibung rötlichbraunes Pulver oder Körner
Erscheinung einer Lösung in Wasser braun
Spektrometrie Maximum in Wasser (pH 7) bei ca. 460 nm
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Nebenfarbstoffe höchstens 10 % (Dünnschichtchromatographie)
Andere organische Verbindungen als Farbstoffe:
4-Aminonaphthalen-1-sulfonsäure höchstens 0,7 %
Unsulfonierte primäre aromatische Amine höchstens 0,01 % (berechnet als Anilin)
Mit Ether extrahierbare Bestandteile höchstens 0,2 % einer Lösung mit pH 7
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 160a(i) BETA-CAROTIN

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Orange 5
Definition Diese Spezifikationen gelten vorwiegend für Produkte, die aus dem all-trans-Isomer von β-Carotin und geringeren Mengen anderer Carotinoide bestehen. Verdünnte und stabilisierte Zubereitungen können unterschiedliche Verhältnisse von trans- und cis-Isomeren aufweisen.
CI-Nr. 40800
Einecs 230-636-6
Chemische Bezeichnung β-Carotin; β,β-Carotin
Chemische Formel C40H56
Molmasse 536,88
Gehalt

insgesamt mindestens 96 % Farbstoff (berechnet als β-Carotin)

E1cm1% = 2500 bei ca. 440 bis 457 nm in Cyclohexan

Beschreibung rote bis braunrote Kristalle oder Kristallpulver
Spektrometrie Maximum in Cyclohexan bei 453 bis 456 nm
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Nebenfarbstoffe Andere Carotinoide als β-Carotin: höchstens 3,0 % der Farbstoffe insgesamt
Blei höchstens 2 mg/kg

E 160a(ii) PFLANZLICHE CAROTINE

(10)MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Orange 5
Definition

Pflanzliche Carotine erhält man durch Lösungsmittelextraktion aus essbaren Pflanzenarten, Karotten, Pflanzenölen, Gras, Luzerne und Nesseln.

Die wichtigsten färbenden Grundbestandteile sind Carotinoide, vor allem β-Carotin. Auch α- und Gamma-Carotin und andere Pigmente können vorhanden sein. Neben Farbpigmenten kann der Stoff im Ausgangsmaterial natürlich vorkommende Öle, Fette und Wachse enthalten.

Zur Extraktion dürfen ausschließlich folgende Lösungsmittel verwendet werden: Aceton, Methylethylketon, Methanol, Ethanol, Propan-2-ol, Hexan, Dichlormethan und Kohlendioxid(10).

CI-Nr. 75130
Einecs 230-636-6
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel β-Carotin: C40H56
Molmasse β-Carotin: 536,88
Gehalt

mindestens 5 % Carotine (berechnet als β-Carotin). Durch Extraktion von Pflanzenölen gewonnene Produkte: mindestens 0,2 % in Speisefetten

E1cm1% = 2500 bei ca. 440 bis 457 nm in Cyclohexan

Beschreibung
Spektrometrie Maximum in Cyclohexan bei 440 bis 457 nm und 470 bis 486 nm
Lösungsmittelreste Aceton einzeln oder zusammengenommen höchstens 50 mg/kg
Methylethylketon
Methanol
Propan-2-ol
Hexan
Ethanol
Dichlormethan höchstens 10 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 160a(iii) BETA-CAROTIN AUS Blakeslea trispora

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme C.I. Food Orange 5
Definition Gewonnen durch Fermentation aus einer Mischkultur der beiden Paarungstypen (+) und (-) des Pilzes Blakeslea trispora. Das β-Carotin wird mit Ethylacetat oder Isobutylacetat und nachfolgend Propan-2-ol aus der Biomasse extrahiert und kristallisiert. Das kristallisierte Produkt besteht vorwiegend aus trans-β-Carotin. Wegen des natürlichen Prozesses bestehen rund 3 % des Stoffes produktspezifisch aus gemischten Carotinoiden.
CI-Nr. 40800
Einecs 230-636-6
Chemische Bezeichnung β-Carotin; β,β-Carotin
Chemische Formel C40H56
Molmasse 536,88
Gehalt

insgesamt mindestens 96 % Farbstoff (berechnet als β-Carotin)

E1cm1% = 2500 bei ca. 440 bis 457 nm in Cyclohexan

Beschreibung rote, rötlich-braune oder lila-violette Kristalle oder Kristallpulver (die Farbe unterscheidet sich je nach verwendetem Extraktionslösungsmittel und den Kristallisationsbedingungen)
Spektrometrie Maximum in Cyclohexan bei 453 bis 456 nm
Lösungsmittelreste Ethylacetat einzeln oder zusammengenommen höchstens 0,8 %
Ethanol
Isobutylacetat: höchstens 1,0 %
Propan-2-ol: höchstens 0,1 %
Sulfatasche höchstens 0,2 %
Nebenfarbstoffe andere Carotinoide als β-Carotin: höchstens 3,0 % der Farbstoffe insgesamt
Blei höchstens 2 mg/kg
Schimmel höchstens 100 Kolonien pro Gramm
Hefe höchstens 100 Kolonien pro Gramm
Salmonella spp. in 25 g nicht nachweisbar
Escherichia coli In 5 g nicht nachweisbar

E 160a(iv) ALGENCAROTINE

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Orange 5
Definition

Gemischte Carotine können auch aus der Meeresalge Dunaliella salina gewonnen werden. Beta-Carotin wird mit Hilfe eines ätherischen Öls extrahiert. Die Zubereitung ist eine 20- bis 30 %ige Suspension in Speiseöl. Das Verhältnis trans-/cis-Isomere liegt zwischen 50/50 und 71/29.

Die wichtigsten färbenden Grundbestandteile sind Carotinoide, vor allem β-Carotin. α-Carotin, Lutein, Zeaxanthin und β-Cryptoxanthin können vorhanden sein. Neben Farbpigmenten kann der Stoff im Ausgangsmaterial natürlich vorkommende Öle, Fette und Wachse enthalten.

CI-Nr. 75130
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel β-Carotin: C40H56
Molmasse β-Carotin. 536,88
Gehalt

Mindestens 20 % Carotine (berechnet als β-Carotin)

E1cm1% = 2500 bei ca. 440 bis 457 nm in Cyclohexan

Beschreibung
Spektrometrie Maximum in Cyclohexan bei 440 bis 457 nm und 474 bis 486 nm
Natürliche Tocopherole in Speiseöl höchstens 0,3 %
Blei höchstens 2 mg/kg

E 160b(i) ANNATTO BIXIN

I) MIT LÖSUNGSMITTEL EXTRAHIERTES BIXIN
Synonyme Annatto B, Orlean, Terre orellana, L. Orange, C.I. Natural Orange 4
Definition

Mit Lösungsmittel extrahiertes Bixin wird durch Extraktion aus der äußeren Hülle der Samen des Annattostrauchs (Bixa orellana L.) mit Hilfe eines oder mehrerer der nachstehenden lebensmitteltauglichen Lösungsmittel gewonnen: Aceton, Methanol, Hexan, Ethanol, Propan-2-ol, Ethylacetat, alkalischer Alkohol oder überkritisches Kohlendioxid. Die entstehende Zubereitung kann angesäuert werden, anschließend folgen die Entfernung des Lösungsmittels, die Trocknung und die Vermahlung.

Mit Lösungsmittel extrahiertes Bixin enthält diverse farbige Bestandteile; der wichtigste färbende Grundbestandteil ist cis-Bixin, ein weiterer färbender Grundbestandteil ist trans-Bixin. Ferner können infolge der Verarbeitung thermische Abbauprodukte von Bixin vorhanden sein.

CI-Nr. 75120
Einecs 230-248-7
Chemische Bezeichnung cis-Bixin: Methyl(9-cis)-hydrogen-6,6′-diapo-Ψ,Ψ-carotindioat
Chemische Formel cis-Bixin: C25H30O4
Molmasse 394,5
Gehalt

Mindestens 85 % Farbstoff (ausgedrückt als Bixin)

E1 %1cm 3090 bei ca. 487 nm in Tetrahydrofuran und Aceton

Beschreibung Dunkelrotbraunes bis purpurrotes Pulver
Merkmale
Löslichkeit nicht wasserlöslich; mäßig löslich in Ethanol
Spektrometrie Die Probe in Aceton zeigt Absorptionsmaxima bei ca. 425, 457 bzw. 487 nm.
Reinheit
Norbixin höchstens 5 % Farbstoff insgesamt
Lösungsmittelreste

Aceton: höchstens 30 mg/kg

Methanol: höchstens 50 mg/kg

Hexan: höchstens 25 mg/kg

Ethanol:

Propan-2-ol:

Ethylacetat:

einzeln oder zusammengenommen höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 2 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,5 mg/kg
II) WÄSSRIG BEARBEITETES BIXIN
Synonyme Annatto E, Orlean, Terre orellana, L. Orange, C.I. Natural Orange 4
Definition

Wässrig bearbeitetes Bixin wird durch Extraktion aus der äußeren Hülle der Samen des Annattostrauchs (Bixa orellana L.) durch Abschleifen der Samen in kaltem, mildalkalischem Wasser hergestellt. Die entstehende Zubereitung wird angesäuert, um Bixin zu fällen, das dann gefiltert, getrocknet und gemahlen wird.

Wässrig bearbeitetes Bixin enthält mehrere Farbbestandteile; der wichtigste färbende Grundbestandteil ist cis-Bixin, ein weiterer färbender Grundbestandteil ist trans-Bixin. Ferner können infolge der Verarbeitung thermische Abbauprodukte von Bixin vorhanden sein.

CI-Nr. 75120
Einecs 230-248-7
Chemische Bezeichnung cis-Bixin: Methyl(9-cis)-hydrogen-6,6′-diapo-Ψ,Ψ-carotindioat
Chemische Formel cis-Bixin: C25H30O4
Molmasse 394,5
Gehalt

Mindestens 25 % Farbstoff (ausgedrückt als Bixin)

E1 %1cm 3090 bei ca. 487 nm in Tetrahydrofuran und Aceton

Beschreibung Dunkelrotbraunes bis purpurrotes Pulver
Merkmale
Löslichkeit nicht wasserlöslich; mäßig löslich in Ethanol
Spektrometrie Die Probe in Aceton zeigt Absorptionsmaxima bei ca. 425, 457 bzw. 487 nm.
Reinheit
Norbixin höchstens 7 % Farbstoff insgesamt
Arsen höchstens 2 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,5 mg/kg

E 160b(ii) ANNATTO NORBIXIN

I) MIT LÖSUNGSMITTEL EXTRAHIERTES NORBIXIN
Synonyme Annatto C, Orlean, Terre orellana, L. Orange, C.I. Natural Orange 4
Definition

Mit Lösungsmittel extrahiertes Norbixin wird aus der äußeren Hülle der Samen des Annattostrauchs (Bixa orellana L.) durch Waschen mit mindestens einem der nachstehenden lebensmitteltauglichen Lösungsmittel gewonnen: Aceton, Methanol, Hexan, Ethanol, Propan-2-ol, Ethylacetat, alkalischer Alkohol oder überkritisches Kohlendioxid, im Anschluss daran Entfernung des Lösungsmittels, Kristallisierung und Trocknung. Dem entstandenen Pulver wird Lauge hinzugefügt, anschließend folgt eine Erwärmung zur Hydrolysierung des Farbstoffes und die Abkühlung. Die wässrige Lösung wird gefiltert und angesäuert, um Norbixin zu fällen. Die Ausfällung wird gefiltert, gewaschen, getrocknet und zu einem körnigen Pulver gemahlen.

Mit Lösungsmittel extrahiertes Norbixin enthält mehrere Farbbestandteile; der wichtigste färbende Grundbestandteil ist cis-Norbixin, ein weiterer färbender Grundbestandteil ist trans-Norbixin. Ferner können infolge der Verarbeitung thermische Abbauprodukte von Norbixin vorhanden sein.

CI-Nr. 75120
Einecs 208-810-8
Chemische Bezeichnung

cis-Norbixin: 6,6’-Diapo-Ψ,Ψ-carotindisäure

cis-Norbixin-Dikaliumsalz: Dikalium-6,6’-diapo-Ψ,Ψ-carotindioat

cis-Norbixin-Dinatriumsalz: Dinatrium-6,6’-diapo-Ψ,Ψ-carotindioat

Chemische Formel

cis-Norbixin: C24H28O4

cis-Norbixin-Dikaliumsalz: C24H26K2O4

cis-Norbixin-Dinatriumsalz: C24H26Na2O4

Molmasse 380,5 (Säure), 456,7 (Dikaliumsalz), 424,5 (Dinatriumsalz)
Gehalt

Mindestens 85 % Farbstoff (ausgedrückt als Norbixin)

E1 %1cm 2870 bei ca. 482 nm in 0,5 % Kaliumhydroxidlösung

Beschreibung Dunkelrotbraunes bis purpurrotes Pulver
Merkmale
Löslichkeit löslich in Lauge; mäßig löslich in Ethanol
Spektrometrie Die Probe in 0,5 % Kaliumhydroxidlösung zeigt Absorptionsmaxima bei ca. 453 bzw. 482 nm.
Reinheit
Lösungsmittelreste

Aceton: höchstens 30 mg/kg

Methanol: höchstens 50 mg/kg

Hexan: höchstens 25 mg/kg

Ethanol:

Propan-2-ol:

Ethylacetat:

einzeln oder zusammengenommen höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 2 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,5 mg/kg
II) ALKALISCH BEARBEITETES NORBIXIN, MIT SÄURE GEFÄLLT
Synonyme Annatto F, Orlean, Terre orellana, L. Orange, C.I. Natural Orange 4
Definition

Alkalisch bearbeitetes Norbixin (mit Säure gefällt) wird durch Extraktion aus der äußeren Hülle der Samen des Annattostrauchs (Bixa orellana L.) mit Lauge hergestellt. Das Bixin wird in heißer alkalischer Lösung zu Norbixin hydrolysiert und angesäuert, um Norbixin zu fällen. Die Ausfällung wird gefiltert, getrocknet und zu einem körnigen Pulver gemahlen.

Alkalisch bearbeitetes Norbixin enthält mehrere Farbbestandteile; der wichtigste färbende Grundbestandteil ist cis-Norbixin, ein weiterer färbender Grundbestandteil ist trans-Norbixin. Ferner können infolge der Verarbeitung thermische Abbauprodukte von Norbixin vorhanden sein.

CI-Nr. 75120
Einecs 208-810-8
Chemische Bezeichnung

cis-Norbixin: 6,6’-Diapo-Ψ,Ψ-carotindisäure

cis-Norbixin-Dikaliumsalz: Dikalium-6,6’-diapo-Ψ,Ψ-carotindioat

cis-Norbixin-Dinatriumsalz: Dinatrium-6,6’-diapo-Ψ,Ψ-carotindioat

Chemische Formel

cis-Norbixin: C24H28O4

cis-Norbixin-Dikaliumsalz: C24H26K2O4

cis-Norbixin-Dinatriumsalz: C24H26Na2O4

Molmasse 380,5 (Säure), 456,7 (Dikaliumsalz), 424,5 (Dinatriumsalz)
Gehalt

Mindestens 35 % Farbstoff (ausgedrückt als Norbixin)

E1 %1cm 2870 bei ca. 482 nm in 0,5 % Kaliumhydroxidlösung

Beschreibung Dunkelrotbraunes bis purpurrotes Pulver
Merkmale
Löslichkeit löslich in Lauge; mäßig löslich in Ethanol
Spektrometrie Die Probe in 0,5 % Kaliumhydroxidlösung zeigt Absorptionsmaxima bei ca. 453 bzw. 482 nm.
Reinheit
Arsen höchstens 2 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,5 mg/kg
III) ALKALISCH BEARBEITETES NORBIXIN, NICHT MIT SÄURE GEFÄLLT
Synonyme Annatto G, Orlean, Terre orellana, L. Orange, C.I. Natural Orange 4
Definition

Alkalisch bearbeitetes Norbixin (nicht mit Säure gefällt) wird durch Extraktion aus der äußeren Hülle der Samen des Annattostrauchs (Bixa orellana L.) mit Lauge hergestellt. Das Bixin wird in heißer alkalischer Lösung zu Norbixin hydrolysiert. Die Ausfällung wird gefiltert, getrocknet und zu einem körnigen Pulver gemahlen. Die Extrakte enthalten vor allem das Kalium- oder Natriumsalz von Norbixin als wichtigsten Farbstoff.

Alkalisch bearbeitetes Norbixin (nicht mit Säure gefällt) enthält mehrere Farbbestandteile; der wichtigste färbende Grundbestandteil ist cis-Norbixin, ein weiterer färbender Grundbestandteil ist trans-Norbixin. Ferner können infolge der Verarbeitung thermische Abbauprodukte von Norbixin vorhanden sein.

CI-Nr. 75120
Einecs 208-810-8
Chemische Bezeichnung

cis-Norbixin: 6,6’-Diapo-Ψ,Ψ-carotindisäure

cis-Norbixin-Dikaliumsalz: Dikalium-6,6’-diapo-Ψ,Ψ-carotindioat

cis-Norbixin-Dinatriumsalz: Dinatrium-6,6’-diapo-Ψ,Ψ-carotindioat

Chemische Formel

cis-Norbixin: C24H28O4

cis-Norbixin-Dikaliumsalz: C24H26K2O4

cis-Norbixin-Dinatriumsalz: C24H26Na2O4

Molmasse 380,5 (Säure), 456,7 (Dikaliumsalz), 424,5 (Dinatriumsalz)
Gehalt

Mindestens 15 % Farbstoff (ausgedrückt als Norbixin)

E1 %1cm 2870 bei ca. 482 nm in 0,5 % Kaliumhydroxidlösung

Beschreibung Dunkelrotbraunes bis purpurrotes Pulver
Merkmale
Löslichkeit löslich in Lauge; mäßig löslich in Ethanol
Spektrometrie Die Probe in 0,5 % Kaliumhydroxidlösung zeigt Absorptionsmaxima bei ca. 453 bzw. 482 nm.
Reinheit
Arsen höchstens 2 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,5 mg/kg

E 160c PAPRIKAEXTRAKT (CAPSANTHIN, CAPSORUBIN)

MerkmaleReinheit
Synonyme Paprika Oleoresin
Definition

Paprikaextrakt wird durch Lösungsmittelextraktion aus Paprika (den gemahlenen Schoten, mit oder ohne Samen, von Capsicum annuum L.) gewonnen und enthält die wichtigsten färbenden Grundbestandteile dieses Gewürzes. Capsanthin und Capsorubin sind die Hauptfarbstoffe von Paprikaextrakt. Zahlreiche weitere Farbstoffverbindungen sind vorhanden.

Zur Extraktion dürfen ausschließlich folgende Lösungsmittel verwendet werden: Methanol, Ethanol, Aceton, Hexan, Dichloromethan, Ethylacetat, Propan-2-ol und Kohlendioxid.

CI-Nr.
Einecs Capsanthin: 207-364-1, Capsorubin: 207-425-2
Chemische Bezeichnung

Capsanthin: (3R, 3′S, 5′R)-3,3′-Dihydroxy-β,κ-carotin-6-on

Capsorubin: (3S, 3′S, 5R, 5R′)-3,3′-Dihydroxy-κ,κ-carotin-6,6′-dion

Chemische Formel Capsanthin: C40H56O3
Capsorubin: C40H56O4
Molmasse Capsanthin: 584,85
Capsorubin: 600,85
Gehalt

Paprikaextrakt: mindestens 7,0 % Carotinoide

Capsanthin/Capsorubin: mindestens 30 % der Carotinoide insgesamt

E1cm1% = 2100 bei ca. 462 nm in Aceton

Beschreibung dunkelrote, zähe Flüssigkeit
Spektrometrie Maximum in Aceton bei ca. 462 nm
Farbreaktion Ein Tropfen Extrakt in 2—3 Tropfen Chloroform mit einem Tropfen Schwefelsäure ergibt eine intensive blaue Farbe.
Lösungsmittelreste Ethylacetat einzeln oder zusammengenommen höchstens 50 mg/kg
Methanol
Ethanol
Aceton
Hexan
Propan-2-ol
Dichlormethan höchstens 10 mg/kg
Capsaicin höchstens 250 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 160d LYCOPIN

(i)
Synthetisches Lycopin

MerkmaleReinheit
Synonyme Chemisch Synthetisiertes Lycopin
Definition Synthetisches Lycopin ist eine Mischung geometrischer Isomere und wird durch die Wittig-Kondensation von Synthesezwischenprodukten gewonnen, die gewöhnlich bei der Herstellung anderer Carotinoide für Lebensmittel zum Einsatz kommen. Synthetisches Lycopin besteht vor- wiegend aus all-trans-Lycopin und 5-cis-Lycopin mit Spuren anderer Isomere. Im Handel erhältliche Lycopin-Zubereitungen für die Verwen- dung in Lebensmitteln werden als Suspensionen in Speiseöl und in Wasser dispergierbaren oder wasserlöslichen Pulvern formuliert.
CI-Nr. 75125
Einecs 207-949-1
Chemische Bezeichnung Ψ,Ψ -Carotin, all-trans-Lycopin, (all-E)-Lycopin, (all-E)-2,6,10,14,19,23,27,31-Octamethyl-2,6,8,10,12,14,16,18,20,22,24,26,30-Dotriacontatridecaen
Chemische Formel C40H56
Molmasse 536,85
Gehalt

Mindestens 96 % Lycopine insgesamt (mindestens 70 % all-trans-Lycopin)

E1cm1% = 3450 bei 465—475 nm in Hexan (für 100% reines all-trans-Lycopin)

Beschreibung Red crystalline powderrotes kristallines Pulver
Spektrophotometrie Eine Lösung in Hexan zeigt ein Absorptionsmaximum bei etwa 470 nm
Carotinoid-Test Die Farbe der Lösung der Probe in Aceton verschwindet nach wiederholter Zugabe einer 5%igen Lösung von Natriumnitrit und 1 n Schwefelsäure
Löslichkeit nicht wasserlöslich; in Chloroform gut löslich
eigenschaften der 1%igen Lösung in Chloroform klar, intensives Rot-orange
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (40 °C, 4 Stunden bei 20 mm Hg)
Apo-12’-Lycopinal höchstens 0,15 %
Triphenylphosphinoxid höchstens 0,01 %
Lösungsmittelreste

Methanol: höchstens 200 mg/kg,

Hexan, Propan-2-ol: jeweils höchstens 10 mg/kg

Dichlormethan: höchstens 10 mg/kg (nur bei im Handel erhältlichen Zubereitungen)

Blei höchstens 1 mg/kg

(ii)
Lycopin aus roten Tomaten

MerkmaleReinheit
Synonyme Natural Yellow 27
Definition Lycopin wird durch Lösungsmittelextraktion aus roten Tomaten (Lycopersicon esculentum L.) gewonnen; das Lösungsmittel wird im Anschluss entfernt. Nur die folgenden Lösungsmittel dürfen verwendet werden: Kohlendioxid, Ethylacetat, Aceton, Propan-2-ol, Methanol, Ethanol und Hexan. Der wichtigste färbende Grundbestandteil in Tomaten ist Lycopin; ferner können kleinere Mengen anderer Carotinoid-Pig- mente vorhanden sein. Daneben kann das Produkt in Tomaten natür- lich vorkommende Öle, Fette, Wachse und Aromastoffe enthalten.
CI-Nr. 75125
Einecs 207-949-1
Chemische Bezeichnung Ψ,Ψ-Carotin, all-trans-Lycopin, (all-E)-Lycopin, (all-E)-2,6,10,14,19,23,27,31-Octamethyl-2,6,8,10,12,14,16,18,20,22,24,26,30-Dotriacontatridecaen
Chemische Formel C40H56
Molmasse 536,85
Gehalt

E1cm1% = 3450 bei 465—475 nm in Hexan (für 100% reines all-trans-Lycopin)

mindestens 5% Farbstoffe insgesamt

Beschreibung dunkelrote zähe Flüssigkeit
Spektrophotometrie Maximum in Hexan bei ca. 472 nm
Lösungsmittelreste Propan-2-ol einzeln oder zusammengenommen höchstens 50 mg/kg
Hexan
Aceton
Ethanol
Methanol
Ethylacetat
Sulfatasche HÖCHSTENS 1%
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

(III)
Lycopin aus Blakeslea trispora

MerkmaleReinheit
Synonyme Natural Yellow 27
Definition Lycopin aus Blakeslea trispora wird aus der Biomasse des Pilzes extrahiert und durch Kristallisation und Filtern gereinigt. Es besteht vorwiegend aus all-trans-Lycopin. Es enthält auch Spuren anderer Carotinoide. Bei der Herstellung werden als Lösungsmittel nur Propan-2-ol und Isobutylacetat verwendet. Im Handel erhältliche Lycopin-Zubereitungen für die Verwendung in Lebensmitteln werden als Suspensionen in Speiseöl in Wasser dispergierbaren oder wasserlöslichen Pulvern formuliert.
CI-Nr. 75125
Einecs 207-949-1
Chemische Bezeichnung ψ,ψ-Carotin, all-trans-Lycopin, (all-E)-Lycopin, (all-E)-2,6,10,14,19,23,27,31-Octamethyl-2,6,8,10,12,14,16,18,20,22,24,26,30-Dotriacontatridecaen
Chemische Formel C40H56
Molmasse 536,85
Gehalt

mindestens 95 % Lycopine insgesamt und mindestens 90% all-trans-Lycopin aller Farbstoffe

E1cm1% = 3450 bei 465—475 nm in Hexan (für 100% reines all-trans-Lycopin)

Beschreibung rotes kristallines Pulver
Spektrophotometrie Eine Lösung in Hexan zeigt ein Absorptionsmaximum bei etwa 470 nm
Carotinoid-Test Die Farbe der Lösung der Probe in Aceton verschwindet nach wiederholter Zugabe einer 5%igen Lösung von Natriumnitrit und 1 n Schwefelsäure
Löslichkeit nicht wasserlöslich; in Chloroform gut löslich
Eigenschaften der 1 %igen Lösung in Chloroform klar, intensives Rot-orange
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (40 °C, 4 Stunden bei 20 mm Hg)
Sonstige Carotinoide höchstens 5%
Lösungsmittelreste

Propan-2-ol: höchstens 0,1 %

Isobutylacetat: höchstens 1,0 %

Dichlormethan: höchstens 10 mg/kg (nur bei im Handel erhältlichen Zubereitungen)

Sulfatasche höchstens 0,3 %
Blei höchstens 1 mg/kg

E 160e BETA-APO-8′-CAROTINAL (C 30)

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Orange 6
Definition Diese Spezifikationen gelten vorwiegend für Produkte, die aus dem all-trans-Isomer von β-apo-8′-Carotinal und geringeren Mengen anderer Carotinoide bestehen. Verdünnte und stabilisierte Verbindungen werden aus β-apo-8′-Carotinal hergestellt, das diesen Spezifikationen entspricht; dazu gehören Lösungen oder Suspensionen von β-apo-8′-Carotenal in Speisefetten oder -ölen, Emulsionen und in Wasser dispergierbaren Pulvern. Diese Zubereitungen können unterschiedliche Verhältnisse von cis- und trans-Isomeren aufweisen.
CI-Nr. 40820
Einecs 214-171-6
Chemische Bezeichnung β-apo-8′-Carotinal; trans-β-apo-8′-Carotinaldehyd
Chemische Formel C30H40O
Molmasse 416,65
Gehalt

insgesamt mindestens 96 % Farbstoffe

E1cm1% = 2640 bei 460—462 nm in Cyclohexan

Beschreibung dunkelviolette, metallisch glänzende Kristalle oder kristallines Pulver
Spektrometrie Maximum in Cyclohexan bei 460—462 nm
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Nebenfarbstoffe

Carotinoide außer β-apo-8′-Carotinal:

höchstens 3,0 % der Farbstoffe insgesamt

Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 161b LUTEIN

MerkmaleReinheit
Synonyme Gemischte Carotinoide; Xanthophyll
Definition

Lutein wird durch Lösungsmittelextraktion aus essbarer Obst- und Pflanzenarten, Gras, Luzerne (Alfalfa) und Tagetes erecta gewonnen. Die wichtigsten färbenden Grundbestandteile sindCarotinoide, vor allem Lutein und dessen Fettsäureester. Hinzu kommen unterschiedliche Mengen Carotine. Darüber hinaus kann Lutein Fette, Öle und Wachse enthalten, die im Pflanzenmaterial natürlich vorkommen.

Nur die folgenden Lösungsmittel dürfen verwendet werden: Methanol, Ethanol, Propan-2-ol, Hexan, Aceton, Methylethylketon und Kohlendioxid.

CI-Nr.
Einecs 204-840-0
Chemische Bezeichnung 3,3′-Dihydroxy-d-carotin
Chemische Formel C40H56O2
Molmasse 568,88
Gehalt

insgesamt mindestens 4,0 % Farbstoffe, berechnet als Lutein

E1cm1% = 2550 bei ca. 445 nm in Chloroform/Ethanol (10 + 90) oder in Hexan/Ethanol/Aceton (80 + 10 + 10)

Beschreibung dunkle, gelblich-braune Flüssigkeit
Spektrometrie Maximum in Chloroform/Ethanol (1:9) bei ca. 445 nm
Lösungsmittelreste Aceton einzeln oder zusammengenommen höchstens 50 mg/kg
Methylethylketon
Methanol
Ethanol
Propan-2-ol
Hexan
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 3 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 161g CANTHAXANTHIN

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Orange 8
Definition Diese Spezifikationen gelten vorwiegend für Produkte, die aus dem all-trans-Isomer von Canthaxanthin und geringeren Mengen anderer Carotinoide bestehen. Verdünnte und stabilisierte Verbindungen werden aus Canthaxanthin hergestellt, das diesen Spezifikationen entspricht. Dazu gehören Lösungen oder Suspensionen von Canthaxanthin in Speisefetten oder -ölen, Emulsionen und in Wasser dispergierbaren Pulvern. Diese Zubereitungen können unterschiedliche Verhältnisse von cis- und trans-Isomeren aufweisen.
CI-Nr. 40850
Einecs 208-187-2
Chemische Bezeichnung β-Carotin-4,4′-dion; Canthaxanthin; 4,4′-Dioxo-β-carotin
Chemische Formel C40H52O2
Molmasse 564,86
Gehalt insgesamt mindestens 96 % Farbstoffe, berechnet als Canthaxanthin
E1cm1% = 2200 bei ca. 485 nm in Chloroform
bei 468—472 nm in Cyclohexan
bei 464—467 nm in Petroleumether
Beschreibung intensiv violette Kristalle oder kristallines Pulver
Spektrometrie

Maximum in Chloroform bei ca. 485 nm

Maximum in Cyclohexan bei 468—472 nm

Maximum in Petroleumether bei 464—467 nm

Sulfatasche höchstens 0,1 %
Nebenfarbstoffe Andere Carotinoide als Canthaxanthin: höchstens 5,0 % der Farbstoffe insgesamt
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 162 BETANIN (BETENROT)

MerkmaleReinheit
Synonyme Betenrot
Definition

Betenrot wird aus der Roten Rübe (Beta vulgaris L. var. rubra) gewonnen. Dies geschieht durch Pressen von Saft aus zermalmten Rüben oder durch Wasserextraktion aus zerkleinerten roten Rüben, anschließend wird der aktive Bestandteil angereichert. Der Farbstoff besteht aus unterschiedlichen Pigmenten der Klasse der Betalaine. Der wichtigste färbende Grundbestandteil besteht aus Betacyaninen (rot), wobei es sich zu 75-95 % um Betanin handelt. Es können geringe Mengen Betaxanthin (gelb) und Abbauprodukte von Betalainen (hellbraun) vorhanden sein.

Neben den Farbpigmenten enthält der Saft bzw. Extrakt von Roten Rüben natürlich vorkommende Zucker, Salze und/oder Proteine. Die Lösung kann konzentriert werden. Bei einigen Produkten kann der Großteil der Zucker, Salze und Proteine entfernt werden.

CI-Nr.
Einecs 231-628-5
Chemische Bezeichnung (S-(R′,R′)-4-(2-(2-Carboxy-5(β-D-glucopyranosyloxy)-2,3-dihydro-6-hydroxy-1H-indol-1-yl)ethenyl)-2,3-dihydro-2,6-pyridin-dicarbonsäure; 1-(2-(2,6-Dicarboxy-1,2,3,4-tetrahydro-4-pyridyliden)ethyliden)-5-β-D-glucopyranosyloxy)-6-hydroxyindolium-2-carboxylat
Chemische Formel Betanin: C24H26N2O13
Molmasse 550,48
Gehalt

mindestens 0,4 % rote Farbstoffe (berechnet als Betanin)

E1cm1% = 1120 bei ca. 535 nm in wässriger Lösung (pH 5)

Beschreibung Flüssigkeit, Paste, Pulver oder Feststoff (rot oder dunkelrot)
Spektrometrie Maximum in Wasser (pH 5) bei ca. 535 nm
Nitrat höchstens 2 g Nitrat (Anion/g roter Farbstoff, siehe Gehalt)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 163 ANTHOCYANE

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Anthocyane werden durch Mazeration oder Extraktion mit sulfitiertem Wasser, gesäuertem Wasser, Kohlendioxid, Methanol oder Ethanol aus Gemüse und essbaren Früchten gewonnen und im Anschluss konzentriert und/oder erforderlichenfalls gereinigt. Das entstandene Produkt kann durch industrielle Trocknung zu Pulver verarbeitet werden. Anthocyane enthalten Bestandteile des Ausgangsmaterials, insbesondere Anthocyanin, organische Säuren, Tannine, Zucker, Mineralien usw., jedoch nicht unbedingt im gleichen Verhältnis wie im Ausgangsmaterial. Ethanol kann bei der Mazeration auf natürliche Weise entstehen. Färbender Grundbestandteil ist Anthocyanin. Die Produkte werden nach ihrer bei der Gehaltsbestimmung ermittelten Farbstärke vermarktet. Der Farbgehalt wird nicht in quantitativen Einheiten ausgedrückt.
CI-Nr.
Einecs 208-438-6 (Cyanidin); 205-125-6 (Peonidin); 208-437-0 (Delphinidin); 211-403-8 (Malvidin); 205-127-7 (Pelargonidin); 215-849-4 (Petunidin)
Chemische Bezeichnung

3,3′,4′,5,7-Pentahydroxy-flavyliumchlorid (Cyanidin)

3,4′,5,7-Tetrahydroxy-3′-methoxyflavyliumchlorid (Peonidin)

3,4′,5,7-Tetrahydroxy-3′,5′-dimethoxyflavyliumchlorid (Malvidin)

3,5,7-Trihydroxy-2-(3,4,5,trihydroxyphenyl)-1-benzopyryliumchlorid (Delphinidin)

3,3′4′,5,7-Pentahydroxy-5′-methoxyflavyliumchlorid (Petunidin)

3,5,7-Trihydroxy-2-(4-hydroxyphenyl)-1-benzopyriliumchlorid (Pelargonidin)

Chemische Formel

Cyanidin: C15H11O6Cl

Peonidin: C16H13O6Cl

Malvidin: C17H15O7Cl

Delphinidin: C15H11O7Cl

Petunidin: C16H13O7Cl

Pelargonidin: C15H11O5Cl

Molmasse

Cyanidin: 322,6

Peonidin: 336,7

Malvidin: 366,7

Delphinidin: 340,6

Petunidin: 352,7

Pelargonidin: 306,7

Gehalt E1cm1% = 300 für das reine Pigment bei 515—535 nm (pH 3,0)
Beschreibung Flüssigkeit, Pulver oder Paste (purpurrot), leichter charakteristischer Geruch
Spektrometrie

Maximum in Methanol mit einer HCl-Konzentration von 0,01 %

Cyanidin: 535 nm

Peonidin: 532 nm

Malvidin: 542 nm

Delphinidin: 546 nm

Petunidin: 543 nm

Pelargonidin: 530 nm

Lösungsmittelreste Methanol höchstens 50 mg/kg
Ethanol höchstens 200 mg/kg
Schwefeldioxid höchstens 1000 mg/kg je Prozent Pigment
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 170 CALCIUMCARBONAT

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Pigment White 18; Kreide
Definition Calciumcarbonat ist gemahlener Kalkstein oder das Produkt der Fällung von Calciumionen mit Carbonationen.
CI-Nr. 77220
Einecs

Calciumcarbonat: 207-439-9

Kalkstein: 215-279-6

Chemische Bezeichnung Calciumcarbonat
Chemische Formel CaCO3
Molmasse 100,1
Gehalt mindestens 98 %, wasserfrei
Beschreibung weißes, kristallines oder amorphes, geruch- und geschmackloses Pulver
Löslichkeit In Wasser und Alkohol praktisch unlöslich. Löst sich aufschäumend in verdünnter Essigsäure, verdünnter Salzsäure und verdünnter Salpetersäure. Bei den entstehenden Lösungen ist der Calciumtest nach dem Aufkochen positiv.
Trocknungsverlust höchstens 2,0 % (200 °C, 4 Stunden)
Säureunlösliche Stoffe höchstens 0,2 %
Magnesium- und Alkalisalze höchstens 1 %
Fluorid höchstens 50 mg/kg
Antimon (Sb) einzeln oder zusammengenommen höchstens 100 mg/kg
Kupfer (Cu)
Chrom (Cr)
Zink (Zn)
Barium (Ba)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 3 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 171 TITANDIOXID

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Pigment White 6
Definition

Titandioxid besteht im Wesentlichen aus reinem Anatas- und/oder Rutiltitandioxid, das mit Aluminiumoxid und/oder Siliciumdioxid in kleinen Mengen überzogen sein kann, um die technischen Eigenschaften des Produktes zu verbessern.

Für die Herstellung der Anatasqualitäten von pigmentärem Titandioxid hat sich der Sulfat-Prozess durchgesetzt, bei dem als Nebenprodukt Schwefelsäure in großer Menge anfällt. Die Rutilqualitäten von Titandioxid entstehen im Chlorid-Prozess.

Einige Rutilqualitäten von Titandioxid werden mit Glimmer (Kalium-Aluminium-Silikat) als Strukturbildner zur Erzeugung der plättchenförmigen Struktur hergestellt. Die Oberfläche des Glimmers wird in einem speziellen patentierten Verfahren mit Titandioxid beschichtet.

Rutil-Titandioxid-Plättchen werden hergestellt, indem mit Titandioxid (Rutil) beschichtete Perlglanz-Glimmerpigmente zunächst einer Extraktion mit einer Säure, dann mit einer Lauge unterzogen werden. Dabei wird der Glimmer vollständig entzogen, und es entstehen Plättchen von Rutil-Titandioxid.

CI-Nr. 77891
Einecs 236-675-5
Chemische Bezeichnung Titandioxid
Chemische Formel TiO2
Molmasse 79,88
Gehalt mindestens 99 % (aluminiumoxid- und siliciumdioxidfreies Produkt)
Beschreibung weißes bis schwach farbiges Pulver
Löslichkeit in Wasser und organischen Lösungsmitteln unlöslich; löst sich langsam in Fluorwasserstoffsäure und in heißer, konzentrierter Schwefelsäure
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (105 °C, 3 Stunden)
Glühverlust höchstens 1,0 % (ohne flüchtige Stoffe, 800 °C)
Aluminiumoxid und/oder Siliciumdioxid insgesamt höchstens 2,0 %
In 0,5 n HCl lösliche Stoffe höchstens 0,5 % (aluminiumoxid- und siliciumdioxidfreies Produkt); bei Produkten, die Aluminiumoxid und/oder Siliciumdioxid enthalten, höchstens 1,5 % des im Handel erhältlichen Produktes
Wasserlösliche Bestandteile höchstens 0,5 %
Cadmium höchstens 1 mg/kg nach Extraktion mit 0,5 n HCl
Antimon höchstens 2 mg/kg nach Extraktion mit 0,5 n HCl
Arsen höchstens 1 mg/kg nach Extraktion mit 0,5 n HCl
Blei höchstens 10 mg/kg nach Extraktion mit 0,5 n HCl
Quecksilber höchstens 1 mg/kg nach Extraktion mit 0,5 n HCl

E 172 EISENOXIDE UND EISENHYDROXIDE

MerkmaleReinheit
Synonyme Eisenoxidgelb: C.I. Pigment Yellow 42 und 43
Eisenoxidrot: C.I. Pigment Red 101 und 102
Eisenoxidschwarz: C.I. Pigment Black 11
Definition Eisenoxide und Eisenhydroxide werden synthetisch hergestellt und bestehen im Wesentlichen aus wasserfreien Eisenoxiden und/oder Eisenoxidhydraten. Die Farbpalette umfasst Gelb, Rot, Braun und Schwarz. Für Lebensmittel geeignete Eisenoxide unterscheiden sich von den anderen dadurch, dass die Verunreinigung durch andere Metalle relativ gering ist. Dies erreicht man durch Auswahl und Kontrolle der Eisenquelle und/oder durch eine intensive chemische Reinigung während des Herstellungsverfahrens.
CI-Nr. Eisenoxidgelb: 77492
Eisenoxidrot: 77491
Eisenoxidschwarz: 77499
Einecs Eisenoxidgelb: 257-098-5
Eisenoxidrot: 215-168-2
Eisenoxidschwarz: 235-442-5
Chemische Bezeichnung Eisenoxidgelb: Eisenoxidhydrat, Eisen(III)-oxidhydrat
Eisenoxidrot: wasserfreies Eisenoxid, wasserfreies Eisen(III)-oxid
Eisenoxidschwarz: Trieisentetraoxid, Eisen(II,III)-oxid
Chemische Formel Eisenoxidgelb: FeO(OH) H2O
Eisenoxidrot: Fe2O3
Eisenoxidschwarz: FeO Fe2O3
Molmasse 88,85: FeO(OH)
159,70: Fe2O3
231,55: FeO Fe2O3
Gehalt Gelb mindestens 60 %, Rot und Schwarz mindestens 68 % Eisen insgesamt, berechnet als Eisen
Beschreibung gelbes, rotes, braunes oder schwarzes Pulver
Löslichkeit

in Wasser und organischen Lösungsmitteln unlöslich;

löslich in konzentrierten Mineralsäuren

Wasserlösliche Bestandteile höchstens 1,0 % vollständig gelöst
Arsen höchstens 3 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Chrom höchstens 100 mg/kg
Kupfer höchstens 50 mg/kg
Blei höchstens 10 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Nickel höchstens 200 mg/kg
Zink höchstens 100 mg/kg

E 173 ALUMINIUM

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Pigment Metal
Definition Aluminiumpulver besteht aus allerkleinsten Aluminiumpartikeln. Das Aluminium kann unter Beifügung genießbarer pflanzlicher Öle und/oder für Lebensmittelzusatzstoffe geeigneten Fettsäuren gemahlen werden. Dem Produkt dürfen keine anderen Stoffe als genießbare pflanzliche Öle und/oder für Lebensmittelzusatzstoffe geeignete Fettsäuren zugesetzt werden.
CI-Nr. 77000
Einecs 231-072-3
Chemische Bezeichnung Aluminium
Chemische Formel Al
Atommasse 26,98
Gehalt mindestens 99 % Aluminium (Al) (ölfrei)
Beschreibung silbriggraues Pulver oder dünne Schuppen
Löslichkeit in Wasser und organischen Lösungsmitteln unlöslich; löslich in verdünnter Salzsäure
Aluminium-Test Eine in verdünnter Salzsäure gelöste Probe besteht den Test.
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (bei 105 °C, bis zur Gewichtskonstanz)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 10 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 174 SILBER

Definition
Synonyme Argentum
CI-Nr. 77820
Einecs 231-131-3
Chemische Bezeichnung Silber
Chemische Formel Ag
Atommasse 107,87
Gehalt mindestens 99,5 % Ag
Beschreibung silberfarbenes Pulver oder dünne Schuppen
Merkmale
Reinheit

E 175 GOLD

DefinitionReinheit
Synonyme C.I.Pigment Metal 3; Aurum
CI-Nr. 77480
Einecs 231-165-9
Chemische Bezeichnung Gold
Chemische Formel Au
Atommasse 197,0
Gehalt mindestens 90 % Au
Beschreibung goldfarbenes Pulver oder dünne Schuppen
Merkmale
Silber höchstens 7 % nach vollständiger Auflösung
Kupfer höchstens 4 %

E 180 LITHOLRUBIN BK

MerkmaleReinheit
Synonyme C.I. Food Red 57 Rubinpigment BK
Definition Litholrubin BK besteht im Wesentlichen aus Calcium-3-hydroxy-4-(4-methyl-2- sulfonatophenylazo)-2-naphthalencarboxylat und sonstigen Farbstoffen sowie Wasser, Calciumchlorid und/oder Calciumsulfat als den wichtigsten farblosen Bestandteilen.
CI-Nr. 15850:1
Einecs 226-109-5
Chemische Bezeichnung Calcium-3-hydroxy-4-(4-methyl-2- sulfonatophenylazo)-2-naphthalencarboxylat
Chemische Formel C18H12CaN2O6S
Molmasse 424,45
Gehalt

mindestens 90 % Farbstoffe insgesamt

E1cm1% = 200 bei ca. 442 nm in Dimethylformamid

Beschreibung rotes Pulver
Spektrometrie Maximum in Dimethylformamid bei ca. 442 nm
Nebenfarbstoffe höchstens 0,5 %
Andere organische Verbindungen als Farbstoffe:
2-Amino-5-methylbenzensulfonsäure, Calciumsalz höchstens 0,2 %
3-Hydroxy-2-naphthalencarbonsäure, Calciumsalz höchstens 0,4 %
Unsulfonierte primäre aromatische Amine höchstens 0,01 % (berechnet als Anilin)
Mit Ether extrahierbare Bestandteile höchstens 0,2 % aus einer Lösung mit pH 7
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Aluminiumlacke dieses Farbstoffs sind zugelassen.

E 200 SORBINSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 203-768-7
Chemische Bezeichnung Sorbinsäure; trans-trans-Hexa-2,4-diensäure
Chemische Formel C6H8O2
Molmasse 112,12
Gehalt mindestens 99 %, wasserfrei
Beschreibung farblose Nadeln oder weißes rieselfähiges kristallines Pulver von schwach aromatischem Geruch; bei Erhitzen auf 105 °C während 90 Minuten keine farbliche Veränderung
Schmelzbereich 133-135 °C nach 4-stündigem Vakuumtrocknen in einem Schwefelsäureexsikkator
Spektrometrie in Propan-2-ol (1 zu 4000000) Absorptionsmaximum bei 254 ± 2 nm
Test auf Doppelbindungen besteht Test
Löslichkeit in Wasser mäßig, in Ethanol gut löslich
Wassergehalt höchstens 0,5 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Sulfatasche höchstens 0,2 %
Aldehyde höchstens 0,1 % (als Formaldehyd)
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,01 mg/kg
Zink höchstens 0,1 mg/kg

E 202 KALIUMSORBAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 246-376-1
Chemische Bezeichnung Kaliumsorbat; Kalium-(E,E)-hexa-2,4-dienoat; Kalisalz der trans-trans-Hexa-2,4-diensäure
Chemische Formel C6H7O2K
Molmasse 150,22
Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes, kristallines Pulver oder Körner; bei Erhitzen auf 105 °C während 90 Min. keine farbliche Veränderung
Schmelzbereich für Sorbinsäure Schmelzbereich der durch Ansäuern isolierten und nicht umkristallisierten Sorbinsäure nach Vakuumtrocknen im Schwefelsäureexsikkator bei 133 °C bis 135 °C
Kalium-Test besteht Test
Test auf Doppelbindungen besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 1,0 % (105 °C, 3 Stunden)
Acidität oder Alkalität höchstens etwa 1,0 % (als Sorbinsäure oder K2CO3)
Aldehyde höchstens 0,1 % (berechnet als Formaldehyd)
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,01 mg/kg
Zink höchstens 0,1 mg/kg

E 210 BENZOESÄURE

(11)(12)(13)(*)DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 200-618-2
Chemische Bezeichnung Benzoesäure; Benzencarbonsäure; Phenylcarbonsäure
Chemische Formel C7H6O2
Molmasse 122,12
Gehalt mindestens 99,5 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes kristallines Pulver
Schmelzbereich 121,5 °C-123,5 °C
Sublimationstest besteht Test
Benzoat-Test besteht Test
pH-Wert etwa 4 (Lösung in Wasser)
Trocknungsverlust höchstens 0,5 %, bestimmt durch 3-stündige Trocknung über Schwefelsäure
Sulfatasche höchstens 0,05 %
Chlorierte organische Verbindungen höchstens 0,07 %, berechnet als Chlorid, was in Monochlorbenzoesäure berechnet 0,3 % entspricht
Leicht oxidierbare Stoffe 1,5 ml Schwefelsäure in 100 ml Wasser geben, zum Sieden bringen und 0,1 n KMnO4 tropfenweise hinzufügen, bis Rosafärbung 30 Sekunden anhält; 1 g der Probe (Messgenauigkeit 1 mg) in der erhitzten Lösung auflösen und mit 0,1 n KMnO4 titrieren, bis Rosafärbung 15 Sek. lang zu sehen ist. Es sollten höchstens 0,5 ml erforderlich sein
Leicht carbonisierbare Stoffe Eine kalte Lösung von 0,5 g Benzoesäure in 5 ml 94,5-95,5%iger Schwefelsäure darf keine stärkere Färbung aufweisen als eine Referenzflüssigkeit, die 0,2 ml Kobaltchlorid TSC(11), 0,3 ml Eisenchlorid TSC(12), 0,1 ml Kupfersulfat TSC(13) und 4,4 ml Wasser enthält
Polyzyklische Säuren Beim fraktionierten Ansäuern einer (neutralisierten) Benzoesäurelösung darf die erste Ausfällung keinen anderen Schmelzpunkt haben als Benzoesäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 211 NATRIUMBENZOAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 208-534-8
Chemische Bezeichnung Natriumbenzoat; Natriumsalz der Benzencarbonsäure; Natriumsalz der Phenylcarbonsäure
Chemische Formel C7H5O2Na
Molmasse 144,11
Gehalt mindestens 99 % C7H5O2Na nach 4-stündigem Trocknen bei 105 °C
Beschreibung weißes, fast geruchloses, kristallines Pulver oder Körner
Löslichkeit in Wasser gut löslich, in Ethanol mäßig löslich
Schmelzbereich für Benzoesäure 121,5-123,5 °C für die durch Säurebehandlung isolierte, nicht umkristallisierte und im Exsikkator über Schwefelsäure getrocknete Benzoesäure
Benzoat-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 1,5 % (105 °C, 4 Stunden)
Leicht oxidierbare Stoffe 1,5 ml Schwefelsäure in 100 ml Wasser geben, zum Sieden bringen und 0,1 n KMnO4 tropfenweise hinzufügen, bis Rosafärbung 30 Sekunden anhält; 1 g der Probe (Messgenauigkeit 1 mg) in der erhitzten Lösung auflösen und mit 0,1 n KMnO4 titrieren, bis Rosafärbung 15 Sek. lang zu sehen ist; Es sollten höchstens 0,5 ml erforderlich sein
Polyzyklische Säuren Beim fraktionierten Ansäuern einer (neutralisierten) Natriumbenzoatlösung darf die erste Ausfällung keinen anderen Schmelzbereich haben als Benzoesäure
Chlorierte organische Verbindungen höchstens 0,06 %, berechnet als Chlorid, was als Monochlorbenzoesäure berechnet 0,25 % entspricht
Acidität oder Alkalität Für die Neutralisierung von 1 g Natriumbenzoat in Gegenwart von Phenolphthalein darf höchstens 0,25 ml 0,1 n NaOH oder 0,1 n HCl benötigt werden
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 212 KALIUMBENZOAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 209-481-3
Chemische Bezeichnung Kaliumbenzoat; Kalisalz der Benzencarbonsäure; Kalisalz der Phenylcarbonsäure
Chemische Formel C7H5KO2·3H2O
Molmasse 214,27
Gehalt mindestens 99 % C7H5KO2 nach Trocknen bei 105 °C bis zur Gewichtskonstanz
Beschreibung weißes kristallines Pulver
Schmelzbereich für Benzoesäure 121,5-123,5 °C für die durch Säurebehandlung isolierte, nicht umkristallisierte und im Exsikkator über Schwefelsäure im Vakuum getrocknete Benzoesäure
Benzoat-Test besteht Test
Kalium-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 26,5 % (105 °C, 4 Stunden)
Chlorierte organische Verbindungen höchstens 0,06 %, berechnet als Chlorid, was als Monochlorbenzoesäure berechnet 0,25 % entspricht
Leicht oxidierbare Stoffe 1,5 ml Schwefelsäure in 100 ml Wasser geben, zum Sieden bringen und 0,1 n KMnO4 tropfenweise hinzufügen, bis Rosafärbung 30 Sekunden anhält; 1 g der Probe (Messgenauigkeit 1 mg) in der erhitzten Lösung auflösen und mit 0,1n KMnO4 titrieren, bis Rosafärbung 15 Sek. lang zu sehen ist; Es sollten höchstens 0,5 ml erforderlich sein
Leicht carbonisierbare Stoffe Eine kalte Lösung von 0,5 g Benzoesäure in 5 ml 94,5-95,5%iger Schwefelsäure darf keine stärkere Färbung aufweisen als eine Referenzflüssigkeit, die 0,2 ml Kobaltchlorid TSC, 0,3 ml Eisenchlorid TSC, 0,1 ml Kupfersulfat TSC und 4,4 ml Wasser enthält
Polyzyklische Säuren Beim fraktionierten Ansäuern einer (neutralisierten) Kaliumbenzoatlösung darf die erste Ausfällung keinen anderen Schmelzbereich haben als Benzoesäure
Acidität oder Alkalität Für die Neutralisierung von 1 g Kaliumbenzoat in Gegenwart von Phenolphthalein darf höchstens 0,25 ml 0,1 n NaOH oder 0,1 n HCl benötig werden
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 213 CALCIUMBENZOAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Monocalciumbenzoat
Einecs 218-235-4
Chemische Bezeichnung Calciumbenzoat; Calciumdibenzoat
Chemische Formel Wasserfreie Form: C14H10O4Ca
Monohydrat: C14H10O4Ca·H2O
Trihydrat: C14H10O4Ca·3H2O
Molmasse Wasserfreie Form: 282,31
Monohydrat: 300,32
Trihydrat: 336,36
Gehalt mindestens 99 % nach dem Trocknen bei 105 °C
Beschreibung weiße oder farblose Kristalle bzw. weißes Pulver
Schmelzbereich für Benzoesäure 121,5-123,5 °C für die durch Säurebehandlung isolierte, nicht umkristallisierte und im Exsikkator über Schwefelsäure im Vakuum getrocknete Benzoesäure
Benzoat-Test besteht Test
Calcium-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 17,5 % (bei 105 °C, bis zur Gewichtskonstanz)
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,3 %
Chlorierte organische Verbindungen höchstens 0,06 %, berechnet als Chlorid, was als Monochlorbenzoesäure berechnet 0,25 % entspricht
Leicht oxidierbare Stoffe 1,5 ml Schwefelsäure in 100 ml Wasser geben, zum Sieden bringen und 0,1 n KMnO4 tropfenweise hinzufügen, bis Rosafärbung 30 Sekunden anhält; 1 g der Probe (Messgenauigkeit 1 mg) in der erhitzten Lösung auflösen und mit 0,1 n KMnO4 titrieren, bis Rosafärbung 15 Sek. lang zu sehen ist; Es sollten höchstens 0,5 ml erforderlich sein
Leicht carbonisierbare Stoffe Kalte Lösung von 0,5 g Benzoesäure in 5 ml 94,5-95,5%iger Schwefelsäure darf keine stärkere Färbung aufweisen als eine Referenzflüssigkeit, die 0,2 ml Kobaltchlorid TSC, 0,3 ml Eisenchlorid TSC, 0,1 ml Kupfersulfat TSC und 4,4 ml Wasser enthält
Polyzyklische Säuren Beim fraktionierten Ansäuern einer (neutralisierten) Calciumbenzoatlösung darf die erste Ausfällung keinen anderen Schmelzbereich haben als Benzoesäure
Acidität oder Alkalität Zur Neutralisierung von 1 g Calciumbenzoat in Gegenwart von Phenolphthalein darf höchstens 0,25 ml 0,1 n NaOH oder 0,1 n HCl benötigt werden
Fluorid höchstens 10 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 214 PHB-ESTER (ETHYL-p-HYDROXYBENZOAT)

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Ethylparaben; Ethyl-p-oxybenzoat
Einecs 204-399-4
Chemische Bezeichnung Ethyl-p-hydroxybenzoat; Ethylester der p-Hydroxybenzoesäure
Chemische Formel C9H10O3
Molmasse 166,8
Gehalt mindestens 99,5 % nach 2-stündigem Trocknen bei 80 °C
Beschreibung fast geruchlose, kleine, farblose Kristalle bzw. weißes, kristallines Pulver
Schmelzbereich 115 °C - 118 °C
p-Hydroxybenzoat-Test Schmelzbereich 213 °C – 217 °C für die durch Säurebehandlung isolierte, nicht umkristallisierte und im Exsikkator über Schwefelsäure im Vakuum getrocknete p-Hydroxybenzoesäure
Alkohol-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (80 °C, 2 Stunden)
Sulfatasche höchstens 0,05 %
p-Hydroxybenzoesäure und Salicylsäure höchstens 0,35 %, berechnet als p-Hydroxybenzoesäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 215 PHB-ETHYLESTER-NATRIUMSALZ (NATRIUMETHYL-p-HYDROXYBENZOAT)

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 252-487-6
Chemische Bezeichnung Natriumethyl-p-hydroxybenzoat; Natriumsalz des Ethylesters der p-Hydroxybenzoesäure
Chemische Formel C9H9O3Na
Molmasse 188,8
Gehalt mindestens 83 % Ethylester der p-Hydroxybenzoesäure in der Trockenmasse
Beschreibung weißes, kristallines, hygroskopisches Pulver
Schmelzbereich 115 °C bis 118 °C nach Vakuumtrocknen im Schwefelsäureexsikkator
p-Hydroxybenzoat-Test Schmelzbereich der p-Hydroxybenzoesäure aus der Probe 213-217 °C
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 9,9-10,3 (0,1 % wässrige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 5 % (durch Vakuumtrocknen im Schwefelsäureexsikkator)
Sulfatasche 37—39 %
P-Hydroxybenzoesäure und Salicylsäure höchstens 0,35 %, berechnet als p-Hydroxybenzoesäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 218 PHB-METHYLESTER (METHYL-p-HYDROXYBENZOAT)

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Methylparaben; Methyl-p-oxybenzoat
Einecs 243-171-5
Chemische Bezeichnung Methyl-p-hydroxybenzoat; Methylester der p-Hydroxybenzoesäure
Chemische Formel C8H8O3
Molmasse 152,15
Gehalt mindestens 99 % nach 2-stündigem Trocknen bei 80 °C
Beschreibung fast geruchlose, kleine, farblose Kristalle bzw. weißes, kristallines Pulver
Schmelzbereich 125-128 °C
p-Hydroxybenzoat-Test Schmelzbereich der p-Hydroxybenzoesäure aus der Probe liegt bei 213-217 °C nach zweistündigem Trocknen bei 80 °C
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (80 °C, 2 Stunden)
Sulfatasche höchstens 0,05 %
p-Hydroxybenzoesäure und Salicylsäure höchstens 0,35 %, berechnet als p-Hydroxybenzoesäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 219 PHB-METHYLESTER-NATRIUMSALZ (NATRIUMMETHYL-p-HYDROXYBENZOAT)

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs
Chemische Bezeichnung Natriummethyl-p-hydroxybenzoat; Natriumsalz des Methylesters der p-Hydroxybenzoesäure
Chemische Formel C8H7O3Na
Molmasse 174,15
Gehalt mindestens 99,5 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes, hygroskopisches Pulver
Schmelzbereich Die weiße Ausfällung, die sich beim Ansäuern einer 10%igen (m/v) wässrigen Lösung des Natriumderivats von Methyl-p-hydroxybenzoats (Lackmuspapier als Indikator verwenden) mit Salzsäure bildet, soll bei Spülen mit Wasser und nach 2-stündigem Trocknen bei 80 °C einen Schmelzbereich von 125—128 °C haben
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 9,7—10,3 (0,1%ige Lösung in kohlendioxidfreiem Wasser)
Wassergehalt höchstens 5 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Sulfatasche 40—44,5 % in der Trockenmasse
p-Hydroxybenzoesäure und Salicylsäure höchstens 0,35 %, berechnet als p-Hydroxybenzoesäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 220 SCHWEFELDIOXID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 231-195-2
Chemische Bezeichnung Schwefeldioxid; Schwefelsäureanhydrid
Chemische Formel SO2
Molmasse 64,07
Gehalt mindestens 99 %
Beschreibung farbloses, nicht entzündbares Gas mit stechendem, atemhemmendem Geruch
Test auf schweflige Stoffe besteht Test
Wassergehalt höchstens 0,05 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Nichtflüchtige Rückstände höchstens 0,01 %
Schwefeltrioxid höchstens 0,1 %
Selen höchstens 10 mg/kg
Sonstige, normalerweise in der Luft nicht vorkommende Gase frei von Spuren
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 221 NATRIUMSULFIT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 231-821-4
Chemische Bezeichnung Natriumsulfit (Anhydrat bzw. Heptahydrat)
Chemische Formel Wasserfreie Form: Na2SO3
Heptahydrat: Na2SO37H2O
Molmasse Wasserfreie Form: 126,04
Heptahydrat: 252,16
Gehalt Wasserfreie Form: mindestens 95 % Na2SO3 und mindestens 48 % SO2
Heptahydrat: Mindestens 48 % Na2SO3 und mindestens 24 % SO2
Beschreibung weißes kristallines Pulver bzw. farblose Kristalle
Sulfit-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 8,5—11,5 (wasserfreie Form: 10%ige Lösung; Heptahydrat: 20%ige Lösung)
Thiosulfat höchstens 0,1 %, bezogen auf den SO2-Gehalt
Eisen höchstens 10 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt
Selen höchstens 5 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 222 NATRIUMHYDROGENSULFIT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 231-921-4
Chemische Bezeichnung Natriumbisulfit; Natriumhydrogensulfit
Chemische Formel NaHSO3 in wässriger Lösung
Molmasse 104,06
Gehalt mindestens 32 % (m/m) NaHSO3
Beschreibung weißes, kristallines Pulver
Sulfit-Test besteht Test
Carotinoid-Test besteht Test
pH-Wert 2,5-5,5 (10 %ige wässrige Lösung)
Eisen höchstens 10 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt
Selen höchstens 5 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 223 NATRIUMMETABISULFIT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Pyrosulfit; Natriumpyrosulfit
Einecs 231-673-0
Chemische Bezeichnung Natriumdisulfit; Dinatrium-pentaoxodisulfat
Chemische Formel Na2S2O5
Molmasse 190,11
Gehalt mindestens 95 % Na2S2O5 und mindestens 64 % SO2
Beschreibung weiße Kristalle oder kristallines Pulver
Sulfit-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 4,0-5,5 (10%ige wässrige Lösung)
Thiosulfat höchstens 0,1 %, bezogen auf den SO2-Gehalt
Eisen höchstens 10 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt
Selen höchstens 5 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 224 KALIUMMETABISULFIT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Kaliumpyrosulfit
Einecs 240-795-3
Chemische Bezeichnung Kaliumdisulfit, Kalium-pentaoxodisulfat
Chemische Formel K2S2O5
Molmasse 222,33
Gehalt mindestens 90 % K2S2O5 und mindestens 51,8 % SO2; der Rest besteht fast ausschließlich aus Kaliumsulfat
Beschreibung farblose Kristalle oder weißes kristallines Pulver
Sulfit-Test besteht Test
Kalium-Test besteht Test
Thiosulfat höchstens 0,1 %, bezogen auf den SO2-Gehalt
Eisen höchstens 10 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt
Selen höchstens 5 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 226 CALCIUMSULFIT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 218-235-4
Chemische Bezeichnung Calciumsulfit
Chemische Formel CaSO3·2H2O
Molmasse 156,17
Gehalt mindestens 95 % CaSO3·2H2O und mindestens 39 % SO2
Beschreibung weiße Kristalle bzw. weißes kristallines Pulver
Sulfit-Test besteht Test
Calcium-Test besteht Test
Eisen höchstens 10 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt
Selen höchstens 5 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 227 CALCIUMHYDROGENSULFIT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 237-423-7
Chemische Bezeichnung Calciumbisulfit; Calciumhydrogensulfit
Chemische Formel Ca(HSO3)2
Molmasse 202,22
Gehalt 6—8 % (m/v) Schwefeldioxid und 2,5—3,5 % (m/v) Calciumdioxid bzw. 10—14 % (m/v) Calciumbisulfit [Ca(HSO3)2]
Beschreibung klare grünlich-gelbe wässrige Lösung mit markantem Schwefeldioxidgeruch
Sulfit-Test besteht Test
Calcium-Test besteht Test
Eisen höchstens 10 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt
Selen höchstens 5 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 228 KALIUMHYDROGENSULFIT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 231-870-1
Chemische Bezeichnung Kaliumbisulfit; Kaliumhydrogensulfit
Chemische Formel KHSO3 in wässriger Lösung
Molmasse 120,17
Gehalt mindestens 280 g KHSO3 pro Liter (bzw. 150 g SO2 pro Liter)
Beschreibung klare, farblose wässrige Lösung
Sulfit-Test besteht Test
Kalium-Test besteht Test
Eisen höchstens 10 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt
Selen höchstens 5 mg/kg, bezogen auf den SO2-Gehalt
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 234 NISIN

Reinheit
Synonyme
Definition Nisin besteht aus mehreren eng verwandten Polypeptiden aus Stämmen von Lactococcus lactis subsp. lactis
Einecs 215-807-5
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel C143H230N42O37S7
Molmasse 3354,12
Gehalt Nisinkonzentrat enthält mindestens 900 Einheiten pro mg in einem Gemisch aus fettfreien Milchfeststoffen mit einem Natriumchloridgehalt von mindestens 50 %
Beschreibung weißes Pulver
Merkmale
Trocknungsverlust höchstens 3 % (bei 102—103 °C, bis zur Gewichtskonstanz)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 235 NATAMYCIN

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme Pimaricin
Definition Natamycin ist ein Fungizid der Polyen-Makrolid-Gruppe und wird mit Stämmen von Streptomyces natalensis und anderen Arten hergestellt
Einecs 231-683-5
Chemische Bezeichnung Stereoisomer von 22-(3-Amino-3,6-dideoxy-β-D-mannopyranosyloxy)-1,3,26-trihydroxy-12-methyl-10-oxo-6,11,28-trioxatricyclo[22.3.1.05,7]octacosa-8,14,16,18,20-pentaen-25-carbonsäure
Chemische Formel C33H47O13N
Molmasse 665,74
Gehalt mindestens 95 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes bis cremefarbenes, kristallines Pulver
Farbreaktion

Bei Hinzufügen von Natamycinkristallen auf einer Tüpfelplatte zu einem Tropfen:

    konzentrierter Salzsäure entsteht blaue Färbung;

    konzentrierter Phosphorsäure entsteht grüne Färbung, die nach einigen Minuten in eine blassrote Färbung übergeht

Spektrometrie Eine 0,0005 %ige (m/v) Lösung in einer 1 %igen methanolischen Essigsäurelösung hat ein Absorptionsmaximum bei etwa 290 nm, 303 nm und 318 nm und einen Absatz bei etwa 280 nm, die Minima liegen bei etwa 250 nm, 295 nm und 311 nm
pH-Wert 5,5—7,5 (1%ige Lösung (m/v) in vorher neutralisiertem Gemisch aus 20 Teilen Dimethylformamid und 80 Teilen Wasser)
Spezifische Drehung [α]D20 = +250o bis +295o (1%ige Lösung (m/v) in Eisessig bei 20 °C, berechnet aufgrund der Trockenmasse)
Trocknungsverlust höchstens 8 % (über P2O5 bei 60 °C zur Gewichtskonstanz vakuumgetrocknet)
Sulfatasche höchstens 0,5 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 100 Kolonien pro Gramm

E 239 HEXAMETHYLENTETRAMIN

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Hexamin; Methenamin
Einecs 202-905-8
Chemische Bezeichnung 1,3,5,7-Tetraazatricyclo[3.3.1.13,7]-decan, Hexamethylentetramin
Chemische Formel C6H12N4
Molmasse 140,19
Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung farbloses bzw. weißes, kristallines Pulver
Formaldehyd-Test besteht Test
Ammoniak-Test besteht Test
Sublimationspunkt: etwa 260 °C
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (105 °C, 2 Stunden im Vakuum über P2O5)
Sulfatasche höchstens 0,05 %
Sulfate höchstens 0,005 %, berechnet als SO4
Chloride höchstens 0,005 %, berechnet als Cl
Ammoniumsalze nicht feststellbar
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 242 DIMETHYLDICARBONAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme DMDC; Dimethylpyrocarbonat
Einecs 224-859-8
Chemische Bezeichnung Dimethyldicarbonat; Pyrokohlensäuredimethylester
Chemische Formel C4H6O5
Molmasse 134,09
Gehalt mindestens 99,8 %
Beschreibung farblose Flüssigkeit, zersetzt sich in wässriger Lösung; ätzend für Haut und Augen und giftig beim Einatmen bzw. Verzehr
Zersetzung nach Verdünnen positive Prüfung auf CO2 und Methanol
Schmelzpunkt 17 °C
Siedepunkt 172 °C mit Zersetzung
Dichte 20 °C ca. 1,25 g/cm3
Infrarot-Absorptionsspektrum Maxima bei 1156 und 1832 cm-1
Dimethylcarbonat höchstens 0,2 %
Chlor, insgesamt höchstens 3 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 243 ETHYLLAURYLARGINAT

Synonyme Laurylarginatethylester; Laurylamidargininethylester; Ethyl-Να-lauryl-L-arginat-HCl; LAE;
Begriffsbestimmung Ethyllaurylarginat wird durch Veresterung von Arginin mit Ethanol synthetisiert, der daraus resultierende Ester wird anschließend in wässrigen Medien bei einer kontrollierten Temperatur zwischen 10 und 15 °C und einem pH-Wert zwischen 6,7 und 6,9 mit Laurylchlorid umgesetzt. Das daraus resultierende Ethyllaurylarginat wird als Hydrochloridsalz zurückgewonnen, das gefiltert und getrocknet wird.
ELINCS 434-630-6
Chemische Bezeichnung Ethyl-Να-dodecanyl-L-arginat_HCl
Chemische Formel C20H41N4O3Cl
Molmasse 421,02
Gehalt Mindestens 85 % und höchstens 95 %
Beschreibung Weißes Pulver
Merkmale
Löslichkeit Frei löslich in Wasser, Ethanol, Propylenglycol und Glycerol
Reinheit
Να-Lauryl-L-arginin Höchstens 3 %
Laurinsäure Höchstens 5 %
Ethyllaurat Höchstens 3 %
L-Arginin·HCl Höchstens 1 %
Ethylarginat·2HCl Höchstens 1 %
Blei Höchstens 1 mg/kg
Arsen Höchstens 3 mg/kg
Cadmium Höchstens 1 mg/kg
Quecksilber Höchstens 1 mg/kg

E 246 GLYKOLIPIDE

Synonyme
Definition Die natürlich vorkommenden Glykolipide werden durch Fermentation unter Verwendung des Wildtypstamms MUCL 53181 des Pilzes Dacryopinax spathularia gewonnen. Glukose wird als Kohlenstoffquelle verwendet. Der lösungsmittelfreie nachgelagerte Prozess beinhaltet die Filtration und Mikrofiltration, um Mikrobenzellen zu entfernen, Ausfällung und das Waschen mit gepuffertem Wasser zur Reinigung. Das Produkt ist pasteurisiert und sprühgetrocknet. Durch das Herstellungsverfahren werden die Glykolipide weder chemisch verändert noch wird ihre natürliche Zusammensetzung verändert.
CAS-Nummer 2205009-17-0
Chemische Bezeichnung Glykolipide aus Dacryopinax spathularia
Gehalt insgesamt mindestens 93 % Glykolipidanteil in der Trockenmasse
Beschreibung beiges bis hellbraunes Pulver, schwacher charakteristischer Geruch
Merkmale
Löslichkeit entspricht (10 g/l in Wasser)
pH-Wert zwischen 5,0 und 7,0 (10 g/l in Wasser)
Trübung höchstens 28 NTU (10 g/l in Wasser)
Reinheit
Wassergehalt höchstens 5 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Eiweißgehalt höchstens 3 % (Faktor N mal 6,25)
Fettgehalt höchstens 2 % (gravimetrisch)
Natrium höchstens 3,3 %
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 0,7 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg
Nickel höchstens 2 mg/kg
Mikrobiologische Kriterien
Gesamtzahl der aeroben Keime höchstens 100 Kolonien pro Gramm
Hefen und Schimmelpilze höchstens 10 Kolonien pro Gramm
Coliforme höchstens 3 MPN pro Gramm
Salmonella spp. in 25 g nicht nachweisbar

E 249 KALIUMNITRIT

(14)DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 231-832-4
Chemische Bezeichnung Kaliumnitrit
Chemische Formel KNO2
Molmasse 85,11
Gehalt mindestens 95 % in der Trockenmasse(14)
Beschreibung weiße bzw. leicht gelbliche hygroskopische Körner
Nitrit-Test besteht Test
Kalium-Test besteht Test
pH-Wert 6,0—9,0 (5%ige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 3 % (4 Stunden auf Kieselgel)
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

E 250 NATRIUMNITRIT

(15)DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 231-555-9
Chemische Bezeichnung Natriumnitrit
Chemische Formel NaNO2
Molmasse 69,00
Gehalt mindestens 97 % in der Trockenmasse(15)
Beschreibung weißes, kristallines Pulver bzw. gelbliche Klumpen
Nitrit-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 0,25 % (4 Stunden auf Kieselgel)
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

E 251 NATRIUMNITRAT

I.
FESTES NATRIUMNITRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Chilesalpeter; Natronsalpeter
Einecs 231-554-3
Chemische Bezeichnung Natriumnitrat
Chemische Formel NaNO3
Molmasse 85,00
Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes, kristallines, leicht hygroskopisches Pulver
Nitrat-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 5,5—8,3 (5%ige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 2 % (105 °C, 4 Stunden)
Nitrite höchstens 30 mg/kg, berechnet als NaNO2
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

II.
FLÜSSIGES NATRIUMNITRAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Flüssiges Natriumnitrat ist eine wässrige Natriumnitratlösung als direktes Ergebnis der chemischen Reaktion zwischen Natriumhydroxid und Salpetersäure in stoechiometrischen Mengen, ohne nachfolgende Kristallisation. Standardisierte Formen, die aus diesen Spezifikationen entsprechendem flüssigen Natriumnitrat hergestellt werden, dürfen Salpetersäure in sehr großen Mengen enthalten, wenn deutlich angegeben oder etikettiert
Einecs 231-554-3
Chemische Bezeichnung Natriumnitrat
Chemische Formel NaNO3
Molmasse 85,00
Gehalt 33,5—40,0 % NaNO3
Beschreibung klare farblose Flüssigkeit
Nitrat-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 1,5—3,5
Freie Salpetersäure höchstens 0,01 %
Nitrite höchstens 10 mg/kg, berechnet als NaNO2
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

Diese Spezifikation gilt für eine 35%ige wässrige Lösung

E 252 KALIUMNITRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Chilesalpeter; Natronsalpeter
Einecs 231-818-8
Chemische Bezeichnung Kaliumnitrat
Chemische Formel KNO3
Molmasse 101,11
Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes kristallines Pulver bzw. transparente Prismen mit kühlend salzigem, stechendem Geschmack
Nitrat-Test besteht Test
Kalium-Test besteht Test
pH-Wert 4,5—8,5 (5%ige wässrige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 1 % (105 °C, 4 Stunden)
Nitrite höchstens 20 mg/kg, berechnet als KNO2
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

E 260 ESSIGSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 200-580-7
Chemische Bezeichnung Essigsäure; Ethansäure
Chemische Formel C2H4O2
Molmasse 60,05
Gehalt mindestens 99,8 %
Beschreibung klare farblose Flüssigkeit mit stechendem charakteristischem Geruch
Siedepunkt 118 °C unter 760 mm Hg
Spezifisches Gewicht etwa 1,049
Acetat-Test Eine Lösung im Verhältnis eins zu drei ermöglicht positive Prüfungen auf Acetat
Erstarrungspunkt nicht unter 14,5 °C
Nichtflüchtige Rückstände höchstens 100 mg/kg
Ameisensäure, Formiate und andere oxydierbare Stoffe höchstens 1000 mg/kg, berechnet als Ameisensäure
Leicht oxidierbare Stoffe 2 ml der Probe in einem Gefäß mit Glasstopfen mit 10 ml Wasser auflösen und 0,1 ml 0,1 n Kaliumpermanganat hinzufügen; keine farbliche Änderung von rosa zu braun innerhalb von 30 Minuten
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 0,5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 261(i) KALIUMACETAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 204-822-2
Chemische Bezeichnung Kaliumacetat
Chemische Formel C2H3KO2
Molmasse 98,14
Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung farblose, hygroskopische Kristalle bzw. ein weißes kristallines Pulver, geruchlos bzw. mit leichtem Essiggeruch
pH-Wert 7,5—9,0 (5%ige wässrige Lösung)
Acetat-Test besteht Test
Kalium-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 8 % (150 °C, 2 Stunden)
Ameisensäure, Formiate und andere oxydierbare Stoffe höchstens 1000 mg/kg, berechnet als Ameisensäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 261(ii) KALIUMDIACETAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Kaliumdiacetat ist eine Verbindung von einem Molekül Kaliumacetat und einem Molekül Essigsäure
Einecs 224-217-7
Chemische Bezeichnung Kaliumhydrogendiacetat
Chemische Formel C4H7KO4
Molmasse 158,2
Gehalt 36 bis 38 % freie Essigsäure und 61 bis 64 % Kaliumacetat
Beschreibung weiße Kristalle
pH-Wert 4,5-5 (10 %ige wässrige Lösung)
Acetat-Test besteht Test
Kalium-Test besteht Test
Wassergehalt höchstens 1 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Ameisensäure, Formiate und andere oxydierbare Stoffe höchstens 1000 mg/kg, berechnet als Ameisensäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 262(i) NATRIUMACETAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 204-823-8
Chemische Bezeichnung Natriumacetat
Chemische Formel C2H3NaO2·nH2O (n = 0 oder 3)
Molmasse Wasserfreie Form: 82,03
Trihydrat: 136,08
Gehalt Sowohl Anhydrat als auch Trihydrat enthalten mindestens 98,5 % in der Trockenmasse
Beschreibung wasserfreie Form: weißes, geruchloses, körniges, hygroskopisches Pulver
Trihydrat: farblose, transparente Kristalle bzw. körniges, kristallines Pulver, geruchlos bzw. mit leichtem Essiggeruch; verwittert in warmer trockener Luft
pH-Wert 8,0—9,5 (1%ige wässrige Lösung)
Acetat-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
Trocknungsverlust wasserfreie Form: höchstens 2 % (120 °C, 4 Stunden)
Trihydrat: 36 %—42 % (120 °C, 4 Stunden)
Ameisensäure, Formiate und andere oxydierbare Stoffe höchstens 1000 mg/kg, berechnet als Ameisensäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 262(ii) NATRIUMDIACETAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Natriumdiacetat ist eine Molekülverbindung von Natriumacetat und Essigsäure
Einecs 204-814-9
Chemische Bezeichnung Natriumhydrogendiacetat
Chemische Formel C4H7NaO4·nH2O (n = 0 oder 3)
Molmasse 142,09 (wasserfrei)
Gehalt 39 bis 43 % freie Essigsäure und 57 bis 60 % Natriumacetat
Beschreibung weißer, hygroskopischer, kristalliner Feststoff mit essigsaurem Geruch
pH-Wert 4,5—5,0 (10%ige wässrige Lösung)
Acetat-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
Wassergehalt höchstens 2 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Ameisensäure, Formiate und andere oxydierbare Stoffe höchstens 1000 mg/kg, berechnet als Ameisensäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 263 CALCIUMACETAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 200-540-9
Chemische Bezeichnung Calciumacetat
Chemische Formel wasserfreie Form: C4H6O4Ca
Monohydrat: C4H6O4Ca·H2O
Molmasse wasserfreie Form: 158,17
Monohydrat: 176,18
Gehalt mindestens 98 % in der Trockenmasse
Beschreibung Wasserfreies Calciumacetat ist eine weiße, hygroskopische, kristalline Masse mit leicht bitterem Geschmack. Ein schwacher Essigsäuregeruch kann auftreten. Das Monohydrat kann Nadel-, Körner- oder Pulverform haben
pH-Wert 6,0—9,0 (10%ige wässrige Lösung)
Acetat-Test besteht Test
Calcium-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 11 % (155 °C bis zur Gewichtskonstanz) beim Monohydrat
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,3 %
Ameisensäure, Formiate und andere oxydierbare Stoffe höchstens 1000 mg/kg, berechnet als Ameisensäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 267 GEPUFFERTER ESSIG

Synonyme Gepufferter Essig (flüssig); gepufferter Essig (Pulver)
Definition Gepufferter Essig ist ein flüssiges oder getrocknetes Erzeugnis, das durch Zugabe von Puffersubstanzen zu Essig hergestellt wird. Als Puffersubstanzen werden Natrium-/Kaliumhydroxid (E 524 bis E 525) und Natrium-/Kaliumcarbonat (E 500 bis E 501) verwendet. Der Essig entspricht der Europäischen Norm EN 13188:2000 und wird durch doppelte Fermentation (alkoholische Gärung und Essiggärung) ausschließlich aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen (ausgenommen Holz/Cellulose) gewonnen. Die Hauptbestandteile von gepuffertem Essig sind Essigsäure und ihre Salze.
Gehalt Flüssigkeit: 15-40 % Massenanteil Essigsäureäquivalente
Pulver: 55-75 % Massenanteil Essigsäureäquivalente
2 bis 20 % Massenanteil freie Essigsäure
Beschreibung Flüssigkeit: farblose bis braune zähflüssige Flüssigkeit
Pulver: weißes bis cremefarbenes kristallines Pulver
Merkmale Flüssigkeit: pH 4,75-7,5
Pulver: pH 4,75-6,75 (10%ige wässrige Lösung)
Reinheit
Kationen Flüssigkeit: höchstens 10 % Natrium und 30 % Kalium
Pulver: höchstens 30 % Natrium und 40 % Kalium
Wassergehalt Pulver: höchstens 18 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Ethanol höchstens 0,5 % Massenanteil
Arsen höchstens 0,05 mg/kg
Blei höchstens 0,05 mg/kg
Cadmium höchstens 0,05 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,05 mg/kg

E 270 MILCHSÄURE

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition

Besteht aus einem Gemisch von Milchsäure (C3H6O3) und Milchsäurelactat (C6H10O5). Sie wird durch Milchsäuregärung von Zucker gewonnen bzw. synthetisch hergestellt.

Milchsäure ist hygroskopisch. Wenn durch Sieden eingedampft, kondensiert sie zu Milchsäurelactat, das bei Verdünnung und Erhitzen zu Milchsäure hydrolysiert.

Einecs 200-018-0
Chemische Bezeichnung Milchsäure; 2-Hydroxypropionsäure; 1-Hydroxyethan-1-carbonsäure
Chemische Formel C3H6O3
Molmasse 90,08
Gehalt mindestens 76 %
Beschreibung farbloser oder gelblicher, fast geruchloser zäher bis fester Stoff
Lactat-Test besteht Test
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Chlorid höchstens 0,2 %
Sulfat höchstens 0,25 %
Eisen höchstens 10 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

Bemerkung: Diese Spezifikation gilt für eine 80%ige wässrige Lösung; für schwächere wässrige Lösungen werden die Werte nach dem Milchsäuregehalt berechnet.

E 280 PROPIONSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 201-176-3
Chemische Bezeichnung Propionsäure; Propansäure
Chemische Formel C3H6O2
Molmasse 74,08
Gehalt mindestens 99,5 %
Beschreibung farblose bzw. leicht gelbliche ölige Flüssigkeit mit leicht stechendem Geruch
Schmelzpunkt –22 °C
Destillationsbereich 138,5—142,5 °C
Nichtflüchtige Rückstände höchstens 0,01 %, wenn bei 140 °C zur Gewichtskonstanz getrocknet
Aldehyde höchstens 0,1 %, berechnet als Formaldehyd
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 281 NATRIUMPROPIONAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 205-290-4
Chemische Bezeichnung Natriumpropionat
Chemische Formel C3H5O2Na
Molmasse 96,06
Gehalt mindestens 99 % nach 2-stündigem Trocknen bei 105 °C
Beschreibung weißes, kristallines, hygroskopisches Pulver bzw. feines, weißes Pulver
Propionat-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 7,5—10,5 (10%ige wässrige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 4 % (105 °C, 2 Stunden)
Wasserunlösliche Stoffe höchstens 0,1 %
Eisen höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 282 CALCIUMPROPIONAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 223-795-8
Chemische Bezeichnung Calciumpropionat
Chemische Formel C6H10O4Ca
Molmasse 186,22
Gehalt mindestens 99 % nach 2-stündigem Trocknen bei 105 °C
Beschreibung weißes kristallines Pulver
Propionat-Test besteht Test
Calcium-Test besteht Test
pH-Wert 6,0—9,0 (10%ige wässrige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 4 % (105 °C, 2 Stunden)
Wasserunlösliche Stoffe höchstens 0,3 %
Eisen höchstens 50 mg/kg
Fluorid höchstens 20 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 283 KALIUMPROPIONAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 206-323-5
Chemische Bezeichnung Kaliumpropionat
Chemische Formel C3H5KO2
Molmasse 112,17
Gehalt mindestens 99 % nach 2-stündigem Trocknen bei 105 °C
Beschreibung weißes kristallines Pulver
Propionat-Test besteht Test
Kalium-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 4 % (105 °C, 2 Stunden)
Nicht wasserlösliche Bestandteile höchstens 0,1 %
Eisen höchstens 30 mg/kg
Fluorid höchstens 10 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 284 BORSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Borsäure; Orthoborsäure; Borofax
Einecs 233-139-2
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel H3BO3
Molmasse 61,84
Gehalt mindestens 99,5 %
Beschreibung farblose, geruchlose, durchscheinende Kristalle bzw. weiße Körner oder weißes Pulver, fühlt sich leicht fettig an; kommt in der Natur in Form des Minerals Sassolit vor
Schmelzpunkt bei ca. 171 °C
Brenntest Brennt mit schöner grüner Flamme
pH-Wert 3,8—4,8 (3,3%ige wässrige Lösung)
Peroxide keine Färbung bei Zusatz von KI-Lösung
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 285 NATRIUMTETRABORAT (BORAX)

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Natriumborat
Einecs 215-540-4
Chemische Bezeichnung Natriumtetraborat; Natriumbiborat; Natriumpyroborat; wasserfreies Tetraborat
Chemische Formel

Na2B4O7

Na2B4O7·10H2O

Molmasse 201,27
Gehalt
Beschreibung Pulver bzw. tafelige durchscheinende Kristalle, die bei Luftkontakt unklar werden; in Wasser langsam löslich
Schmelzbereich 171—175 °C mit Zersetzung
Peroxide keine Färbung bei Zusatz von KI-Lösung
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 290 KOHLENDIOXID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Kohlensäure; Trockeneis (Festform); Kohlensäureanhydrid
Einecs 204-696-9
Chemische Bezeichnung Kohlendioxid
Chemische Formel CO2
Molmasse 44,01
Gehalt mindestens 99 % (V/V) des Gases
Beschreibung Unter Normalbedingungen farbloses Gas mit leicht stechendem Geruch. Im Handel erhältliches Kohlendioxid wird flüssig in Druckzylindern oder in Großraumspeichersystemen bzw. in komprimierten Festblöcken (Trockeneis) transportiert und gehandelt. In der festen Form sind normalerweise Zusätze wie Propylenglykol oder Mineralöl als Bindemittel enthalten
Ausfällung Strömt ein Teil der Probe durch eine Bariumhydroxidlösung, entsteht eine weiße Ausfällung, die sich in verdünnter Essigsäure unter Schaumbildung auflöst
Acidität Werden 915 ml Gas durch 50 ml gerade zum Sieden gebrachtes Wasser durchgeperlt, so darf dieses Wasser bei Verwendung von Methylorange als Indikator keinen höheren Säuregrad aufweisen als 50 ml gerade zum Sieden gebrachtes Wasser, dem 1 ml 0,01 n Salzsäure zugesetzt wurde
Reduzierende Stoffe, Phosphorwasserstoff und Sulfit 915 ml Gas, durch 25 ml mit 3 ml Ammoniak angereichertes Ammoniaksilbernitratreagens durchgeperlt, dürfen nicht zur Trübung bzw. Schwarzfärbung dieser Lösung führen
Kohlenmonoxid höchstens 10 μl/l
Ölgehalt höchstens 5 mg/kg

E 296 ÄPFELSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Apfelsäure
Einecs 230-022-8, 210-514-9, 202-601-5
Chemische Bezeichnung Hydroxybutandisäure; Hydroxybernsteinsäure
Chemische Formel C4H6O5
Molmasse 134,09
Gehalt mindestens 99,0 %
Beschreibung weißes oder fast weißes kristallines Pulver oder Körner
Schmelzbereich 127—132 °C
Malat-Test besteht Test
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Fumarsäure höchstens 1,0 %
Maleinsäure höchstens 0,05 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 297 FUMARSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 203-743-0
Chemische Bezeichnung trans-Butendisäure; trans-1,2-Ethylendicarbonsäure
Chemische Formel C4H4O4
Molmasse 116,07
Gehalt mindestens 99,0 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes kristallines Pulver oder Körner
Schmelzbereich 286—302 °C (geschlossenes Kapillarröhrchen, rasche Erhitzung)
Test auf Doppelbindungen besteht Test
Test auf 1,2-Dicarbonsäure besteht Test
pH-Wert 3,0—3,2 (0,05%ige Lösung bei 25 °C)
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (120 °C, 4 Stunden)
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Maleinsäure höchstens 0,1 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 300 ASCORBINSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme L-xylo-Ascorbinsäure, L-(+)-Ascorbinsäure
Einecs 200-066-2
Chemische Bezeichnung L-Ascorbinsäure; Ascorbinsäure; 2,3-Didehydro-L-threohexon-1,4-lacton; 3-Keto-L-gulofuranolacton
Chemische Formel C6H8O6
Molmasse 176,13
Gehalt mindestens 99 % C6H8O6 nach 24-stündigem Trocknen in einem Vakuum-Exsikkator über Schwefelsäure
Beschreibung weißes bis schwach gelbes, geruchloses kristallines Pulver
Schmelzbereich 189—193 °C mit Zersetzung
Ascorbinsäure-Test besteht Test
pH-Wert 2,4—2,8 (2%ige wässrige Lösung)
Spezifische Drehung [α]D20 zwischen + 20,5° und + 21,5° (10%ige (m/v) wässrige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 0,4 % (24 Stunden im Vakuum über Schwefelsäure)
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 301 NATRIUMASCORBAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Natrium-L-Ascorbat
Einecs 205-126-1
Chemische Bezeichnung Natriumascorbat; Natrium-L-Ascorbat; 2,3-Didehydro-L-threohexon-1,4-lactonnatriumenolat; 3-Keto-L-gulofuranolactonnatriumenolat
Chemische Formel C6H7O6Na
Molmasse 198,11
Gehalt Natriumascorbat enthält nach 24-stündigem Trocknen in einem Vakuum-Exsikkator über Schwefelsäure mindestens 99 % C6H7O6Na
Beschreibung weißes oder fast weißes, geruchloses kristallines Pulver, das unter Lichteinwirkung dunkler wird
Ascorbat-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 6,5—8,0 (10%ige wässrige Lösung)
Spezifische Drehung [α]D20 zwischen + 103° und + 106° (10%ige (m/v) wässrige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 0,25 % (24 Stunden im Vakuum über Schwefelsäure)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 302 CALCIUMASCORBAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Calciumascorbatdihydrat
Einecs 227-261-5
Chemische Bezeichnung Calciumascorbatdihydrat; Calciumsalz von 2,3-Didehydro-L-threohexon-1,4-lactondihydrat
Chemische Formel C12H14O12Ca·2H2O
Molmasse 426,35
Gehalt mindestens 98 % der von flüchtigen Bestandteilen freien Substanz
Beschreibung weißes bis sehr schwach graugelb gefärbtes geruchloses kristallines Pulver
Ascorbat-Test besteht Test
Calcium-Test besteht Test
pH-Wert 6,0—7,5 (10%ige wässrige Lösung)
Spezifische Drehung [α]D20 zwischen + 95° und + 97° (5%ige (m/v) wässrige Lösung)
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Flüchtige Bestandteile höchstens 0,3 %, bestimmt durch 24-stündiges Trocknen bei Raumtemperatur in einem Exsikkator über Schwefelsäure oder Phosphorpentoxid
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 304(i) ASCORBYLPALMITAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme L-Ascorbylpalmitat
Einecs 205-305-4
Chemische Bezeichnung Ascorbylpalmitat; L-Ascorbylpalmitat; 2,3-Didehydro-L-threohexon-1,4-lacton-6-palmitat; 6-Palmitoyl-3-keto-L-gulofuranolacton
Chemische Formel C22H38O7
Molmasse 414,55
Gehalt mindestens 98 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes oder gelblichweißes Pulver mit Zitrusgeruch
Schmelzbereich 107—117 °C
Spezifische Drehung [α]D20 zwischen + 21° und + 24° (5%ige Lösung (m/v) in Methanol)
Trocknungsverlust höchstens 2,0 % (Vakuum-Trockenschrank, 56—60 °C, 1 Stunde)
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 304(ii) ASCORBYLSTEARAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 246-944-9
Chemische Bezeichnung Ascorbylstearat; L-Ascorbylstearat; 2,3-Didehydro-L-threohexon-1,4-lacton-6-stearat; 6-Stearoyl-3-keto-L-gulofuranolacton
Chemische Formel C24H42O7
Molmasse 442,6
Gehalt mindestens 98 %
Beschreibung weißes oder gelblichweißes Pulver mit Zitrusgeruch
Schmelzpunkt ca. 116 °C
Trocknungsverlust höchstens 2,0 % (Vakuum-Trockenschrank, 56-60 °C, 1 Stunde)
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 306 STARK TOCOPHEROLHALTIGE EXTRAKTE

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition

Gewonnen durch Vakuum-Dampfdestillation von pflanzlichen Speiseölprodukten; enthält konzentrierte Tocopherole und Tocotrienole

enthält Tocopherole wie D-α-, D-β-, D-γ- und D-δ-Tocopherole

Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse 430,71 (D-α-Tocopherol)
Gehalt mindestens 34 % Tocopherole insgesamt
Beschreibung bräunlichrotes bis rotes klares, zähflüssiges Öl mit mildem, charakteristischem Geruch und Geschmack. Wachsähnliche Bestandteile können in mikrokristalliner Form abgeschieden werden
Nachweis durch ein geeignetes chromatografisches Verfahren
Spezifische Drehung [α]D20 mindestens + 20°
Löslichkeit nicht wasserlöslich; löslich in Ethanol; mischbar mit Äther
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 307 ALPHA-TOCOPHEROL

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme DL-α-Tocopherol; (all-rac)-α-Tocopherol
Einecs 233-466-0
Chemische Bezeichnung DL-5,7,8-Trimethyltocol; DL-2,5,7,8-Tetramethyl-2-(4′,8′,12′-trimethyltridecyl)-6-chromanol
Chemische Formel C29H50O2
Molmasse 430,71
Gehalt mindestens 96 %
Beschreibung gelblich bis gelbbraunes, nahezu geruchloses, klares, zähflüssiges Öl, das unter Luft- oder Lichteinwirkung oxidiert bzw. sich dunkel färbt
Löslichkeit nicht wasserlöslich; gut löslich in Ethanol, mischbar mit Ether
Spektrophotometrie in reinem Ethanol ist die maximale Absorption etwa 292 nm
Spezifische Drehung [α]D25 = 0° ± 0,05° (10%ige Lösung in Chloroform)
Brechzahl [n]D20:1,503-1,507
Spezifische Absorption in Ethanol

E1cm1% (292 nm) = 71—76

(0,01 g in 200 ml reines Ethanol)

Sulfatasche höchstens 0,1 %
Blei höchstens 2 mg/kg

E 308 GAMMA-TOCOPHEROL

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme DL-γ-Tocopherol
Einecs 231-523-4
Chemische Bezeichnung 2,7,8-Trimethyl-2-(4′,8′,12′-trimethyltridecyl)-6-chromanol
Chemische Formel C28H48O2
Molmasse 416,69
Gehalt mindestens 97 %
Beschreibung hellgelbes, klares, zähflüssiges Öl, das unter Luft- oder Lichteinwirkung oxidiert bzw. sich dunkel färbt
Spektrometrie Absorptionsmaxima in reinem Ethanol bei etwa 298 nm und 257 nm
Spezifische Absorption in Ethanol

(E1cm1% (298 nm) = 91-97

E1cm1% (257 nm) = 5,0-8,0

Brechzahl [n]D20: 1,503-1,507
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 309 DELTA-TOCOPHEROL

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 204-299-0
Chemische Bezeichnung 2,8-Dimethyl-2-(4′,8′,12′-trimethyltridecyl)-6-chromanol
Chemische Formel C27H46O2
Molmasse 402,7
Gehalt mindestens 97 %
Beschreibung hellgelbes oder orangefarbenes, klares, zähflüssiges Öl, das unter Luft- oder Lichteinwirkung oxidiert bzw. sich dunkel färbt
Spektrometrie Absorptionsmaxima in reinem Ethanol bei etwa 298 nm und 257 nm
Spezifische Absorption E1cm1% in Ethanol

E1cm1% (298 nm) = 89—95

E1cm1% (257 nm) = 3,0—6,0

Brechzahl [n]D20: 1,500—1,504
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 310 PROPYLGALLAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Propylgallat wird durch Veresterung von Gallussäure mit Propanol hergestellt. Die Reaktion wird durch Schwefelsäure katalysiert.
Einecs 204-498-2
Chemische Bezeichnung Propylgallat; Propylester der Gallussäure; n-Propylester der 3,4,5-Trihydroxybenzoesäure
Chemische Formel C10H12O5
Molmasse 212,20
Gehalt mindestens 98 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes bis cremeweißes, geruchloses kristallines Pulver
Löslichkeit mäßig löslich in Wasser; gut löslich in Ethanol, Ether und 1,2-Propandiol
Schmelzbereich 146—150 °C nach 4-stündigem Trocknen bei 110 °C
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (110 °C, 4 Stunden)
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Freie Säuren höchstens 0,5 %, als Gallussäure
Spezifische Absorption in Ethanol

(275 nm) mindestens 485 und höchstens 520

Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,3 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

E 315 ISOASCORBINSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Erythorbinsäure; D-Araboascorbinsäure
Einecs 201-928-0
Chemische Bezeichnung D-Erytho-2-hexencarbonsäure-γ-lacton; Isoascorbinsäure; D-Isoascorbinsäure
Chemische Formel C6H8O6
Molmasse 176,13
Gehalt mindestens 98 % in der Trockenmasse
Beschreibung weiße oder gelbliche Kristalle, die unter Lichteinwirkung allmählich dunkler werden
Schmelzbereich 164—172 °C mit Zersetzung
Ascorbinsäure-Test/Farbreaktion besteht Test
Spezifische Drehung [α]D25 in 10%iger (m/v) wässriger Lösung zwischen - 16,5° und - 18,0°
Trocknungsverlust höchstens 0,4 % nach 3-stündigem Trocknen unter verringertem Druck auf Kieselsäuregel
Sulfatasche höchstens 0,3 %
Oxalat Bei Hinzufügung von zwei Tropfen Eisessig und 5 ml einer 10 %igen Calciumacetatlösung zu einer Lösung von 1 g in 10 ml Wasser sollte die Lösung klar bleiben
Blei höchstens 2 mg/kg

E 316 NATRIUMISOASCORBAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Natriumerythorbat
Einecs 228-973-9
Chemische Bezeichnung Natriumisoascorbat; Natrium-D-isoascorbinsäure; Natriumsalz von 2,3-Didehydro-D-erytho-hexon-1,4-lacton; 3-Keto-D-gulofurano-lacton-natriumenolatmonohydrat
Chemische Formel C6H7O6Na·H2O
Molmasse 216,13
Gehalt mindestens 98 % nach 24-stündigem Trocknen in einem Vakuum-Exsikkator über Schwefelsäure, berechnet als Monohydrat
Beschreibung weiße Kristalle
Löslichkeit gut wasserlöslich; sehr gering löslich in Ethanol
Ascorbinsäure-Test/Farbreaktion besteht Test
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 5,5—8,0 (10%ige wässrige Lösung)
Spezifische Drehung [α]D25 in 10%iger (m/v) wässriger Lösung zwischen +95° und +98°
Trocknungsverlust höchstens 0,25 % nach 24-stündigem Trocknen im Vakuum über Schwefelsäure
Oxalat Bei Hinzufügung von zwei Tropfen Eisessig und 5 ml einer 10%igen Calciumacetatlösung zu einer Lösung von 1 g in 10 ml Wasser sollte die Lösung klar bleiben
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 319 TERTIÄR-BUTYLHYDROCHINON (TBHQ)

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme TBHQ
Einecs 217-752-2
Chemische Bezeichnung tert-Butyl-1,4-benzendiol; 2-(1,1-Dimethylethyl)-1,4-benzendiol
Chemische Formel C10H14O2
Molmasse 166,22
Gehalt mindestens 99 % von C10H14O2
Beschreibung weiße Kristalle mit charakteristischem Geruch
Löslichkeit praktisch nicht wasserlöslich; löslich in Ethanol
Schmelzpunkt mindestens 126,5 °C
Phenolverbindungen Etwa 5 mg der Probe werden in 10 ml Methanol gelöst; dann werden 10,5 ml Dimethylaminlösung (1:4) zugegeben. Die Lösung färbt sich rot bis rosa
tert-Butyl-p-benzochinon höchstens 0,2 %
2,5-Di-tert-butylhydrochinon höchstens 0,2 %
Hydroxychinon höchstens 0,1 %
Toluen höchstens 25 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 320 BUTYLHYDROXYANISOL (BHA)

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme BHA
Einecs 246-563-8
Chemische Bezeichnung 3-tert-Butyl-4-hydroxyanisol; Gemisch aus 2-tert-Butyl-4-hydroxyanisol und 3-tert-Butyl-4-hydroxyanisol
Chemische Formel C11H16O2
Molmasse 180,25
Gehalt mindestens 98,5 % C11H16O2 und mindestens 85 % 3-tert-Butyl-4-hydroxyanisolisomer
Beschreibung weißes oder schwach gelbliches, wachsartiges Pulver oder grobe Kristalle mit leicht aromatischem Geruch
Löslichkeit nicht wasserlöslich; in Ethanol gut löslich
Schmelzbereich 48-63 °C
Farbreaktion reagiert positiv auf den Phenolgruppentest
Sulfatasche höchstens 0,05 % nach Kalzinierung bei 800 ±25 °C
Verunreinigungen durch Phenole höchstens 0,5 %
Spezifische Absorption

E1cm1% (290 nm) = 190—210

E1cm1% (228 nm) = 326—345

Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 321 BUTYLHYDROXYTOLUEN (BHT)

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme BHT
Einecs 204-881-4
Chemische Bezeichnung 2,6-Di-tert-butyl-p-kresol; 4-Methyl-2,6-di-tert-butylphenol
Chemische Formel C15H24O
Molmasse 220,36
Gehalt mindestens 99 %
Beschreibung weiße kristalline Substanz, geruchlos oder mit charakteristischem, leicht aromatischem Geruch
Löslichkeit

nicht löslich in Wasser und 1,2-Propandiol;

gut löslich in Ethanol

Schmelzpunkt bei 70 °C
Spektrometrie Die Absorption einer Lösung von 1: 100000 in wasserfreiem Ethanol bei einer Schichtdicke von 2 cm zeigt zwischen 230 nm und 320 nm nur bei 278 nm ein Maximum
Sulfatasche höchstens 0,005 %
Verunreinigungen durch Phenole höchstens 0,5 %
Spezifische Absorption in Ethanol E1cm1% (278 nm) mindestens 81 und höchstens 88
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 322 LECITHINE

MerkmaleReinheit
Synonyme Phosphatide; Phospholipide
Definition

Lecithine sind Mischungen oder Fraktionen aus Phosphatiden, die mittels physikalischer Verfahren aus tierischen oder pflanzlichen Nahrungsmitteln gewonnen werden; sie umfassen auch die hydrolysierten Stoffe, die mit ungefährlichen und geeigneten Enzymen gewonnen werden. Das Enderzeugnis darf keinerlei enzymatische Restaktivität aufweisen

Die Lecithine dürfen in wässrigem Medium mittels Wasserstoffperoxid leicht gebleicht sein; diese Oxydation darf die Phosphatide der Lecithine chemisch nicht verändern

Einecs 232-307-2
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt

Lecithine: mindestens 60,0 % in Aceton unlösliche Stoffe

hydrolysierte Lecithine: mindestens 56 % in Aceton unlösliche Stoffe

Beschreibung

Lecithine: braune Flüssigkeit oder wachsartige Masse oder Pulver

hydrolysierte Lecithine: hellbraune bis braune zähe Flüssigkeit oder Paste

Cholin-Test besteht Test
Phosphor-Test besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Test für hydrolysiertes Lecithin In einen 800-ml-Becher 500 ml Wasser (30-35 °C) füllen; unter ständigem Rühren langsam 50 ml der Probe hinzufügen. Bei hydrolysiertem Lecithin ergibt sich eine homogene Emulsion. Bei nicht hydrolysiertem Lecithin setzt sich eine Masse von etwa 50 g ab
Trocknungsverlust höchstens 2,0 % (105 °C, 1 Stunde)
In Toluen unlösliche Stoffe höchstens 0,3 %
Säurezahl

Lecithine: höchstens 35 mg Kaliumhydroxid pro Gramm

hydrolysierte Lecithine: höchstens 45 mg Kaliumhydroxid pro Gramm

Peroxidzahl höchstens 10
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 322a HAFERLECITHIN

Synonyme Fraktioniertes Haferöl
Definition

Haferlecithin ist ein fraktioniertes Haferöl, das reich an polaren Lipiden, hauptsächlich Galactolipiden, ist. Haferlecithin wird aus Haferkörnern in Lebensmittelqualität gewonnen, die zur Gewinnung eines Rohlipidextraktes gesiebt und mit Ethanol bei erhöhter Temperatur extrahiert werden. Dieser Rohextrakt wird in einem mehrstufigen Verfahren verdampft und filtriert, wodurch rohes Haferöl gewonnen wird, das zur Erzeugung von Haferlecithin getrennt, verdampft und gefiltert wird.

Im Extraktionsverfahren darf nur Ethanol als Extraktionslösungsmittel verwendet werden.

Einecs 281-672-4
Gehalt Mindestens 30 % polarer Lipide, die in Aceton unlöslich sind
Beschreibung gelblich-braune viskose Flüssigkeit
Merkmale
Cholin höchstens 2 g/100 g
Phosphor mindestens 0,5 %
Polare Lipide mindestens 35 % Massenanteil
Neutralfette 55–65 % Massenanteil
gesättigt 17-20 % Massenanteil
einfach ungesättigt 38-42 % Massenanteil
mehrfach ungesättigt 38-42 % Massenanteil
Reinheit
Trocknungsverlust höchstens 2 %
In Toluen unlösliche Stoffe höchstens 1 % Massenanteil
Säurezahl höchstens 30 mg KOH/g
Peroxidzahl weniger als 10 meq O2/kg Fett
Lösungsmittelreste Ethanol höchstens 300 mg/kg
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,05 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,02 mg/kg
Cadmium höchstens 0,05 mg/kg
Mikrobiologische Kriterien
Zahl der aeroben Keime höchstens 1000 KBE/g
Hefe höchstens 100 KBE/g
Schimmelpilze höchstens 100 KBE/g
Enterobakterien höchstens 10 KBE/g
Aerobe Sporen höchstens 1 KBE/g
Sonstiges
Gluten höchstens 20 mg/kg

E 325 NATRIUMLACTAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 200-772-0
Chemische Bezeichnung Natriumlactat; Natrium-2-hydroxypropanoat
Chemische Formel C3H5NaO3
Molmasse 112,06 (wasserfrei)
Gehalt mindestens 57 % bis höchstens 66 %
Beschreibung farblose, durchscheinende Flüssigkeit; geruchlos oder mit leichtem, charakteristischem Geruch
Lactat-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 6,5—7,5 (20%ige wässrige Lösung)
Acidität höchstens 0,5 % der Trockenmasse, berechnet als Milchsäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Reduzierende Stoffe keine Reduktion von Fehlingscher Lösung

Bemerkung: Diese Spezifikation bezieht sich auf eine 60%ige wässrige Lösung

E 326 KALIUMLACTAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 213-631-3
Chemische Bezeichnung Kaliumlactat; Kalium-2-hydroxypropanoat
Chemische Formel C3H5O3K
Molmasse 128,17 (wasserfrei)
Gehalt mindestens 57 % bis höchstens 66 %
Beschreibung leicht zähe, klare Flüssigkeit; geruchlos oder mit leichtem, charakteristischem Geruch
Glühen Kaliumlactatlösung zu Asche verglühen. Die Asche ist alkalisch und schäumt beim Hinzufügen von Säure auf
Farbreaktion 2 ml Kaliumlactatlösung auf 5 ml einer 1%igen Lösung von Katechin in Schwefelsäure geben; im Kontaktbereich ist eine tiefrote Färbung festzustellen
Kalium-Test besteht Test
Lactat-Test besteht Test
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Acidität 1 g Kaliumlactatlösung in 20 ml Wasser auflösen, 3 Tropfen Phenolphthalein-Testlösung hinzufügen und mit 0,1 n Natriumhydroxid titrieren. Es sollten höchstens 0,2 ml erforderlich sein
Reduzierende Stoffe keine Reduktion von Fehlingscher Lösung

Bemerkung: Diese Spezifikation bezieht sich auf eine 60%ige wässrige Lösung

E 327 CALCIUMLACTAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 212-406-7
Chemische Bezeichnung Calciumdilactat; Calciumdilactathydrat; Calciumsalz der 2-Hydroxypropansäure
Chemische Formel (C3H5O2)2Ca · nH2O (n = 0 bis 5)
Molmasse 218,22 (wasserfrei)
Gehalt mindestens 98 % in der Trockenmasse
Beschreibung fast geruchloses, weißes kristallines Pulver oder Körner
Lactat-Test besteht Test
Calcium-Test besteht Test
Löslichkeit wasserlöslich; praktisch nicht löslich in Ethanol
pH-Wert 6,0—8,0 (5%ige Lösung)
Trocknungsverlust

wasserfrei: höchstens 3,0 % (120 °C, 4 Stunden)

mit 1 Wassermolekül: höchstens 8,0 % (120 °C, 4 Stunden)

mit 3 Wassermolekülen: höchstens 20,0 % (120 °C, 4 Stunden)

mit 4,5 Wassermolekülen: höchstens 27,0 % (120 °C, 4 Stunden)

Acidität höchstens 0,5 % der Trockenmasse, berechnet als Milchsäure
Fluorid höchstens 30 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Reduzierende Stoffe keine Reduktion von Fehlingscher Lösung

E 330 CITRONENSÄURE

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Citronensäure wird hergestellt aus Zitronen- oder Ananassaft oder durch Fermentation von Kohlehydratlösungen oder anderen geeigneten Ausgangsstoffen mit Candida spp. oder nicht toxischen Stämmen von Aspergillus niger
Einecs 201-069-1
Chemische Bezeichnung Citronensäure; 2-Hydroxypropan-1,2,3-tricarbonsäure; β-Hydroxytricarballylsäure
Chemische Formel
a)
C6H8O7 (wasserfrei)
b)
C6H8O7 H2O (Monohydrat)
Molmasse
a)
192,13 (wasserfrei)
b)
210,15 (Monohydrat)
Gehalt Citronensäure kann wasserfrei sein oder 1 Wassermolekül enthalten. Wasserfreie Citronensäure enthält mindestens 99,5 % C6H8O7
Beschreibung weiße oder farblose, geruchlose Kristalle mit sehr saurem Geschmack. Das Monohydrat verwittert in trockener Luft
Löslichkeit sehr leicht wasserlöslich; gut löslich in Ethanol; löslich in Ether
Wassergehalt wasserfreie Citronensäure enthält höchstens 0,5 % Wasser; das Monohydrat enthält höchstens 8,8 % Wasser (Karl-Fischer-Verfahren)
Sulfatasche höchstens 0,05 % nach Kalzinierung bei 800 ± 25 °C
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 0,5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Oxalate höchstens 100 mg/kg nach Trocknung, berechnet als Oxalsäure
Leicht carbonisierbare Stoffe 1 g der Probe (Pulver) mit 10 ml mindestens 98%iger Schwefelsäure im Dunkeln im Wasserbad bei 90 °C 1 Stunde lang erhitzen; es darf höchstens eine schwachbraune Färbung entstehen (Matching Fluid K)

E 331(i) MONONATRIUMCITRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Natriumcitrat, einbasig
Einecs 242-734-6
Chemische Bezeichnung Mononatriumcitrat; Mononatriumsalz der 2-Hydroxypropan-1,2,3-tricarbonsäure
Chemische Formel
a)
C6H7O7Na (wasserfrei)
b)
C6H7O7 H2O (Monohydrat)
Molmasse
a)
214,11 (wasserfrei)
b)
232,23 (Monohydrat)
Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes kristallines Pulver oder farblose Kristalle
Citrat-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 3,5—3,8 (1%ige wässrige Lösung)
Trocknungsverlust

wasserfrei: höchstens 1,0 % (140 °C, 0,5 Stunden)

Monohydrat: höchstens 8,8 % (180 °C, 4 Stunden)

Oxalate höchstens 100 mg/kg nach Trocknung, als Oxalsäure
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 331(ii) DINATRIUMCITRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Natriumcitrat, zweibasig
Einecs 205-623-3
Chemische Bezeichnung Dinatriumcitrat; Dinatriumsalz der 2-Hydroxypropan-1,2,3-tricarbonsäure Dinatriumsalz der Citronensäure mit 1,5 Wassermolekülen
Chemische Formel C6H6O7Na2·1,5H2O
Molmasse 263,11
Gehalt mindestens 99,0 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes kristallines Pulver oder farblose Kristalle
Citrat-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 4,9—5,2 (1%ige wässrige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 13,0 % (180 °C, 4 Stunden)
Oxalate höchstens 100 mg/kg nach Trocknung, berechnet als Oxalsäure
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 331(iii) TRINATRIUMCITRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Natriumcitrat, dreibasig
Einecs 200-675-3
Chemische Bezeichnung Trinatriumcitrat; Trinatriumsalz der 2-Hydroxypropan-1,2,3-tricarbonsäure; Trinatriumsalz der Citronensäure, wasserfrei, als Dihydrat oder als Pentahydrat
Chemische Formel

wasserfreie Form: C6H5O7Na3

Hydrat: C6H5O7Na3·nH2O (n = 2 oder 5)

Molmasse

258,07 (wasserfrei)

294,10 (Hydrat n = 2)

348,16 (Hydrat n = 5)

Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes kristallines Pulver oder farblose Kristalle
Citrat-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 7,5—9,0 (5%ige wässrige Lösung)
Trocknungsverlust

wasserfreie Form: höchstens 1,0 % (180 °C, 18 Stunden)

Dihydrat: 10,0—13,0 % (180 °C, 18 Stunden)

Pentahydrat: höchstens 30,3 % (180 °C, 4 Stunden)

Oxalate höchstens 100 mg/kg nach Trocknung, als Oxalsäure
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 332(i) MONOKALIUMCITRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Kaliumcitrat, einbasig
Einecs 212-753-4
Chemische Bezeichnung Monokaliumcitrat; Monokaliumsalz der 2-Hydroxypropan-1,2,3-tricarbonsäure; wasserfreies Monokaliumsalz der Citronensäure
Chemische Formel C6H7O7K
Molmasse 230,21
Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes, hygroskopisches, körniges Pulver oder durchscheinende Kristalle
Citrat-Test besteht Test
Kalium-Test besteht Test
pH-Wert 3,5—3,8 (1%ige wässrige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 1,0 % (180 °C, 4 Stunden)
Oxalate höchstens 100 mg/kg nach Trocknung, berechnet als Oxalsäure
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 332(ii) TRIKALIUMCITRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Kaliumcitrat, dreibasig
Einecs 212-755-5
Chemische Bezeichnung Trikaliumcitrat; Trikaliumsalz der 2-Hydroxypropan-1,2,3-tricarbonsäure Trikaliumsalzmonohydrat der Citronensäure
Chemische Formel C6H5O7K3 · H2O
Molmasse 324,42
Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes, hygroskopisches, körniges Pulver oder durchscheinende Kristalle
Citrat-Test besteht Test
Kalium-Test besteht Test
pH-Wert 7,5—9,0 (5%ige wässrige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 6,0 % (180 °C, 4 Stunden)
Oxalate höchstens 100 mg/kg nach Trocknung, berechnet als Oxalsäure
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 333(i) MONOCALCIUMCITRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Calciumcitrat, einbasig
Einecs
Chemische Bezeichnung Monocalciumcitrat; Monocalciumsalz der 2-Hydroxypropan-1,2,3-tricarbonsäure Monocalciumsalzmonohydrat der Citronensäure
Chemische Formel (C6H7O7)2Ca · H2O
Molmasse 440,32
Gehalt mindestens 97,5 % in der Trockenmasse
Beschreibung feines weißes Pulver
Citrat-Test besteht Test
Calcium-Test besteht Test
pH-Wert 3,2—3,5 (1%ige wässrige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 7,0 % (180 °C, 4 Stunden)
Oxalate höchstens 100 mg/kg nach Trocknung, berechnet als Oxalsäure
Fluorid höchstens 30 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Aluminium

höchstens 30 mg/kg (nur bei Verwendung als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung)

höchstens 200 mg/kg (andere Verwendungen außer als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung)

Carbonate Die Auflösung von 1 g Calciumcitrat in 10 ml 2 n Salzsäure darf nur zur Bildung vereinzelter Bläschen führen

E 333(ii) DICALCIUMCITRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Calciumcitrat, zweibasig
Einecs
Chemische Bezeichnung Dicalciumcitrat; Dicalciumsalz der 2-Hydroxypropan-1,2,3-tricarbonsäure Dicalciumsalztrihydrat der Citronensäure
Chemische Formel (C6H7O7)2Ca2 · 3H2O
Molmasse 530,42
Gehalt mindestens 97,5 % in der Trockenmasse
Beschreibung feines weißes Pulver
Citrat-Test besteht Test
Calcium-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 20,0 % (180°C, 4 Stunden)
Oxalate höchstens 100 mg/kg nach Trocknung, berechnet als Oxalsäure
Fluorid höchstens 30 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Aluminium

höchstens 30 mg/kg (nur bei Verwendung als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung)

höchstens 200 mg/kg (andere Verwendungen außer als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung)

Carbonate Die Auflösung von 1 g Calciumcitrat in 10 ml 2 n Salzsäure darf nur zur Bildung vereinzelter Bläschen führen

E 333(iii) TRICALCIUMCITRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Calciumcitrat, dreibasig
Einecs 212-391-7
Chemische Bezeichnung Tricalciumcitrat; Tricalciumsalz der 2-Hydroxypropan-1,2,3-tricarbonsäure Tricalciumsalztetrahydrat der Citronensäure
Chemische Formel (C6H6O7)2Ca3 · 4H2O
Molmasse 570,51
Gehalt mindestens 97,5 % in der Trockenmasse
Beschreibung feines weißes Pulver
Citrat-Test besteht Test
Calcium-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 14,0 % (180 °C, 4 Stunden)
Oxalate höchstens 100 mg/kg nach Trocknung, berechnet als Oxalsäure
Fluorid höchstens 30 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Aluminium

höchstens 30 mg/kg (nur bei Verwendung als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung)

höchstens 200 mg/kg (andere Verwendungen außer als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung)

Carbonate Die Auflösung von 1 g Calciumcitrat in 10 ml 2 n Salzsäure darf nur zur Bildung vereinzelter Bläschen führen

E 334 WEINSÄURE (L+)

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 201-766-0
Chemische Bezeichnung L-Weinsäure; L-2,3-Dihydroxybutandisäure; D-α,β-Dihydroxybernsteinsäure
Chemische Formel C4H6O6
Molmasse 150,09
Gehalt mindestens 99,5 % in der Trockenmasse
Beschreibung farblose, durchscheinende Kristalle oder weißes kristallines Pulver
Schmelzbereich 168—170 °C
Tartrat-Test besteht Test
Spezifische Drehung [α]D20 zwischen +11,5° und +13,5° (in 20%iger (m/v) wässriger Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (auf P2O5, 3 Stunden)
Sulfatasche höchstens 1000 mg/kg nach Kalzinierung bei 800 ± 25 °C
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Oxalate höchstens 100 mg/kg nach Trocknung, berechnet als Oxalsäure

E 335(i) MONONATRIUMTARTRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Mononatriumsalz der L(+)-Weinsäure
Einecs
Chemische Bezeichnung Mononatriumsalz der L-2,3-Dihydroxybutandisäure; Mononatriumsalzmonohydrat der L(+)-Weinsäure
Chemische Formel C4H5O6Na·H2O
Molmasse 194,05
Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung farblose, durchsichtige Kristalle
Tartrat-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 10,0 % (105 °C, 4 Stunden)
Oxalate höchstens 100 mg/kg nach Trocknung, berechnet als Oxalsäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 335(ii) DINATRIUMTARTRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 212-773-3
Chemische Bezeichnung Dinatrium-L-tartrat; Dinatrium(+)-tartrat; Dinatriumsalz der (+)-2,3-Dihydroxybutandicarbonsäure; Dinatriumsalzdihydrat der L(+)-Weinsäure
Chemische Formel C4H4O6Na2 · 2H2O
Molmasse 230,8
Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung farblose, durchsichtige Kristalle
Tartrat-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
Löslichkeit 1 g ist in 3 ml Wasser nicht löslich; unlöslich in Ethanol.
pH-Wert 7,0—7,5 (1%ige wässrige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 17,0 % (150 °C, 4 Stunden)
Oxalate höchstens 100 mg/kg nach Trocknung, berechnet als Oxalsäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 336(i) MONOKALIUMTARTRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Kaliumtartrat, einbasig; Weinstein
Einecs
Chemische Bezeichnung wasserfreies Monokaliumsalz der L(+)-Weinsäure; Monokaliumsalz der L-2,3-Dihydroxybutandicarbonsäure
Chemische Formel C4H5O6K
Molmasse 188,16
Gehalt mindestens 98 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes kristallines oder körniges Pulver
Tartrat-Test besteht Test
Kalium-Test besteht Test
Schmelzpunkt 230 °C
pH-Wert 3,4 (1%ige wässrige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 1,0 % (105 °C, 4 Stunden)
Oxalate höchstens 100 mg/kg nach dem Trocknen, berechnet als Oxalsäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 336(ii) DIKALIUMTARTRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Kaliumtartrat, zweibasig
Einecs 213-067-8
Chemische Bezeichnung Dikaliumsalz der L-2,3-Dihydroxybutandicarbonsäure Dikaliumsalz mit 1/2 Wassermolekül der L(+)-Weinsäure
Chemische Formel C4H4O6K2·½H2O
Molmasse 235,2
Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes kristallines oder körniges Pulver
Tartrat-Test besteht Test
Kalium-Test besteht Test
pH-Wert 7,0—9,0 (1%ige wässrige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 4,0 % (150 °C, 4 Stunden)
Oxalate höchstens 100 mg/kg nach Trocknung, berechnet als Oxalsäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 337 KALIUM-NATRIUM-TARTRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme L(+)-Kalium-Natriumtartrat, Rochellesalz; Seignettesalz
Einecs 206-156-8
Chemische Bezeichnung Kaliumnatriumsalz der L-2,3-Dihydroxybutandicarbonsäure L(+)-Kaliumnatriumtartrat
Chemische Formel C4H4O6KNa·4H2O
Molmasse 282,23
Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung farblose Kristalle oder weißes kristallines Pulver
Tartrat-Test besteht Test
Kalium-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
Löslichkeit 1 g ist in 1 ml Wasser löslich; nicht löslich in Ethanol
Schmelzbereich 70—80 °C
pH-Wert 6,5—8,5 (1%ige wässrige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 26,0 % und mindestens 21,0 % (150 °C, 3 Stunden)
Oxalate höchstens 100 mg/kg nach Trocknung, berechnet als Oxalsäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 338 PHOSPHORSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme ortho-Phosphorsäure; Monophosphorsäure
Einecs 231-633-2
Chemische Bezeichnung Phosphorsäure
Chemische Formel H3PO4
Molmasse 98,00
Gehalt Gehalt mindestens 67,0 % und höchstens 85,7 %. Phosphorsäure ist im Handel erhältlich als wässrige Lösung unterschiedlicher Konzentration
Beschreibung klare, farblose zähe Flüssigkeit
Säure-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
Flüchtige Säuren höchstens 10 mg/kg (als Essigsäure)
Chloride höchstens 200 mg/kg (berechnet als Chlor)
Nitrate höchstens 5 mg/kg (als NaNO3)
Sulfate höchstens 1500 mg/kg (als CaSO4)
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

Bemerkung: Diese Spezifikation bezieht sich auf eine 75%ige wässrige Lösung

E 339(i) MONONATRIUMPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Mononatriummonophosphat saures Mononatriummonophosphat; Mononatriumorthophosphat; einbasiges Natriumphosphat; Natriumdihydrogenmonophosphat
Einecs 231-449-2
Chemische Bezeichnung Natriumdihydrogenmonophosphat
Chemische Formel

wasserfreie Form: NaH2PO4

Monohydrat: NaH2PO4 H2O

Dihydrat: NaH2PO4 2H2O

Molmasse

wasserfreie Form: 119,98

Monohydrat: 138,00

Dihydrat: 156,01

Gehalt

Enthält nach 1-stündigem Trocknen bei 60 °C und anschließendem 4-stündigen Trocknen bei 105 °C mindestens 97 % NaH2PO4.

P2O5-Gehalt zwischen 58,0 % und 60,0 % in der Trockenmasse

Beschreibung weiß, geruchlos, leicht zerfließend; Pulver, Kristalle oder Körner
Natrium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
Löslichkeit gut löslich in Wasser; nicht löslich in Ethanol oder Ether
pH-Wert 4,1—5,0 (1%ige Lösung)
Trocknungsverlust Verlust bei dem wasserfreien Salz nicht mehr als 2,0 %, beim Monohydrat nicht mehr als 15,0 %, beim Dihydrat nicht mehr als 25 % (60 °C, 1 Stunde, danach 105 °C, 4 Stunden)
Nicht wasserlösliche Bestandteile höchstens 0,2 % in der Trockenmasse
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 339(ii) DINATRIUMPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Dinatriummonophosphat; sekundäres Natriumphosphat; Dinatriumorthophosphat;
Einecs 231-448-7
Chemische Bezeichnung Dinatriumhydrogenmonophosphat; Dinatriumhydrogenorthophosphat
Chemische Formel

wasserfreie Form: Na2HPO4

Hydrat: Na2HPO4 ·nH2O (n = 2, 7 oder 12)

Molmasse 141,98 (wasserfrei)
Gehalt

Enthält nach 3-stündiger Trocknung bei 40 °C und anschließender 5-stündiger Trocknung bei 105 °C mindestens 98 % Na2HPO4.

P2O5-Gehalt zwischen 49 % und 51 % in der Trockenmasse

Beschreibung Wasserfreies Dinatriumhydrogenphosphat ist ein weißes, hygroskopisches, geruchloses Pulver. Zu den hydrierten Formen zählen das Dihydrat (weißes, geruchlose Kristalle), das Heptahydrat (weiße, geruchlose, verwitternde Kristalle oder körniges Pulver) und das Dodecahydrat (weißes, geruchloses, verwitterndes Pulver oder Kristalle)
Natrium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
Löslichkeit gut löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
pH-Wert 8,4—9,6 (1%ige Lösung)
Trocknungsverlust Verlust bei dem wasserfreien Salz nicht mehr als 5,0 %, beim Dihydrat nicht mehr als 22,0 %, beim Heptahydrat nicht mehr als 50,0 %, beim Dodecahydrat nicht mehr als 61,0 % (40 °C, 3 Stunden, danach 105 °C, 5 Stunden)
Nicht wasserlösliche Bestandteile höchstens 0,2 % in der Trockenmasse
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 339(iii) TRINATRIUMPHOSPHAT

MerkmaleReinheit
Synonyme Natriumphosphat; dreibasiges Natriumphosphat; Trinatriumorthophosphat
Definition Trinatriumphosphat wird aus wässrigen Lösungen gewonnen und kristallisiert in wasserfreier Form sowie mit 1/2, 1, 6, 8 oder 12H2O. Das Dodecahydrat kristallisiert stets aus wässrigen Lösungen mit einem Natriumhydroxidüberschuss. Es enthält ¼ NaOH-Molekül
Einecs 231-509-8
Chemische Bezeichnung Trinatriummonophosphat; Trinatriumphosphat; Trinatriumorthophosphat
Chemische Formel

wasserfreie Form: Na3PO4

Hydrat: Na3PO4 · nH2O (n = 1/2, 1, 6, 8, oder 12)

Molmasse 163,94 (wasserfrei)
Gehalt

Wasserfreies Natriumphosphat und seine Hydrate, mit Ausnahme des Dodecahydrats, enthalten mindestens 97,0 % Na3PO4 in der Trockenmasse. Natriumphosphat-Dodecahydrat enthält mindestens 92,0 % Na3PO4 nach dem Glühen

P2O5-Gehalt zwischen 40,5 % und 43,5 % in der Trockenmasse

Beschreibung weiß, geruchlos; Kristalle, Körner oder kristallines Pulver
Natrium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
Löslichkeit gut löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
pH-Wert 11,5—12,5 (1%ige Lösung)
Glühverlust Nach 2-stündiger Trocknung bei 120 °C und anschließendem 30-minütigen Glühen bei etwa 800 °C beträgt der Gewichtsverlust bei der wasserfreien Form höchstens 2,0 %, beim Monohydrat höchstens 11,0 % und beim DoDecahydrat zwischen 45,0 % und 58,0 %
Nicht wasserlösliche Bestandteile höchstens 0,2 % in der Trockenmasse
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 340(i) MONOKALIUMPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme einbasiges Kaliumphosphat; Monokaliummonophosphat; Monokaliumorthophosphat
Einecs 231-913-4
Chemische Bezeichnung Kaliumdihydrogenphosphat; Monokaliumdihydrogenorthophosphat; Monokaliumdihydrogenmonophosphat
Chemische Formel KH2PO4
Molmasse 136,09
Gehalt

mindestens 98,0 % nach 4-stündigem Trocknen bei 105 °C

P2O5-Gehalt zwischen 51,0 % und 53,0 % in der Trockenmasse

Beschreibung geruchlos, farblos; Kristalle oder weißes körniges oder kristallines Pulver
Kalium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
Löslichkeit leicht löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
pH-Wert 4,2—4,8 (1%ige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 2,0 % (105 °C, 4 Stunden)
Nicht wasserlösliche Bestandteile höchstens 0,2 % in der Trockenmasse
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 340(ii) DIKALIUMPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Dikaliummonophosphat; sekundäres Kaliumphosphat; Dikaliumorthophosphat; zweibasiges Kaliumphosphat
Einecs 231-834-5
Chemische Bezeichnung Dikaliumhydrogenmonophosphat; Dikaliumhydrogenphosphat; Dikaliumhydrogenorthophosphat
Chemische Formel K2HPO4
Molmasse 174,18
Gehalt

mindestens 98,0 % nach 4-stündigem Trocknen bei 105 °C

P2O5-Gehalt zwischen 40,3 % und 41,5 % in der Trockenmasse

Beschreibung farblos oder weiß; körniges Pulver, Kristalle oder Masse; zerfließend, hygroskopisch
Kalium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
Löslichkeit leicht löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
pH-Wert 8,7—9,4 (1%ige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 2,0 % (105 °C, 4 Stunden)
Nicht wasserlösliche Bestandteile höchstens 0,2 % in der Trockenmasse
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 340(iii) TRIKALIUMPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme dreibasiges Kaliumphosphat; Trikaliumorthophosphat
Einecs 231-907-1
Chemische Bezeichnung Trikaliummonophosphat; Trikaliumphosphat; Trikaliumorthophosphat
Chemische Formel

wasserfreie Form: K3PO4

Hydrat: K3PO4 · nH2O (n = 1 oder 3)

Molmasse 212,27 (wasserfrei)
Gehalt

mindestens 97 % nach dem Glühen

P2O5-Gehalt zwischen 30,5 % und 34,0 % nach dem Glühen

Beschreibung farblos oder weiß, geruchlos, hygroskopisch; Kristalle oder Körner. Als Hydrate verfügbar sind das Monohydrat und das Trihydrat
Kalium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
Löslichkeit leicht löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
pH-Wert 11,5—12,3 (1%ige Lösung)
Glühverlust wasserfreie Form: höchstens 3,0 %; Hydrat: höchstens 23,0 % (bestimmt nach 1-stündiger Trocknung bei 105 °C und anschließendem 30-minütigen Glühen bei etwa 800 °C ± 25 °C)
Nicht wasserlösliche Bestandteile höchstens 0,2 % in der Trockenmasse
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 341(i) MONOCALCIUMPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme einbasiges Calciumphosphat; Monocalciumorthophosphat
Einecs 231-837-1
Chemische Bezeichnung Calciumdihydrogenphosphat
Chemische Formel

wasserfreie Form: Ca(H2PO4)2

Monohydrat: Ca(H2PO4)2 H2O

Molmasse

234,05 (wasserfrei)

252,08 (Monohydrat)

Gehalt

mindestens 95 % in der Trockenmasse

P2O5-Gehalt zwischen 55,5 % und 61,1 % in der Trockenmasse

Beschreibung körniges Pulver oder weiße, zerfließende Kristalle oder Körner
Calcium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
CaO-Gehalt

23,0 % - 27,5 % (wasserfrei)

19,0 % - 24,8 % (Monohydrat)

Trocknungsverlust

wasserfreie Form: höchstens 14 % (105 °C, 4 Stunden)

Monohydrat: höchstens 17,5 % (105 °C, 4 Stunden)

Glühverlust

wasserfreie Form: höchstens 17,5 % (nach 30-minütigen Glühen bei 800 °C ± 25 °C);

Monohydrat: höchstens 25,0 % (bestimmt nach 1-stündiger Trocknung bei 105 °C und anschließendem 30-minütigen Glühen bei 800 °C ± 25 °C)

Fluorid höchstens 30 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Aluminium

höchstens 70 mg/kg (nur bei Verwendung als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung)

höchstens 200 mg/kg (andere Verwendungen außer als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung)

E 341(ii) DICALCIUMPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme zweibasiges Calciumphosphat; Dicalciumorthophosphat
Einecs 231-826-1
Chemische Bezeichnung Calciummonohydrogenphosphat; Calciumhydrogenorthophosphat; sekundäres Calciumphosphat
Chemische Formel

wasserfreie Form: CaHPO4

Dihydrat: CaHPO4 2H2O

Molmasse

136,06 (wasserfrei)

172,09 (Dihydrat)

Gehalt

Dicalciumphosphat enthält nach 3-stündigem Trocknen bei 200 °C mindestens 98 % und höchstens das Äquivalent von 102 % CaHPO4

P2O5-Gehalt zwischen 50,0 % und 52,5 % in der Trockenmasse

Beschreibung weiß; Kristalle oder Körner, körniges oder feines Pulver
Calcium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
Löslichkeit mäßig löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
Glühverlust höchstens 8,5 % (wasserfrei) oder 26,5 % (Dihydrat) nach 30-minütigem Glühen bei 800 °C ±25 °C
Fluorid höchstens 50 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Aluminium

höchstens 100 mg/kg in der wasserfreien Form und höchstens 80 mg/kg im Dihydrat (nur bei Verwendung als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung)

höchstens 600 mg/kg in der wasserfreien Form und höchstens 500 mg/kg im Dihydrat (andere Verwendungen außer als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung). Dies gilt bis zum 31. März 2015

höchstens 200 mg/kg in der wasserfreien Form und im Dihydrat (andere Verwendungen außer als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung). Dies gilt ab dem 1. April 2015

E 341(iii) TRICALCIUMPHOSPHAT

MerkmaleReinheit
Synonyme dreibasiges Calciumphosphat; Calciumorthophosphat; Pentacalciumhydroxymonophosphat; Calciumhydroxyapatit
Definition Tricalciumphosphat besteht aus einem variablen Gemisch von Calciumphosphaten, die durch Neutralisierung von Phosphorsäure mit Calciumhydroxid oder Calciumcarbonat gewonnen werden und deren Zusammensetzung ungefähr 10CaO 3P2O5 H2O ist
Einecs

235-330-6 (Pentacalciumhydroxymonophosphat)

231-840-8 (Calciumorthophosphat)

Chemische Bezeichnung Pentacalciumhydroxymonophosphat; Tricalciummonophosphat
Chemische Formel Ca5(PO4)3·OH oder Ca3(PO4)2
Molmasse 502 oder 310
Gehalt

mindestens 90 % nach dem Glühen

P2O5-Gehalt zwischen 38,5 % und 48,0 % in der Trockenmasse

Beschreibung weißes, geruchloses, luftbeständiges Pulver
Calcium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
Löslichkeit praktisch nicht wasserlöslich; nicht löslich in Ethanol; löslich in verdünnter Salz- und Salpetersäure
Glühverlust höchstens 8 % nach halbstündigem Glühen bei 800 °C ± 25 °C
Fluorid höchstens 50 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Aluminium

höchstens 150 mg/kg (nur bei Verwendung als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung)

höchstens 500 mg/kg (andere Verwendungen außer als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung). Dies gilt bis zum 31. März 2015

höchstens 200 mg/kg (andere Verwendungen außer als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung). Dies gilt ab dem 1. April 2015

E 343(i) MONOMAGNESIUMPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Magnesiumdihydrogenphosphat; einbasiges Magnesiumphosphat; Monomagnesiumorthophosphat
Einecs 236-004-6
Chemische Bezeichnung Monomagnesiumdihydrogenmonophosphat
Chemische Formel Mg(H2PO4)2 · nH2O (n = 0 bis 4)
Molmasse 218,30 (wasserfrei)
Gehalt mindestens 51,0 % (30 Minuten bei 800 °C ± 25 °C) nach dem Glühen, berechnet als P2O5
Beschreibung weißes, geruchloses, kristallines Pulver, mäßig wasserlöslich
Magnesium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
MgO-Gehalt höchstens 21,5 % nach dem Glühen oder in der Trockenmasse (105 °C, 4 Stunden)
Fluorid höchstens 10 mg/kg (als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 343(ii) DIMAGNESIUMPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Magnesiumhydrogenphosphat; zweibasiges Magnesiumphosphat; Dimagnesiumorthophosphat; sekundäres Magnesiumphosphat
Einecs 231-823-5
Chemische Bezeichnung Dimagnesiummonohydrogenmonophosphat
Chemische Formel MgHPO4 · nH2O (n = 0 bis 3)
Molmasse 120,30 (wasserfrei)
Gehalt mindestens 96 % nach halbstündigem Glühen bei 800 °C ± 25 °C
Beschreibung weißes, geruchloses, kristallines Pulver, mäßig wasserlöslich
Magnesium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
MgO-Gehalt mindestens 33 % in der Trockenmasse (105 °C, 4 Stunden)
Fluorid höchstens 10 mg/kg (als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 345(i) TRIMAGNESIUMDICITRAT

Synonyme Magnesiumcitrat; Trimagnesiumcitrat
Definition
Einecs 222-093-9
Chemische Bezeichnung Trimagnesiumbis(2-hydroxypropan-1,2,3-tricarboxylat), wasserfrei
Chemische Formel (C6H5O7)2 Mg3
Molmasse 451,12 (wasserfrei)
Gehalt 15,0-16,5 % Mg in der Trockenmasse gleich 92,8–102,1 % wasserfreiem Trimagnesiumdicitrat
Beschreibung Weißes oder annähernd weißes, feines, leicht hygroskopisches Pulver
Erscheinung einer Lösung Nicht schillernder als Referenz-Suspension III und nicht intensiver gefärbt als Referenz-Lösung Y7 oder BY6
Merkmale
Citrat-Test positiv
Magnesium-Test positiv
pH-Wert (5%ige Lösung): 6,0-8,5
Löslichkeit Wasserlöslich, praktisch unlöslich in Ethanol (96 %), löst sich in verdünnter Salzsäure.
Partikelgröße

Mittels RTEM — Median-Partikeldurchmesser (D50) (anzahlspezifisch) mindestens 130 nm

Mittels Laserbeugung — Median-Partikeldurchmesser (D50) (massenspezifisch) mindestens 50 μm

Reinheit
Trocknungsverlust höchstens 3,5 % bestimmt durch 5-stündiges Trocknen von 1000 g in einem Trockenofen bei 180 ± 10 °C
Oxalsäure/Oxalat ≤ 280 mg/kg (0,028 %) als Oxalsäure
Sulfate ≤ 2000 mg/kg (0,2 %)
Kalzium ≤ 2000 mg/kg (0,2 %)
Eisen ≤ 100 mg/kg
Quecksilber ≤ 0,1 mg/kg
Blei ≤ 1 mg/kg
Kadmium ≤ 0,1 mg/kg
Arsen ≤ 1 mg/kg
Nicht identifizierte Stoffe Keine prozess- oder produktbedingten Verunreinigungen. Das unbeabsichtigte Vorkommen von Hydraten von Trimagnesiumdicitrat wie etwa Nonahydrat kann nicht ausgeschlossen werden.

E 350(i) NATRIUMMALAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Natriumsalz der Äpfelsäure
Einecs
Chemische Bezeichnung Dinatrium-DL-Malat; Dinatriumsalz der Hydroxybutandisäure
Chemische Formel

Hemihydrat: C4H4Na2O5 ½ H2O

Trihydrat: C4H4Na2O5 ·3H2O

Molmasse

Hemihydrat: 187,05

Trihydrat: 232,10

Gehalt mindestens 98,0 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes kristallines Pulver oder Stücke
Test auf 1,2-Dicarbonsäure besteht Test
Natrium-Test besteht Test
Azofarbstoffbildung positiv
Löslichkeit gut wasserlöslich
Trocknungsverlust

Hemihydrat: höchstens 7,0 % (130 °C, 4 Stunden)

Trihydrat: 20,5 % - 23,5 % (130 °C, 4 Stunden)

Alkalität höchstens 0,2 %, berechnet als Na2CO3
Fumarsäure höchstens 1,0 %
Maleinsäure höchstens 0,05 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 350(ii) NATRIUMHYDROGENMALAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Mononatriumsalz der DL-Äpfelsäure
Einecs
Chemische Bezeichnung Mononatrium-DL-Malat; Mononatrium-2-DL-hydroxysuccinat
Chemische Formel C4H5NaO5
Molmasse 156,07
Gehalt mindestens 99,0 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes Pulver
Test auf 1,2-Dicarbonsäure besteht Test
Natrium-Test besteht Test
Azofarbstoffbildung positiv
Trocknungsverlust höchstens 2,0 % (110 °C, 3 Stunden)
Maleinsäure höchstens 0,05 %
Fumarsäure höchstens 1,0 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 351 KALIUMMALAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Kaliumsalz der Äpfelsäure
Einecs
Chemische Bezeichnung Dikalium-DL-Malat; Dikaliumsalz der Hydroxybutandisäure
Chemische Formel C4H4K2O5
Molmasse 210,27
Gehalt mindestens 59,5 %
Beschreibung farblose oder fast farblose wässrige Lösung
Test auf 1,2-Dicarbonsäure besteht Test
Kalium-Test besteht Test
Azofarbstoffbildung positiv
Alkalität höchstens 0,2 %, berechnet als K2CO3
Fumarsäure höchstens 1,0 %
Maleinsäure höchstens 0,05 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 352(i) CALCIUMMALAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Calciumsalz der Äpfelsäure
Einecs
Chemische Bezeichnung Calcium-DL-Malat; Calcium-α-hydroxysuccinat; Calciumsalz der Hydroxybutandisäure
Chemische Formel C4H5CaO5
Molmasse 172,14
Gehalt mindestens 97,5 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes Pulver
Malat-Test besteht Test
Test auf 1,2-Dicarbonsäure besteht Test
Calcium-Test besteht Test
Azofarbstoffbildung positiv
Löslichkeit mäßig wasserlöslich
Trocknungsverlust höchstens 2 % (100 °C, 3 Stunden)
Alkalität höchstens 0,2 % als CaCO3
Maleinsäure höchstens 0,05 %
Fumarsäure höchstens 1,0 %
Fluorid höchstens 30 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 352(ii) CALCIUMHYDROGENMALAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Monocalciumsalz der DL-Äpfelsäure
Einecs
Chemische Bezeichnung Monocalcium-DL-Malat; Monocalcium 2-DL-hydroxysuccinat
Chemische Formel (C4H5O5)2Ca
Molmasse
Gehalt mindestens 97,5 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes Pulver
Test auf 1,2-Dicarbonsäure besteht Test
Calcium-Test besteht Test
Azofarbstoffbildung positiv
Trocknungsverlust höchstens 2,0 % (110 °C, 3 Stunden)
Maleinsäure höchstens 0,05 %
Fumarsäure höchstens 1,0 %
Fluorid höchstens 30 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 353 METAWEINSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs
Chemische Bezeichnung Metaweinsäure
Chemische Formel C4H6O6
Molmasse
Gehalt mindestens 99,5 %
Beschreibung Kristall oder Pulver, weiß oder gelblich; stark zerfließend und leicht nach Karamell riechend
Löslichkeit sehr gut löslich in Wasser und Ethanol
Nachweis 1 bis 10 mg des Stoffs mit 2 ml konzentrierter Schwefelsäure und 2 Tropfen Sulforesorcin-Reaktant in ein Reagenzglas geben. Bei Erhitzung auf 150 °C tritt eine intensive Violettfärbung auf
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 354 CALCIUMTARTRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme L-Calciumtartrat
Einecs
Chemische Bezeichnung Calcium-L(+)-2,3-dihydroxybutandioat-dihydrat
Chemische Formel C4H4CaO6 · 2H2O
Molmasse 224,18
Gehalt mindestens 98,0 %
Beschreibung fein kristallines Pulver, weiß oder cremefarben
Löslichkeit mäßig wasserlöslich. Löslichkeit etwa 0,01 g/100 ml Wasser (20 °C); mäßig löslich in Ethanol; mäßig löslich in Diethylether; löslich in Säuren
Spezifische Drehung [α]D20 +7,0° bis +7,4° (0,1 % in 1 n HCl)
pH-Wert 6,0—9,0 (5%ige Aufschlämmung)
Sulfate höchstens 1 g/kg (als H2SO4)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 355 ADIPINSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 204-673-3
Chemische Bezeichnung Hexandisäure; Butan-1,4-dicarbonsäure
Chemische Formel C6H10O4
Molmasse 146,14
Gehalt mindestens 99,6 %
Beschreibung Kristalle oder kristallines Pulver; weiß, geruchlos
Schmelzbereich 151,5—154,0 °C
Löslichkeit mäßig wasserlöslich; gut löslich in Ethanol
Wasser höchstens 0,2 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Sulfatasche höchstens 20 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 356 NATRIUMADIPAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 231-293-5
Chemische Bezeichnung Natriumadipat
Chemische Formel C6H8Na2O4
Molmasse 190,11
Gehalt mindestens 99,0 % (bezogen auf die Trockenmasse)
Beschreibung Kristalle oder kristallines Pulver; weiß, geruchlos
Schmelzbereich 151—152 °C (für Adipinsäure)
Löslichkeit etwa 50 g/100 ml Wasser (20 °C)
Natrium-Test besteht Test
Wassergehalt höchstens 3 % (Karl Fischer)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 357 KALIUMADIPAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 242-838-1
Chemische Bezeichnung Kaliumadipat
Chemische Formel C6H8K2O4
Molmasse 222,32
Gehalt mindestens 99,0 % (bezogen auf die Trockenmasse)
Beschreibung Kristalle oder kristallines Pulver; weiß, geruchlos
Schmelzbereich 151—152 °C (für Adipinsäure)
Löslichkeit etwa 60 g/100 ml Wasser (20 °C)
Kalium-Test besteht Test
Wasser höchstens 3 % (Karl Fischer)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 363 BERNSTEINSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 203-740-4
Chemische Bezeichnung Butandisäure
Chemische Formel C4H6O4
Molmasse 118,09
Gehalt mindestens 99 %
Beschreibung farblose oder weiße, geruchlose Kristalle
Schmelzbereich 185,0—190,0 °C
Glührückstand höchstens 0,025 % (800 °C, 15 Minuten)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 380 TRIAMMONIUMCITRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme dreibasiges Ammoniumcitrat
Einecs 222-394-5
Chemische Bezeichnung Triammoniumsalz der 2-Hydroxypropan-1,2,3-tricarbonsäure
Chemische Formel C6H17N3O7
Molmasse 243,22
Gehalt mindestens 97,0 %
Beschreibung weiße bis cremefarbene Kristalle oder Pulver
Ammonium-Test besteht Test
Citrat-Test besteht Test
Löslichkeit gut wasserlöslich
Oxalat höchstens 0,04 % (berechnet als Oxalsäure)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 385 CALCIUM-DINATRIUM-ETHYLENDIAMINTETRAACETAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Calcium-Dinatrium-EDTA; Calciumdinatriumedetat
Einecs 200-529-9
Chemische Bezeichnung N, N′-1,2-Ethandiylbis [N-(carboxymethyl)-glycinat] [(4-)-O, O′,ON,ON]calciat(2)-Dinatrium); Calcium-dinatrium-ethylendiamintetraacetat; Calcium-dinatrium(ethylendinitrilo)-tetraacetat
Chemische Formel C10H12O8CaN2Na2·2H2O
Molmasse 410,31
Gehalt mindestens 97 % in der Trockenmasse
Beschreibung weiße, geruchlose, kristalline Körner bzw. weißes bis fast weißes Pulver, leicht hygroskopisch
Natrium-Test besteht Test
Calcium-Test besteht Test
Chelatbildung für Metallionen positiv
pH-Wert 6,5—7,5 (1%ige Lösung)
Wassergehalt 5—13 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 392 EXTRAKT AUS ROSMARIN

MerkmaleReinheit
Synonyme Rosmarinblattextrakt (Antioxidans)
Definition Extrakt aus Rosmarin enthält mehrere Verbindungen, die nachweislich eine antioxidative Wirkung entfalten. Diese Verbindungen gehören hauptsächlich zu den Phenolsäuren, Flavonoiden, Diterpenoiden. Neben den Antioxidantien kann der Extrakt auch Triterpene und mit organischen Lösungsmitteln extrahierbares Material enthalten, das nachfolgend definiert ist
Einecs 283-291-9
Chemische Bezeichnung Rosmarinextrakt (Rosmarinus officinalis)
Beschreibung Das Antioxidans Rosmarinextrakt wird aus den Blättern von Rosmarinus officinalis durch Extraktion mithilfe eines für Lebensmittel zugelassenen Lösungsmittelssystems hergestellt. Der Extrakt wird bei Bedarf entaromatisiert und entfärbt. Er kann standardisiert werden
Antioxidative Referenzverbindungen: Phenolische Diterpene

Carnosol-Säure (C20H28O4) und Carnosol (C20H26O4)

(enthalten zusammen mindestens 90 % der insgesamt vorhandenen phenolischen Diterpene)

Wichtigste als Referenz dienende flüchtige Stoffe Borneol, Bornylacetat, Campher, 1,8-Cineol, Verbenon
Dichte >0,25 g/ml
Löslichkeit in Wasser nicht löslich
Trocknungsverlust <5%
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

1 –
Extrakt aus Rosmarin, hergestellt aus getrockneten Rosmarinblättern durch Acetonextraktion

MerkmaleReinheit
Beschreibung Extrakt aus Rosmarin wird hergestellt aus getrockneten Rosmarinblättern durch Acetonextraktion, Filtration, Reinigung und Verdampfung des Lösungsmittels mit anschließendem Trocknen und Sieben, damit ein feines Pulver oder eine Flüssigkeit entsteht
Gehalt an antioxidativen Referenzverbindungen ≥ 10 % (m/m), berechnet als Gesamtgehalt an Carnosolsäure und Carnosol
Verhältnis antioxidative/flüchtige Bestandteile

(Gesamtgehalt in % (m/m) an Carnosolsäure und Carnosol) ≥ 15

(% m/m der wichtigsten flüchtigen Stoffe)

(* als Anteil des Gesamtgehalts an flüchtigen Stoffen im Extrakt, gemessen mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrische Detektion ( „GC-MSD” ))

Lösungsmittelreste Aceton: höchstens 500 mg/kg

2 –
Extrakt aus Rosmarin, hergestellt aus getrockneten Rosmarinblättern durch Extraktion mit überkritischem Kohlendioxid

MerkmaleReinheit
Beschreibung Extrakt aus Rosmarin, der durch Extraktion mit überkritischem Kohlendioxid und einer geringen Menge Ethanol als Schleppmittel aus getrockneten Rosmarinblättern hergestellt wird
Gehalt an antioxidativen Referenzverbindungen ≥ 13 % (m/m), berechnet als Gesamtgehalt an Carnosolsäure und Carnosol
Verhältnis antioxidative/flüchtige Bestandteile

(Gesamtgehalt in % m/m an Carnosolsäure und Carnosol) ≥ 15

(% m/m der wichtigsten flüchtigen Stoffe)

(* als Anteil des Gesamtgehalts an flüchtigen Stoffen im Extrakt, gemessen mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrische Detektion ( „GC-MSD” ))

Lösungsmittelreste Ethanol: höchstens 2 %

3 –
Extrakt aus Rosmarin, hergestellt aus einem entaromatisierten ethanolischen Extrakt aus Rosmarin

MerkmaleReinheit
Beschreibung Extrakt aus Rosmarin, der aus einem entaromatisierten ethanolischen Extrakt aus Rosmarin hergestellt wird. Der Extrakt kann weiter gereinigt werden, beispielsweise durch Behandlung mit Aktivkohle und/oder durch Molekulardestillation. Er kann in geeigneten und zugelassenen Trägern suspendiert oder sprühgetrocknet werden.
Gehalt an antioxidativen Referenzverbindungen ≥ 5 % (m/m), berechnet als Gesamtgehalt an Carnosolsäure und Carnosol
Verhältnis antioxidative/flüchtige Bestandteile

(Gesamtgehalt in % m/m an Carnosolsäure und Carnosol) ≥ 15

(% m/m der wichtigsten flüchtigen Stoffe)

(* als Anteil des Gesamtgehalts an flüchtigen Stoffen im Extrakt, gemessen mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrische Detektion ( „GC-MSD” ))

Lösungsmittelreste Ethanol: höchstens 500 mg/kg

4 –
Extrakt aus Rosmarin, entfärbt und entaromatisiert, gewonnen durch eine zweistufige Extraktion mit Hexan und Ethanol

MerkmaleReinheit
Beschreibung Extrakt aus Rosmarin, der aus einem entaromatisierten ethanolischen Extrakt aus Rosmarin hergestellt wird, der einer Hexanextraktion unterzogen wurde. Der Extrakt kann weiter gereinigt werden, beispielsweise durch Behandlung mit Aktivkohle und/oder durch Molekulardestillation. Er kann in geeigneten und zugelassenen Trägern suspendiert oder sprühgetrocknet werden.
Gehalt an antioxidativen Referenzverbindungen ≥ 5 % (m/m), berechnet als Gesamtgehalt an Carnosolsäure und Carnosol
Verhältnis antioxidative/flüchtige Bestandteile

(Gesamtgehalt in % m/m an Carnosolsäure und Carnosol) ≥ 15

(% m/m der wichtigsten flüchtigen Stoffe)

(* als Anteil des Gesamtgehalts an flüchtigen Stoffen im Extrakt, gemessen mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrische Detektion ( „GC-MSD” ))

Lösungsmittelreste

Hexan: höchstens 25 mg/kg

Ethanol: höchstens 500 mg/kg

E 400 ALGINSÄURE

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme
Definition Einkettiges Glycuronglycan, das hauptsächlich aus -(1-4)-verbundenen D-Mannuronsäure- und -(1-4)-verbundenen L-Guluronsäureeinheiten in Pyranosering-Form besteht. Hydrophiles kolloidales Kohlehydrat, das unter Verwendung von verdünntem Alkali aus verschiedenen Braunalgenarten (Phaeophyceae) extrahiert wird
Einecs 232-680-1
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel (C6H8O6)n
Molmasse 10000-600000 (typischer Durchschnittswert)
Gehalt erzeugt mindestens 20 % und höchstens 23 % Kohlendioxid (CO2), entsprechend 91 % bis 104,5 % Alginsäure (C6H8O6)n (Äquivalentgewicht 200) in der Trockenmasse
Beschreibung Alginsäure kommt in faseriger, grob- und feinkörniger und in pulveriger Form vor. Weiß bis gelblich-braun, praktisch geruchlos
Löslichkeit in Wasser und organischen Lösungsmitteln nicht löslich, in Natriumcarbonat-, Natriumhydroxid- und Trinatriumphosphat-Lösungen schwer löslich
Calciumchlorid-Fällungstest Einer 0,5 %igen Lösung der Probe in 1 M Natriumhydroxidlösung ein Fünftel ihres Volumens einer 2,5 %igen Calciumchloridlösung hinzufügen. Es bildet sich ein umfangreicher, gallertartiger Niederschlag. Durch diese Prüfung kann Alginsäure unterschieden werden von Gummiarabikum, Natriumcarboxymethylcellulose, Carboxymethylstärke, Carrageen, Gelatine, Ghattigummi, Karayagummi, Johannisbrotkernmehl, Methylcellulose und Tragantgummi.
Ammoniumsulfat-Fällungstest Einer 0,5%igen Lösung der Probe in 1 M Natriumhydroxidlösung die Hälfte ihres Volumens einer gesättigten Ammoniumsulfatlösung hinzufügen. Es bildet sich kein Niederschlag. Durch diese Prüfung kann Alginsäure unterschieden werden von Agar-Agar, Natriumcarboxymethylcellulose, Carrageen, verseiftem Pektin, Gelatine, Johannisbrotkernmehl, Methylcellulose und Stärke.
Farbreaktion 0,01 g der Probe durch Schütteln mit 0,15 ml 0,1 n Natriumhydroxid möglichst vollständig lösen, 1 ml saure Eisen(III)-Sulfat-Lösung hinzufügen. Innerhalb von 5 Minuten entwickelt sich eine kirschrote Färbung, die sich schließlich in intensives Purpurrot verändert
pH-Wert 2,0—3,5 (3%ige Suspension)
Trocknungsverlust höchstens 15 % (105 °C, 4 Stunden)
Sulfatasche höchstens 8 % in der Trockenmasse
In Natriumhydroxid (1 M-Lösung) unlösliche Bestandteile höchstens 2 % in der Trockenmasse,
Formaldehyd höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 5000 Kolonien pro Gramm
Hefen und Schimmelpilze höchstens 500 Kolonien pro Gramm
Escherichia coli in 5 g nicht nachweisbar
Salmonella spp. in 10 g nicht nachweisbar

E 401 NATRIUMALGINAT

DefinitionMerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme
Einecs
Chemische Bezeichnung Natriumsalz der Alginsäure
Chemische Formel (C6H7NaO6)n
Molmasse 10000-600000 (typischer Durchschnittswert)
Gehalt erzeugt mindestens 18 % und höchstens 21 % Kohlendioxid, entsprechend 90,8 % bis 106,0 % Natriumalginat (Äquivalentgewicht 222) in der Trockenmasse
Beschreibung nahezu geruchloses, weißes bis gelbliches faseriges oder körniges Pulver
Natrium-Test besteht Test
Alginsäure-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 15 % (105 °C, 4 Stunden)
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 2 % in der Trockenmasse
Formaldehyd höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 5000 Kolonien pro Gramm
Hefen und Schimmelpilze höchstens 500 Kolonien pro Gramm
Escherichia coli in 5 g nicht nachweisbar
Salmonella spp. in 10 g nicht nachweisbar

E 402 KALIUMALGINAT

DefinitionMerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme
Einecs
Chemische Bezeichnung Kaliumsalz der Alginsäure
Chemische Formel (C6H7KO6)n
Molmasse 10000—600000 (typischer Durchschnittswert)
Gehalt erzeugt mindestens 16,5 % und höchstens 19,5 % Kohlendioxid, entsprechend 89,2 % bis 105,5 % Kaliumalginat (Äquivalentgewicht 238) in der Trockenmasse
Beschreibung nahezu geruchloses, weißes bis gelbliches faseriges oder körniges Pulver
Kalium-Test besteht Test
Alginsäure-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 15 % (105 °C, 4 Stunden)
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 2 % in der Trockenmasse
Formaldehyd höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 5000 Kolonien pro Gramm
Hefen und Schimmelpilze höchstens 500 Kolonien pro Gramm
Escherichia coli in 5 g nicht nachweisbar
Salmonella spp. in 10 g nicht nachweisbar

E 403 AMMONIUMALGINAT

DefinitionMerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme
Einecs
Chemische Bezeichnung Ammoniumsalz der Alginsäure
Chemische Formel (C6H11NO6)n
Molmasse 10000—600000 (typischer Durchschnittswert)
Gehalt erzeugt mindestens 18 % und höchstens 21 % Kohlendioxid, entsprechend 88,7 % bis 103,6 % Ammoniumalginat (Äquivalentgewicht 217) in der Trockenmasse
Beschreibung weißes bis gelbliches faseriges oder körniges Pulver
Ammonium-Test besteht Test
Alginsäure-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 15 % (105 °C, 4 Stunden)
Sulfatasche höchstens 7 % in der Trockenmasse
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 2 % in der Trockenmasse
Formaldehyd höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 5000 Kolonien pro Gramm
Hefen und Schimmelpilze höchstens 500 Kolonien pro Gramm
Escherichia coli in 5 g nicht nachweisbar
Salmonella spp. in 10 g nicht nachweisbar

E 404 CALCIUMALGINAT

DefinitionMerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme Alginat-Calciumsalz
Einecs
Chemische Bezeichnung Calciumsalz der Alginsäure
Chemische Formel (C6H7Ca1/2O6)n
Molmasse 10000—600000 (typischer Durchschnittswert)
Gehalt erzeugt mindestens 18 % und höchstens 21 % Kohlendioxid, entsprechend 89,6 % bis 104,5 % Calciumalginat (Äquivalentgewicht 219) in der Trockenmasse
Beschreibung nahezu geruchloses, weißes bis gelbliches faseriges oder körniges Pulver
Calcium-Test besteht Test
Alginsäure-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 15,0 % (105 °C, 4 Stunden)
Formaldehyd höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 5000 Kolonien pro Gramm
Hefen und Schimmelpilze höchstens 500 Kolonien pro Gramm
Escherichia coli in 5 g nicht nachweisbar
Salmonella spp. in 10 g nicht nachweisbar

E 405 PROPYLENGLYCOL-ALGINAT

DefinitionMerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme Hydroxypropyl-Alginat; Propylenglycolester der Alginsäure Propan-1,2-diolalginat
Einecs
Chemische Bezeichnung Propylenglycolester der Alginsäure; die Zusammensetzung schwankt je nach Veresterungsgrad und Anteil der freien und neutralisierten Carboxylgruppen im Molekül
Chemische Formel (C9H14O7)n (verestert)
Molmasse 10000—600000 (typischer Durchschnittswert)
Gehalt erzeugt mindestens 16 % und höchstens 20 % Kohlendioxid (CO2) in der Trockenmasse
Beschreibung nahezu geruchloses, weißes bis gelblich-braunes faseriges oder körniges Pulver
Propan-1,2-diol-Test besteht Test (nach Hydrolyse)
Alginsäure-Test besteht Test (nach Hydrolyse)
Trocknungsverlust höchstens 20 % (105 °C, 4 Stunden)
Propan-1,2-diol gesamt mindestens 15 % und höchstens 45 %
Gehalt an freiem Propan-1,2-diol höchstens 15 %
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 2 % in der Trockenmasse
Formaldehyd höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 5000 Kolonien pro Gramm
Hefen und Schimmelpilze höchstens 500 Kolonien pro Gramm
Escherichia coli in 5 g nicht nachweisbar
Salmonella spp. in 10 g nicht nachweisbar

E 406 AGAR-AGAR

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme Agar; Kanten; Agartang; chinesische oder japanische Gelatine; Layor Carang
Definition Agar ist ein hydrophiles, kolloidales Polysaccharid, das hauptsächlich aus Galactose-Einheiten mit regelmäßig angeordneten L- und D-Isomeren besteht. Diese Hexosen sind im Copolymer abwechselnd in α-1,3- und β-1,4-Stellung verbunden. Bei ungefähr jeder zehnten D-Galaktopyranoseeinheit ist eine der Hydroxyl-Gruppen mit Schwefelsäure verestert, die durch Calcium, Magnesium, Kalium oder Natrium neutralisiert ist. Agar-Agar wird aus bestimmten Rotalgenarten wie Gelidiaceae und Gracilariaceae (Klasse Rhodophyceae) gewonnen
Einecs 232-658-1
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt Die Schwellen-Gelkonzentration sollte höchstens 0,25 % betragen
Beschreibung Agar-Agar ist geruchlos oder hat einen schwachen charakteristischen Geruch. Ungemahlenes Agar-Agar liegt normalerweise in Bündeln aus dünnen, häutigen, verklebten Streifen oder in geschnittener, flockiger oder körniger Form vor. Es kann leicht gelblich-orangefarben, gelblich-grau bis hellgelb oder farblos sein. Es ist zäh in feuchtem und spröde in trockenem Zustand. Agar-Agar-Pulver ist weiß bis gelblich-weiß oder hellgelb. Wird Agar-Agar in Wasser unter dem Mikroskop betrachtet, erscheint es körnig und leicht faserig. In Chloralhydratlösung erscheint das Agar-Agar-Pulver durchsichtiger als in Wasser, ferner mehr oder weniger körnig, gestreift und eckig, und es enthält gelegentlich Kieselalgenschalen. Die Stärke des Gels kann durch Zusatz von Dextrose und Maltodextrinen oder Saccharose standardisiert werden
Löslichkeit in kaltem Wasser nicht löslich; löslich in kochendem Wasser
Trocknungsverlust höchstens 22 % (105 °C, 5 Stunden)
Asche höchstens 6,5 % (bezogen auf die Trockenmasse), bestimmt bei 550 °C
In Salzsäure (etwa 3 N) unlösliche Asche höchstens 0,5 % (bezogen auf die Trockenmasse), bestimmt bei 550 °C
Unlösliche Bestandteile (nach 10 minütigem Rühren in heißem Wasser) höchstens 1,0 %
Stärke Nicht nachweisbar durch folgendes Verfahren: Einer 1:10-Lösung der Probe einige Tropfen Iodlösung hinzufügen. Es tritt keine Blaufärbung auf
Gelatine und andere Proteine Ungefähr 1 g Agar-Agar in 100 ml kochendem Wasser lösen und auf etwa 50 °C abkühlen lassen. 5 ml Trinitrophenol-Lösung zu 5 ml dieser Lösung hinzufügen (1 g wasserfreies Trinitrophenol auf 100 ml heißes Wasser). Innerhalb von 10 Minuten tritt keine Trübung ein
Wasseraufnahme 5 g Agar-Agar in einem 100-ml-Messzylinder geben, bis zur Marke mit Wasser auffüllen, vermischen und bei ungefähr 25 °C 24 Stunden stehen lassen. Den Inhalt des Zylinders durch feuchte Glaswolle geben, das Wasser in einen zweiten 100-ml-Messzylinder abtropfen lassen. Dabei laufen höchstens 75 ml Wasser durch
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 5000 Kolonien pro Gramm
Hefen und Schimmelpilze höchstens 300 Kolonien pro Gramm
Escherichia coli in 5g nicht nachweisbar
Salmonella spp. in 5g nicht nachweisbar

E 407 CARRAGEEN

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme

Im Handel erhältliche Produkte werden unter unterschiedlichen Namen verkauft, z. B. als:

Agar aus Irish Moss; Eucheuman (von Eucheuma spp.); Iridophycan (von Iridaea spp.); Hypnean (von Hypnea spp.); Furcellaran oder dänisches Agar-Agar (von Furcellaria fastigiata); Carrageen (von Chondrus und Gigartina spp.)

Definition

Carrageen wird durch wässrige oder alkalische Extraktion aus den Algenarten Gigartinaceae, Solieriaceae, Hypneaceae und Furcellariaceae der Klasse Rhodophyceae (Rotalgen) gewonnen.

Carrageen besteht hauptsächlich aus den Kalium-, Natrium-, Magnesium- und Calcium-Sulfatestern der Polysaccharide Galactose und 3,6-Anhydrogalactose. Diese Hexosen sind im Copolymer abwechselnd in α-1,3- und β-1,4-Stellung verbunden.

Die vorherrschenden Polysaccharide in Carrageen werden je nach Anzahl der Sulfate in jeder sich wiederholenden Einheit (d. h. 1,2,3-Sulfat) mit den griechischen Buchstaben K, I oder λ bezeichnet. Zwischen den K- und I-Typen besteht eine fortgesetzte Reihe von Zwischenverbindungen, die sich in der Zahl der Sulfate je wiederholende Einheit um 1 bis 2 unterscheiden.

Bei der Ausfällung werden ausschließlich Methanol, Ethanol oder Propan-2-ol als Fällungsmittel verwendet.

Der Ausdruck Carrageen wird nur für das nicht hydrolysierte oder sonst chemisch abgebaute Polymer verwendet.

Zufällige Verunreinigungen mit Formaldehyd sind bis zu einem Höchstgehalt von 5 mg/kg zulässig.

Einecs 232-524-2
Chemische Bezeichnung Sulfatester der Polygalactose
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung gelbliches bis farbloses, grobkörniges bis feines Pulver, praktisch geruchlos
Galactose-Test besteht Test
Anhydrogalactose-Test besteht Test
Sulfat-Test besteht Test
Löslichkeit in heißem Wasser löslich; nicht löslich in Alkohol (1,5%ige Verdünnung)
Lösungsmittelreste höchstens 0,1 % Methanol, Ethanol, Propan-2-ol, einzeln oder zusammen
Viskosität mindestens 5 mPa s (1,5%ige Lösung bei 75 °C)
Trocknungsverlust höchstens 12 % (105 °C, 4 Stunden)
Sulfate mindestens 15 % und höchstens 40 % (als SO4) in der Trockenmasse
Asche mindestens 15 % und höchstens 40 % in der Trockenmasse bei 550 °C
Säureunlösliche Asche höchstens 1 % in der Trockenmasse (unlöslich in 10%iger Salzsäure)
Säureunlösliche Bestandteile höchstens 2 % in der Trockenmasse (unlöslich in 1 % (v/v) Schwefelsäure
Carrageen mit geringer Molmasse (Molmassenfraktion unter 50 kDa höchstens 5 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 2 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 5000 Kolonien pro Gramm
Hefen und Schimmelpilze höchstens 300 Kolonien pro Gramm
Escherichia coli in 5 g nicht nachweisbar
Salmonella spp. in 10 g nicht nachweisbar

E 407a VERARBEITETE EUCHEMA-ALGEN

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme PES (Akronym für processed eucheuma seaweed) PES aus Euchema cottonii wird gewöhnlich als K-PES und PES aus Euchema spinosum als I-PES bezeichnet
Definition Verarbeitete Euchema-Algen werden durch Kaliumhydroxid-Behandlung der Algenarten Euchema cottonii und Euchema spinosum aus der Klasse der Rhodophyceae (Rotalgen) bei hoher Temperatur gewonnen; anschließend wird das Produkt durch Waschen mit Wasser von Verunreinigungen befreit und getrocknet. Durch Waschen mit einem Alkohol lässt sich die Reinigung noch verbessern. Dafür zugelassen sind nur Methanol, Ethanol oder Propan-2-ol. Das Produkt besteht hauptsächlich aus den Kalium-, Natrium-, Magnesium- und Calcium-Sulfatestern des Polysaccharids aus Galactose und 3,6-Anhydrogalactose. Das Produkt enthält ferner bis zu 15 % Algenzellulose. Der Ausdruck verarbeitete Euchema-Algen wird nur für das nicht hydrolysierte oder sonst chemisch abgebaute Polymer verwendet. Formaldehyd ist bis zu einem Höchstgehalt von 5 mg/kg zulässig
Beschreibung gelbbraunes bis gelbliches, grobes bis feines, praktisch geruchloses Pulver
Galactose-Test besteht Test
Anhydrogalactose-Test besteht Test
Sulfat-Test besteht Test
Löslichkeit in Wasser entsteht eine trübe, zähe Suspension; nicht löslich in Ethanol (1,5 %ige Lösung)
Lösungsmittelreste höchstens 0,1 % Methanol, Ethanol, Propan-2-ol, einzeln oder zusammen
Viskosität mindestens 5 mPa s (1,5%ige Lösung bei 75 °C)
Trocknungsverlust höchstens 12 % (105 °C, 4 Stunden)
Sulfat mindestens 15 % und höchstens 40 % (als SO4) in der Trockenmasse
Asche mindestens 15 % und höchstens 40 % in der Trockenmasse bei 550 °C
Säureunlösliche Asche höchstens 1 % in der Trockenmasse (unlöslich in 10%iger Salzsäure)
Säureunlösliche Bestandteile mindestens 8 % und höchstens 15 % in der Trockenmasse (unlöslich in 1 % (v/v) Schwefelsäure)
Carrageen mit geringer Molmasse (Molmassenfraktion unter 50 kDa höchstens 5 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 2 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 5000 Kolonien pro Gramm
Hefen und Schimmelpilze höchstens 300 Kolonien pro Gramm
Escherichia coli In 5 g nicht nachweisbar
Salmonella spp. In 10 g nicht nachweisbar

E 410 JOHANNISBROTKERNMEHL

MerkmaleReinheit
Synonyme Carobin; Karobbe
Definition Johannisbrotkernmehl ist das vermahlene Endosperm der Samen des Johannisbrotbaums, Ceratonia siliqua L. Taub. (Fam. Leguminosae). Besteht hauptsächlich aus hydrokolloidalem Polysaccharid mit hoher Molmasse, zusammengesetzt aus Galactopyranose- und Mannopyranoseeinheiten in glycosidischer Bindung, die chemisch als Galactomannan beschrieben werden können
Einecs 232-541-5
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse 50000—3000000
Gehalt Galactomannan-Gehalt mindestens 75 %
Beschreibung weißes bis gelblich-weißes, praktisch geruchloses Pulver
Galactose-Test besteht Test
Mannose-Test besteht Test
Mikroskopische Prüfung Eine gemahlene Probe in wässriger Lösung mit 0,5 % Iod und 1 % Kaliumiodid auf einen Glasträger geben und unter dem Mikroskop untersuchen. Johannisbrotkernmehl enthält langgestreckte röhrenförmige Zellen, die mehr oder weniger dicht gepackt sind. Die darin enthaltenen braunen Körper sind wesentlich regelmäßiger geformt als in Guarkernmehl. Guarkernmehl besteht aus engen Gruppen runder bis birnenförmiger Zellen. Die darin enthaltenen Körper sind gelb bis braun
Löslichkeit löslich in heißem Wasser; nicht löslich in Ethanol
Trocknungsverlust höchstens 15 % (105 °C, 5 Stunden)
Asche höchstens 1,2 %, bestimmt bei 800 °C
Proteine (N × 6,25) höchstens 7 %
Säureunlösliche Bestandteile höchstens 4 %
Stärke Nicht nachweisbar durch folgendes Verfahren: Einer 1:10-Lösung der Probe einige Tropfen Iodlösung hinzufügen. Es tritt keine Blaufärbung auf
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Ethanol und Propan-2-ol höchstens 1 %, einzeln oder zusammen

E 412 GUARKERNMEHL

MerkmaleReinheit
Synonyme Cyamopsis-Gummi; Guarmehl
Definition Guarkernmehl ist das vermahlene Endosperm der Samen des Guarbaumes, Cyamopsis tetragonolobus (L.)Taub. (Familie. Leguminosae). Besteht hauptsächlich aus hydrokolloidalem Polysaccharid mit hoher Molmasse, zusammengesetzt aus Galactopyranose- und Mannopyranoseeinheiten in glycosidischer Bindung, die chemisch als Galactomannan beschrieben werden können. Zur Anpassung der Viskosität kann das Mehl teilweise hydrolysiert werden, und zwar durch Wärmebehandlung, milde Säurehydrolyse oder alkalische Oxidation.
Einecs 232-536-0
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse 50000—8000000
Gehalt Galactomannan-Gehalt mindestens 75 %
Beschreibung weißes bis gelblich-weißes, praktisch geruchloses Pulver
Galactose-Test besteht Test
Mannose-Test besteht Test
Löslichkeit löslich in kaltem Wasser
Trocknungsverlust höchstens 15 % (105 °C, 5 Stunden)
Asche höchstens 5,5 %, bestimmt bei 800 °C
Säureunlösliche Bestandteile höchstens 7 %
Protein höchstens 10 % (Faktor N mal 6,25)
Stärke Nicht nachweisbar durch folgendes Verfahren: Einer 1:10-Lösung der Probe einige Tropfen Iodlösung hinzufügen (es tritt keine Blaufärbung auf)
Organische Peroxide höchstens 0,7 meq Aktivsauerstoff je kg Probe
Furfural höchstens 1 mg/kg
Pentachlorphenol höchstens 0,01 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 413 TRAGANTH

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme Tragacanth; Tragant
Definition Traganth ist das an der Luft gehärtete Exsudat aus Stämmen und Zweigen der zu den vorderasiatischen Astragalus-Arten gehörenden Sträucher, speziell aus jenen von Astragalus gummifer Labillardiere. Es besteht hauptsächlich aus Polysacchariden mit hoher Molmasse (Galaktoarabanen und sauren Polysacchariden), bei deren Hydrolyse Galakturonsäure, Galaktose, Arabinose, Xylose und Fucose entstehen. Außerdem können kleine Mengen von Rhamnose und Glucose auftreten, die aus Spuren von Stärke und/oder Cellulose herrühren
Einecs 232-252-5
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse Etwa 800000
Gehalt
Beschreibung Unvermahlenes Traganth kann als Plättchen, band- oder strangförmige gerade oder gebogene Teile oder spiralförmig gedrehte Stücke von 0,5 bis 2,5 mm Stärke und bis zu 3 cm Länge vorliegen. Es ist von weißer bis blassgelber Farbe, aber einige Stücke können eine rötliche Tönung aufweisen. Die Stücke fühlen sich rau an und brechen leicht. Traganth ist geruchlos und hat einen faden, schleimigen Geschmack. Traganth-Pulver ist weiß bis blassgelb oder braunrosa/blassbraun
Löslichkeit 1 g der Probe in 50 ml Wasser quillt zu einem weichen, steifen, schillernden Schleim; in Ethanol ist es unlöslich, und es quillt nicht in 60 % (m/v) wässrigem Ethanol
Test auf Karayagummi Negativ. 1 g mit 20 ml Wasser so lange kochen, bis sich Schleim bildet. 5 ml Salzsäure hinzufügen, Gemisch erneut 5 Minuten lang kochen. Es entwickelt sich keine dauerhafte Rosa- oder Rotfärbung
Trocknungsverlust höchstens 16 % (105 °C, 5 Stunden)
Asche insgesamt höchstens 4 %
Säureunlösliche Asche höchstens 0,5 %
In Säure unlösliche Fraktion höchstens 2 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Salmonella spp. in 10 g nicht nachweisbar
Escherichia coli in 5 g nicht nachweisbar

E 414 GUMMI ARABICUM

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme Akaziengummi
Definition Gummiarabikum ist das an der Luft gehärtete Exsudat aus Stämmen und Zweigen von Acacia senegal (L.) Willdenow oder eng verwandten Acaciaarten der Familie Leguminosae. Es besteht hauptsächlich aus Polysacchariden mit hoher Molmasse und deren Calcium-, Kalium- und Magnesiumsalzen, bei deren Hydrolyse Arabinose, Galactose, Rhamnose und Glucuronsäure entstehen
Einecs 232-519-5
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse etwa 350000
Gehalt
Beschreibung Unvermahlenes Gummi arabicum tritt in Form weißer oder gelblich-weißer runder Tropfen verschiedener Größe oder in eckigen Fragmenten auf; manchmal ist es mit dunkleren Fragmenten vermischt. Im Handel ist es ferner (bei weißer bis gelblich-weißer Farbe) in Form von Flocken, Körnern oder Pulver oder in sprühgetrockneter Form erhältlich
Löslichkeit 1 g löst sich in 2 ml kalten Wassers und bildet eine leichtflüssige Lösung, die gegenüber Lackmus sauer ist; in Ethanol ist es unlöslich
Trocknungsverlust höchstens 17 % (bei 105 °C über 5 Stunden) für die körnige und höchstens 10 % (bei 105 °C über 4 Stunden) für die sprühgetrocknete Form
Asche insgesamt höchstens 4 %
Säureunlösliche Asche höchstens 0,5 %
In Säure unlösliche Fraktion höchstens 1 %
Stärke oder Dextrin Eine 1:50-Lösung des Gummis kochen und abkühlen. Zu 5 ml dieser Lösung einen Tropfen Iodlösung hinzufügen. Es tritt keine bläuliche oder rötliche Färbung auf
Tannin 10 ml einer 1:50-Gummi-arabicum-Lösung ca. 0,1 ml Eisenchloridlösung (9 g FeCl3 · 6H2O auf 100 ml mit Wasser aufgefüllt) hinzufügen. Es tritt weder eine schwärzliche Färbung ein, noch bildet sich ein schwärzlicher Niederschlag
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Hydrolyseprodukte weder Mannose noch Xylose oder Galacturonsäure (Nachweis durch Chromatografie)
Salmonella spp. in 10 g nicht nachweisbar
Escherichia coli in 5 g nicht nachweisbar

E 415 XANTHAN

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme
Definition Polysaccharid-Gummi mit hoher Molmasse, gewonnen durch Fermentation von Kohlenhydraten mit einer Reinkultur von Xanthomonas campestris, danach gereinigt durch Extraktion mit Ethanol oder Propan-2-ol, getrocknet und vermahlen. Xanthan enthält D-Glucose und D-Mannose als vorherrschende Hexoseeinheiten zusammen mit D-Glucuronsäure und Brenztraubensäure; wird als Natrium-, Kalium- oder Calciumsalz erstellt. Seine Lösungen sind neutral
Einecs 234-394-2
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse Etwa 1000000
Gehalt erzeugt mindestens 4,2 % und höchstens 5 % CO2, entsprechend 91 % bis 108 % Xanthan in der Trockenmasse
Beschreibung cremefarbiges Pulver
Löslichkeit löslich in Wasser; nicht löslich in Ethanol.
Trocknungsverlust höchstens 15 % (105 °C, 2,5 Stunden)
Asche insgesamt höchstens 16 % (bezogen auf die Trockenmasse), bestimmt bei 650 °C nach 4-stündigem Trocknen bei 105 °C
Brenztraubensäure mindestens 1,5 %
Stickstoff höchstens 1,5 %
Ethanol und Propan-2-ol höchstens 500 mg/kg, einzeln oder zusammen
Blei höchstens 2 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 5000 Kolonien pro Gramm
Hefen und Schimmelpilze höchstens 300 Kolonien pro Gramm
Escherichia coli in 5 g nicht nachweisbar
Salmonella spp. in 10 g nicht nachweisbar
Xanthomonas campestris keine lebensfähigen Zellen in 1 g

E 416 KARAYA-GUMMI

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme Sterculia-Gummi; Karaya; Indischer Traganth
Definition Karaya-Gummi ist das an der Luft gehärtete Exsudat aus Stämmen und Zweigen von: Sterculia urens Roxburgh und anderen Arten indischer Stinkbäume (Familie Sterculiaceae) oder Cochlospermum gossypium A.P. De Candolle bzw. anderen Arten von Cochlospermum (Familie Bixaceae). Er besteht hauptsächlich aus acetylierten Polysacchariden mit hoher Molmasse, bei deren Hydrolyse Galactose, Rhamnose und Galacturonsäure sowie — in kleineren Mengen — Glucuronsäure entsteht
Einecs 232-539-4
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung Karaya-Gummi tritt in tränenförmigen Klumpen unterschiedlicher Größe aus und ist in unregelmäßigen Bruchstücken mit charakteristischem halbkristallinem Aussehen erhältlich. Die Färbung variiert von einem blassen Gelb bis Rosabraun; die Stücke sind durchscheined und fühlen sich schwielig an. Karaya-Gummi in Pulverform ist hellgrau bis rosabraun. Der Gummi hat einen charakteristischen Essigsäuregeruch
Löslichkeit nicht löslich in Ethanol.
Quellung in Ethanollösung Karaya-Gummi quillt im Unterschied zu anderen Gummiarten in einer 60 %igen Ethanollösung
Trocknungsverlust höchstens 20 % (105 °C, 5 Stunden)
Asche insgesamt höchstens 8 %
Säureunlösliche Asche höchstens 1 %
In Säure unlösliche Fraktion höchstens 3 %
Flüchtige Säuren mindestens 10 % (z. B. Essigsäure)
Stärke nicht feststellbar
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Salmonella spp. in 10 g nicht nachweisbar
Escherichia coli in 5 g nicht nachweisbar

E 417 TARAKERNMEHL

MerkmaleReinheit
Definition Tarakernmehl wird durch Mahlen des Endosperms der Samen des Tara-Strauches Caesalpinia spinosa (Familie Leguminosae) gewonnen. Es besteht hauptsächlich aus Polysacchariden mit hoher Molmasse, im wesentlichen Galactomannan. Hauptbestandteil ist eine lineare Kette von (1-4)-β-D-Mannopyranoseeinheiten, an die sich mittels (1-6)-Bindungen α-D-Galactopyranoseeinheiten anheften. Das Verhältnis von Mannose zu Galactose bei Taragummi beträgt 3:1 (bei Johannisbrotkernmehl ist das Verhältnis 4:1 und bei Guarkernmehl 2:1)
Einecs 254-409-6
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung weißes bis weiß-gelbes, geruchloses Pulver
Löslichkeit löslich in Wasser; nicht löslich in Ethanol
Gelbildung Fügt man einer wässrigen Lösung der Probe geringe Mengen an Natriumborat hinzu, entsteht ein Gel
Trocknungsverlust höchstens 15 %
Asche höchstens 1,5 %
In Säure unlösliche Fraktion höchstens 2 %
Protein höchstens 3,5 % (Faktor N mal 5,7)
Stärke nicht feststellbar
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 418 GELLAN

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme
Definition Gellan entsteht durch Reinkulturgärung eines Kohlenhydrats mit Stämmen von Pseudomonas elodea und wird durch Ausfällen mit Propan-2-ol oder Ethanol gereinigt, getrocknet und vermahlen. Das Polysaccharid mit hoher Molmasse besteht hauptsächlich aus einer tetrasaccharidischen Grundeinheit (sich wiederholenden Einheiten aus einer Rhamnose, einer Glucuronsäure und zwei Glucosen), substituiert mit Acyl-(Glycerin- und Acetyl-)Gruppen als O-glycosidisch verknüpften Estern. Die Glucuronsäure wird zu einem Mischsalz (Kalium, Natrium, Calcium und Magnesium) neutralisiert
Einecs 275-117-5
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse Etwa 500000
Gehalt erzeugt mindestens 3,3 % und höchstens 6,8 % CO2 in der Trockenmasse
Beschreibung cremefarbenes Pulver
Löslichkeit

löslich in Wasser (zähe Lösung)

nicht löslich in Ethanol

Trocknungsverlust höchstens 15 % nach dem Trocknen (105 °C, 2,5 Stunden)
Stickstoff höchstens 3 %
Propan-2-ol höchstens 750 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 10000 Kolonien pro Gramm
Hefen und Schimmelpilze höchstens 400 Kolonien pro Gramm
Escherichia coli in 5 g nicht nachweisbar
Salmonella spp. in 10 g nicht nachweisbar

E 420(i) SORBIT

MerkmaleReinheit
Synonyme D-Glucitol; D-Sorbit
Definition Sorbit entsteht durch Hydrierung von D-Glucose. Er besteht im Wesentlichen aus D-Sorbit. Je nach Anteil an D-Glucose besteht der Rest aus verwandten Stoffen wie Mannit, Idit oder Maltit.
Einecs 200-061-5
Chemische Bezeichnung D-Glucitol
Chemische Formel C6H14O6
Molmasse 182,2
Gehalt mindestens 97 % Zuckeralkohole und mindestens 91 % D-Sorbit in der Trockenmasse (Zuckeralkohole sind Verbindungen mit der Strukturformel CH2OH-(CHOH)n-CH2OH, bei der „n” eine ganze Zahl ist)
Beschreibung weißes hygroskopisches kristallines Pulver, Schuppen oder Körner
Erscheinung einer Lösung Die Lösung ist klar
Löslichkeit sehr gut löslich in Wasser, mäßig löslich in Ethanol
Schmelzbereich 88-102 °C
Sorbitmonobenzylidenderivate 5 g Substanz, 7 ml Methanol, 1 ml Benzaldehyd und 1 ml Salzsäure werden gemischt und mechanisch geschüttelt, bis Kristalle auftreten. Die Kristalle werden abgesaugt und in 20 ml kochendem Wasser mit 1 g Na-Bikarbonat gelöst. Die heiß filtrierte Lösung wird abgekühlt und kalt abgesaugt, der Rückstand mit 5ml Methanol/Wasser 1:2 gewaschen. Die luftgetrockneten Kristalle schmelzen zwischen 173 °C und 179 °C
Wassergehalt Höchstens 1,5 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Leitfähigkeit Höchstens 20 μS/cm in einer 20 %igen Lösung des trockenen Feststoffs bei einer Temperatur von 20 °C
Reduzierende Zucker Höchstens 0,3 %, berechnet als Glucose in der Trockenmasse
Gesamtzucker Höchstens 1 %, berechnet als Glucose in der Trockenmasse
Nickel Höchstens 2 mg/kg in der Trockenmasse
Arsen Höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Blei Höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse

E 420(ii) SORBITSIRUP

MerkmaleReinheit
Synonyme D-Glucitsirup
Definition

Sorbitsirup, der durch Hydrierung von Glucosesirup entsteht, setzt sich aus D-Sorbit, D-Mannit und hydrierten Sacchariden zusammen.

Die nicht aus D-Sorbit bestehenden Anteile setzen sich vorwiegend aus hydrierten Oligosacchariden zusammen, die durch Hydrierung von Glucosesirup als Ausgangsmaterial (in diesem Fall kristallisiert der Sirup nicht) erzeugt werden, oder aus Mannit. Geringe Mengen an Zuckeralkoholen können vorhanden sein, wenn n ≤ 4 (Zuckeralkohole sind Verbindungen mit der allgemeinen Formel CH2OH-(CHOH)n-CH2OH, bei der „n” eine ganze Zahl ist)

Einecs 270-337-8
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt enthält insgesamt mindestens 69 % Feststoffe und mindestens 50 % D-Sorbit in der Trockenmasse
Beschreibung klare, farblose wässrige Lösung
Löslichkeit mischbar mit Wasser, Glyzerin und Propan-1,2-diol
Sorbitmonobenzylidenderivate 5 g Substanz, 7 ml Methanol, 1 ml Benzaldehyd und 1 ml Salzsäure werden gemischt und mechanisch geschüttelt, bis Kristalle auftreten. Die Kristalle werden abgesaugt und in 20 ml kochendem Wasser mit 1 g Na-Bikarbonat gelöst. Die heiß filtrierte Lösung wird abgekühlt und kalt abgesaugt, der Rückstand mit 5 ml Methanol/Wasser 1:2 gewaschen. Die luftgetrockneten Kristalle schmelzen zwischen 173 °C und 179 °C
Wassergehalt Höchstens 31 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Leitfähigkeit Höchstens 10 μS/cm beim Produkt in unveränderter Form bei einer Temperatur von 20 °C
Reduzierende Zucker Höchstens 0,3 %, berechnet als Glucose in der Trockenmasse
Nickel Höchstens 2 mg/kg in der Trockenmasse
Arsen Höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Blei Höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse

E 421(i) DURCH HYDRIERUNG GEWONNENES MANNIT

(I)
MANNIT

MerkmaleReinheit
Synonyme D-Mannitol
Definition

Gewonnen durch katalytische Hydrierung von glucose- und/oder fructosehaltigen Kohlehydratlösungen.

Neben Mannit sind Sorbit (höchstens 2 %), Maltit (höchstens 2 %) und Isomalt (1,1 GPM (1-O-α-D-Glucopyranosyl-D-mannitol-dehydrat): höchstens 2 % und 1,6 GPS (6-O-α-D-Glucopyranosyl-D-Sorbitol): höchstens 2 %) in dem Produkt zu finden. Der Anteil an Mannit beträgt mindestens 96 %. Unspezifische Verunreinigungen dürfen jeweils höchstens 0,1 % ausmachen.

Einecs 200-711-8
Chemische Bezeichnung D-Mannitol
Chemische Formel C6H14O6
Molmasse 182,2
Gehalt mindestens 96,0 % D-Mannitol und höchstens 102 % bezogen auf die Trockenmasse
Beschreibung weißes, geruchloses kristallines Pulver
Löslichkeit löslich in Wasser, sehr schwer löslich in Ethanol, praktisch unlöslich in Ether
Schmelzbereich 164-169 °C
Infrarot-Absorptionsspektrometrie Vergleich mit einem Referenzstandard, z. B. EP oder USP
Spezifische Drehung [α]D20: +23° bis +25° (Boratlösung)
pH-Wert 5-8; 0,5 ml einer gesättigten Kaliumchloridlösung werden mit 10 ml einer 10 %igen (m/v) Lösung der Probe gemischt und dann der pH-Wert gemessen
Wassergehalt höchstens 0,5 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Leitfähigkeit höchstens 20 μS/cm in einer 20 %igen Lösung des trockenen Feststoffs bei einer Temperatur von 20 °C
Reduzierende Zucker höchstens 0,3 % (als Glucose)
Gesamtzucker höchstens 1 % (als Glucose)
Nickel höchstens 2 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg

(II)
DURCH FERMENTATION GEWONNENES MANNIT

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme D-Mannitol
Definition Gewonnen durch diskontinuierliche Fermentation unter aeroben Bedingungen mit Hilfe eines konventionellen Stamms der Hefeart Zygosaccharomyces rouxii Neben Mannit sind Sorbit, Maltit und Isomalt in dem Produkt zu finden.
Einecs 200-711-8
Chemische Bezeichnung D-Mannitol
Chemische Formel C6H14O6
Molmasse 182,2
Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes, geruchloses, kristallines Pulver
Löslichkeit löslich in Wasser, sehr schwer löslich in Ethanol, praktisch unlöslich in Ether
Schmelzbereich 164—169 °C
Infrarot-Absorptionsspektrometrie Vergleich mit einem Referenzstandard, z. B. EP oder USP
Spezifische Drehung [α]D20: +23° bis +25° (Boratlösung)
pH-Wert

5-8

0,5 ml einer gesättigten Kaliumchloridlösung werden mit 10 ml einer 10 %igen (m/v) Lösung der Probe gemischt und dann der pH-Wert gemessen

Arabitol höchstens 0,3 %
Wassergehalt höchstens 0,5 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Leitfähigkeit höchstens 20 μS/cm in einer 20 %igen Lösung des trockenen Feststoffs bei einer Temperatur von 20 °C
Reduzierende Zucker höchstens 0,3 % (als Glucose)
Gesamtzucker höchstens 1 % (als Glucose)
Blei höchstens 1 mg/kg
Aerobe mesophile Bakterien höchstens 1000 Kolonien pro Gramm
Coliforme in 10 g nicht nachweisbar
Salmonella spp. in 25 g nicht nachweisbar
Escherichia coli in 10 g nicht nachweisbar
Staphylococcus aureus in 10 g nicht nachweisbar
Pseudomonas aeruginosa in 10 g nicht nachweisbar
Schimmel höchstens 100 Kolonien pro Gramm
Hefen höchstens 100 Kolonien pro Gramm

E 422 GLYCERIN

Synonyme Glycerol; Glyzerin
Definition Glycerin wird ausschließlich aus pflanzlichen Ölen und Fetten gewonnen, entweder direkt oder aus Rohglycerin, das als Nebenprodukt der Biodieselherstellung entsteht und anschließend Reinigungsverfahren durchläuft, die Destillation und andere Reinigungsschritte zur Gewinnung von raffiniertem Glycerin umfassen.
Einecs 200-289-5
Chemische Bezeichnung 1,2,3-Propantriol; Glycerin; Trihydroxypropan
Chemische Formel C3H8O3
Molmasse 92,10
Gehalt mindestens 98 % Glycerin in der Trockenmasse
Beschreibung klare, farblose, hygroskopische, sirupartige Flüssigkeit mit nur leichtem, charakteristischem Geruch, der weder streng noch unangenehm ist
Merkmale
Dichte (25 °C/25 °C) mindestens 1,257
Brechzahl [n]D20: 1,471-1,474
Reinheit
Wassergehalt höchstens 5 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Sulfatasche höchstens 0,01 %, bestimmt bei 800 ± 25 °C
Butantriole höchstens 0,2 %
Acrolein höchstens 3 mg/kg
Fettsäuren und -ester höchstens 0,1 %, berechnet als Buttersäure
Chlorierte Bestandteile höchstens 30 mg/kg (als Chlor)
3-Monochlorpropan-1,2-diol (3-MCPD) höchstens 0,1 mg/kg
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg

E 423 OCTENYLBERNSTEINSÄUREMODIFIZIERTES GUMMI ARABICUM

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme Hydrogenoctenylbutandioat von Gummi arabicum; Hydrogenoctenylsuccinat von Gummi arabicum; OSA-modifiziertes Gummi arabicum; OSA-modifiziertes Akaziengummi
Definition Octenylbernsteinsäuremodifiziertes Gummi arabicum wird hergestellt durch Veresterung von Gummi arabicum (Acacia seyal oder Acacia senegal) in wässriger Lösung mit höchstens 3 % Octenylbernsteinsäureanhydrid. Es wird anschließend sprühgetrocknet.
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Massenmittel der Molmasse

Masseanteil (i): 3,105 g/mol

Masseanteil (ii) 1,106 g/mol

Gehalt
Beschreibung Cremefarbenes bis blassbraunes rieselfähiges Pulver
Viskosität einer 5 %igen Lösung bei 25 °C höchstens 30 mPa.s
Fällungsreaktion Bildet in Bleidiacetatlösung (Testlösung) einen flockigen Niederschlag
Löslichkeit Leicht wasserlöslich; nicht löslich in Ethanol
pH-Wert einer 5 %igen wässrigen Lösung 3,5 bis 6,5
Trocknungsverlust höchstens 15 % (105 °C, 5 Std.)
Veresterungsgrad höchstens 0,6 %
Gesamtasche höchstens 10 % (530 °C)
Säureunlösliche Asche höchstens 0,5 %
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 1,0 %
Test auf Stärke oder Dextrin Eine 1:50-wässrige Lösung kochen, ca. 0,1 ml Iod-Testlösung hinzufügen. Es sollte keine bläuliche oder rötliche Färbung auftreten.
Test auf tanninhaltige Gummis 10 ml einer 1:50-wässrigen Lösung ca. 0,1 ml Eisenchlorid-Testlösung hinzufügen. Es sollte weder eine schwärzliche Färbung eintreten noch sich ein schwärzlicher Niederschlag bilden.
Rest-Octenylbernsteinsäure höchstens 0,3 %
Blei höchstens 2 mg/kg
Salmonella sp. in 25 g nicht nachweisbar
Escherichia coli in 1 g nicht nachweisbar

E 425(i) KONJAKGUMMI

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme
Definition Konjakgummi ist ein wasserlösliches Hydrokolloid, das durch Wasserextraktion aus Konjakmehl gewonnen wird. Konjakmehl ist das ungereinigte Roherzeugnis aus der Wurzel der mehrjährigen Pflanze Amorphophallus konjac. Hauptbestandteil von Konjakgummi ist das wasserlösliche Polysaccharid Glucomannan mit hoher Molmasse, das sich aus D-Mannose- und D-Glucose-Einheiten in einem molaren Verhältnis von 1,6:1,0 zusammensetzt, die über β(1-4)-Bindungen glycosidisch verknüpft sind. Kürzere Seitenketten sind durch β(1-3)-glycosidische Bindungen angebunden, und Acetylgruppen kommen mit einer Zufallsverteilung von etwa 1 Gruppe pro 9 bis 19 Zuckereinheiten vor
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse Der Hauptbestandteil Glucomannan hat ein durchschnittliches Molmasse von 200000 bis 2000000
Gehalt mindestens 75 % Kohlenhydrate
Beschreibung weißes über cremefarben bis hellbraunes Pulver
Löslichkeit dispergierbar in heißem oder kaltem Wasser, wobei eine hochvisköse Lösung mit einem pH-Wert zwischen 4,0 und 7,0 entsteht
Gelbildung 5 ml einer 4%igen Natriumboratlösung zu einer 1%igen Lösung der Probe in ein Reagenzglas geben und kräftig schütteln. Es bildet sich ein Gel
Bildung eines hitzebeständigen Gels Durch Erhitzen im kochenden Wasserbad während 30 Minuten unter ständigem Rühren eine 2%ige Lösung der Probe herstellen und diese anschließend auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Für jedes zur Herstellung von 30 g der 2%igen Lösung verwendete Gramm der Probe fügt man der voll hydrierten Probe bei Umgebungstemperatur 1 ml einer 10 %igen Kaliumcarbonatlösung hinzu. Das Gemisch im Wasserbad auf 85 °C erwärmen und 2 Stunden ohne Rühren auf dieser Temperatur halten. Unter diesen Bedingungen bildet sich ein hitzebeständiges Gel
Trocknungsverlust höchstens 12 % (105 °C, 5 Stunden)
Stärke höchstens 3 %
Protein höchstens 3 % (Faktor N 5,7)
Viskosität (1%ige Lösung) mindestens 3 kg m–1s–1 bei 25 °C
Etherlösliche Bestandteile höchstens 0,1 %
Asche insgesamt höchstens 5,0 % (800 °C, 3-4 Stunden)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Salmonella spp. in 12,5 g nicht nachweisbar
Escherichia coli in 5 g nicht nachweisbar

E 425(ii) KONJAK-GLUCOMANNAN

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme
Definition Konjak-Glucomannan ist ein wasserlösliches Hydrocolloid, das aus Konjakmehl durch Waschen mit wasserhaltigem Ethanol gewonnen wird. Konjakmehl ist das ungereinigte Rohprodukt aus der Knolle der mehrjährigen Pflanze Amorphophallus konjac. Hauptbestandteil ist das wasserlösliche Polysaccharid Glucomannan mit hoher Molmasse, das sich aus D-Mannose- und D-Glucose-Einheiten in einem molaren Verhältnis von 1,6:1,0 zusammensetzt, die über β(1-4)-Bindungen glycosidisch verknüpft sind (etwa alle 50 oder 60 Einheiten eine Abzweigung). Etwa jeder 19. Zuckerrest ist acetyliert
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse 500000 to 2000000
Gehalt Nahrungsmittelfasern insgesamt: mindestens 95 % in der Trockenmasse
Beschreibung weiße bis leicht bräunliche kleine Partikel, rieselfähiges und geruchloses Pulver
Löslichkeit dispergierbar in heißem und kaltem Wasser, wobei sich eine hochvisköse Lösung mit einem pH-Wert zwischen 5,0 und 7,0 bildet. Die Löslichkeit erhöht sich bei Hitze und mechanischem Rühren
Bildung eines hitzebeständigen Gels Durch Erhitzen im kochenden Wasserbad während 30 Minuten unter ständigem Rühren eine 2 %ige Lösung der Probe herstellen und diese anschließend auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Für jedes zur Herstellung von 30 g der 2 %igen Lösung verwendete Gramm der Probe fügt man der voll hydrierten Probe bei Umgebungstemperatur 1 ml einer 10 %igen Kaliumcarbonatlösung hinzu. Das Gemisch im Wasserbad auf 85 °C erwärmen und 2 Stunden ohne Rühren auf dieser Temperatur halten. Unter diesen Bedingungen bildet sich ein hitzebeständiges Gel
Trocknungsverlust höchstens 8 % (105 °C, 3 Stunden)
Stärke höchstens 1 %
Viskosität (1%ige Lösung) mindestens 20 kg m–1s–1 bei 25 °C
Protein

höchstens 1,5 % (N × 5,7)

Der Stickstoff wird nach dem Kjeldahl-Verfahren bestimmt. Multipliziert man den Stickstoffanteil der Probe mit 5,7, so erhält man ihren Proteinanteil

Etherlösliche Bestandteile höchstens 0,5 %
Sulfit (als SO2) höchstens 4 mg/kg
Chlorid höchstens 0,02 %
In 50 %igem Alkohol lösliches Material höchstens 2,0 %
Asche insgesamt höchstens 2,0 % (800 °C, 3-4 Stunden)
Blei höchstens 1 mg/kg
Salmonella spp. in 12,5 g nicht nachweisbar
Escherichia coli in 5 g nicht nachweisbar

E 426 SOJABOHNEN-POLYOSE

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme
Definition Sojabohnen-Polyose ist ein raffiniertes wasserlösliches Polysaccharid, das mit heißem Wasser aus Sojafasern extrahiert wird. Bei der Ausfällung wird ausschließlich Ethanol als Fällungsmittel verwendet
Einecs
Chemische Bezeichnung wasserlösliche Sojabohnenpolysaccharide; wasserlösliche Sojabohnenfaser
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 74 % Kohlenhydrate
Beschreibung rieselfähiges weißes oder gelblich-weißes Pulver
Löslichkeit ohne Gelbildung in heißem und kaltem Wasser löslich
pH-Wert 5,5 ± 1,5 (1%ige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 7 % (105 °C, 4 Stunden)
Protein höchstens 14 %
Viskosität höchstens 200 mPa s (10%ige Lösung)
Asche insgesamt höchstens 9,5 % (600 °C, 4 Stunden)
Arsen höchstens 2 mg/kg
Ethanol höchstens 2 %
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 3000 Kolonien pro Gramm
Hefen und Schimmelpilze höchstens 100 Kolonien pro Gramm
Escherichia coli in 10 g nicht nachweisbar

E 427 CASSIA-GUMMI

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme
Definition

Cassia-Gummi ist das vermahlene, gereinigte Endosperm der Samen von Cassia tora und Cassia obtusifoli (Leguminosae) mit einem Anteil von höchstens 0,05 % an Cassia occidentalis. Es besteht hauptsächlich aus Polysacchariden mit hoher Molmasse, überwiegend zusammengesetzt aus einer linearen Kette von (1,4)-β-D-Mannopyranoseeinheiten, die mit (1,6)-α-D-Galactopyranoseeinheiten verknüpft sind. Das Verhältnis von Mannose zu Galactose beträgt etwa 5:1

Bei der Herstellung werden die Samen zunächst mechanisch unter Erwärmung enthülst und vom Keimling befreit und dann geschliffen und gesiebt. Das vermahlene Endosperm wird durch Extraktion mit Propan-2-ol weiter gereinigt

Gehalt mindestens 75 % Galactomannan
Beschreibung geruchloses Pulver, blassgelb bis cremefarben
Löslichkeit nicht löslich in Ethanol; dispergiert gut in kaltem Wasser wobei sich eine kolloidale Lösung bildet
Gelbildung mit Borat Einer wässrigen Dispersion der Probe so viel Natriumborat-Testlösung hinzufügen, dass der pH-Wert auf über 9 ansteigt; es bildet sich ein Gel
Gelbildung mit Xanthan

1,5 g der Probe und 1,5 g Xanthan abwiegen und beides vermischen. Diese Mischung (unter schnellem Rühren) in einem 400-ml-Becher in 300 ml Wasser mit einer Temperatur von 80 °C einrühren. Rühren, bis die Mischung sich aufgelöst hat, und nach dem Auflösen noch 30 Minuten weiterrühren (die Temperatur während des Rührvorgangs auf über 60 °C halten). Das Rühren einstellen und die Mischung mindestens 2 Stunden bei Raumtemperatur abkühlen lassen.

Nachdem die Temperatur unter 40 °C gefallen ist, bildet sich ein festes viskoelastisches Gel; kein solches Gel bildet sich in einer auf ähnliche Weise zubereiteten 1%igen Testlösung aus Cassiagummi bzw. Xanthan allein

Viskosität höchstens 500 mPa s (25 °C, 2 Stunden, 1%ige Lösung), entsprechend einem durchschnittlichen Molmasse von 200000 – 300000 Da
In Säure unlösliche Fraktion höchstens 2,0 %
pH-Wert 5,5—8,0 (1%ige wässrige Lösung)
Rohfett höchstens 1 %
Protein höchstens 7 %
Asche insgesamt höchstens 1,2 %
Trocknungsverlust höchstens 12 % (5 Stunden, 105 °C)
Anthrachinone insgesamt höchstens 0,5 mg/kg (Nachweisgrenze)
Lösungsmittelreste höchstens 750 mg/kg Propan-2-ol
Blei höchstens 1 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 5000 koloniebildende Einheiten pro Gramm
Hefen und Schimmelpilze höchstens 100 koloniebildende Einheiten pro Gramm
Salmonella spp. in 25 g nicht nachweisbar
Escherichia coli in 1 g nicht nachweisbar

E 431 POLYOXYETHYLEN(40)STEARAT

MerkmaleReinheit
Synonyme Polyoxyl(40)stearat; Polyoxyethylen(40)monostearat
Definition Gemisch der Mono- und Diester der genusstauglichen handelsüblichen Stearinsäure und verschiedener Polyoxyethylendiole (mit einer durchschnittlichen Polymerlänge von etwa 40 Oxyethyleneinheiten) sowie freiem Polyol
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 97,5 % in der Trockenmasse
Beschreibung bei 25 °C cremefarbene Flocken oder wachsartiger Feststoff, schwacher Geruch
Löslichkeit löslich in Wasser, Ethanol, Methanol und Ethylacetat; unlöslich in Mineralöl
Erstarrungsbereich 39—44 °C
Infrarot-Absorptionsspektrum charakteristisch für einen Partialfettsäureester eines polyoxyethylierten Polyols
Wassergehalt höchstens 3 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Säurezahl höchstens 1
Verseifungszahl mindestens 25 und höchstens 35
Hydroxylzahl mindestens 27 und höchstens 40
1,4-Dioxan höchstens 5 mg/kg
(Mono- und Di-) Ethylenglycole höchstens 0,25 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 432 POLYOXYETHYLEN-SORBITANMONOLAURAT (POLYSORBAT 20)

MerkmaleReinheit
Synonyme Polysorbat 20; Polyoxyethylen(20)sorbitanmonolaurat
Definition Gemisch der Partialester von Sorbit und seinen Mono- und Dianhydriden und genusstauglicher, handelsüblicher Laurinsäure, kondensiert mit etwa 20 Mol Ethylenoxid je Mol Sorbit und dessen Anhydride
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 70 % Oxyethylengruppen, entsprechend mindestens 97,3 % Polyoxyethylen(20)sorbitanmonolaurat in der Trockenmasse
Beschreibung bei 25 °C zitronen- bis bernsteinfarbene ölige Flüssigkeit, schwacher charakteristischer Geruch
Löslichkeit löslich in Wasser, Ethanol, Methanol, Ethylacetat und Dioxan; nicht löslich in Mineralöl und Petrolether
Infrarot-Absorptionsspektrum charakteristisch für einen Partialfettsäureester eines polyoxyethylierten Polyols
Wassergehalt höchstens 3 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Säurezahl höchstens 2
Verseifungszahl mindestens 40 und höchstens 50
Hydroxylzahl mindestens 96 und höchstens 108
1,4-Dioxan höchstens 5 mg/kg
(Mono- und Di-) Ethylenglycole höchstens 0,25 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 433 POLYOXYETHYLEN-SORBITANMONOOLEAT (POLYSORBAT 80)

MerkmaleReinheit
Synonyme Polysorbat 80; Polyoxyethylen(20)sorbitanmonooleat
Definition Gemisch der Partialester von Sorbit und seinen Mono- und Dianhydriden und genusstauglicher, handelsüblicher Ölsäure, kondensiert mit etwa 20 Mol Ethylenoxid je Mol Sorbit und dessen Anhydride
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 65 % Oxyethylengruppen, entsprechend mindestens 96,5 % Polyoxyethylen(20)sorbitanmonooleat in der Trockenmasse
Beschreibung bei 25 °C zitronen- bis bernsteinfarbene ölige Flüssigkeit, schwacher charakteristischer Geruch
Löslichkeit löslich in Wasser, Ethanol, Methanol, Ethylacetat und Toluen; nicht löslich in Mineralöl und Petrolether
Infrarot-Absorptionsspektrum charakteristisch für einen Partialfettsäureester eines polyoxyethylierten Polyols
Wassergehalt höchstens 3 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Säurezahl höchstens 2
Verseifungszahl mindestens 45 und höchstens 55
Hydroxylzahl mindestens 65 und höchstens 80
1,4-Dioxan höchstens 5 mg/kg
(Mono- und Di-) Ethylenglycole höchstens 0,25 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 434 POLYOXYETHYLEN-SORBITANMONOPALMITAT (POLYSORBAT 40)

MerkmaleReinheit
Synonyme Polysorbat 40; Polyoxyethylen(20)sorbitanmonopalmitat
Definition Gemisch der Partialester von Sorbit und seinen Mono- und Dianhydriden und genusstauglicher, handelsüblicher Palmitinsäure, kondensiert mit etwa 20 Mol Ethylenoxid je Mol Sorbit und dessen Anhydride
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 66 % Oxyethylengruppen, entsprechend mindestens 97 % Polyoxyethylen(20)sorbitanmonopalmitat in der Trockenmasse
Beschreibung bei 25 °C zitronen- bis orangefarbene ölige oder gelartige Flüssigkeit, schwacher charakteristischer Geruch
Löslichkeit löslich in Wasser, Ethanol, Methanol, Ethylacetat und Aceton; nicht löslich in Mineralöl
Infrarot-Absorptionsspektrum charakteristisch für einen Partialfettsäureester eines polyoxyethylierten Polyols
Wassergehalt höchstens 3 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Säurezahl höchstens 2
Verseifungszahl mindestens 41 und höchstens 52
Hydroxylzahl mindestens 90 und höchstens 107
1,4-Dioxan höchstens 5 mg/kg
(Mono- und Di-) Ethylenglycole höchstens 0,25 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 435 POLYOXYETHYLEN-SORBITANMONOSTEARAT (POLYSORBAT 60)

MerkmaleReinheit
Synonyme Polysorbat 60; Polyoxyethylen(20)sorbitanmonostearat
Definition Gemisch der Partialester von Sorbit und seinen Mono- und Dianhydriden und genusstauglicher, handelsüblicher Stearinsäure, kondensiert mit etwa 20 Mol Ethylenoxid je Mol Sorbit und dessen Anhydride
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 65 % Oxyethylengruppen, entsprechend mindestens 97 % Polyoxyethylen(20)sorbitanmonostearat in der Trockenmasse
Beschreibung bei 25 °C zitronen- bis orangefarbene ölige oder gelartige Flüssigkeit, schwacher charakteristischer Geruch
Löslichkeit löslich in Wasser, Ethylacetat und Toluen; nicht löslich in Mineralöl und pflanzlichen Ölen
Infrarot-Absorptionsspektrum charakteristisch für einen Partialfettsäureester eines ethoxylierten Polyols
Wassergehalt höchstens 3 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Säurezahl höchstens 2
Verseifungszahl mindestens 45 und höchstens 55
Hydroxylzahl mindestens 81 und höchstens 96
1,4-Dioxan höchstens 5 mg/kg
(Mono- und Di-) Ethylenglycole höchstens 0,25 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 436 POLYOXYETHYLEN-SORBITANTRISTEARAT (POLYSORBAT 65)

MerkmaleReinheit
Synonyme Polysorbat 65; Polyoxyethylen(20)sorbitantristearat
Definition Gemisch der Partialester von Sorbit und seinen Mono- und Dianhydriden und genusstauglicher, handelsüblicher Stearinsäure, kondensiert mit etwa 20 Mol Ethylenoxid je Mol Sorbit und dessen Anhydride
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 46 % Oxyethylengruppen, entsprechend mindestens 96 % Polyoxyethylen(20)sorbitantristearat in der Trockenmasse
Beschreibung bei 25 °C gelbbrauner, wachsartiger Feststoff, schwacher charakteristischer Geruch
Löslichkeit dispergierbar in Wasser; löslich in Mineralöl, pflanzlichen Ölen, Petrolether, Aceton, Ether, Dioxan, Ethanol und Methanol
Erstarrungsbereich 29—33 °C
Infrarot-Absorptionsspektrum charakteristisch für einen Partialfettsäureester eines polyoxyethylierten Polyols
Wassergehalt höchstens 3 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Säurezahl höchstens 2
Verseifungszahl mindestens 88 und höchstens 98
Hydroxylzahl mindestens 40 und höchstens 60
1,4-Dioxan höchstens 5 mg/kg
(Mono- und Di-) Ethylenglycole höchstens 0,25 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 440(i) PEKTIN

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Pektin setzt sich hauptsächlich zusammen aus partiellen Methylestern der Polygalacturonsäure und deren Natrium-, Kalium-, Calcium- oder Ammoniumsalzen. Pektin wird durch Extraktion in einem wässrigen Medium aus geeignetem genusstauglichem pflanzlichen Material, gewöhnlich Zitrusfrüchten und Äpfeln, gewonnen. Bei der nachfolgenden Ausfällung werden ausschließlich Methanol, Ethanol oder Propan-2-ol als Fällungsmittel verwendet
Einecs 232-553-0
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 65 % Galacturonsäure, bezogen auf die aschefreie Trockenmasse (nach dem Waschen mit Säure und Alkohol)
Beschreibung weißes, hellgelbes, hellgraues oder hellbraunes Pulver
Löslichkeit löslich in Wasser (dabei bildet sich eine kolloidale, schillernde Lösung); nicht löslich in Ethanol.
Trocknungsverlust höchstens 12 % (105 °C, 2 Stunden)
Säureunlösliche Asche höchstens 1 % (nicht löslich in etwa 3 n Salzsäure)
Schwefeldioxid höchstens 50 mg/kg in der Trockenmasse
Stickstoff höchstens 1,0 % nach dem Waschen mit Säure und Ethanol
Nicht lösliche Stoffe insgesamt höchstens 3 %
Lösungsmittelreste höchstens 1 % freies Methanol, Ethanol und Propan-2-ol, einzeln oder zusammen, bezogen auf die von flüchtigen Stoffen freie Substanz
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 440(ii) AMIDIERTES PEKTIN

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Amidiertes Pektin besteht hauptsächlich aus den partiellen Methylestern und -amiden der Polygalacturonsäure und deren Natrium-, Kalium-, Calcium- oder Ammoniumsalzen. Der Stoff wird gewonnen durch Extraktion in einem wässrigen Medium aus geeignetem genusstauglichem pflanzlichen Material, gewöhnlich Zitrusfrüchten und Äpfeln, und durch Behandlung mit Ammoniak unter alkalischen Bedingungen. Bei der nachfolgenden Ausfällung werden ausschließlich Methanol, Ethanol oder Propan-2-ol als Fällungsmittel verwendet
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 65 % Galacturonsäure, bezogen auf die aschefreie Trockenmasse (nach dem Waschen mit Säure und Alkohol)
Beschreibung weißes, hellgelbes, leicht hellgraues oder hellbraunes Pulver
Löslichkeit löslich in Wasser (dabei bildet sich eine kolloidale, schillernde Lösung); nicht löslich in Ethanol.
Trocknungsverlust höchstens 12 % (105 °C, 2 Stunden)
Säureunlösliche Asche höchstens 1 % (unlöslich in etwa 3 n Salzsäure)
Amidierungsgrad höchstens 25 % der gesamten Carboxylgruppen
Schwefeldioxid höchstens 50 mg/kg in der Trockenmasse
Stickstoff höchstens 2,5 % nach dem Waschen mit Säure und Ethanol
Nicht lösliche Stoffe insgesamt höchstens 3 %
Lösungsmittelreste höchstens 1 % Methanol, Ethanol und Propan-2-ol, einzeln oder zusammen, bezogen auf die von flüchtigen Stoffen freie Substanz
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 442 AMMONIUMPHOSPHATIDE

MerkmaleReinheit
Synonyme Ammoniumsalze der Phosphatidsäuren; gemischte Ammoniumsalze von Phosphoglyceriden
Definition Gemisch der Ammoniumverbindungen von Phosphatidsäuren aus Speisefetten und -ölen. Eine, zwei oder drei Hydroxylgruppen des Glycerins können an ein Phosphoratom gebunden sein. Ferner können zwei Phosphorsäureester zu Phosphatidylphosphatiden verknüpft sein
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt Phosphor: mindestens 3 % und höchstens 3,4 % (Gewichtsprozent); Ammonium: mindestens 1,2 % und höchstens 1,5 %, berechnet als N
Beschreibung zäher halbfester Stoff bis ölige Flüssigkeit
Löslichkeit fettlöslich; nicht löslich in Wasser; teilweise löslich in Ethanol und Aceton
Glycerin-Test besteht Test
Test auf freie Fettsäuren besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
In Petrolether unlösliche Stoffe höchstens 2,5 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 444 SACCHAROSEACETAT-ISOBUTYRAT

MerkmaleReinheit
Synonyme SAIB
Definition Saccharoseacetat-Isobutyrat ist ein Gemisch der Reaktionsprodukte der Veresterung von lebensmitteltauglicher Saccharose mit Essigsäureanhydrid und Isobuttersäureanhydrid und nachfolgender Destillation. Das Gemisch enthält alle möglichen Esterkombinationen, in denen das Molverhältnis von Acetat zu Butyrat etwa 2:6 beträgt
Einecs 204-771-6
Chemische Bezeichnung Saccharosediacetathexaisobutyrat
Chemische Formel C40H62O19
Molmasse ca. 832 bis 856, C40H62O19: 846,9
Gehalt mindestens 98,8 % und höchstens 101,9 % C40H62O19
Beschreibung helle, strohfarbene Flüssigkeit, klar, ohne Ablagerungen, nichtssagender Geruch
Löslichkeit nicht löslich in Wasser; löslich in den meisten organischen Lösungsmitteln
Brechzahl [n]D40: 1,4492—1,4504
Dichte [d]25D: 1,141—1,151
Triacetin höchstens 0,1 %
Säurezahl höchstens 0,2
Verseifungszahl mindestens 524 und höchstens 540
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 445 GLYCERINESTER AUS WURZELHARZ

MerkmaleReinheit
Synonyme Harzester, Estergummi, Kolophon-Glycerinester
Definition Komplexes Gemisch von Tri- und Diglycerinestern von Wurzelharzsäuren. Das Wurzelharz wird durch Lösungsmittelextraktion alter Kiefernstümpfe und darauffolgende Flüssig-Flüssig-Lösungsmittel-Raffination gewonnen. Aus dieser Spezifikation ausgeschlossen sind Balsamharz (ein Exsudat lebender Kiefern) und Tallharz (ein Nebenprodukt der Zellstoffherstellung). Das Enderzeugnis besteht zu etwa 90 % aus Harzsäuren und zu 10 % aus neutralen, nicht sauren Verbindungen. Der Harzsäureanteil ist ein komplexes Gemisch von isomeren diterpenoiden Monocarbonsäuren mit der empirischen Molekülformel C20H30O2, im wesentlichen Abietinsäure. Der Stoff wird durch Dampfstrippen oder Gegenstromdampfdestillation gereinigt
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung harter, gelber bis schwach bernsteinfarbener Feststoff
Löslichkeit nicht löslich in Wasser; löslich in Aceton
Infrarot-Absorptionsspektrum charakteristisch für die Verbindung
Dichte (Lösung) d2025 mindestens 0,935 in einer 50%igen Lösung in D-Limonen (97 %, Siedepunkt 175,5—176 °C; d204: 0,84)
Erweichungsbereich (Ring- und Kugelprüfung) 82-90 °C
Säurezahl mindestens 3 und höchstens 9
Hydroxylzahl mindestens 15 und höchstens 45
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Test auf Tallharz (Schwefelprüfung) Werden schwefelhaltige organische Verbindungen in Gegenwart von Natriumformiat erhitzt, wird der Schwefel zu Wasserstoffsulfid, das anhand von Bleipapier leicht nachweisbar ist. Eine positive Reaktion verweist auf die Verwendung von Tallharz anstelle von Wurzelharz

E 450(i) DINATRIUMDIPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Dinatriumdihydrogendiphosphat; Dinatriumdihydrogenpyrophosphat; saures Natriumpyrophosphat; Dinatriumpyrophosphat
Einecs 231-835-0
Chemische Bezeichnung Dinatriumdihydrogendiphosphat
Chemische Formel Na2H2P2O7
Molmasse 221,94
Gehalt

mindestens 95 % Dinatriumdiphosphat

P2O5-Gehalt mindestens 63,0 % bis höchstens 64,5 %

Beschreibung weißes Pulver oder Körner
Natrium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
Löslichkeit wasserlöslich
pH-Wert 3,7—5,0 (1%ige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (105 °C, 4 Stunden)
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 1 %
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Aluminium höchstens 200 mg/kg

E 450(ii) TRINATRIUMDIPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Trinatriumpyrophosphat; Trinatriummonohydrogendiphosphat; Trinatriummonohydrogenpyrophosphat; Trinatriumdiphosphat
Einecs 238-735-6
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel

Monohydrat: Na3HP2O7 H2O

wasserfreie Form: Na3HP2O7

Molmasse

Monohydrat: 261,95

wasserfreie Form: 243,93

Gehalt

mindestens 95 % in der Trockenmasse

P2O5-Gehalt mindestens 57 % bis höchstens 59 %

Beschreibung weißes Pulver oder Körner, kommt wasserfrei oder als Monohydrat vor
Natrium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
Löslichkeit wasserlöslich
pH-Wert 6,7—7,5 (1%ige Lösung)
Glühverlust

höchstens 4,5 % (wasserfreie Form, 450—550 °C)

höchstens 11,5 % (Monohydrat)

Trocknungsverlust

höchstens 0,5 % (wasserfreie Form, 105 °C, 4 Stunden)

höchstens 1,0 % (Monohydrat, 105 °C, 4 Stunden)

Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 450(iii) TETRANATRIUMDIPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Tetranatriumpyrophosphat; Tetranatriumdiphosphat; Tetranatriumphosphat
Einecs 231-767-1
Chemische Bezeichnung Tetranatriumdiphosphat
Chemische Formel

wasserfreie Form: Na4P2O7

Dekahydrat: Na4P2O7 10H2O

Molmasse

wasserfreie Form: 265,94

Dekahydrat: 446,09

Gehalt

mindestens 95 % Na4P2O7 nach dem Glühen

P2O5-Geahlt mindestens 52,5 % bis höchstens 54,0 %

Beschreibung farblose oder weiße Kristalle oder weißes kristallines oder körniges Pulver. Das Dekahydrat verwittert in trockener Luft ein wenig
Natrium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
Löslichkeit löslich in Wasser; nicht löslich in Ethanol.
pH-Wert 9,8—10,8 (1%ige Lösung)
Glühverlust höchstens 0,5 % (wasserfreies Salz), mindestens 38 % und höchstens 42 % (Dekahydrat, 105 °C, 4 Stunden, dann 550 °C, 30 Minuten)
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 450(v) TETRAKALIUMDIPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Tetrakaliumpyrophosphat
Einecs 230-785-7
Chemische Bezeichnung Tetrakaliumdiphosphat
Chemische Formel K4P2O7
Molmasse 330,34 (wasserfrei)
Gehalt

mindestens 95 % (800 °C, 30 Minuten)

P2O5-Gehalt mindestens 42,0 % und höchstens 43,7 % in der Trockenmasse

Beschreibung farblose Kristalle oder weißes, stark hygroskopisches Pulver
Kalium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
Löslichkeit löslich in Wasser; nicht löslich in Ethanol
pH-Wert 10,0—10,8 (1%ige Lösung)
Glühverlust höchstens 2 % (105 °C, 4 Stunden, dann 550 °C, 30 Minuten)
Nicht wasserlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 450(vi) DICALCIUMDIPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Calciumpyrophosphat
Einecs 232-221-5
Chemische Bezeichnung

Dicalciumdiphosphat

Dicalciumpyrophosphat

Chemische Formel Ca2P2O7
Molmasse 254,12
Gehalt

mindestens 96 %

P2O5 -Gehalt mindestens 55 % bis höchstens 56 %

Beschreibung feines, weißes, geruchloses Pulver
Calcium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
Löslichkeit nicht löslich in Wasser; löslich in verdünnter Salz- und Salpetersäure
pH-Wert 5,5—7,0 (10%ige Suspension in Wasser)
Glühverlust höchstens 1,5 % (800 °C ± 25 °C, 30 Minuten)
Fluorid höchstens 50 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 450(vii) CALCIUMDIHYDROGENDIPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme saures Calciumpyrophosphat; Monocalciumdihydrogenpyrophosphat
Einecs 238-933-2
Chemische Bezeichnung Calciumdihydrogendiphosphat
Chemische Formel CaH2P2O7
Molmasse 215,97
Gehalt

mindestens 90 % in der Trockenmasse

P2O5-Gehalt mindestens 61 % bis höchstens 66 %

Beschreibung weiße Kristalle oder Pulver
Calcium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
Säureunlösliche Bestandteile höchstens 0,4 %
Fluorid höchstens 30 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Aluminium

höchstens 800 mg/kg; dies gilt bis zum 31. März 2015

höchstens 200 mg/kg; dies gilt ab dem 1. April 2015

E 450 (ix) MAGNESIUMDIHYDROGENDIPHOSPHAT

MerkmaleReinheit
Synonyme saures Magnesiumpyrophosphat, Monomagnesiumdihydrogenpyrophosphat; Magnesiumdiphosphat, Magnesiumpyrophosphat
Definition Magnesiumdihydrogendiphosphat ist das saure Magnesiumsalz der Diphosphorsäure. Es wird hergestellt durch langsame Zugabe einer wässrigen Dispersion aus Magnesiumhydroxid zu Phosphorsäure, bis das Molverhältnis zwischen Mg und P etwa 1:2 beträgt. Während der Reaktion muss die Temperatur unter 60 °C betragen. Dem Reaktionsgemisch wird etwa 0,1 % Wasserstoffperoxid zugesetzt, anschließend wird die Aufschlämmung erhitzt und vermahlen.
Einecs 244-016-8
Chemische Bezeichnung Monomagnesiumdihydrogendiphosphat
Chemische Formel MgH2P2O7
Molmasse 200,25
Gehalt

P2O5-Gehalt mindestens 68,0 % und höchstens 70,5 %, berechnet als P2O5

MgO-Gehalt mindestens 18,0 % und höchstens 20,5 %, berechnet als MgO

Beschreibung weiße Kristalle oder Pulver
Löslichkeit mäßig löslich in Wasser, praktisch nicht löslich in Ethanol
Partikelgröße: Die durchschnittliche Partikelgröße beträgt 10 bis 50 μm.
Glühverlust höchstens 12 % (800 °C, 0,5 Stunden)
Fluorid höchstens 20 mg/kg (berechnet als Fluor)
Aluminium höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg

E 451(i) PENTANATRIUMTRIPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Pentanatriumtripolyphosphat; Natriumtripolyphosphat
Einecs 231-838-7
Chemische Bezeichnung Pentanatriumtriphosphat
Chemische Formel Na5O10P3 · nH2O (n = 0 oder 6)
Molmasse 367,86
Gehalt

mindestens 85,0 % (wasserfreie Form) oder 65,0 % (Hexahydrat)

P2O5-Gehalt mindestens 56 % und höchstens 59 % (wasserfrei) oder mindestens 43 % und höchstens 45 % (Hexahydrat)

Beschreibung weiß, schwach hygroskopisch; Körner oder Pulver
Löslichkeit leicht löslich in Wasser; nicht löslich in Ethanol
Natrium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
pH-Wert 9,1—10,2 (1%ige Lösung)
Trocknungsverlust

Wasserfreie Form: höchstens 0,7 % (105 °C, 1 Stunde)

Hexahydrat: höchstens 23,5 % (60 °C, 1 Stunde, dann 105 °C, 4 Stunden)

Nicht wasserlösliche Bestandteile höchstens 0,1 %
Höhere Polyphosphate höchstens 1 %
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 451(ii) PENTAKALIUMTRIPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Pentakaliumtripolyphosphat; Kaliumtriphosphat; Kaliumtripolyphosphat
Einecs 237-574-9
Chemische Bezeichnung Pentakaliumtriphosphat; Pentakaliumtripolyphosphat
Chemische Formel K5O10P3
Molmasse 448,42
Gehalt

mindestens 85 % in der Trockenmasse

P2O5-Gehalt mindestens 46,5 % bis höchstens 48 %

Beschreibung weiß, stark hygroskopisch; Pulver oder Körner
Löslichkeit sehr leicht löslich in Wasser
Kalium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
pH-Wert 9,2—10,5 (1%ige Lösung)
Glühverlust höchstens 0,4 % (105 °C, 4 Stunden, dann 550 °C, 30 Minuten)
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 2 %
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 452(i) NATRIUMPOLYPHOSPHAT

I.
LÖSLICHES POLYPHOSPHAT

MerkmaleReinheit
Synonyme Natriumhexametaphosphat; Natriumtetrapolyphosphat; Grahamsches Salz; glasiges Natriumpolyphosphat; Natriumpolymetaphosphat; Natriummetaphosphat
Definition Lösliche Natriumpolyphosphate werden durch Schmelzen und anschließendes Abkühlen von Natriumorthophosphaten gewonnen. Diese Verbindungen bilden eine Klasse amorpher, wasserlöslicher Polyphosphate aus linearen Ketten von Metaphosphat-Einheiten, (NaPO3)x mit x ≥ 2, an deren Ende sich Na2PO4-Gruppen befinden. Gewöhnlich werden diese Stoffe anhand ihres Na2O/P2O5-Verhältnisses oder des P2O5-Gehalts identifiziert. Das Na2O/P2O5-Verhältnis schwankt von etwa 1,3 bei Natriumtetrapolyphosphat (x = ungefähr 4) über etwa 1,1 bei Grahamschem Salz, gemeinhin als Natriumhexametaphosphat bezeichnet (x = 13 bis 18), bis hin zu etwa 1,0 bei den Natriumpolyphosphaten mit höherer Molmasse (x = 20 bis 100 und darüber). Der pH-Wert ihrer Lösungen schwankt zwischen 3,0 und 9,0
Einecs 272-808-3
Chemische Bezeichnung Natriumpolyphosphat
Chemische Formel Heterogene Gemische von Natriumsalzen linearer kondensierter Polyphosphorsäuren mit der allgemeinen Formel H(n + 2)PnO(3n + 1), bei der „n” mindestens 2 ist
Molmasse (102)n
Gehalt P2O5-Gehalt mindestens 60 % und höchstens 71 % nach dem Glühen
Beschreibung farblos oder weiß, transparent; Plättchen, Körner oder Pulver
Löslichkeit sehr leicht löslich in Wasser
Natrium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
pH-Wert 3,0—9,0 (1%ige Lösung)
Glühverlust höchstens 1 %
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,1 %
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

II.
UNLÖSLICHES POLYPHOSPHAT

MerkmaleReinheit
Synonyme unlösliches Natriummetaphosphat; Maddrellsches Salz; unlösliches Natriumpolyphosphat
Definition Unlösliches Natriummetaphosphat ist ein Natriumpolyphosphat mit hoher Molmasse, das aus zwei langen Metaphosphatketten (NaPO3)x besteht, die sich in gegenläufiger Richtung spiralförmig um eine gemeinsame Achse winden. Das Na2O/P2O5-Verhältnis beträgt etwa 1,0. Der pH-Wert einer 1:3-Suspension in Wasser liegt bei 6,5
Einecs 272-808-3
Chemische Bezeichnung Natriumpolyphosphat
Chemische Formel Heterogene Gemische von Natriumsalzen linearer kondensierter Polyphosphorsäuren mit der allgemeinen Formel H(n + 2)PnO(3n + 1), bei der „n” mindestens 2 ist
Molmasse (102)n
Gehalt P2O5-Gehalt mindestens 68,7 % bis höchstens 70,0 %
Beschreibung weißes kristallines Pulver
Löslichkeit nicht wasserlöslich; löslich in Mineralsäuren und in Lösungen von Kalium- und Ammonium- (nicht jedoch Natrium-) chlorid
Natrium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
pH-Wert etwa 6,5 (1:3-Suspension in Wasser)
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 452(ii) KALIUMPOLYPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Kaliummetaphosphat; Kaliumpolymetaphosphat; Kurrolsches Salz
Einecs 232-212-6
Chemische Bezeichnung Kaliumpolyphosphat
Chemische Formel

(KPO3)n

Heterogene Gemische von Kaliumsalzen linearer kondensierter Polyphosphorsäuren mit der allgemeinen Formel H(n + 2)PnO(3n + 1), bei der „n” mindestens 2 ist

Molmasse (118)n
Gehalt P2O5-Gehalt mindestens 53,5 % und höchstens 61,5 % nach dem Glühen
Beschreibung feines weißes Pulver oder Kristalle oder farblose glasige Plättchen
Löslichkeit 1 g löst sich in 100 ml einer 1:25-Natriumacetatlösung
Kalium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
pH-Wert höchstens 7,8 (1%ige Lösung)
Glühverlust höchstens 2 % (105 °C, 4 Stunden, dann 550 °C, 30 Minuten)
Cyclophosphat höchstens 8 %, bezogen auf den P2O5-Gehalt
Fluorid höchstens 10 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 452(iii) NATRIUMCALCIUMPOLYPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme glasiges Natriumcalciumpolyphosphat
Einecs 233-782-9
Chemische Bezeichnung Natriumcalciumpolyphosphat
Chemische Formel (NaPO3)n CaO, wobei n typischerweise = 5
Molmasse
Gehalt P2O5-Gehalt mindestens 61 % und höchstens 69 % nach dem Glühen
Beschreibung weiße glasige Kristalle, kugelförmig
pH-Wert etwa 5—7 (1%ige (m/m) Aufschlämmung)
CaO-Gehalt 7—15 % (m/m)
Fluorid höchstens 10 mg/kg
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 452(iv) CALCIUMPOLYPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Calciummetaphosphat; Calciumpolymetaphosphat
Einecs 236-769-6
Chemische Bezeichnung Calciumpolyphosphat
Chemische Formel

(CaP2O6)n

Heterogene Gemische von Calciumsalzen kondensierter Polyphosphorsäuren mit der allgemeinen Formel H(n + 2)PnO(n + 1), bei der „n” mindestens 2 ist

Molmasse (198)n
Gehalt P2O5-Gehalt mindestens 71 % und höchstens 73 % nach dem Glühen
Beschreibung geruchlose und farblose Kristalle oder weißes Pulver
Löslichkeit gewöhnlich mäßig löslich in Wasser; löslich in saurem Medium
Calcium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
CaO-Gehalt 27—29,5 %
Glühverlust höchstens 2 % (105 °C, 4 Stunden, dann 550 °C, 30 Minuten)
Cyclophosphat höchstens 8 %, bezogen auf den P2O5-Gehalt
Fluorid höchstens 30 mg/kg (berechnet als Fluor)
Arsen höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 456 KALIUMPOLYASPARTAT

SynonymeMerkmaleReinheit
Definition Kaliumpolyaspartat ist das Kaliumsalz der Polyasparaginsäure, das aus L-Asparaginsäure und Kaliumhydroxid hergestellt wird. Im thermischen Prozess wird die Asparaginsäure in unlösliches Polysuccinimid umgewandelt. Polysuccinimid wird mit Kaliumhydroxid behandelt, was die Spaltung des Rings und die Polymerisation der Einheiten ermöglicht. Der letzte Schritt ist die Sprühtrocknung, die ein hellbraunes Pulver ergibt.
CAS-Nummer 64723-18-8
Chemische Bezeichnung L-Asparaginsäure, Homopolymer, Kaliumsalz
Chemische Formel [C4H4NO3K]n
Massenmittel der Molmasse etwa 5300 g/mol
Gehalt mindestens 98 %, bezogen auf die Trockenmasse
Partikelgröße mindestens 45 μm (höchstens 1 % (Gewichtsprozent) der Partikel kleiner als 45 μm)
Beschreibung Hellbraunes geruchloses Pulver
Löslichkeit sehr leicht wasserlöslich und mäßig löslich in organischen Lösungsmitteln
pH-Wert 7,5-8,5 (40 %ige wässrige Lösung)
Substitutionsgrad mindestens 91,5 %, bezogen auf die Trockenmasse
Trocknungsverlust höchstens 11 % (105 °C, 12 Stunden)
Kaliumhydroxid höchstens 2 %
Asparaginsäure höchstens 1 %
Sonstige Verunreinigungen höchstens 0,1 %
Arsen höchstens 2,5 mg/kg
Blei höchstens 1,5 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,5 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg

E 459 BETA-CYCLODEXTRIN

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition β-Cyclodextrin ist ein nichtreduzierendes cyclisches Saccharid, bestehend aus sieben α-1,4-verknüpften D-Glucopyranosyleinheiten. Das Produkt wird hergestellt durch Einwirkung des Enzyms Cycloglykosyltransferase (CGTase), gewonnen aus Bacillus circulans, Paenibacillus macerans bzw. rekombinant Bacillus licheniformis strain SJ1608 auf teilweise hydrolysierter Stärke
Einecs 231-493-2
Chemische Bezeichnung Cycloheptaamylose
Chemische Formel (C6H10O5)7
Molmasse 1135
Gehalt mindestens 98,0 % (C6H10O5)7 in der Trockenmasse
Beschreibung praktisch geruchloser weißer oder fast weißer kristalliner Feststoff
Erscheinung einer Lösung in Wasser klar und farblos
Löslichkeit mäßig löslich in Wasser; leicht löslich in heißem Wasser; mäßig löslich in Ethanol
Spezifische Drehung [α]D25: + 160° bis + 164° (1%ige Lösung)
pH-Wert: 5,0—8,0 (1%ige Lösung)
Wassergehalt höchstens 14 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Andere Cyclodextrine höchstens 2 % bezogen auf die Trockenmasse
Lösungsmittelreste jeweils höchstens 1 mg/kg Toluen bzw. Trichlorethylen
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg

E 460(i) MIKROKRISTALLINE CELLULOSE, CELLULOSE-GEL

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Gereinigte, teilweise depolymerisierte Cellulose, die durch Behandlung von als Pülpe aus faserigem Pflanzenmaterial gewonnener Alphacellulose mit Mineralsäuren hergestellt wird. Der Polymerisationsgrad liegt üblicherweise unter 400
CAS-Nummer 9004-34-6
Einecs 232-674-9
Chemische Bezeichnung Zellulose
Chemische Formel (C6H10O5)n
Molmasse rund 36000
Gehalt mindestens 97 %, berechnet als Cellulose, in der Trockenmasse
Partikelgröße mindestens 5 μm (höchstens 10 % Partikel kleiner als 5 μm)
Beschreibung feines weißes oder fast weißes, geruchloses Pulver
Löslichkeit nicht löslich in Wasser, Ethanol, Ether und verdünnten Mineralsäuren; praktisch unlöslich oder unlöslich in Natriumhydroxidlösung (Konzentration: 50 g NaOH/l)
Farbreaktion Zu 1 mg der Probe 1 ml Phosphorsäure hinzufügen und 30 Minuten lang im Wasserbad erhitzen. 4 ml einer 1:4-Lösung von Pyrocatechin in Phosphorsäure hinzufügen und 30 Minuten lang erhitzen. Die Lösung färbt sich rot
Infrarot-Absorptionsspektroskopie noch zu bestimmen
Suspensionstest 30 g der Probe in einem Hochgeschwindigkeitsmixer (12000 U/min) 5 Minuten lang mit 270 ml Wasser mischen. Es entsteht entweder eine frei fließende Suspension oder eine schwere, klumpige Suspension, die, wenn überhaupt, nur schwer fließt, sich kaum absetzt und viele eingeschlossene Luftblasen enthält. Entsteht eine frei fließende Suspension, dann 100 ml in einen 100-ml-Messzylinder umfüllen und 1 Stunde lang stehen lassen. Die Feststoffe setzen sich ab, und es bildet sich ein flüssiger Überstand
pH-Wert Der pH-Wert des Überstands liegt zwischen 5,0 und 7,5 (10 %ige Suspension in Wasser)
Trocknungsverlust höchstens 7 % (105 °C, 3 Stunden)
Wasserlösliche Bestandteile höchstens 0,24 %
Sulfatasche höchstens 0,5 % (800 ± 25 °C)
Stärke

nicht feststellbar

20 ml dieser im Suspensionstest unter „Merkmale” erhaltenen Dispersion einige Tropfen Iodlösung hinzufügen und mischen. Es sollte keine purpurne bis blaue oder blaue Färbung entstehen

Carboxylgruppen höchstens 1 %
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg

E 460(ii) CELLULOSEPULVER

MerkmaleReinheit
Definition Gereinigte, mechanisch zerlegte Cellulose wird durch Verarbeitung von als Pülpe aus faserigem Pflanzenmaterial gewonnener Alphacellulose hergestellt
CAS-Nummer 9004-34-6
Einecs 232-674-9
Chemische Bezeichnung Cellulose; lineares Polymer von 1,4-verbundenen Glucoseresten
Chemische Formel (C6H10O5)n
Molmasse (162)n (n ist meist ≥ 1000)
Gehalt mindestens 92 %
Partikelgröße mindestens 5 μm (höchstens 10 % Partikel kleiner als 5 μm)
Beschreibung weißes, geruchloses Pulver
Löslichkeit nicht löslich in Wasser, Ethanol, Ether und verdünnten Mineralsäuren; mäßig löslich in Natriumhydroxidlösung
Suspensionstest 30 g der Probe in einem Hochgeschwindigkeitsmixer (12000 U/min) 5 Minuten lang mit 270 ml Wasser mischen. Es entsteht entweder eine frei fließende Suspension oder eine schwere, klumpige Suspension, die, wenn überhaupt, nur schwer fließt, sich kaum absetzt und viele eingeschlossene Luftblasen enthält. Entsteht eine frei fließende Suspension, dann 100 ml in einen 100-ml-Messzylinder umfüllen und 1 Stunde lang stehen lassen. Die Feststoffe setzen sich ab, und es bildet sich ein flüssiger Überstand
pH-Wert Der pH-Wert des Überstands liegt zwischen 5,0 und 7,5 (10%ige Suspension in Wasser)
Trocknungsverlust höchstens 7 % (105 °C, 3 Stunden)
Wasserlösliche Bestandteile höchstens 1,0 %
Sulfatasche höchstens 0,3 % (800 ± 25 °C)
Stärke

nicht feststellbar

20 ml dieser im Suspensionstest unter „Merkmale” erhaltenen Dispersion einige Tropfen Iodlösung hinzufügen und mischen. Es sollte keine purpurne bis blaue oder blaue Färbung entstehen

Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,3 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,2 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg

E 461 METHYLCELLULOSE

MerkmaleReinheit
Synonyme Cellulosemethylether
Definition Methylcellulose ist eine direkt aus faserigem Pflanzenmaterial gewonnene Cellulose, die teilweise mit Methylgruppen verethert ist
CAS-Nummer 9004-67-5
Einecs 618-391-7
Chemische Bezeichnung Methylether der Cellulose
Chemische Formel

Polymere von substituierten Anhydroglucoseeinheiten der allgemeinen Formel

C6H7O2(OR1)(OR2)(OR3); wobei R1, R2 und R3 sein können:

H

CH3 oder

CH2CH3

Molmasse etwa 20000-380000
Gehalt zwischen 25 und 33 % Methoxylgruppen (-OCH3) und höchstens 5 % Hydroxyethoxylgruppen (-OCH2CH2OH)
Beschreibung schwach hygroskopisches weißes bis gelbliches oder leicht grau gefärbtes, geschmack- und geruchloses, körniges oder faseriges Pulver
Löslichkeit

quillt in Wasser (dabei bildet sich eine klare bis schillernde, zähflüssige kolloidale Dispersion);

nicht löslich in Ethanol, Ether und Chloroform;

löslich in Eisessig

pH-Wert mindestens 5,0 und höchstens 8,0 (1%ige kolloidale Dispersion)
Trocknungsverlust höchstens 10 % (105 °C, 3 Stunden)
Sulfatasche höchstens 1,5 % (800 ± 25 °C)
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg

E 462 ETHYLCELLULOSE

MerkmaleReinheit
Synonyme Celluloseethylether
Definition Ethylcellulose ist eine direkt aus faserigem Pflanzenmaterial gewonnene Cellulose, die teilweise mit Ethylgruppen verethert ist
CAS-Nummer 9004-57-3
Einecs 618-384-9
Chemische Bezeichnung Ethylether der Cellulose
Chemische Formel

Polymere von substituierten Anhydroglucoseeinheiten der allgemeinen Formel

C6H7O2(OR1)(OR2), wobei R1 und R2 sein können:

H

CH2CH3

Molmasse
Gehalt mindestens 44 % und höchstens 50 % Ethoxylgruppen (-OC2H5) bezogen auf die Trockenmasse (entspricht höchstens 2,6 Ethoxylgruppen je Anhydroglucoseeinheit
Beschreibung leicht hygroskopisches, weißes bis cremefarbenes, geruch- und geschmackloses Pulver
Löslichkeit praktisch unlöslich in Wasser, Glycerin und Propan-1,2-diol, aber je nach Ethoxylgehalt zu unterschiedlichen Anteilen in bestimmten organischen Lösungsmitteln löslich. Ethylcellulose mit weniger als 46—48 % Ethoxylgruppen ist leicht löslich in Tetrahydrofuran, Methylacetat, Chloroform und in Mischungen von aromatischen Kohlenwasserstoffen und Ethanol. Ethylcellulose mit einem Anteil an Ethoxylgruppen von 46—48 % oder mehr ist leicht löslich in Ethanol, Methanol, Toluen, Chloroform und Ethylacetat
Filmbildungstest 5 g der Probe in 95 g eines 80:20-Toluen-Ethanol-Gemischs (m/m) auflösen. Es bildet sich eine klare, stabile, hellgelbe Lösung. Einige ml der Lösung auf eine Glasplatte gießen und das Lösungsmittel evaporieren lassen. Es bleibt ein dicker, fester, durchgängiger, klarer Film, der entzündlich ist
pH-Wert neutral bei Lackmustest (1%ige kolloidale Dispersion)
Trocknungsverlust höchstens 3 % (105 °C, 2 Stunden)
Sulfatasche höchstens 0,4 %
Arsen höchstens 0,5 mg/kg
Blei höchstens 0,5 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,5 mg/kg
Cadmium höchstens 0,5 mg/kg

E 463 HYDROXYPROPYLCELLULOSE

MerkmaleReinheit
Synonyme Cellulosehydroxypropylether
Definition Hydroxypropylcellulose ist eine direkt aus faserigem Pflanzenmaterial gewonnene Cellulose, die teilweise mit Hydroxypropylgruppen verethert ist
CAS-Nummer 9004-64-2
Einecs 618-388-0
Chemische Bezeichnung Hydroxypropylether der Cellulose
Chemische Formel

Polymere von substituierten Anhydroglucoseeinheiten der allgemeinen Formel

C6H7O2(OR1)(OR2)(OR3), wobei R1, R2 und R3 sein können:

H

CH2CHOHCH3

CH2CHO(CH2CHOHCH3)CH3

CH2CHO[CH2CHO(CH2CHOHCH3)CH3]CH3

Molmasse etwa 30000—1000000
Gehalt höchstens 80,5 % Hydroxypropoxyl-Gruppen (-OCH2CHOHCH3), was höchstens 4,6 Hydroxypropyl-Gruppen pro Anhydroglucoseeinheit, bezogen auf die Trockenmasse, entspricht
Beschreibung schwach hygroskopisches, weißes bis gelbliches oder leicht grau gefärbtes, geschmack- und geruchloses, körniges oder faseriges Pulver
Löslichkeit quillt in Wasser (dabei bildet sich eine klare bis schillernde, zähflüssige kolloidale Dispersion); löslich in Ethanol; nicht löslich in Ether
Gaschromatographie Die Zusammensetzung ist durch Gaschromatografie festzustellen
pH-Wert mindestens 5,0 und höchstens 8,0 (1%ige kolloidale Dispersion)
Trocknungsverlust höchstens 10 % (105 °C, 3 Stunden)
Sulfatasche höchstens 0,5 %, bestimmt bei 800 ± 25 °C
Propylenchlorhydrine höchstens 0,1 mg/kg
Arsen höchstens 0,5 mg/kg
Blei höchstens 0,5 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,5 mg/kg
Cadmium höchstens 0,5 mg/kg

E 463a NIEDRIG SUBSTITUIERTE HYDROXYPROPYLCELLULOSE (L-HPC)

Synonyme Cellulosehydroxypropylether, niedrig substituiert
Begriffsbestimmung

L-HPC ist ein niedrig substituierter Polyhydroxypropylether der Cellulose.

L-HPC wird durch teilweise Veretherung der Anhydroglucoseeinheiten reiner Cellulose (Zellstoff) mit Propylenoxid-/Hydroxypropyl-Gruppen hergestellt. Das daraus entstehende Produkt wird dann gereinigt, getrocknet und gemahlen, um niedrig substituierte Hydroxypropylcellulose zu erhalten.

L-HPC enthält einen Anteil an Hydroxypropoxy-Gruppen von nicht weniger als 5,0 % und nicht mehr als 16,0 % in der Trockenmasse.

L-HPC unterscheidet sich von Hydroxypropylcellulose (E 463) in Bezug auf den molaren Substitutionsgrad mit Hydroxypropoxy-Gruppen auf jeder Einheit der Glucoseringe (0,2 für L-HPC, 3,5 für E 463) des Cellulosegerüsts.

IUPAC-Bezeichnung Cellulose, 2-hydroxypropyl ether (low substituted)
CAS-Nummer 9004-64-2
Einecs 618-388-0
Chemische Bezeichnung Hydroxypropylether der Cellulose, niedrig substituiert
Chemische Formel

Polymere von substituierten Anhydroglucose-Einheiten der allgemeinen Formel

C6H7O2(OR1)(OR2)(OR3)

wobei R1, R2, R3 jeweils wie folgt sein kann:

H

CH2CHOHCH3

CH2CHO(CH2CHOHCH3)CH3

CH2CHO[CH2CHO(CH2CHOHCH3)CH3]CH3

Molmasse zwischen ca. 30000 bis 150000 g/mol
Gehalt

Die durchschnittliche Zahl der Hydroxypropoxy-Gruppen

(–OCH2CHOHCH3) entspricht 0,2 Hydroxypropyl-Gruppen pro Anhydroglucose-Einheit, bezogen auf die Trockenmasse

Partikelgröße

Mittels Laserbeugung — mindestens 45 μm (höchstens 1 % des Gewichts von Partikeln unter 45 μm) und höchstens 65 μm

Mittels Größenausschlusschromatografie (SEC) — durchschnittliche Partikelgröße (D50) zwischen 47,3 μm und 50,3 μm; Kenngröße D90 (90 % unter dem angegebenen Wert) zwischen 126,2 μm und 138 μm

Beschreibung schwach hygroskopisches, weißes bis gelbliches oder leicht grau gefärbtes, geschmack- und geruchloses, körniges oder faseriges Pulver
Identifizierung besteht Test
Löslichkeit nicht löslich in Wasser; quillt in Wasser. Löst sich in einer 10 %igen Natriumhydroxidlösung, es bildet sich eine zähflüssige Lösung.
Gehalt Ermittlung des molaren Substitutionsgrads mittels Gaschromatografie
pH-Wert mindestens 5,0 und höchstens 7,5 (1%ige kolloidale Dispersion)
Reinheit
Trocknungsverlust höchstens 5,0 % (105 °C, 1 Stunde)
Glührückstand höchstens 0,8 %, bestimmt bei 800 °C ± 25 °C
Propylenchlorhydrine höchstens 0,1 mg/kg (bezogen auf die Trockenmasse) (Gaschromatografie–Massenspektrometrie (GC–MS))
Arsen höchstens 0,5 mg/kg
Blei höchstens 0,5 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,5 mg/kg
Cadmium höchstens 0,15 mg/kg

E 464 HYDROXYPROPYLMETHYLCELLULOSE

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Hydroxypropylmethylcellulose ist eine direkt aus faserigem Pflanzenmaterial gewonnene Cellulose, die teilweise mit Methylgruppen verethert ist, mit einer kleinen Menge angeetherter Hydroxypropylgruppen
CAS-Nummer 9004-65-3
Einecs 618-389-6
Chemische Bezeichnung 2-Hydroxypropylether der Methylcellulose
Chemische Formel

Polymere von substituierten Anhydroglucoseeinheiten der allgemeinen Formel

C6H7O2(OR1)(OR2)(OR3), wobei R1, R2 und R3 sein können:

H

CH3

CH2CHOHCH3

CH2CHO (CH2CHOHCH3) CH3

CH2CHO[CH2CHO (CH2CHOHCH3) CH3]CH3

Molmasse etwa 13000—200000
Gehalt zwischen 19 und 30 % Methoxylgruppen (-OCH3) und zwischen 3 und 12 % Hydroxypropoxylgruppen (-OCH2CHOHCH3) in der Trockenmasse
Beschreibung schwach hygroskopisches, weißes bis gelbliches oder leicht grau gefärbtes, geschmack- und geruchloses, körniges oder faseriges Pulver
Löslichkeit quillt in Wasser (dabei bildet sich eine klare bis schillernde, zähflüssige kolloidale Dispersion); unlöslich in Ethanol
Gaschromatographie Die Zusammensetzung ist durch Gaschromatografie festzustellen
pH-Wert mindestens 5,0 und höchstens 8,0 (1%ige kolloidale Dispersion)
Trocknungsverlust höchstens 10 % (105 °C, 3 Stunden)
Sulfatasche

höchstens 1,5 % bei Produkten mit einer Viskosität von mindestens 50 mPa s

höchstens 3 % bei Produkten mit einer Viskosität unter 50 mPa s

Propylenchlorhydrine höchstens 0,1 mg/kg
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg

E 465 ETHYLMETHYLCELLULOSE

MerkmaleReinheit
Synonyme Methylethylcellulose
Definition Ethylmethylcellulose ist eine direkt aus faserigem Pflanzenmaterial gewonnene Cellulose, die teilweise mit Methyl- und Ethylgruppen verethert ist
CAS-Nummer 9004-59-5. Ethylmethylcellulose wurde ebenfalls die CAS-Nummer 9004-69-7 zugewiesen.
Einecs
Chemische Bezeichnung Ethylmethylether der Cellulose
Chemische Formel

Polymere von substituierten Anhydroglucoseeinheiten der allgemeinen Formel

C6H7O2(OR1)(OR2)(OR3), wobei R1, R2 und R3 sein können:

H

CH3

CH2CH3

Molmasse etwa 30000—40000
Gehalt bezogen auf die Trockenmasse zwischen 3,5 und 6,5 % Methoxylgruppen (-OCH3), zwischen 14,5 und 19 % Ethoxylgruppen (-OCH2CH3) und zwischen 13,2 und 19,6 % Alkoxy-Gruppen insgesamt, berechnet als Methoxyl
Beschreibung schwach hygroskopisches, weißes bis gelbliches oder leicht grau gefärbtes, geschmack- und geruchloses, körniges oder faseriges Pulver
Löslichkeit quillt in Wasser (dabei bildet sich eine klare bis schillernde, zähflüssige kolloidale Dispersion); löslich in Ethanol; nicht löslich in Ether
pH-Wert mindestens 5,0 und höchstens 8,0 (1%ige kolloidale Dispersion)
Trocknungsverlust höchstens 15 % für die faserige Form und höchstens 10 % für die Pulverform (bei 105 °C, bis zur Gewichtskonstanz)
Sulfatasche höchstens 0,6 %
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg

E 466 NATRIUM-CARBOXYMETHYLCELLULOSE, CELLULOSEGUMMI

MerkmaleReinheit
Synonyme NaCMC; Natrium-CMC
Definition Natrium-Carboxymethylcellulose ist ein Natriumsalz eines Carboxymethylethers einer direkt aus faserigem Pflanzenmaterial gewonnenen Cellulose
CAS-Nummer 9004-32-4
Einecs 618-378-6
Chemische Bezeichnung Natriumsalz des Carboxymethylethers der Cellulose
Chemische Formel

Polymere von substituierten Anhydroglucoseeinheiten der allgemeinen Formel

C6H7O2(OR1)(OR2)(OR3), wobei R1, R2 und R3 sein können:

H

CH2COONa

CH2COOH

Molmasse höher als ca. 17000 (Polymerisationsgrad ca. 100)
Gehalt mindestens 99,5 % in der Trockenmasse
Beschreibung schwach hygroskopisches, weißes bis gelbliches oder leicht grau gefärbtes, geschmack- und geruchloses, körniges oder faseriges Pulver
Löslichkeit bildet mit Wasser eine zähflüssige kolloidale Dispersion; nicht löslich in Ethanol
Schaumtest Eine 0,1%ige Dispersion der Probe kräftig schütteln. Es bildet sich keine Schaumschicht. (Auf diese Weise lässt sich Natrium-Carboxymethylcellulose von anderen Celluloseethern unterscheiden.)
Ausfällung Zu 5 ml einer 0,5%igen Dispersion der Probe 5 ml einer 5%igen Kupfersulfat- oder Aluminiumsulfatlösung hinzufügen. Es bildet sich ein Niederschlag. (Auf diese Weise lässt sich Natrium-Carboxymethylcellulose von anderen Celluloseethern sowie von Gelatine, Johannisbrotkernmehl und Traganth unterscheiden.)
Farbreaktion

0,5 g Natrium-Carboxymethylcellulose unter ständigem Rühren zu 50 ml Wasser hinzufügen, um eine gleichmäßige Dispersion zu erreichen. So lange weiterrühren, bis die Dispersion klar wird, dann die Dispersion für folgende Prüfung verwenden:

1 mg der Probe in einem kleinen Reagenzglas mit dem gleichen Volumen Wasser verdünnen und 5 Tropfen 1-Naphthol-Lösung hinzufügen. Das Reagenzglas neigen und entlang seiner Seite vorsichtig 2 ml Schwefelsäure einträufeln, sodass diese eine tiefere Schicht bildet. Die Grenzfläche färbt sich purpurrot

pH-Wert mindestens 5,0 und höchstens 8,5 (1%ige kolloidale Dispersion)
Substitutionsgrad zwischen 0,2 und 1,5 Carboxymethylgruppen (-CH2COOH) je Anhydroglucoseeinheit
Trocknungsverlust höchstens 12 % (105 °C bis zur Gewichtskonstanz)
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg
Gesamtglycolat höchstens 0,4 %, berechnet als Natriumglycolat, in der Trockenmasse
Natrium höchstens 12,4 % in der Trockenmasse

E 468 VERNETZTE CARBOXYMETHYLCELLULOSE, MODIFIZIERTER CELLULOSEGUMMI

MerkmaleReinheit
Synonyme vernetzte Natriumcarboxymethylcellulose; vernetzte CMC; vernetzte Natrium-CMC
Definition Vernetzte Natriumcarboxymethylcellulose ist das Natriumsalz thermisch vernetzter, teilweise O-carboxymethylierter Cellulose
CAS-Nummer 74811-65-7
Einecs 629-739-2
Chemische Bezeichnung Natriumsalz vernetzter carboxymethylierter Ethercellulose
Chemische Formel

Polymere mit substituierten Anhydroglucoseeinheiten der allgemeinen Formel

C6H7O2(OR1)(OR2)(OR3), wobei R1, R2 und R3 sein können:

H

CH2COONa

CH2COOH

Molmasse
Gehalt
Beschreibung leicht hygroskopisches, weißes bis cremefarbenes, geruchloses Pulver
Ausfällung 1 g in 100 ml einer 4 mg/kg Methylenblau enthaltenden Lösung schütteln und absetzen lassen. Der zu prüfende Stoff absorbiert Methylenblau und bildet einen blauen, faserigen Bodensatz
Farbreaktion 1 g in 50 ml Wasser schütteln. 1 ml des Gemisches in einen Prüfkolben geben, 1 ml Wasser hinzufügen und 0,05 ml einer frisch zubereiteten Lösung von 40 g/l α-Naphthol in Methanol hinzugeben. Prüfkolben neigen und vorsichtig 2ml Schwefelsäure über die niedrigere Seite einträufeln, so dass eine tiefere Schicht gebildet wird. Die Grenzfläche färbt sich rötlich-violett
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert mindestens 5,0 und höchstens 7,0 (1%ige Dispersion)
Trocknungsverlust höchstens 6 % (105 °C, 3 Stunden)
Wasserlösliche Bestandteile höchstens 10 %
Substitutionsgrad mindestens 0,2 und höchstens 1,5 Carboxymethylgruppen je Anhydroglucoseeinheit
Natriumgehalt höchstens 12,4 % in der Trockenmasse
Arsen höchstens 0,2 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg

E 469 ENZYMATISCH HYDROLYSIERTE CARBOXYMETHYLCELLULOSE, ENZYMATISCH HYDROLYSIERTER CELLULOSEGUMMI

MerkmaleReinheit
Synonyme enzymatisch hydrolysierte Natriumcarboxymethylcellulose
Definition Enzymatisch hydrolysierte Carboxymethylcellulose wird durch enzymatischen Aufschluss mit Cellulase, die durch Trichoderma longibrachiatum (früher T. reesei) produziert wird, aus Carboxymethylcellulose gewonnen
Einecs
Chemische Bezeichnung teilweise enzymatisch hydrolysierte Natriumcarboxymethylcellulose
Chemische Formel

Natriumsalze von Polymeren mit substituierten Anhydroglucoseeinheiten der allgemeinen Formel

[C6H7O2(OH)x(OCH2COONa)y]n

wobei n = Polymerisationsgrad

x = 1,50 bis 2,80

y = 0,2 bis 1,50

x + y = 3,0

(y = Substitutionsgrad)

Molmasse

178,14 (wobei y = 0,20)

282,18 (wobei y = 1,50)

Macromoleküle: mindestens 800 (n = rund 4)

Gehalt mindestens 99,5 % einschließlich Mono- und Disaccharide in der Trockenmasse
Beschreibung weißes oder leicht gelbliches oder graues, geruchloses, leicht hygroskopisches körniges oder faseriges Pulver
Löslichkeit löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
Schaumtest Eine 0,1%ige Dispersion der Probe kräftig schütteln. Es bildet sich keine Schaumschicht. Bei diesem Test unterscheidet sich hydrolysiertes oder nichthydrolysiertes Natriumcarboxymethyl von anderen Celluloseethern, Alginaten und Naturkautschuk
Ausfällung Zu 5 ml einer 0,5%igen Dispersion der Probe füge man 5 ml 5%ige Kupfer- oder Aluminiumsulfatlösung hinzu. Es bildet sich ein Niederschlag. Bei diesem Test unterscheidet sich hydrolysiertes oder nichthydrolysiertes Natriumcarboxymethyl von anderen Celluloseethern, Gelatine, Carobin und Tragacanth
Farbreaktion Unter Umrühren 0,5 g pulverförmige Probe zu 50 ml Wasser hinzufügen, um eine einheitliche Dispersion zu erhalten. Weiter umrühren, bis eine klare Dispersion entsteht. In einem kleinen Prüfkolben 1 ml der Dispersion mit 1 ml Wasser verdünnen. 5 Tropfen 1-Naphthol-Testlösung hinzufügen. Das Reagenzglas neigen und entlang seiner Seite vorsichtig 2 ml Schwefelsäure einträufeln, sodass diese eine tiefere Schicht bildet. Die Grenzfläche färbt sich purpurrot
Viskosität (60 % Feststoffe) mindestens 2500 kg m–1s–1 (bei 25 °C) entsprechend einer durchschnittlichen Molmasse von 5000 Da
pH-Wert mindestens 6,0 und höchstens 8,5 (1%ige kolloidale Dispersion)
Trocknungsverlust höchstens 12 % (105 °C bis zur Gewichtskonstanz)
Substitutionsgrad mindestens 0,2 und höchstens 1,5 Carboxymethylgruppen je Anhydroglucoseeinheit in der Trockenmasse
Natriumchlorid und Natriumglycolat einzeln oder zusammengenommen höchstens 0,5 %
Restenzymaktivität Besteht den Test. Keine Änderung der Viskosität der Testdispersion, die die Hydrolyse der Natriumcarboxymethylcellulose anzeigt
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg

E 470a NATRIUM-, KALIUM- UND CALCIUMSALZE DER SPEISEFETTSÄUREN

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Natrium-, Kalium- und Calciumsalze von Fettsäuren aus Speiseölen und -fetten, wobei diese Salze entweder aus genusstauglichen Fetten oder aus destillierten Speisefettsäuren gewonnen werden
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 95 % in der Trockenmasse (105 °C bis zur Gewichtskonstanz)
Beschreibung leichtes Pulver, Schuppen oder halbfeste Massen von weißer bis gelblicher Farbe
Löslichkeit Natrium- und Kaliumsalze: löslich in Wasser und Ethanol; Calciumsalze: Nicht löslich in Wasser, Ethanol und Ether
Kationentest besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Natrium 9 % - 14 %, berechnet als Na2O
Kalium 13—21,5 %, berechnet als K2O
Calcium 8,5—13 %, berechnet als CaO
Unverseifbare Fraktion höchstens 2 %
Freie Fettsäuren höchstens 3 %, berechnet als Ölsäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Freie Alkalien höchstens 0,1 %, berechnet als NaOH
In Alkohol nicht lösliche Bestandteile höchstens 0,2 % (dieses Kriterium gilt nur für Natrium- und Kaliumsalze)

E 470b MAGNESIUMSALZE DER SPEISEFETTSÄUREN

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Magnesiumsalze von Fettsäuren in Speiseölen und -fetten, wobei diese Salze entweder aus genusstauglichen Fetten und Ölen oder aus destillierten Speisefettsäuren gewonnen werden
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 95 % in der Trockenmasse (105 °C bis zur Gewichtskonstanz)
Beschreibung leichtes Pulver, Schuppen oder halbfeste Massen von weißer bis gelblicher Farbe
Löslichkeit nicht löslich in Wasser; teilweise löslich in Ethanol und Ether
Magnesium-Test besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Magnesium 6,5—11 %, berechnet als MgO
Freie Alkalien höchstens 0,1 %, berechnet als MgO
Unverseifbare Fraktion höchstens 2 %
Freie Fettsäuren höchstens 3 %, berechnet als Ölsäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 471 MONO- UND DIGLYCERIDE VON SPEISEFETTSÄUREN

Synonyme
Definition

Gemische von Mono-, Di- und Triestern des Glycerins von in Speiseölen und -fetten vorkommenden Fettsäuren. Sie können geringe Mengen freie Fettsäuren und Glycerin enthalten:

Glycerin, das zur Herstellung von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren verwendet wird, sollte den Spezifikationen für E 422 entsprechen.

E 471 muss aus Fetten und Ölen hergestellt werden, die die Anforderungen der Union an die Lebensmittelsicherheit von Speisefetten und -ölen erfüllen.

Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt

Mono- und Diester: mindestens 70 %

Erucasäure, auch im Mono-/Diglycerid gebundene Erucasäure:

höchstens 0,2 % (nur wenn Lebensmitteln für Säuglinge und Kleinkinder zugesetzt)

höchstens 0,5 % (in allen Verwendungen außer als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung)

Beschreibung Hellgelbe bis hellbraune ölige Flüssigkeit oder weiße bis cremefarbene Wachse. Die festen Produkte können die Form von Pulver, Schuppen oder Pastillen haben.
Merkmale
Infrarot-Absorptionsspektrum charakteristisch für ein Partialfettsäureester eines Polyols
Glycerin-Test besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Löslichkeit nicht löslich in Wasser; löslich in Ethanol und Toluen bei 50 °C
Reinheit
Wassergehalt höchstens 2 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Säurezahl höchstens 6
Freies Glycerin höchstens 7 %
Polyglycerin Diglycerin höchstens 4 % sowie Tri- und Polyglycerine höchstens 1 % der Gesamtglycerine
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg
Summe aus 3-Monochlorpropandiol (3-MCPD) und 3-MCPD-Fettsäureestern, ausgedrückt als 3-MCPD

höchstens 0,75 mg/kg (nur bei Verwendung als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung)

höchstens 2,5 mg/kg (in allen Verwendungen außer als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung)

Glycidylester von Speisefettsäuren, berechnet als Glycidol

Ab dem 30. Juli 2023 bis zum 30. Januar 2024 höchstens 5 mg/kg bei Verwendung als Zusatzstoff in Säuglings- und Kleinkindnahrung und höchstens 10 mg/kg bei allen anderen Verwendungen.

Ab dem 30. Januar 2024 höchstens 5 mg/kg für alle Verwendungen.

Gesamtglycerin mindestens 16 % und höchstens 33 %
Sulfatasche höchstens 0,5 %, bestimmt bei 800 ± 25 °C
Seife

Die Reinheitskriterien gelten für den von Natrium-, Kalium- und Calciumsalzen von Fettsäuren freien Zusatzstoff, diese Stoffe dürfen aber bis zu einem Höchstgehalt von 6 % (berechnet als Natriumoleat) enthalten sein.

E 472a ESSIGSÄUREESTER VON MONO- UND DIGLYCERIDEN VON SPEISEFETTSÄUREN

MerkmaleReinheit
Synonyme Essigsäureester von Mono- und Diglyceriden; Acetoglyceride; Acetylierte Mono- und Diglyceride; Essig- und Fettsäureester des Glycerins
Definition Ester des Glycerins mit Essigsäure und Fettsäuren aus Speiseölen und -fetten. Sie können geringe Mengen freies Glycerin, freie Essig- und Fettsäuren und freie Glyceride enthalten
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung klare leichtflüssige Flüssigkeiten bis feste Wachse von weißer bis gelblicher Farbe
Glycerin-Test besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Essigsäure-Test besteht Test
Löslichkeit nicht löslich in Wasser; löslich in Ethanol
Andere Säuren als Essig- und Fettsäuren weniger als 1 %
Freies Glycerin höchstens 2 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Gesamtessigsäure mindestens 9 % und höchstens 32 %
Freie Fettsäuren (und Essigsäure) höchstens 3 %, berechnet als Ölsäure
Gesamtglycerin mindestens 14 % und höchstens 31 %
Sulfatasche höchstens 0,5 %, bestimmt bei 800 ± 25 °C

Die Reinheitskriterien gelten für den von Natrium-, Kalium- und Calciumsalzen von Fettsäuren freien Zusatzstoff, diese Stoffe dürfen aber bis zu einem Höchstgehalt von 6 % (berechnet als Natriumoleat) enthalten sein.

E 472b MILCHSÄUREESTER VON MONO- UND DIGLYCERIDEN VON SPEISEFETTSÄUREN

MerkmaleReinheit
Synonyme Milchsäureester von Mono- und Diglyceriden; Lactoglyceride; mit Milchsäure veresterte Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren
Definition Ester des Glycerins mit Milchsäure und Fettsäuren aus Speiseölen und -fetten. Sie können geringe Mengen freies Glycerin, freie Milch- und Fettsäuren und freie Glyceride enthalten
Beschreibung klare leichtflüssige Flüssigkeiten bis feste Wachse wechselnder Konsistenz und von weißer bis gelblicher Farbe
Glycerin-Test besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Milchsäure-Test besteht Test
Löslichkeit nicht löslich in kaltem Wasser, aber dispergierbar in heißem Wasser
Andere Säuren als Milchsäure und Fettsäuren weniger als 1 %
Freies Glycerin höchstens 2 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Gesamtmilchsäure mindestens 13 % und höchstens 45 %
Freie Fettsäuren (und Milchsäure) höchstens 3 %, berechnet als Ölsäure
Gesamtglycerin mindestens 13 % und höchstens 30 %
Sulfatasche höchstens 0,5 % (800 ± 25 °C)

Die Reinheitskriterien gelten für den von Natrium-, Kalium- und Calciumsalzen von Fettsäuren freien Zusatzstoff, diese Stoffe dürfen aber bis zu einem Höchstgehalt von 6 % (berechnet als Natriumoleat) enthalten sein.

E 472c CITRONENSÄUREESTER VON MONO- UND DIGLYCERIDEN VON SPEISEFETTSÄUREN

MerkmaleReinheit
Synonyme Citrem; Citronensäureester von Mono- und Diglyceriden; Citroglyceride; mit Citronensäure veresterte Mono- und Diglyceride von Fettsäuren
Definition Ester des Glycerins mit Citronensäure und Fettsäuren aus Speiseölen und -fetten. Sie können geringe Mengen freies Glycerin, freie Fettsäuren, freie Citronensäure und freie Glyceride enthalten. Sie können ganz oder teilweise mit Natrium-, Kalium- oder Calciumsalzen neutralisiert sein, die dafür geeignet und nach dieser Verordnung als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen sind
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung gelbliche oder leicht bräunliche Flüssigkeiten bzw. wachsartige oder halbfeste Massen
Glycerin-Test besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Citronensäure-Test besteht Test
Löslichkeit nicht löslich in kaltem Wasser, dispergierbar in heißem Wasser; löslich in Ölen und Fetten; nicht löslich in kaltem Ethanol
Andere Säuren als Citronensäure und Fettsäuren weniger als 1 %
Freies Glycerin höchstens 2 %
Gesamtglycerin mindestens 8 % und höchstens 33 %
Gesamtcitronensäure mindestens 13 % und höchstens 50 %
Sulfatasche

nicht neutralisierte Produkte; höchstens 0,5 % (800 ± 25 °C)

teilweise oder vollständig neutralisierte Produkte: höchstens 10 % (800 ± 25 °C)

Blei höchstens 2 mg/kg
Säurezahl höchstens 130

Die Reinheitskriterien gelten für den von Natrium-, Kalium- und Calciumsalzen von Fettsäuren freien Zusatzstoff, diese Stoffe dürfen aber bis zu einem Höchstgehalt von 6 % (berechnet als Natriumoleat) enthalten sein.

E 472d WEINSÄUREESTER VON MONO- UND DIGLYCERIDEN VON SPEISEFETTSÄUREN

MerkmaleReinheit
Synonyme Weinsäureester von Mono- und Diglyceriden; mit Weinsäure veresterte Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren
Definition Ester des Glycerins mit Weinsäure und Fettsäuren aus Speiseölen und -fetten. Sie können geringe Mengen freies Glycerin, freie Wein- und Fettsäuren und freie Glyceride enthalten
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung klebrige, zähflüssige gelbliche Flüssigkeiten bis harte gelbe Wachse
Glycerin-Test besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Weinsäure-Test besteht Test
Andere Säuren als Weinsäure und Fettsäuren weniger als 1,0 %
Freies Glycerin höchstens 2 %
Gesamtglycerin mindestens 12 % und höchstens 29 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Gesamtweinsäure mindestens 15 % und höchstens 50 %
Freie Fettsäuren höchstens 3 %, berechnet als Ölsäure
Sulfatasche höchstens 0,5 % (800 ± 25 °C)

Die Reinheitskriterien gelten für den von Natrium-, Kalium- und Calciumsalzen von Fettsäuren freien Zusatzstoff, diese Stoffe dürfen aber bis zu einem Höchstgehalt von 6 % (berechnet als Natriumoleat) enthalten sein.

E 472e MONO- UND DIACETYLWEINSÄUREESTER VON MONO- UND DIGLYCERIDEN VON SPEISEFETTSÄUREN

MerkmaleReinheit
Synonyme Diacetyl-Weinsäureester von Mono- und Diglyceriden; mit Mono- und Diacetylweinsäure veresterte Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren; Diacetylweinsäure- und Fettsäureester des Glycerins
Definition Gemischte Ester des Glycerins mit Mono- und Diacetylweinsäure (aus Weinsäure) und Fettsäuren aus Speiseölen und -fetten. Sie können geringe Mengen freies Glycerin, freie Fettsäuren, freie Wein- und Essigsäure oder ihre Kombinationen sowie freie Glyceride enthalten. Außerdem enthalten sie Essig- und Weinsäureester von Speisefettsäuren
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung klebrige, zähflüssige Flüssigkeiten oder fettähnliche Stoffe bis gelbe Wachse; an feuchter Luft wird Essigsäure freigesetzt
Glycerin-Test besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Weinsäure-Test besteht Test
Essigsäure-Test besteht Test
Andere Säuren als Essig- und Weinsäure und Fettsäuren weniger als 1 %
Freies Glycerin höchstens 2 %
Gesamtglycerin mindestens 11 % und höchstens 28 %
Sulfatasche höchstens 0,5 %, bestimmt bei 800 ± 25 °C
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Gesamtweinsäure mindestens 10 % und höchstens 40 %
Gesamtessigsäure mindestens 8 % und höchstens 32 %
Säurezahl mindestens 40 und höchstens 130

Die Reinheitskriterien gelten für den von Natrium-, Kalium- und Calciumsalzen von Fettsäuren freien Zusatzstoff, diese Stoffe dürfen aber bis zu einem Höchstgehalt von 6 % (berechnet als Natriumoleat) enthalten sein.

E 472f GEMISCHTE ESSIG- UND WEINSÄUREESTER VON MONO- UND DIGLYCERIDEN VON SPEISEFETTSÄUREN

MerkmaleReinheit
Synonyme mit Essig- und Weinsäure veresterte Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren
Definition Ester des Glycerins mit Essig- und Weinsäure und Fettsäuren aus Speiseölen und -fetten. Sie können geringe Mengen freies Glycerin, freie Fettsäuren, freie Wein- und Essigsäure sowie freie Glyceride enthalten. Außerdem können sie Mono- und Diacetylweinsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren enthalten
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung klebrige Flüssigkeiten bis feste Stoffe von weißer bis gelblicher Farbe
Glycerin-Test besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Weinsäure-Test besteht Test
Essigsäure-Test besteht Test
Andere Säuren als Essig- und Weinsäure und Fettsäuren weniger als 1,0 %
Freies Glycerin höchstens 2 %
Gesamtglycerin mindestens 12 % und höchstens 27 %
Sulfatasche höchstens 0,5 % (800 ± 25 °C)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Gesamtessigsäure mindestens 10 % und höchstens 20 %
Gesamtweinsäure mindestens 20 % und höchstens 40 %
Freie Fettsäuren höchstens 3 %, berechnet als Ölsäure

Die Reinheitskriterien gelten für den von Natrium-, Kalium- und Calciumsalzen von Fettsäuren freien Zusatzstoff, diese Stoffe dürfen aber bis zu einem Höchstgehalt von 6 % (berechnet als Natriumoleat) enthalten sein.

E 473 ZUCKERESTER VON SPEISEFETTSÄUREN

MerkmaleReinheit
Synonyme Saccharoseester; Zuckerester
Definition Hauptsächlich Mono-, Di- und Triester der Saccharose mit Speisefettsäuren. Sie können aus Saccharose und den Methyl-, Ethyl- und Vinylestern der Speisefettsäuren (auch Laurinsäure) oder durch Extraktion aus Zuckerglyceriden hergestellt werden. Für ihre Herstellung darf kein anderes organisches Lösungsmittel als Dimethylsulfoxid, Dimethylformamid, Ethylacetat, Propan-2-ol, 2-Methyl-1-propanol, Propan-1,2-diol, Methylethylketon oder überkritisches Kohlendioxid verwendet werden. p-Methoxyphenol kann bei der Herstellung als Stabilisator eingesetzt werden
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 80 %
Beschreibung steife Gele, weiche Feststoffe oder weißes bis schwach grauweißliches Pulver
Zuckertest besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Löslichkeit mäßig löslich in Wasser; löslich in Ethanol
Sulfatasche höchstens 2 % (800 ± 25 °C)
Freier Zucker höchstens 5 %
Freie Fettsäuren höchstens 3 %, berechnet als Ölsäure
p-Methoxyphenol höchstens 100 μg/kg
Acetaldehyd höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Methanol höchstens 10 mg/kg
Dimethylsulfoxid höchstens 2 mg/kg
Dimethylformamid höchstens 1 mg/kg
2-Methyl-1-propanol höchstens 10 mg/kg
Ethylacetat einzeln oder zusammengenommen höchstens 350 mg/kg
Propan-2-ol
Propan-1,2-diol
Methylethylketon höchstens 10 mg/kg

Die Reinheitskriterien gelten für den von Natrium-, Kalium- und Calciumsalzen von Fettsäuren freien Zusatzstoff, diese Stoffe dürfen aber bis zu einem Höchstgehalt von 6 % (berechnet als Natriumoleat) enthalten sein.

E 474 ZUCKERGLYCERIDE

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Zuckerglyceride werden durch Reaktion von Saccharose mit einem Speisefett oder Speiseöl hergestellt und sind ein Gemisch von hauptsächlich Mono-, Di- und Triestern von Saccharose und Fettsäuren (auch Laurinsäure) zusammen mit Resten von Mono-, Di- und Triglyceriden aus Fett oder Öl. Für ihre Zubereitung darf kein anderes organisches Lösungsmittel als Cyclohexan, Dimethylformamid, Ethylacetat, 2-Methyl-1-propanol oder Propan-2-ol verwendet werden
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt zwischen 40 % und 60 % an Zuckerestern von Fettsäuren
Beschreibung weiche Feststoffe, steife Gele oder weiße bis cremefarbene Pulver
Zuckertest besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Löslichkeit nicht löslich in kaltem Wasser; löslich in Ethanol
Sulfatasche höchstens 2 % (800 ± 25 °C)
Freier Zucker höchstens 5 %
Freie Fettsäuren höchstens 3 %, berechnet als Ölsäure
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Methanol höchstens 10 mg/kg
Dimethylformamid höchstens 1 mg/kg
2-Methylpropan-1-ol einzeln oder zusammengenommen höchstens 10 mg/kg
Cyclohexan
Ethylacetat einzeln oder zusammengenommen höchstens 350 mg/kg
Propan-2-ol

Die Reinheitskriterien gelten für den von Natrium-, Kalium- und Calciumsalzen von Fettsäuren freien Zusatzstoff, diese Stoffe dürfen aber bis zu einem Höchstgehalt von 6 % (berechnet als Natriumoleat) enthalten sein.

E 475 POLYGLYCERINESTER VON SPEISEFETTSÄUREN

Synonyme Polyglycerin-Fettsäureester; Polyglycerinester von Fettsäureestern
Definition

Polyglycerinester von Speisefettsäuren werden durch Veresterung von Polyglycerinen mit Speisefetten und -ölen oder mit Speisefettsäuren hergestellt. Der Polyglycerinanteil besteht vorwiegend aus Di-, Tri- und Tetraglycerin; der Gehalt an Polyglycerinen mit Kettenlänge von Heptaglycerin oder höher beträgt höchstens 10 %.

Das Polyglycerin wird aus Glycerin hergestellt, das den Spezifikationen für E 422 entspricht.

Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt insgesamt mindestens 90 % Fettsäureester
Beschreibung hellgelbe bis bernsteinfarbene, ölige bis sehr zähe Flüssigkeiten; hell- bis mittelbraune, plastische oder weiche Feststoffe; hellbraune bis braune harte Wachse
Merkmale
Glycerin-Test besteht Test
Polyglycerin-Test besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Löslichkeit Die Eigenschaften der Ester reichen von sehr hydrophil bis sehr lipophil; als Gruppe sind sie jedoch im Allgemeinen dispergierbar in Wasser und löslich in organischen Lösungsmitteln und Ölen
Reinheit
Sulfatasche höchstens 0,5 % (800 ± 25 °C)
Andere Säuren als Fettsäuren weniger als 1 %
Freie Fettsäuren höchstens 6 %, berechnet als Ölsäure
Gesamtglycerine mindestens 18 % und höchstens 60 %
Freie Glycerine höchstens 7 %
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,3 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg
Summe aus 3-Monochlorpropandiol (3-MCPD) und 3-MCPD-Fettsäureestern, ausgedrückt als 3-MCPD höchstens 2,5 mg/kg
Glycidylfettsäureester, ausgedrückt als Glycidol

Höchstens 10 mg/kg. Dies gilt vom 20. Juli 2023 bis zum 20. Januar 2024.

Höchstens 5 mg/kg. Dies gilt ab dem 20. Januar 2024.

Erucasäure höchstens 2 %

Die Reinheitskriterien gelten für den von Natrium-, Kalium- und Calciumsalzen von Fettsäuren freien Zusatzstoff, diese Stoffe dürfen aber bis zu einem Höchstgehalt von 6 % (berechnet als Natriumoleat) enthalten sein.

E 476 POLYGLYCERIN-POLYRICINOLEAT

Synonyme Glycerinester von kondensierten Ricinusölfettsäuren; Polyglycerinester von polykondensierten Ricinusölfettsäuren; Polyglycerinester von umgeesterter Ricinolsäure; PGPR
Definition

Polyglycerin-Polyricinoleat wird durch Veresterung von Polyglycerin mit kondensierten Ricinusölfettsäuren gewonnen. Zur Herstellung von Polyglycerin-Polyricinoleat verwendetes Ricinusöl ist frei von Ricin.

Das Polyglycerin wird aus Glycerin hergestellt, das den Spezifikationen für E 422 entspricht.

Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung klare, sehr zähe Flüssigkeit
Merkmale
Löslichkeit nicht löslich in Wasser und Ethanol; löslich in Ether, Kohlenwasserstoffen und halogenierten Kohlenwasserstoffen
Glycerin-Test besteht Test
Polyglycerin-Test besteht Test
Ricinolsäure-Test besteht Test
Brechzahl [n]D65: 1,4630-1,4665
Reinheit
Polyglycerin Der Polyglycerinanteil ist zusammengesetzt aus mindestens 75 % Di-, Tri- und Tetraglycerinen und höchstens 10 % Polyglycerinen gleich oder länger als Heptaglycerin.
Hydroxylzahl mindestens 80 und höchstens 100
Säurezahl höchstens 6
Arsen höchstens 0,1 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg
Summe aus 3-Monochlorpropandiol (3-MCPD) und 3-MCPD-Fettsäureestern (ausgedrückt als 3-MCPD) höchstens 2,5 mg/kg
Glycidylfettsäureester (ausgedrückt als Glycidol) höchstens 1 mg/kg

E 477 PROPYLENGLYCOLESTER VON SPEISEFETTSÄUREN

MerkmaleReinheit
Synonyme Propan-1,2-diolester von Speisefettsäuren
Definition Gemisch von Mono- und Diestern von Propan-1,2-diol mit Fettsäuren aus Speiseölen und -fetten. Der Alkoholanteil besteht ausschließlich aus Propan-1,2-diol nebst Dimeren und Spuren von Trimeren. Andere organische Säuren als Speisefettsäuren sind nicht vorhanden
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt insgesamt mindestens 85 % Fettsäureester
Beschreibung klare Flüssigkeiten oder weiße wachsartige Schuppen, Pastillen oder Feststoffe mit nichtssagendem Geruch
Propan-1,2-diol-Test besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Sulfatasche höchstens 0,5 % (800 ± 25 °C)
Andere Säuren als Fettsäuren weniger als 1 %
Freie Fettsäuren höchstens 6 %, berechnet als Ölsäure
Propan-1,2-diol gesamt mindestens 11 % und höchstens 31 %
Freies Propylenglykol höchstens 5 %
Dimere und Trimere von Propan-1,2-diol höchstens 0,5 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

Die Reinheitskriterien gelten für den von Natrium-, Kalium- und Calciumsalzen von Fettsäuren freien Zusatzstoff, diese Stoffe dürfen aber bis zu einem Höchstgehalt von 6 % (berechnet als Natriumoleat) enthalten sein.

E 479b THERMOOXIDIERTES SOJAÖL VERESTERT MIT MONO- UND DIGLYCERIDEN VON SPEISEFETTSÄUREN

MerkmaleReinheit
Synonyme TOSOM
Definition Thermooxidiertes Sojaöl, verestert mit Mono- und Diglyceriden von Fettsäuren, ist ein komplexes Gemisch von Glycerin- und Fettsäureestern aus genusstauglichem Fett und Fettsäuren aus thermooxidiertem Sojaöl. Es wird durch Umesterung und Entaromatisierung im Vakuum bei 130 °C von 10 % thermooxidiertem Sojaöl und 90 % Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren gewonnen. Das Sojaöl wird ausschließlich aus Sojabohnensorten gewonnen
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung blassgelb bis hellbraun, wachsartig oder fest
Löslichkeit nicht löslich in Wasser; löslich in heißem Öl oder Fett
Schmelzbereich 55—65 °C
Freie Fettsäuren höchstens 1,5 %, berechnet als Ölsäure
Freies Glycerin höchstens 2 %
Gesamtfettsäuren 83—90 %
Gesamtglycerin 16—22 %
Fettsäuremethylester, die mit Harnstoff keine Addukte bilden höchstens 9 % der Fettsäuremethylester insgesamt
In Petrolether unlösliche Fettsäuren höchstens 2 % der Fettsäuren insgesamt
Peroxidzahl höchstens 3
Epoxide höchstens 0,03 % Oxiran-Sauerstoff
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 481 NATRIUMSTEAROYL-2-LACTYLAT

MerkmaleReinheit
Synonyme Natriumstearoyllaktylat; Natriumstearoyllaktat
Definition Natriumsalze der Stearoyllaktylsäuren und ihre Polymere mit geringeren Anteilen an Natriumsalzen verwandter Säuren, die durch Reaktion der Stearin- und Milchsäure entstanden sind. Verschiedene andere freie oder veresterte Speisefettsäuren können, aus der verwendeten Stearinsäure herstammend, ebenfalls vorhanden sein
Einecs 246-929-7
Chemische Bezeichnung

Natrium-di-2-stearoyllactat

Natrium-di(2-stearoyloxy-)propionat

Chemische Formel C21H39O4Na; C19H35O4Na (Hauptbestandteile)
Molmasse
Gehalt
Beschreibung weißes oder gelblichweißes Pulver oder spröder Feststoff mit charakteristischem Geruch
Natrium-Test besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Milchsäure-Test besteht Test
Löslichkeit nicht löslich in Wasser; löslich in Ethanol
Natrium mindestens 2,5 % und höchstens 5 %
Esterzahl mindestens 90 und höchstens 190
Säurezahl mindestens 60 und höchstens 130
Gesamtmilchsäure mindestens 15 % und höchstens 40 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 482 CALCIUMSTEAROYL-2-LACTYLAT

MerkmaleReinheit
Synonyme Calciumstearoyllactat
Definition Calciumsalze der Stearoyllactylsäuren und ihre Polymere mit geringeren Anteilen an Calciumsalzen verwandter Säuren, die durch Reaktion der Stearin- und Milchsäure entstanden sind. Verschiedene andere freie oder veresterte Speisefettsäuren können, aus der verwendeten Stearinsäure herstammend, ebenfalls vorhanden sein
Einecs 227-335-7
Chemische Bezeichnung

Calcium-di-2-stearoyllactat

Calcium-di(2-stearoyloxy-)propionat

Chemische Formel C42H78O8Ca; C38H70O8Ca, C40H74O8Ca (Hauptbestandteile)
Molmasse
Gehalt
Beschreibung weißes oder gelblichweißes Pulver oder spröder Feststoff mit charakteristischem Geruch
Calcium-Test besteht Test
Fettsäure-Test besteht Test
Milchsäure-Test besteht Test
Löslichkeit mäßig löslich in heißem Wasser
Calcium mindestens 1 % und höchstens 5,2 %
Esterzahl mindestens 125 und höchstens 190
Gesamtmilchsäure mindestens 15 % und höchstens 40 %
Säurezahl mindestens 50 und höchstens 130
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 491 SORBITANMONOSTEARAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Gemisch der Partialester von Sorbit und seinen Anhydriden mit genusstauglicher, handelsüblicher Stearinsäure
Einecs 215-664-9
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 95 % eines Gemischs von Sorbit, Sorbitan und Isosorbidestern
Beschreibung helle, cremefarbene bis gelbbraune Pastillen oder Schuppen oder harter, wachsartiger Stoff mit leichtem charakteristischem Geruch
Löslichkeit löslich in Toluen, Dioxan, Tetrachlorkohlenstoff, Ether, Methanol, Ethanol und Anilin bei Temperaturen oberhalb seines Schmelzpunktes; unlöslich in Petrolether und Aceton; unlöslich in kaltem Wasser; dispergierbar in warmem Wasser; löslich mit Trübung in Mineralöl und Ethylacetat bei Temperaturen über 50 °C
Identifizierungstest Mithilfe von Säurezahl, Iodzahl (höchstens 4), Gaschromatografie
Infrarot-Absorptionsspektrum charakteristisch für ein Partialfettsäureester eines Polyols
Wassergehalt höchstens 2 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Sulfatasche höchstens 0,5 %
Säurezahl höchstens 10
Verseifungszahl mindestens 147 und höchstens 157
Hydroxylzahl mindestens 235 und höchstens 260
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 492 SORBITANTRISTEARAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Gemisch der Partialester von Sorbit und seinen Anhydriden mit genusstauglicher, handelsüblicher Stearinsäure
Einecs 247-891-4
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 95 % eines Gemischs von Sorbit, Sorbitan und Isosorbidestern
Beschreibung helle, cremefarbene bis gelbbraune Pastillen oder Schuppen oder harter, wachsartiger Stoff mit schwachem Geruch
Löslichkeit mäßig löslich in Toluen, Ether, Tetrachlorkohlenstoff und Ethylacetat; dispergierbar in Petrolether, Mineralöl, Pflanzenöl, Aceton und Dioxan; unlöslich in Wasser, Methanol und Ethanol
Identifizierungstest Mithilfe von Säurezahl, Iodzahl (höchstens 4), Gaschromatografie
Infrarot-Absorptionsspektrum charakteristisch für ein Partialfettsäureester eines Polyols
Wassergehalt höchstens 2 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Sulfatasche höchstens 0,5 %
Säurezahl höchstens 15
Verseifungszahl mindestens 176 und höchstens 188
Hydroxylzahl mindestens 66 und höchstens 80
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 493 SORBITANMONOLAURAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Gemisch der Partialester von Sorbit und seinen Anhydriden mit genusstauglicher, handelsüblicher Laurinsäure
Einecs 215-663-3
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 95 % eines Gemischs von Sorbit, Sorbitan und Isosorbidestern
Beschreibung bernsteinfarbene, ölige, zähe Flüssigkeit, helle cremefarbene bis gelbbraune Perlen oder Schuppen oder harter, wachsartiger Stoff mit schwachem Geruch
Löslichkeit dispergierbar in heißem und kaltem Wasser
Infrarot-Absorptionsspektrum charakteristisch für ein Partialfettsäureester eines Polyols
Wassergehalt höchstens 2 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Sulfatasche höchstens 0,5 %
Säurezahl höchstens 7
Verseifungszahl mindestens 155 und höchstens 170
Hydroxylzahl mindestens 330 und höchstens 358
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 494 SORBITANMONOOLEAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Gemisch der Partialester von Sorbit und seinen Anhydriden mit genusstauglicher, handelsüblicher Ölsäure. Hauptbestandteil ist 1,4-Sorbitanmonooleat; Isosorbidmonooleat, Sorbitandioleat und Sorbitantrioleat sind weitere Bestandteile
Einecs 215-665-4
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 95 % eines Gemischs von Sorbit-, Sorbitan- und Isosorbidestern
Beschreibung bernsteinfarbene zähe Flüssigkeit, helle cremefarbene bis gelbbraune Perlen oder Schuppen oder harter, wachsartiger Stoff mit schwachem charakteristischem Geruch
Löslichkeit löslich in Ethanol, Ether, Ethylacetat, Anilin, Toluen, Dioxan, Petrolether und Tetrachlorkohlenstoff bei Temperaturen oberhalb seines Schmelzpunktes; unlöslich in kaltem Wasser; dispergierbar in warmem Wasser
Iodzahl Der Ölsäurerest aus der Verseifung des Sorbitanmonooleats (Gehaltsbestimmung) hat eine Iodzahl zwischen 80 und 100
Wassergehalt höchstens 2 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Sulfatasche höchstens 0,5 %
Säurezahl höchstens 8
Verseifungszahl mindestens 145 und höchstens 160
Hydroxylzahl mindestens 193 und höchstens 210
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 495 SORBITANMONOPALMITAT

MerkmaleReinheit
Synonyme Sorbitanpalmitat
Definition Gemisch der Partialester von Sorbit und seinen Anhydriden mit genusstauglicher, handelsüblicher Palmitinsäure
Einecs 247-568-8
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 95 % eines Gemischs von Sorbit, Sorbitan und Isosorbidestern
Beschreibung leichte cremefarbene bis gelbbraune Pastillen oder Schuppen oder harter, wachsartiger Stoff mit leichtem charakteristischem Geruch
Löslichkeit löslich in Ethanol, Methanol, Ether, Ethylacetat, Anilin, Toluen, Dioxan, Petrolether und Tetrachlorkohlenstoff bei Temperaturen oberhalb seines Schmelzpunktes; unlöslich in kaltem Wasser; dispergierbar in warmem Wasser
Identifizierungstest Mithilfe von Säurezahl, Iodzahl (höchstens 4), Gaschromatografie
Infrarot-Absorptionsspektrum charakteristisch für ein Partialfettsäureester eines Polyols
Wassergehalt höchstens 2 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Sulfatasche höchstens 0,5 %
Säurezahl höchstens 7,5
Verseifungszahl mindestens 140 und höchstens 150
Hydroxylzahl mindestens 270 und höchstens 305
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 499 STIGMASTERINREICHE PHYTOSTERINE

Synonyme
Definition Stigmasterinreiche Phytosterine werden aus Sojabohnen gewonnen; es handelt sich um ein chemisch definiertes einfaches Gemisch, das mindestens 95 % Phytosterine enthält (Stigmasterin, β-Sitosterin, Campesterin und Brassicasterin), wobei der Anteil an Stigmasterin mindestens 85 % beträgt.
Einecs
Chemische Bezeichnung
Stigmasterin (3S,8S,9S,10R,13R,14S,17R)-17-(5-Ethyl-6-methyl-hept-3-en-2-yl)-10,13-dimethyl-2,3,4,7,8,9,11,12,14,15,16,17-dodecahydro-1H-cyclopenta[a]phenanthren-3-ol
β-Sitosterin (3S,8S,9S,10R,13R,14S,17R)-17-[(2S,5S)-5-Ethyl-6-methylheptan-2-yl]-10,13-dimethyl-2,3,4,7,8,9,11,12,14,15,16,17-dodecahydro-1H-cyclopenta[a]phenanthren-3-ol
Campesterin (3S,8S,9S,10R,13R,14S,17R)-17-(5,6-Dimethylheptan-2-yl)-10,13-dimethyl-2,3,4,7,8,9,11,12,14,15,16,17-dodecahydro-1H-cyclopenta[a]phenanthren-3-ol
Brassicasterin (3S,8S,9S,10R,13R,14S,17R)-17-[(E,2R,5R)-5,6-Dimethylhept-3-en-2-yl]-10,13-dimethyl-2,3,4,7,8,9,11,12,14,15,16,17-dodecahydro-1H-cyclopenta[a]phenanthren-3-ol
Chemische Formel
Stigmasterin C29H48O
β-Sitosterin C29H50O
Campesterin C28H48O
Brassicasterin C28H46O
Molmasse
Stigmasterin 412,6 g/mol
β-Sitosterin 414,7 g/mol
Campesterin 400,6 g/mol
Brassicasterin 398,6 g/mol
Gehalt (nur freie Sterine und Stanole enthaltende Produkte) mindestens 95 % bei freien Sterinen/Stanolen insgesamt in der Trockenmasse
Beschreibung rieselfähige weiße bis cremefarbene Pulver, Pillen oder Pastillen; farblose bis blassgelbe Flüssigkeiten
Merkmale
Löslichkeit praktisch unlöslich in Wasser; Phytosterine und Phytostanole sind in Aceton und Ethylacetat löslich
Gehalt an Stigmasterin mindestens 85 % (m/m)
Sonstige Phytosterine/-stanole: einzeln oder zusammengenommen, einschließlich Brassicasterin, Campestanol, Campesterin, Δ-7-Campesterin, Cholesterin, Chlerosterin, Sitostanol und β-Sitosterin höchstens 15 % (m/m)
Reinheit
Gesamtasche höchstens 0,1 %
Lösungsmittelreste Ethanol: höchstens 5000 mg/kg
Methanol: höchstens 50 mg/kg
Wassergehalt höchstens 4 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Mikrobiologische Kriterien
Gesamtkeimzahl höchstens 1000 KBE/g
Hefen höchstens 100 KBE/g
Schimmelpilze höchstens 100 KBE/g
Escherichia coli höchstens 10 KBE/g
Salmonella spp. in 25 g nicht nachweisbar

E 500(i) NATRIUMCARBONAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Sodaasche
Einecs 207-838-8
Chemische Bezeichnung Natriumcarbonat
Chemische Formel Na2CO3 · nH2O (n = 0, 1 oder 10)
Molmasse 106,00 (wasserfrei)
Gehalt mindestens 99 % Na2CO3 in der Trockenmasse
Beschreibung

farblose Kristalle oder weißes körniges oder kristallines Pulver

Die wasserfreie Form ist hygroskopisch, das Decahydrat auskristallisiert

Natrium-Test besteht Test
Carbonat-Test besteht Test
Löslichkeit gut löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
Trocknungsverlust höchstens 2 % (wasserfrei), 15 % (Monohydrat) oder 55 bis 65 % (Decahydrat) (fortschreitende Erwärmung von 70 °C auf 300 °C, bis zur Gewichtskonstanz)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 500(ii) NATRIUMHYDROGENCARBONAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Natriumbicarbonat; doppeltkohlensaures Natrium; doppeltkohlensaures Natron; Natron
Einecs 205-633-8
Chemische Bezeichnung Natriumhydrogencarbonat
Chemische Formel NaHCO3
Molmasse 84,01
Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung farblose oder weiße kristalline Massen oder kristallines Pulver
Natrium-Test besteht Test
Carbonat-Test besteht Test
pH-Wert 8,0—8,6 (1%ige Lösung)
Löslichkeit löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
Trocknungsverlust höchstens 0,25 % (auf Silicagel, 4 Stunden)
Ammoniumsalze nach Erwärmung kein Ammoniakgeruch feststellbar
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 500(iii) NATRIUMSESQUICARBONAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 208-580-9
Chemische Bezeichnung Natriummonohydrogendicarbonat
Chemische Formel Na2CO3 · NaHCO3 · 2H2O
Molmasse 226,03
Gehalt NaHCO3-Gehalt 35,0 bis 38,6 % und Na2CO3-Gehalt 46,4 bis 50,0 %
Beschreibung weiße Flocken, Kristalle oder kristallines Pulver
Natrium-Test besteht Test
Carbonat-Test besteht Test
Löslichkeit gut wasserlöslich
Natriumchlorid höchstens 0,5 %
Eisen höchstens 20 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 501(i) KALIUMCARBONAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 209-529-3
Chemische Bezeichnung Kaliumcarbonat
Chemische Formel K2CO3 · nH2O (n = 0 oder 1,5)
Molmasse 138,21 (wasserfrei)
Gehalt mindestens 99,0 % in der Trockenmasse
Beschreibung

weißes, stark zerfließendes Pulver

Das Hydrat bildet kleine, weiße, durchscheinende Kristalle oder Körner

Kalium-Test besteht Test
Carbonat-Test besteht Test
Löslichkeit leicht wasserlöslich; unlöslich in Ethanol.
Trocknungsverlust höchstens 5 % (wasserfrei) oder 18 % (Hydrat) (180 °C, 4 Stunden)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 501(ii) KALIUMHYDROGENCARBONAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Kaliumbicarbonat; doppeltkohlensaures Kalium
Einecs 206-059-0
Chemische Bezeichnung Kaliumhydrogencarbonat
Chemische Formel KHCO3
Molmasse 100,11
Gehalt mindestens 99 % und höchstens 101 % KHCO3 in der Trockenmasse
Beschreibung farblose Kristalle oder weißes Pulver oder Körner
Kalium-Test besteht Test
Carbonat-Test besteht Test
Löslichkeit gut löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
Trocknungsverlust höchstens 0,25 % (auf Kieselgel, 4 Stunden)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 503(i) AMMONIUMCARBONAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Ammoniumcarbonat besteht aus Ammoniumcarbamat, Ammoniumcarbonat und Ammoniumhydrogencarbonat in unterschiedlichen Verhältnissen
Einecs 233-786-0
Chemische Bezeichnung Ammoniumcarbonat
Chemische Formel CH6N2O2, CH8N2O3 und CH5NO3
Molmasse Ammoniumcarbamat 78,06; Ammoniumcarbonat 98,73; Ammoniumhydrogencarbonat 79,06
Gehalt mindestens 30 % und höchstens 34 % NH3
Beschreibung Weißes Pulver oder harte, weiße oder durchscheinende Massen oder Kristalle. Wird an der Luft undurchsichtig und wandelt sich infolge des Verlusts an Ammoniak und Kohlendioxid schließlich in weiße, poröse Klumpen oder Pulver (aus Ammoniumbicarbonat) um
Ammonium-Test besteht Test
Carbonat-Test besteht Test
pH-Wert etwa 8,6 (5%ige Lösung)
Löslichkeit wasserlöslich
Nichtflüchtige Stoffe höchstens 500 mg/kg
Chloride höchstens 30 mg/kg
Sulfat höchstens 30 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 503(ii) AMMONIUMHYDROGENCARBONAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Ammoniumbicarbonat
Einecs 213-911-5
Chemische Bezeichnung Ammoniumhydrogencarbonat
Chemische Formel CH5NO3
Molmasse 79,06
Gehalt mindestens 99,0 %
Beschreibung weiße Kristalle oder kristallines Pulver
Ammonium-Test besteht Test
Carbonat-Test besteht Test
pH-Wert etwa 8,0 (5%ige Lösung)
Löslichkeit gut löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
Nichtflüchtige Stoffe höchstens 500 mg/kg
Chloride höchstens 30 mg/kg
Sulfat höchstens 30 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 504(i) MAGNESIUMCARBONAT

MerkmaleReinheit
Synonyme Hydromagnesit
Definition Magnesiumcarbonat ist ein basisch hydriertes oder monohydriertes Magnesiumcarbonat oder eine Mischung aus beidem.
Einecs 208-915-9
Chemische Bezeichnung Magnesiumcarbonat
Chemische Formel MgCO3 · nH2O
Gehalt mindestens 24 % und höchstens 26,4 % Mg
Beschreibung geruchlose, leichte, weiße bröcklige Massen oder grobes weißes Pulver
Magnesium-Test besteht Test
Carbonat-Test besteht Test
Löslichkeit sowohl in Wasser als auch Ethanol praktisch unlöslich
In Säure unlösliche Fraktion höchstens 0,05 %
Wasserlösliche Bestandteile höchstens 1,0 %
Calcium höchstens 0,4 %
Arsen höchstens 4 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 504(ii) MAGNESIUMHYDROXIDCARBONAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Magnesiumhydrogencarbonat; Magnesiumsubcarbonat (leicht oder schwer); hydriertes basisches Magnesiumcarbonat; Magnesiumcarbonathydroxid
Einecs 235-192-7
Chemische Bezeichnung hydriertes Magnesiumcarbonathydroxid
Chemische Formel 4MgCO3Mg(OH)2 · 5H2O
Molmasse 485
Gehalt Mg-Gehalt mindestens 40,0 % und höchstens 45,0 %, berechnet als MgO
Beschreibung leichte, weiße bröcklige Masse oder weißes Pulver
Magnesium-Test besteht Test
Carbonat-Test besteht Test
Löslichkeit in Wasser praktisch nicht löslich; unlöslich in Ethanol.
In Säure unlösliche Fraktion höchstens 0,05 %
Wasserlösliche Bestandteile höchstens 1,0 %
Calcium höchstens 1,0 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 507 SALZSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Chlorwasserstoffsäure
Einecs 231-595-7
Chemische Bezeichnung Chlorwasserstoffsäure
Chemische Formel HCl
Molmasse 36,46
Gehalt Salzsäure ist in verschiedenen Konzentrationen im Handel erhältlich. Konzentrierte Salzsäure enthält mindestens 35,0 % HCl
Beschreibung klare, farblose oder leicht gelbliche ätzende Flüssigkeit von stechendem Geruch
Säuretest besteht Test
Chloridtest besteht Test
Löslichkeit in Wasser und in Ethanol löslich
Organische Verbindungen insgesamt

Gesamtgehalt an organischen (nicht fluorierten) Verbindungen: höchstens 5 mg/kg

Benzen: höchstens 0,05 mg/kg

fluorierte Verbindungen (insgesamt): höchstens 25 mg/kg

Nichtflüchtige Stoffe höchstens 0,5 %
Reduzierende Stoffe höchstens 70 mg/kg (als SO2)
Oxidationsmittel höchstens 30 mg/kg (als Cl2)
Sulfat höchstens 0,5 %
Eisen höchstens 5 mg/kg
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 508 KALIUMCHLORID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Sylvin; Sylvit
Einecs 231-211-8
Chemische Bezeichnung Kaliumchlorid
Chemische Formel KCl
Molmasse 74,56
Gehalt mindestens 99 % in der Trockenmasse
Beschreibung farblose, längliche, prismatische oder würfelförmige Kristalle oder weißes, körniges Pulver; geruchlos
Löslichkeit gut löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
Kalium-Test besteht Test
Chloridtest besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 1 % (105 °C, 2 Stunden)
Natrium negativ
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 509 CALCIUMCHLORID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 233-140-8
Chemische Bezeichnung Calciumchlorid
Chemische Formel CaCl2 · nH2O (n = 0, 2 oder 6)
Molmasse 110,99 (wasserfrei), 147,02 (Dihydrat), 219,08 (Hexahydrat)
Gehalt mindestens 93,0 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes, geruchloses, hygroskopisches Pulver oder zerfließende Kristalle
Calcium-Test besteht Test
Chloridtest besteht Test
Löslichkeit in Wasser und in Ethanol löslich
Magnesium- und Alkalisalze höchstens 5 % in der Trockenmasse (berechnet als Sulfate)
Fluorid höchstens 40 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 511 MAGNESIUMCHLORID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 232-094-6
Chemische Bezeichnung Magnesiumchlorid
Chemische Formel MgCl2 · 6H2O
Molmasse 203,30
Gehalt mindestens 99,0 %
Beschreibung farblose, geruchlose, stark zerfließende Schuppen oder Kristalle
Magnesium-Test besteht Test
Chloridtest besteht Test
Löslichkeit in Wasser sehr gut, in Ethanol gut löslich
Ammonium höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 512 ZINN(II)-CHLORID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Zinnchlorid; Zinndichlorid
Einecs 231-868-0
Chemische Bezeichnung Zinn(II)-chloriddihydrat
Chemische Formel SnCl2 · 2H2O
Molmasse 225,63
Gehalt mindestens 98,0 %
Beschreibung

farblose oder weiße Kristalle

kann schwach nach Salzsäure riechen

Zinn(II)-Test besteht Test
Chloridtest besteht Test
Löslichkeit

Wasser: löslich in geringerer als der seinem eigenen Gewicht entsprechenden Wassermenge, bildet in übermäßigen Mengen jedoch ein unlösliches basisches Salz

Ethanol: löslich

Sulfat höchstens 30 mg/kg
Arsen höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 513 SCHWEFELSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Vitriolöl; Dihydrogensulfat
Einecs 231-639-5
Chemische Bezeichnung Schwefelsäure
Chemische Formel H2SO4
Molmasse 98,07
Gehalt Schwefelsäure ist in unterschiedlichen Konzentrationen im Handel erhältlich. Die konzentrierte Lösung enthält mindestens 96 %
Beschreibung klare, farblose oder leicht braune, stark ätzende ölige Flüssigkeit
Säuretest besteht Test
Sulfat-Test besteht Test
Löslichkeit mit Wasser unter starker Wärmeentwicklung mischbar; ebenso mit Ethanol
Asche höchstens 0,02 %
Reduktionsmittel höchstens 40 mg/kg (als SO2)
Nitrat höchstens 10 mg/kg (auf der Grundlage von H2SO4)
Chlorid höchstens 50 mg/kg
Eisen höchstens 20 mg/kg
Selen höchstens 20 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 514(i) NATRIUMSULFAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs
Chemische Bezeichnung Natriumsulfat
Chemische Formel Na2SO4 · nH2O (n = 0 oder 10)
Molmasse

142,04 (wasserfrei)

322,04 (Decahydrat)

Gehalt mindestens 99,0 % in der Trockenmasse
Beschreibung

farblose Kristalle oder feines, weißes, kristallines Pulver

Decahydrat verwittert

Natrium-Test besteht Test
Sulfat-Test besteht Test
pH-Wert neutral oder leicht alkalisch auf Lackmuspapier (5%ige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 1,0 % (wasserfrei) oder höchstens 57 % (Decahydrat) bei 130 °C
Selen höchstens 30 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 514(ii) NATRIUMHYDROGENSULFAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme saures Natriumsulfat; Natriumbisulfat; Salpeterkuchen
Chemische Bezeichnung Natriumhydrogensulfat
Chemische Formel NaHSO4
Molmasse 120,06
Gehalt mindestens 95,2 %
Beschreibung weiße, geruchlose Kristalle oder Körner
Natrium-Test besteht Test
Sulfat-Test besteht Test
pH-Wert Lösungen sind stark sauer
Trocknungsverlust höchstens 0,8 %
Nicht wasserlöslich höchstens 0,05 %
Selen höchstens 30 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 515(i) KALIUMSULFAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs
Chemische Bezeichnung Kaliumsulfat
Chemische Formel K2SO4
Molmasse 174,25
Gehalt mindestens 99,0 %
Beschreibung farblose oder weiße Kristalle oder kristallines Pulver
Kalium-Test besteht Test
Sulfat-Test besteht Test
pH-Wert 5,5—8,5 (5%ige Lösung)
Löslichkeit gut löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
Selen höchstens 30 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 515(ii) KALIUMHYDROGENSULFAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Kaliumbisulfat; saures Kaliumsulfat
Einecs
Chemische Bezeichnung Kaliumhydrogensulfat
Chemische Formel KHSO4
Molmasse 136,17
Gehalt mindestens 99 %
Beschreibung weiße zerfließende Kristalle, Stücke oder Körner
Schmelzpunkt 197 °C
Kalium-Test besteht Test
Löslichkeit gut löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
Selen höchstens 30 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 516 CALCIUMSULFAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Gips; Selenit; Anhydrit
Einecs 231-900-3
Chemische Bezeichnung Calciumsulfat
Chemische Formel CaSO4 · nH2O (n = 0 oder 2)
Molmasse 136,14 (wasserfrei), 172,18 (Dihydrat)
Gehalt mindestens 99,0 % in der Trockenmasse
Beschreibung feines, weißes bis leicht gelbliches geruchloses Pulver
Calcium-Test besteht Test
Sulfat-Test besteht Test
Löslichkeit mäßig löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
Trocknungsverlust

wasserfreie Form: höchstens 1,5 % (250 °C bis zur Gewichtskonstanz)

Dihydrat: höchstens 23 % (250 °C bis zur Gewichtskonstanz)

Fluorid höchstens 30 mg/kg
Selen höchstens 30 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 517 AMMONIUMSULFAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 231-984-1
Chemische Bezeichnung Ammoniumsulfat
Chemische Formel (NH4)2SO4
Molmasse 132,14
Gehalt mindestens 99 % bis höchstens 100,5 %
Beschreibung weißes Pulver, glänzende Plättchen oder Kristallfragmente
Ammonium-Test besteht Test
Sulfat-Test besteht Test
Löslichkeit gut löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
Glühverlust höchstens 0,25 %
Selen höchstens 30 mg/kg
Blei höchstens 3 mg/kg

E 520 ALUMINIUMSULFAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Alaun
Einecs
Chemische Bezeichnung Aluminiumsulfat
Chemische Formel Al2(SO4)3
Molmasse 342,13
Gehalt mindestens 99,5 % nach dem Glühen
Beschreibung weißes Pulver, glänzende Plättchen oder Kristallfragmente
Aluminium-Test besteht Test
Sulfat-Test besteht Test
pH-Wert 2,9 oder höher (5%ige Lösung)
Löslichkeit gut löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
Glühverlust höchstens 5 % (500 °C, 3 Stunden)
Alkalien und Erdalkalien höchstens 0,4 %
Selen höchstens 30 mg/kg
Fluorid höchstens 30 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 521 ALUMINIUMNATRIUMSULFAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Sodaalaun; Natriumalaun
Einecs 233-277-3
Chemische Bezeichnung Aluminiumnatriumsulfat
Chemische Formel AlNa(SO4)2 · nH2O (n = 0 oder 12)
Molmasse 242,09 (wasserfrei)
Gehalt mindestens 96,5 % (wasserfrei) und 99,5 % (Dodecahydrat) in der Trockenmasse
Beschreibung transparente Kristalle oder weißes kristallines Pulver
Aluminium-Test besteht Test
Natrium-Test besteht Test
Sulfat-Test besteht Test
Löslichkeit Das Dodecahydrat ist gut wasserlöslich. Die wasserfreie Form ist in Wasser langsam löslich. Beide Formen sind in Ethanol unlöslich
Trocknungsverlust

wasserfreie Form: höchstens 10,0 % (220 °C, 16 Stunden)

Dodecahydrat: höchstens 47,2 % (50—55°C, 1 Stunde, dann 200 °C, 16 Stunden)

Ammoniumsalze nach Erwärmung kein Ammoniakgeruch feststellbar
Selen höchstens 30 mg/kg
Fluorid höchstens 30 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 522 ALUMINIUMKALIUMSULFAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Kaliumalaun; Kalialaun
Einecs 233-141-3
Chemische Bezeichnung Aluminiumkaliumsulfatdodecahydrat
Chemische Formel AlK(SO4)2 · 12 H2O
Molmasse 474,38
Gehalt mindestens 99,5 %
Beschreibung große, transparente Kristalle oder weißes kristallines Pulver
Aluminium-Test besteht Test
Kalium-Test besteht Test
Sulfat-Test besteht Test
pH-Wert 3,0—4,0 (10%ige Lösung)
Löslichkeit gut löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
Ammoniumsalze nach Erwärmung kein Ammoniakgeruch feststellbar
Selen höchstens 30 mg/kg
Fluorid höchstens 30 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 523 ALUMINIUMAMMONIUMSULFAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Ammoniumalaun
Einecs 232-055-3
Chemische Bezeichnung Aluminiumammoniumsulfat
Chemische Formel AlNH4(SO4)2 · 12 H2O
Molmasse 453,32
Gehalt mindestens 99,5 %
Beschreibung große, farblose Kristalle oder weißes Pulver
Aluminium-Test besteht Test
Ammonium-Test besteht Test
Sulfat-Test besteht Test
Löslichkeit in Wasser gut löslich, in Ethanol löslich
Alkali- und Erdalkalimetalle höchstens 0,5 %
Selen höchstens 30 mg/kg
Fluorid höchstens 30 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 3 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 524 NATRIUMHYDROXID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Ätznatron; Natronlauge
Einecs 215-185-5
Chemische Bezeichnung Natriumhydroxid
Chemische Formel NaOH
Molmasse 40,0
Gehalt Feststoffgehalt mindestens 98 % des Gesamtalkaligehalts (NaOH). Entsprechender Gehalt der Lösungen gemäß dem erklärten oder auf dem Etikett angegebenen NaOH-Gehalt
Beschreibung weiße oder fast weiße Perlen, Schuppen, Stangen, geschmolzene Masse oder sonstige Form. Die Lösungen sind klar oder leicht trüb, farblos oder leicht gefärbt, stark ätzend und hygroskopisch; an der Luft reagieren sie mit Kohlendioxid und bilden Natriumcarbonat
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert stark alkalisch (1%ige Lösung)
Löslichkeit sehr leicht wasserlöslich; gut löslich in Ethanol
Nicht wasserlösliche und organische Stoffe Eine 5%ige Lösung ist vollständig klar und farblos bis leicht gefärbt
Carbonat höchstens 0,5 % (als Na2CO3)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 0,5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 525 KALIUMHYDROXID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Ätzkali
Einecs 215-181-3
Chemische Bezeichnung Kaliumhydroxid
Chemische Formel KOH
Molmasse 56,11
Gehalt Alkaligehalt mindestens 85 %, berechnet als KOH
Beschreibung weiße oder fast weiße Perlen, Schuppen, Stangen, geschmolzene Masse oder sonstige Form
Kalium-Test besteht Test
pH-Wert stark alkalisch (1%ige Lösung)
Löslichkeit sehr leicht wasserlöslich; gut löslich in Ethanol
Wasserunlösliche Bestandteile Eine 5%ige Lösung ist absolut klar und farblos
Carbonat höchstens 3,5 % (als K2CO3)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 526 CALCIUMHYDROXID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme gelöschter Kalk; Löschkalk
Einecs 215-137-3
Chemische Bezeichnung Calciumhydroxid
Chemische Formel Ca(OH)2
Molmasse 74,09
Gehalt mindestens 92,0 %
Beschreibung weißes Pulver
Alkali-Test besteht Test
Calcium-Test besteht Test
Löslichkeit mäßig wasserlöslich; unlöslich in Ethanol; löslich in Glycerin.
Säureunlösliche Asche höchstens 1,0 %
Magnesium- und Alkalisalze höchstens 2,7 %
Barium höchstens 300 mg/kg
Fluorid höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 527 AMMONIUMHYDROXID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Ammoniakwasser; starke Ammoniaklösung
Einecs
Chemische Bezeichnung Ammoniumhydroxid
Chemische Formel NH4OH
Molmasse 35,05
Gehalt mindestens 27 % NH3
Beschreibung klare, farblose Lösung mit extrem stechendem, markantem Geruch
Ammoniak-Test besteht Test
Nichtflüchtige Stoffe höchstens 0,02 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 528 MAGNESIUMHYDROXID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs
Chemische Bezeichnung Magnesiumhydroxid
Chemische Formel Mg(OH)2
Molmasse 58,32
Gehalt mindestens 95,0 % in der Trockenmasse
Beschreibung geruchloses, grobes, weißes Pulver
Magnesium-Test besteht Test
Alkali-Test besteht Test
Löslichkeit in Wasser und Ethanol praktisch unlöslich
Trocknungsverlust höchstens 2,0 % (105 °C, 2 Stunden)
Glühverlust höchstens 33 % (800 °C bis zur Gewichtskonstanz)
Calciumoxid höchstens 1,5 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 529 CALCIUMOXID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme gebrannter Kalk
Einecs 215-138-9
Chemische Bezeichnung Calciumoxid
Chemische Formel CaO
Molmasse 56,08
Gehalt mindestens 95,0 % nach dem Glühen
Beschreibung geruchlose, harte, weiße oder gräulich-weiße Körnermasse oder weißes bis gräuliches Pulver
Alkali-Test besteht Test
Calcium-Test besteht Test
Reaktion mit Wasser bei der Befeuchtung einer Probe mit Wasser wird Wärme erzeugt
Löslichkeit mäßig wasserlöslich; unlöslich in Ethanol; löslich in Glycerin
Glühverlust höchstens 10,0 % (rund 800 °C bis zur Gewichtskonstanz)
In Säure unlösliche Fraktion höchstens 1,0 %
Barium höchstens 300 mg/kg
Magnesium- und Alkalisalze höchstens 3,6 %
Fluorid höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 530 MAGNESIUMOXID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 215-171-9
Chemische Bezeichnung Magnesiumoxid
Chemische Formel MgO
Molmasse 40,31
Gehalt mindestens 98,0 % nach dem Glühen
Beschreibung stark zu Verklumpung neigendes, weißes Pulver (leichtes Magnesiumoxid) oder dichtes weißes Pulver (schweres Magnesiumoxid). 5 g leichtes Magnesiumoxid hat ein Volumen von mindestens 33 ml, während 5 g schweres Magnesiumoxid höchstens 20 ml einnimmt
Alkali-Test besteht Test
Magnesium-Test besteht Test
Löslichkeit in Wasser praktisch nicht löslich; unlöslich in Ethanol.
Glühverlust höchstens 5,0 % (rund 800 °C bis zur Gewichtskonstanz)
Calciumoxid höchstens 1,5 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 534 EISENTARTRAT

GehaltReinheit
Synonyme Eisen-meso-Tartrat; Komplexierungsprodukt von Natriumtartrat und Eisen-III-Chlorid
Begriffsbestimmung Eisentartrat wird hergestellt durch Isomerisation von L-Tartrat, bis D-, L- und meso-Tartrate im Gleichgewicht stehen, und nachfolgende Zugabe von Eisen-III-Chlorid.
CAS-Nummer 1280193-05-9
Chemische Bezeichnung Eisen-III-Komplexierungsprodukt von D(+)-, L(-)- und meso-2,3-Dihydroxybutandisäure
Chemische Formel Fe(OH)2 C4H4O6Na
Molmasse 261,93
meso-Tartrat > 28 %, ausgedrückt als Anion (bezogen auf die Trockensubstanz)
D(-)- und L(+)-Tartrat > 10 %, ausgedrückt als Anion (bezogen auf die Trockensubstanz)
Eisen-III > 8 %, ausgedrückt als Anion (bezogen auf die Trockensubstanz)
Beschreibung Dunkelgrüne wässrige Lösung, die typischerweise ca. 35 % Massenanteil Komplexierungsprodukte umfasst
Identifizierung sehr gut wasserlöslich
positive Tests auf Tartrat und Eisen
pH-Wert einer 35 %igen wässrigen Lösung von Komplexierungsprodukten zwischen 3,5 und 3,9
Chlorid höchstens 25 %
Natrium höchstens 23 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Oxalat höchstens 1,5 %, ausgedrückt als Oxalat (bezogen auf die Trockensubstanz)

E 535 NATRIUMFERROCYANID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Gelbnatron; Natriumhexacyanoferrat
Einecs 237-081-9
Chemische Bezeichnung Natriumferrocyanid
Chemische Formel Na4Fe(CN)6 · 10 H2O
Molmasse 484,1
Gehalt mindestens 99,0 %
Beschreibung gelbe Kristalle oder kristallines Pulver
Natrium-Test besteht Test
Ferrocyanid-Test besteht Test
Freies Wasser höchstens 1,0 %
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,03 %
Chlorid höchstens 0,2 %
Sulfat höchstens 0,1 %
Freies Cyanid nicht feststellbar
Ferricyanid nicht feststellbar
Blei höchstens 5 mg/kg

E 536 KALIUMFERROCYANID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Gelbkali; Kaliumhexacyanoferrat
Einecs 237-722-2
Chemische Bezeichnung Kaliumferrocyanid
Chemische Formel K4Fe(CN)6 · 3 H2O
Molmasse 422,4
Gehalt mindestens 99,0 %
Beschreibung zitronengelbe Kristalle
Kalium-Test besteht Test
Ferrocyanid-Test besteht Test
Freie Feuchtigkeit höchstens 1,0 %
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,03 %
Chlorid höchstens 0,2 %
Sulfat höchstens 0,1 %
Freies Cyanid nicht feststellbar
Ferricyanid nicht feststellbar
Blei höchstens 5 mg/kg

E 538 CALCIUMFERROCYANID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Gelbcalcium; Calciumhexacyanoferrat
Einecs 215-476-7
Chemische Bezeichnung Calciumferrocyanid
Chemische Formel Ca2Fe(CN)6 · 12H2O
Molmasse 508,3
Gehalt mindestens 99,0 %
Beschreibung gelbe Kristalle oder kristallines Pulver
Calcium-Test besteht Test
Ferrocyanid-Test besteht Test
Freie Feuchtigkeit höchstens 1,0 %
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,03 %
Chlorid höchstens 0,2 %
Sulfat höchstens 0,1 %
Freies Cyanid nicht feststellbar
Ferricyanid nicht feststellbar
Blei höchstens 5 mg/kg

E 541 SAURES NATRIUMALUMINIUMPHOSPHAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme SALP
Einecs 232-090-4
Chemische Bezeichnung Natriumtrialuminiumtetradecahydrogenoctaphosphattetrahydrat (A); Trinatriumdialuminiumpentadecahydrogenoctaphosphat (B)
Chemische Formel

NaAl3H14(PO4)8 · 4H2O (A)

Na3Al2H15(PO4)8 (B)

Molmasse

949,88 (A)

897,82 (B)

Gehalt mindestens 95 % (beide Formen)
Beschreibung weißes geruchloses Pulver
Natrium-Test besteht Test
Aluminium-Test besteht Test
Phosphat-Test besteht Test
pH-Wert saure Reaktion auf Lackmuspapier
Löslichkeit nicht löslich in Wasser; in Salzsäure löslich
Glühverlust

19,5 % - 21,0 % (A) (750 °C - 800 °C, 2 Stunden)

15 % - 16 % (B) (750 °C - 800 °C, 2 Stunden)

Fluorid höchstens 25 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 4 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 551 SILICIUMDIOXID

MerkmaleReinheit
Synonyme Kieselsäure; Siliciumdioxid
Definition Siliciumdioxid ist ein amorpher synthetischer Stoff, der entweder durch Dampfhydrolyse, bei der pyrogene Kieselsäure entsteht, oder in einem Nassverfahren, bei dem gefällte Kieselsäure, Kieselgel oder hydrierte Kieselsäure entstehen, hergestellt wird. Pyrogene Kieselsäure ist grundsätzlich wasserfrei, während die im Nassverfahren hergestellten Produkte Hydrate sind oder an der Oberfläche Wasser absorbiert haben
Einecs 231-545-4
Chemische Bezeichnung Siliciumdioxid
Chemische Formel (SiO2)n
Molmasse 60,08 (SiO2)
Gehalt nach dem Glühen mindestens 99 % (pyrogene Kieselsäure) oder 94 % (Hydratform)
Beschreibung weißes, flockiges Pulver oder Körner; hygroskopisch
Siliciumdioxid-Test positiv
Trocknungsverlust

höchstens 2,5 % (pyrogene Kieselsäure, 105 °C, 2 Stunden)

höchstens 8 % (gefällte Kieselsäure und Kieselgel, 105 °C, 2 Stunden)

höchstens 70 % (hydrierte Kieselsäure, 105 °C, 2 Stunden)

Glühverlust

höchstens 2,5 % nach dem Trocknen (1000 °C, pyrogene Kieselsäure)

höchstens 8,5 % nach dem Trocknen (1000 °C, hydrierte Formen)

Lösliche ionisierbare Salze höchstens 5 % (als Na2SO4)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 552 CALCIUMSILICAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Calciumsilicat ist ein hydriertes oder wasserfreies Silicat mit unterschiedlichem Gehalt an CaO und SiO2. Das Produkt sollte keinen Asbest enthalten.
Einecs 215-710-8
Chemische Bezeichnung Calciumsilicat
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt

enthält, bezogen auf die Trockenmasse:

mindestens 50 % und höchstens 95 % SiO2

mindestens 3 % und höchstens 35 % CaO

Beschreibung weißes bis cremefarbenes rieselfähiges Pulver, das auch nach Absorption relativ großer Mengen Wasser oder anderer Flüssigkeiten in diesem Zustand verbleibt
Silicattest besteht Test
Calcium-Test besteht Test
Gel-Bildung bildet mit mineralischen Säuren ein Gel
Trocknungsverlust höchstens 10 % (105 °C, 2 Stunden)
Glühverlust mindestens 5 % und höchstens 14 % (1000 °C bis zur Gewichtskonstanz)
Natrium höchstens 3 %
Fluorid höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 553a(i) MAGNESIUMSILICAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Magnesiumsilicat ist eine synthetische Verbindung mit einem Molekülmassenverhältnis zwischen Magnesiumoxid und Siliciumdioxid von rund 2:5
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 15 % MgO und mindestens 67 % SiO2 nach dem Glühen
Beschreibung sehr feines, weißes, geruchloses und nicht sandiges Pulver
Magnesium-Test besteht Test
Silicattest besteht Test
pH-Wert 7,0—10,8 (10%ige Aufschlämmung)
Trocknungsverlust höchstens 15 % (105 °C, 2 Stunden)
Glühverlust höchstens 15 % nach dem Trocknen (1000 °C, 20 Minuten)
Wasserlösliche Salze höchstens 3 %
Freie Alkalien höchstens 1 % (als NaOH)
Fluorid höchstens 10 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 553a(ii) MAGNESIUMTRISILICAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 239-076-7
Chemische Bezeichnung Magnesiumtrisilicat
Chemische Formel Mg2Si3O8 · nH2O; (ungefähre Zusammensetzung)
Molmasse
Gehalt mindestens 29,0 % MgO und mindestens 65,0 % SiO2 nach dem Glühen
Beschreibung feines, weißes und nicht sandiges Pulver
Magnesium-Test besteht Test
Silicattest besteht Test
pH-Wert 6,3—9,5 (5%ige Aufschlämmung)
Glühverlust mindestens 17 % und höchstens 34 % (1000 °C)
Wasserlösliche Salze höchstens 2 %
Freie Alkalien höchstens 1 % (als NaOH)
Fluorid höchstens 10 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 553b TALKUM

MerkmaleReinheit
Synonyme Talk
Definition Natürliche Form des wasserhaltigen Magnesiumsilicats mit verschiedenen Anteilen an Begleitmineralien wie α-Quarz, Calcit, Chlorit, Dolomit, Magnesit und Phlogopit. Das Produkt sollte keinen Asbest enthalten
Einecs 238-877-9
Chemische Bezeichnung Magnesiumhydrogenmetasilicat
Chemische Formel Mg3(Si4O10)(OH)2
Molmasse 379,22
Gehalt
Beschreibung leichtes, homogenes, weißes oder fast weißes Pulver, fühlt sich fettig an
Infrarot-Absorptionsspektrum charakteristische Peaks bei 3677, 1018 und 669 cm–1
Röntgendiffraktion Peaks bei 9,34/4,66/3,12 Å
Löslichkeit nicht löslich in Wasser und Ethanol
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (105 °C, 1 Stunde)
Säurelösliche Bestandteile höchstens 6 %
Wasserlösliche Bestandteile höchstens 0,2 %
Säurelösliches Eisen nicht feststellbar
Arsen höchstens 10 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 554 NATRIUMALUMINIUMSILICAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Natriumsilicoaluminat; Natriumaluminosilicat; Aluminiumnatriumsilicat
Einecs
Chemische Bezeichnung Natriumaluminiumsilicat
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt

enthält, bezogen auf die Trockenmasse:

als SiO2 mindestens 66,0 % und höchstens 88,0 %

als Al2O3 mindestens 5,0 % und höchstens 15,0 %

Beschreibung feines weißes amorphes Pulver oder Kügelchen
Natrium-Test besteht Test
Aluminium-Test besteht Test
Silicattest besteht Test
pH-Wert 6,5—11,5 (5%ige Aufschlämmung)
Trocknungsverlust höchstens 8,0 % (105 °C, 2 Stunden)
Glühverlust mindestens 5,0 % und höchstens 11,0 % in der Trockenmasse (1000 °C, bis zur Gewichtskonstanz)
Natrium mindestens 5 % und höchstens 8,5 % (als Na2O) in der Trockenmasse
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 555 KALIUMALUMINIUMSILICAT

MerkmaleReinheit
Synonyme Glimmer
Definition Natürliche Glimmer bestehen im Wesentlichen aus Kaliumaluminiumsilicat (Muscovit)
Einecs 310-127-6
Chemische Bezeichnung Kaliumaluminiumsilicat
Chemische Formel KAl2[AlSi3O10](OH)2
Molmasse 398
Gehalt mindestens 98 %
Beschreibung hellgrau bis weiß, kristalline Plättchen oder Pulver
Löslichkeit nicht löslich in Wasser, verdünnten Säuren und basischen sowie organischen Lösungsmitteln
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (105 °C, 2 Stunden)
Antimon höchstens 20 mg/kg
Zink höchstens 25 mg/kg
Barium höchstens 25 mg/kg
Chrom höchstens 100 mg/kg
Kupfer höchstens 25 mg/kg
Nickel höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 2 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg

E 556 CALCIUMALUMINIUMSILICAT (16)

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Calciumaluminosilicat; Calciumsilicoaluminat; Aluminiumcalciumsilicat
Einecs
Chemische Bezeichnung Calciumaluminiumsilicat
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt

Enthält, bezogen auf die Trockenmasse:

als SiO2 mindestens 44,0 % und höchstens 50,0 %

als Al2O3 mindestens 3,0 % und höchstens 5,0 %

als CaO mindestens 32,0 % und höchstens 38,0 %

Beschreibung feines weißes, rieselfähiges Pulver
Calcium-Test besteht Test
Aluminium-Test besteht Test
Silicattest besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 10,0 % (105 °C, 2 Stunden)
Glühverlust mindestens 14,0 % und höchstens 18,0 % in der Trockenmasse (1000 °C, bis zur Gewichtskonstanz)
Fluorid höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 559 ALUMINIUMSILICAT (KAOLIN) (17)

MerkmaleReinheit
Synonyme Kaolin, leicht oder schwer
Definition Wasserhaltiges Aluminiumsilicat (Kaolin) ist ein reines weißes, verformbares Tongestein aus Kaolinit, Kaliumaluminiumsilicat, Feldspat und Quarz. Das Produkt sollte nicht calciniert sein. Der rohe Kaolin-Ton, aus dem das Aluminiumsilicat gewonnen wird, darf keinen Dioxingehalt aufweisen, der ihn gesundheitsschädlich oder für den menschlichen Verzehr ungeeignet macht. Das Produkt sollte keinen Asbest enthalten
Einecs 215-286-4 (Kaolinit)
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel Al2Si2O5(OH)4 (Kaolinit)
Molmasse 264
Gehalt mindestens 90 % (Summe aus Siliciumdioxid und Aluminiumoxid nach dem Glühen)
Siliciumdioxid (SiO2) 45—55 %
Aluminiumoxid (Al2O3) 30—39 %
Beschreibung feines weißes oder grauweißes, fettiges Pulver. Kaolin besteht aus losen Aggregaten unregelmäßig ausgerichteter Schichten von Kaolinitschuppen oder einzelner hexagonaler Schuppen
Aluminiumoxid-Test besteht Test
Silicattest besteht Test
Röntgendiffraktion charakteristische Peaks bei 7,18/3,58/2,38/1,78 Å
Infrarot-Absorptionsspektrum Peaks bei 3700 und 3620 cm–1
Glühverlust 10 % - 14 % (1000 °C, konstantes Gewicht)
Wasserlösliche Bestandteile höchstens 0,3 %
Säurelösliche Bestandteile höchstens 2 %
Eisen höchstens 5 %
Kaliumoxid (K2O) höchstens 5 %
Kohlenstoff höchstens 0,5 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 570 SPEISEFETTSÄUREN

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Einkettige Fettsäuren: Caprylsäure (C8), Caprinsäure (C10), Laurinsäure (C12), Myristinsäure (C14), Palmitinsäure (C16), Stearinsäure (C18), Ölsäure (C18:1)
Einecs
Chemische Bezeichnung Octansäure (C8); Decansäure (C10); Dodecansäure (C12); Tetradecansäure (C14); Hexadecansäure (C16); Octadecansäure (C18); 9-Octadecensäure (C18:1)
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 98 % (chromatografische Ermittlung)
Beschreibung aus Ölen und Fetten gewonnene farblose Flüssigkeit oder weißer Feststoff
Identitätstest Einzelne Fettsäuren können mit Hilfe der Säurezahl, der Iodzahl, oder von Gaschromatografie identifiziert werden
Glührückstand höchstens 0,1 %
Unverseifbare Fraktion höchstens 1,5 %
Wassergehalt höchstens 0,2 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 574 GLUCONSÄURE

MerkmaleReinheit
Synonyme D-Gluconsäure; Dextronsäure
Definition Gluconsäure ist eine wässrige Lösung von Gluconsäure und Glucon-δ-lacton
Einecs
Chemische Bezeichnung Gluconsäure
Chemische Formel C6H12O7 (Gluconsäure)
Molmasse 196,2
Gehalt mindestens 49,0 % (als Gluconsäure)
Beschreibung farblose bis leicht gelbliche, klare sirupartige Flüssigkeit
Phenylhydrazinderivatbildung Positiv. Die entstandene Verbindung schmilzt zwischen 196 °C und 202 °C unter Zersetzung
Glührückstand höchstens 1,0 % bei 550 °C +/– 20 °C bis zum Verschwinden der organischen Rückstände (schwarze Flecken)
Reduktionsmittel höchstens 2,0 % (als D-Glucose)
Chlorid höchstens 350 mg/kg
Sulfat höchstens 240 mg/kg
Sulfit höchstens 20 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 575 GLUCONO-DELTA-LACTON

MerkmaleReinheit
Synonyme Gluconolacton; GDL; D-Gluconsäure-δ-lacton; δ-gluconolacton
Definition Glucono-δ-lacton ist der cyclische 1,5-intramolekulare Ester der D-Gluconsäure. In wässrigem Milieu wird dieser Stoff hydrolysiert, bis D-Gluconsäure (55 bis 66 %) und die δ- und γ-Lactone miteinander im Gleichgewicht stehen
Einecs 202-016-5
Chemische Bezeichnung D-Glucono-1,5-lacton
Chemische Formel C6H10O6
Molmasse 178,14
Gehalt mindestens 99,0 % in der Trockenmasse
Beschreibung feines, weißes, fast geruchloses kristallines Pulver
Bildung des Phenylhydrazinderivats der Gluconsäure Positiv. Die entstandene Verbindung schmilzt zwischen 196 °C and 202 °C unter Zersetzung
Löslichkeit gut wasserlöslich; mäßig löslich in Ethanol
Wassergehalt höchstens 0,2 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Reduzierende Stoffe höchstens 0,5 % (als D-Glucose)
Blei höchstens 1 mg/kg

E 576 NATRIUMGLUCONAT

MerkmaleReinheit
Synonyme Natriumsalz der D-Gluconsäure
Definition Hergestellt durch Fermentation oder chemische katalytische Oxidation
Einecs 208-407-7
Chemische Bezeichnung Natrium-D-gluconat
Chemische Formel C6H11NaO7 (wasserfrei)
Molmasse 218,14
Gehalt mindestens 99,0 %
Beschreibung weißes bis bräunliches, körniges bis feines kristallines Pulver
Natrium-Test besteht Test
Gluconat-Test besteht Test
Löslichkeit sehr gut wasserlöslich; mäßig löslich in Ethanol
pH-Wert 6,5—7,5 (10%ige Lösung)
Reduktionsmittel höchstens 1 % (als D-Glucose)
Blei höchstens 1 mg/kg

E 577 KALIUMGLUCONAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Kaliumsalz der D-Gluconsäure
Einecs 206-074-2
Chemische Bezeichnung Kalium-D-gluconat
Chemische Formel

C6H11KO7 (wasserfrei)

C6H11KO7 · H2O (Monohydrat)

Molmasse

234,25 (wasserfrei)

252,26 (Monohydrat)

Gehalt mindestens 97 % und höchstens 103 % in der Trockenmasse
Beschreibung geruchlose, rieselfähige, weiße bis gelbliche, kristalline Körner oder Pulver
Kalium-Test besteht Test
Gluconat-Test besteht Test
pH-Wert 7,0—8,3 (10%ige Lösung)
Trocknungsverlust

wasserfreie Form: höchstens 3,0 % (105 °C, 4 Stunden, im Vakuum)

Monohydrat: mindestens 6 % und höchstens 7,5 % (105 °C, 4 Stunden, im Vakuum)

Reduzierende Stoffe höchstens 1 % (als D-Glucose)
Blei höchstens 2 mg/kg

E 578 CALCIUMGLUCONAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Calciumsalz der D-Gluconsäure
Einecs 206-075-8
Chemische Bezeichnung Calcium-di-D-Gluconat
Chemische Formel

C12H22CaO14 (wasserfrei)

C12H22CaO14 · H2O (Monohydrat)

Molmasse

430,38 (wasserfrei)

448,39 (Monohydrat)

Gehalt

wasserfrei: mindestens 98 % und höchstens 102 % in der Trockenmasse

Monohydrat: mindestens 98 % und höchstens 102 %, bezogen auf den Istzustand

Beschreibung geruchlose, weiße, kristalline Körner oder Pulver, an der Luft stabil
Calcium-Test besteht Test
Gluconat-Test besteht Test
Löslichkeit löslich in Wasser; unlöslich in Ethanol
pH-Wert 6,0—8,0 (5%ige Lösung)
Trocknungsverlust

höchstens 3,0 % (105 °C, 16 Stunden) (wasserfreie Form)

höchstens 2,0 % (105 °C, 16 Stunden) (Monohydrat)

Reduzierende Stoffe höchstens 1 % (als D-Glucose)
Blei höchstens 2 mg/kg

E 579 EISEN(II)-GLUCONAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 206-076-3
Chemische Bezeichnung Eisen-di-D-gluconatdihydrat Eisen(II)-digluconatdihydrat
Chemische Formel C12H22FeO14·2H2O
Molmasse 482,17
Gehalt mindestens 95 % in der Trockenmasse
Beschreibung schwach grünlichgelbes bis gelblichgraues Pulver oder Körner, kann schwach nach verbranntem Zucker riechen
Löslichkeit bei leichter Erwärmung wasserlöslich; praktisch unlöslich in Ethanol
Eisen(II)-ionentest besteht Test
Prüfung auf Phenylhydrazinderivat der Gluconsäure positiv
pH-Wert 4—5,5 (10%ige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 10 % (105 °C, 16 Stunden)
Oxalsäure nicht feststellbar
Eisen (Fe III) höchstens 2 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg
Reduzierende Stoffe höchstens 0,5 %, berechnet als Glucose

E 585 EISEN(II)-LACTAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme

Eisenlactat; Eisen(II)-2-hydroxypropanoat;

Propansäure; Eisen(II)-salz der Milchsäure

Einecs 227-608-0
Chemische Bezeichnung Eisen(II)-hydroxypropanoat
Chemische Formel C6H10FeO6· nH2O (n = 2 oder 3)
Molmasse

270,02 (Dihydrat)

288,03 (Trihydrat)

Gehalt mindestens 96 % in der Trockenmasse
Beschreibung grünlich-weiße Kristalle oder schwach grünes Pulver mit charakteristischem Geruch
Löslichkeit löslich in Wasser; praktisch unlöslich in Ethanol
Eisen(II)-ionentest besteht Test
Lactat-Test besteht Test
pH-Wert 4—6 (2%ige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 18 % (100 °C, im Vakuum, etwa 700 mm Hg)
Eisen (Fe III) höchstens 0,6 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 586 4-HEXYLRESORCIN

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme 4-Hexylbenzen-1,3-diol; Hexylresorcin
Einecs 205-257-4
Chemische Bezeichnung 4-Hexylresorcin
Chemische Formel C12H18O2
Molmasse 197,24
Gehalt mindestens 98 % in der Trockenmasse (4 Stunden bei Raumtemperatur)
Beschreibung weißes Pulver
Löslichkeit gut löslich in Ether und Aceton; sehr schwer wasserlöslich
Salpetersäure-Test 1 ml einer gesättigten Lösung der Probe wird mit 1 ml Salpetersäure versetzt. Die Lösung färbt sich hellrot
Bromtest 1 ml einer gesättigten Lösung der Probe wird mit 1 ml Brom-Testlösung versetzt. Ein gelber, flockiger Niederschlag löst sich auf und bildet eine gelbe Lösung
Schmelzbereich 62 °C—67 °C
Acidität höchstens 0,05 %
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Resorcin und andere Phenole Etwa 1 g der Probe wird einige Minuten lang mit 50 ml Wasser geschüttelt und filtriert. Das Filtrat wird mit 3 Tropfen Eisenchlorid-Testlösung versetzt. Es bildet sich keine rote oder blaue Farbe
Nickel höchstens 2 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 3 mg/kg

E 620 GLUTAMINSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme L-Glutaminsäure; L-α -Aminoglutarsäure
Einecs 200-293-7
Chemische Bezeichnung L-Glutaminsäure L-2-Aminopentandisäure
Chemische Formel C5H9NO4
Molmasse 147,13
Gehalt mindestens 99,0 % und höchstens 101,0 % in der Trockenmasse
Löslichkeit mäßig löslich in Wasser; praktisch nicht löslich in Ethanol oder Ether
Beschreibung weiße Kristalle oder kristallines Pulver
Prüfung auf Glutaminsäure durch Dünnschichtchromatografie besteht Test
Spezifische Drehung

[α]D25 zwischen + 31,5° und + 32,2°

(10 %ige Lösung (Trockenmasse) in 2 n HCl, 200 mm Röhrchen)

pH-Wert 3,0—3,5 (gesättigte Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 0,2 % (80 °C, 3 Stunden)
Sulfatasche höchstens 0,2 %
Chlorid höchstens 0,2 %
Pyrrolidoncarboxylsäure höchstens 0,2 %
Arsen höchstens 2,5 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg

E 621 MONONATRIUMGLUTAMAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Natriumglutamat; MSG
Einecs 205-538-1
Chemische Bezeichnung Mononatrium-L-glutamatmonohydrat
Chemische Formel C5H8NaNO4 · H2O
Molmasse 187,13
Gehalt mindestens 99,0 % und höchstens 101,0 % in der Trockenmasse
Löslichkeit gut wasserlöslich; praktisch nicht löslich in Ethanol oder Ether
Beschreibung weiße, praktisch geruchlose Kristalle oder kristallines Pulver
Natrium-Test besteht Test
Prüfung auf Glutaminsäure durch Dünnschichtchromatografie besteht Test
Spezifische Drehung

[α]D25zwischen + 24,8° und + 25,3°

(10%ige Lösung (Trockenmasse) in 2 n HCl, 200 mm Röhrchen)

pH-Wert 6,7 - 7,2 (5 %ige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (98 °C, 5 Stunden)
Chlorid höchstens 0,2 %
Pyrrolidoncarboxylsäure höchstens 0,2 %
Blei höchstens 1 mg/kg

E 622 MONOKALIUMGLUTAMAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Kaliumglutamat
Einecs 243-094-0
Chemische Bezeichnung Monokalium-L-glutamatmonohydrat
Chemische Formel C5H8KNO4 · H2O
Molmasse 203,24
Gehalt mindestens 99,0 % und höchstens 101,0 % in der Trockenmasse
Löslichkeit gut wasserlöslich; praktisch nicht löslich in Ethanol oder Ether
Beschreibung weiße, praktisch geruchlose Kristalle oder kristallines Pulver
Kalium-Test besteht Test
Prüfung auf Glutaminsäure durch Dünnschichtchromatografie besteht Test
Spezifische Drehung

[α]D20 zwischen + 22,5° und + 24,0°

(10 %ige Lösung (Trockenmasse) in 2 n HCl, 200 mm Röhrchen)

pH-Wert 6,7—7,3 (2%ige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 0,2 % (80 °C, 5 Stunden)
Chlorid höchstens 0,2 %
Pyrrolidoncarboxylsäure höchstens 0,2 %
Blei höchstens 1 mg/kg

E 623 CALCIUMDIGLUTAMAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Calciumglutamat
Einecs 242-905-5
Chemische Bezeichnung Monocalcium-di-L-glutamat
Chemische Formel C10H16CaN2O8 · nH2O (n = 0, 1, 2 oder 4)
Molmasse 332,32 (wasserfrei)
Gehalt mindestens 98 % und höchstens 102,0 % in der Trockenmasse
Löslichkeit gut wasserlöslich; praktisch nicht löslich in Ethanol oder Ether
Beschreibung weiße, praktisch geruchlose Kristalle oder kristallines Pulver
Calcium-Test besteht Test
Prüfung auf Glutaminsäure durch Dünnschichtchromatografie besteht Test
Spezifische Drehung [α]D20 zwischen + 27,4 und + 29,2° (für Calciumdiglutamat mit n = 4) (10 %ige Lösung (Trockenmasse) in 2 n HCl, 200 mm Röhrchen)
Wassergehalt höchstens 19,0 % (für Calciumdiglutamat mit n = 4) (Karl Fischer)
Chlorid höchstens 0,2 %
Pyrrolidoncarboxylsäure höchstens 0,2 %
Blei höchstens 1 mg/kg

E 624 MONOAMMONIUMGLUTAMAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Ammoniumglutamat
Einecs 231-447-1
Chemische Bezeichnung Monoammonium-L-glutamatmonohydrat
Chemische Formel C5H12N2O4 · H2O
Molmasse 182,18
Gehalt mindestens 99,0 % und höchstens 101,0 % in der Trockenmasse
Löslichkeit gut wasserlöslich; praktisch nicht löslich in Ethanol oder Ether
Beschreibung weiße, praktisch geruchlose Kristalle oder kristallines Pulver
Ammonium-Test besteht Test
Prüfung auf Glutaminsäure durch Dünnschichtchromatografie besteht Test
Spezifische Drehung

[α]D20 zwischen + 25,4° und + 26,4°

(10 %ige Lösung (Trockenmasse) in 2 n HCl, 200 mm Röhrchen)

pH-Wert 6,0—7,0 (5%ige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (50 °C, 4 Stunden)
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Pyrrolidoncarboxylsäure höchstens 0,2 %
Blei höchstens 1 mg/kg

E 625 MAGNESIUMDIGLUTAMAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Magnesiumglutamat
Einecs 242-413-0
Chemische Bezeichnung Monomagnesium-di-L-glutamattetrahydrat
Chemische Formel C10H16MgN2O8 · 4H2O
Molmasse 388,62
Gehalt mindestens 95,0 % und höchstens 105,0 % in der Trockenmasse
Löslichkeit sehr leicht wasserlöslich; praktisch nicht löslich in Ethanol oder Ether
Beschreibung geruchlose, weiße oder cremefarbene Kristalle oder Pulver
Magnesium-Test besteht Test
Prüfung auf Glutaminsäure durch Dünnschichtchromatografie besteht Test
Spezifische Drehung

[α]D20 zwischen + 23,8° und + 24,4°

(10%ige Lösung (Trockenmasse) in 2 n HCl, 200 mm Röhrchen)

pH-Wert 6,4-7,5 (10 %ige Lösung)
Wassergehalt höchstens 24 % (Karl Fischer)
Chlorid höchstens 0,2 %
Pyrrolidoncarboxylsäure höchstens 0,2 %
Blei höchstens 1 mg/kg

E 626 GUANYLSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme 5'-Guanylsäure
Einecs 201-598-8
Chemische Bezeichnung Guanosin-5'-monophosphorsäure
Chemische Formel C10H14N5O8P
Molmasse 363,22
Gehalt mindestens 97,0 % in der Trockenmasse
Löslichkeit mäßig löslich in Wasser, praktisch nicht löslich in Ethanol
Beschreibung geruchlose, farblose oder weiße Kristalle oder weißes kristallines Pulver
Ribose-Test besteht Test
Test auf organisches Phosphat besteht Test
pH-Wert 1,5—2,5 (0,25%ige Lösung)
Spektrometrie maximale Absorption einer 20 mg/l-Lösung in 0,01 n HCl bei 256 nm
Trocknungsverlust höchstens 1,5 % (120 °C, 4 Stunden)
Andere Nukleotide durch Dünnschichtchromatografie nicht nachweisbar
Blei höchstens 1 mg/kg

E 627 DINATRIUMGUANYLAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Natriumguanylat, Natrium-5'-guanylat
Einecs 226-914-1
Chemische Bezeichnung Dinatriumguanosin-5'-monophosphat
Chemische Formel C10H12N5Na2O8P · nH2O (n = ca. 7)
Molmasse 407,19 (wasserfrei)
Gehalt mindestens 97,0 % in der Trockenmasse
Löslichkeit löslich in Wasser, mäßig löslich in Ethanol, praktisch unlöslich in Ether
Beschreibung geruchlose, farblose oder weiße Kristalle oder weißes kristallines Pulver
Ribosetest besteht Test
Test auf organisches Phosphat besteht Test
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 7,0—8,5 (5%ige Lösung)
Spektrometrie maximale Absorption einer 20 mg/l-Lösung in 0,01 n HCl bei 256 nm
Trocknungsverlust höchstens 25 % (120 °C, 4 Stunden)
Andere Nukleotide durch Dünnschichtchromatografie nicht nachweisbar
Blei höchstens 1 mg/kg

E 628 DIKALIUMGUANYLAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Kaliumguanylat; Kalium-5'-guanylat
Einecs 221-849-5
Chemische Bezeichnung Dikaliumguanosin-5'-monophosphat
Chemische Formel C10H12K2N5O8P
Molmasse 439,40
Gehalt mindestens 97,0 % in der Trockenmasse
Löslichkeit gut löslich in Wasser; praktisch unlöslich in Ethanol
Beschreibung geruchlose, farblose oder weiße Kristalle oder weißes kristallines Pulver
Ribose-Test besteht Test
Test auf organisches Phosphat besteht Test
Kalium-Test besteht Test
pH-Wert 7,0—8,5 (5%ige Lösung)
Spektrometrie maximale Absorption einer 20 mg/l-Lösung in 0,01 n HCl bei 256 nm
Trocknungsverlust höchstens 5 % (120 °C, 4 Stunden)
Andere Nukleotide durch Dünnschichtchromatografie nicht nachweisbar
Blei höchstens 1 mg/kg

E 629 CALCIUMGUANYLAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Calcium-5'-guanylat
Einecs
Chemische Bezeichnung Calciumguanosin-5'-monophosphat
Chemische Formel C10H12CaN5O8P · nH2O
Molmasse 401,20 (wasserfrei)
Gehalt mindestens 97,0 % in der Trockenmasse
Löslichkeit mäßig löslich in Wasser
Beschreibung geruchlose, weiße oder cremefarbene Kristalle oder Pulver
Ribosetest besteht Test
Test auf organisches Phosphat besteht Test
Calcium-Test besteht Test
pH-Wert 7,0—8,0 (0,05%ige Lösung)
Spektrometrie maximale Absorption einer 20 mg/l-Lösung in 0,01 n HCl bei 256 nm
Trocknungsverlust höchstens 23,0 % (120 °C, 4 Stunden)
Andere Nukleotide durch Dünnschichtchromatografie nicht nachweisbar
Blei höchstens 1 mg/kg

E 630 INOSINSÄURE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme 5'-Inosinsäure
Einecs 205-045-1
Chemische Bezeichnung Inosin-5'-monophosphorsäure
Chemische Formel C10H13N4O8P
Molmasse 348,21
Gehalt mindestens 97,0 % in der Trockenmasse
Löslichkeit gut löslich in Wasser, in Ethanol mäßig löslich
Beschreibung geruchlose, farblose oder weiße Kristalle oder Pulver
Ribosetest besteht Test
Test auf organisches Phosphat besteht Test
pH-Wert 1,0—2,0 (5%ige Lösung)
Spektrometrie maximale Absorption einer 20 mg/l-Lösung in 0,01 n HCl bei 250 nm
Trocknungsverlust höchstens 3,0 % (120 °C, 4 Stunden)
Andere Nukleotide durch Dünnschichtchromatografie nicht nachweisbar
Blei höchstens 1 mg/kg

E 631 DINATRIUMINOSINAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Natriuminosinat; Natrium-5'-inosinat
Einecs 225-146-4
Chemische Bezeichnung Dinatriuminosin-5'-monophosphat
Chemische Formel C10H11N4Na2O8P · H2O
Molmasse 392,17 (wasserfrei)
Gehalt mindestens 97,0 % in der Trockenmasse
Löslichkeit löslich in Wasser, mäßig löslich in Ethanol, praktisch unlöslich in Ether
Beschreibung geruchlose, farblose oder weiße Kristalle oder Pulver
Ribosetest besteht Test
Test auf organisches Phosphat besteht Test
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 7,0—8,5
Spektrometrie maximale Absorption einer 20 mg/l-Lösung in 0,01 n HCl bei 250 nm
Wassergehalt höchstens 28,5 % (Karl Fischer)
Andere Nukleotide durch Dünnschichtchromatografie nicht nachweisbar
Blei höchstens 1 mg/kg

E 632 DIKALIUMINOSINAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Kaliuminosinat; Kalium-5'-inosinat
Einecs 243-652-3
Chemische Bezeichnung Dikaliuminosin-5'-monophosphat
Chemische Formel C10H11K2N4O8P
Molmasse 424,39
Gehalt mindestens 97,0 % in der Trockenmasse
Löslichkeit gut wasserlöslich; praktisch unlöslich in Ethanol
Beschreibung geruchlose, farblose oder weiße Kristalle oder Pulver
Ribosetest besteht Test
Test auf organisches Phosphat besteht Test
Kalium-Test besteht Test
pH-Wert 7,0—8,5 (5%ige Lösung)
Spektrometrie maximale Absorption einer 20 mg/l-Lösung in 0,01 n HCl bei 250 nm
Wassergehalt höchstens 10,0 % (Karl Fischer)
Andere Nukleotide durch Dünnschichtchromatografie nicht nachweisbar
Blei höchstens 1 mg/kg

E 633 CALCIUMINOSINAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Calcium-5'-inosinat
Einecs
Chemische Bezeichnung Calciuminosin-5'-monophosphat
Chemische Formel C10H11CaN4O8P · nH2O
Molmasse 386,19 (wasserfrei)
Gehalt mindestens 97,0 % in der Trockenmasse
Löslichkeit schwer löslich in Wasser
Beschreibung geruchlose, farblose oder weiße Kristalle oder Pulver
Ribose-Test besteht Test
Test auf organisches Phosphat besteht Test
Calcium-Test besteht Test
pH-Wert 7,0—8,0 (0,05%ige Lösung)
Spektrometrie maximale Absorption einer 20 mg/l-Lösung in 0,01 n HCl bei 250 nm
Wassergehalt höchstens 23,0 % (Karl Fischer)
Andere Nukleotide durch Dünnschichtchromatografie nicht nachweisbar
Blei höchstens 1 mg/kg

E 634 CALCIUM-5'-RIBONUKLEOTID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs
Chemische Bezeichnung Calcium-5'-ribonukleotid ist im Wesentlichen ein Gemisch aus Calciuminosin-5'-monophosphat und Calciumguanosin-5'-monophosphat
Chemische Formel

C10H11N4CaO8P · nH2O

C10H12N5CaO8P · nH2O

Molmasse
Gehalt Anteil der beiden Hauptbestandteile mindestens 97,0 % und Anteil jedes der beiden Bestandteile mindestens 47,0 % und höchstens 53 %, jeweils bezogen auf die Trockenmasse
Löslichkeit mäßig löslich in Wasser;
Beschreibung geruchlose, weiße oder nahezu weiße Kristalle oder Pulver
Ribose-Test besteht Test
Test auf organisches Phosphat besteht Test
Calcium-Test besteht Test
pH-Wert 7,0—8,0 (0,05%ige Lösung)
Wassergehalt höchstens 23,0 % (Karl Fischer)
Andere Nukleotide durch Dünnschichtchromatografie nicht nachweisbar
Blei höchstens 1 mg/kg

E 635 DINATRIUM-5'-RIBONUKLEOTID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Natrium-5'-ribonukleotid
Einecs
Chemische Bezeichnung Dinatrium-5'-ribonukleotid ist im Wesentlichen ein Gemisch aus Dinatriuminosin-5'-monophosphat und Dinatriumguanosin-5'-monophosphat
Chemische Formel

C10H11N4O8P · nH2O

C10H12N5Na2O8P · nH2O

Molmasse
Gehalt Anteil der beiden Hauptbestandteile mindestens 97,0 % und Anteil jedes der beiden Bestandteile mindestens 47,0 % und höchstens 53 %, jeweils bezogen auf die Trockenmasse
Löslichkeit löslich in Wasser, schwer löslich in Ethanol, praktisch unlöslich in Ether
Beschreibung geruchlose, weiße oder nahezu weiße Kristalle oder Pulver
Ribose-Test besteht Test
Test auf organisches Phosphat besteht Test
Natrium-Test besteht Test
pH-Wert 7,0—8,5 (5%ige Lösung)
Wassergehalt höchstens 26,0 % (Karl Fischer)
Andere Nukleotide durch Dünnschichtchromatografie nicht nachweisbar
Blei höchstens 1 mg/kg

E 640 GLYCIN UND SEINE NATRIUMSALZE

(I)
GLYCINE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Aminoessigsäure; Glycokoll
Einecs 200-272-2
Chemische Bezeichnung Aminoessigsäure
Chemische Formel C2H5NO2
Molmasse 75,07
Gehalt mindestens 98,5 % in der Trockenmasse
Beschreibung weiße Kristalle oder kristallines Pulver
Aminosäuretest besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 0,2 % (105 °C, 3 Stunden)
Glührückstand höchstens 0,1 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

(II)
NATRIUMGLYCINAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 227-842-3
Chemische Bezeichnung Natriumglycinat
Chemische Formel C2H5NO2 Na
Molmasse 98
Gehalt mindestens 98,5 % in der Trockenmasse
Beschreibung weiße Kristalle oder kristallines Pulver
Aminosäuretest besteht Test
Natrium-Test besteht Test
Trocknungsverlust höchstens 0,2 % (105 °C, 3 Stunden)
Glührückstand höchstens 0,1 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 641 L-LEUCIN

BegriffsbestimmungIdentifizierungReinheit
Synonyme 2-Aminoisobutylessigsäure; L-2-Amino-4-Methylvaleriansäure; Alpha-Aminoisocapronsäure; (S)-2-Amino-4-Methylpentansäure; L-Leu
Einecs 200-522-0
CAS-Nummer 61-90-5
Chemische Bezeichnung L-Leucin; L-2-Amino-4-Methylpentansäure
Chemische Formel C6H13NO2
Molmasse 131,17
Gehalt Gehalt mindestens 98,5 % und höchstens 101,0 %, bezogen auf die Trockenmasse
Warenbezeichnung Weißes oder fast weißes kristallines Pulver oder schimmernde Flocken
Löslichkeit Löslich in Wasser, Essigsäure, verdünnter Salzsäure und Alkalihydroxyden und Alkali-Karbonaten; gering löslich in Ethanol
Spezifische Drehung

[α]D20 zwischen + 14,5° und + 16,5°

(4 % Lösung (Trockenmasse) in 6N HCl)

Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (100-105 °C)
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Chloride höchstens 200 mg/kg
Sulfate höchstens 300 mg/kg
Ammonium höchstens 200 mg/kg
Eisen höchstens 10 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 650 ZINKACETAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Zinksalz der Essigsäure
Einecs
Chemische Bezeichnung Zinkacetatdihydrat
Chemische Formel C4H6O4 Zn · 2H2O
Molmasse 219,51
Gehalt mindestens 98 % und höchstens 102 % C4H6O4Zn · 2H2O
Beschreibung farblose Kristalle oder feines cremefarbenes Pulver
Acetat-Test besteht Test
Zinktest besteht Test
pH-Wert 6,0—8,0 (5%ige Lösung)
In Wasser unlösliche Bestandteile höchstens 0,005 %
Chloride höchstens 50 mg/kg
Sulfate höchstens 100 mg/kg
Alkaline und alkalische Erden höchstens 0,2 %
Flüchtige organische Verunreinigungen besteht Test
Eisen höchstens 50 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 20 mg/kg
Cadmium höchstens 5 mg/kg

E 900 DIMETHYLPOLYSILOXAN

MerkmaleReinheit
Synonyme Polydimethylsiloxan; Silicone; Dimethicon
Definition Dimethylpolysiloxan ist ein Gemisch aus vollständig methylierten linearen Siloxanpolymeren aus sich wiederholenden Einheiten der Formel (CH3)2SiO, stabilisiert mit endständigen Trimethylsiloxy-Einheiten der Formel (CH3)3SiO
Einecs
Chemische Bezeichnung Dimethylsiloxane und -silicone
Chemische Formel (CH3)3-Si-[O-Si(CH3)2]n-O-Si(CH3)3
Molmasse
Gehalt Gesamtgehalt an Silicium mindestens 37,3 und höchstens 38,5 %
Beschreibung klare, farblose zähe Flüssigkeit
Dichte (25 °C/25 °C) 0,964-0,977
Brechzahl [n]D25: 1,400-1,405
Infrarot-Absorptionsspektrum Das Infrarot-Absorptionsspektrum eines flüssigen Films der Probe zwischen zwei Natriumchlorid-Platten weist relative Maxima bei denselben Wellenlängen auf wie eine ähnliche Zubereitung von einem Dimethylpolysiloxan-Referenzstandard
Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (150 °C, 4 Stunden)
Viskosität mindestens 1,00 × 10– 4 m2s– 1 bei 25 °C
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 901 BIENENWACHS; WEISS UND GELB

MerkmaleReinheit
Synonyme weißes Wachs; gelbes Wachs
Definition

Gelbes Bienenwachs ist Wachs, das durch Schmelzen von Waben der Honigbiene Apis melifera L. mit heißem Wasser und Entfernung von Fremdstoffen gewonnen wird.

Weißes Bienenwachs wird durch Bleichen des gelben Bienenwachses erhalten.

Einecs 232-383-7
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung gelblich-weiße (weiße Form) oder gelbliche bis graubraune (gelbe Form) Stücke oder Platten von feinkörniger und nichtkristalliner Struktur mit angenehm honigartigem Geruch
Schmelzbereich 62—65 °C
Dichte rund 0,96
Löslichkeit nicht löslich in Wasser, mäßig löslich in Ethanol; sehr gut löslich in Chloroform und Ether
Säurezahl mindestens 17 und höchstens 24
Verseifungszahl 87—104
Peroxidzahl höchstens 5
Glycerin und andere Polyalkohole höchstens 0,5 % (als Glycerin)
Ceresin, Paraffine und andere Wachse 3,0 g der Probe in einen Kolben (100 ml) geben, 30 ml einer 4%igen (m/v) Lösung von Kaliumhydroxid in aldehyfreiem Ethanol zugeben und unter Rückfluss 2 Stunden bei kleiner Flamme sieden. Rückflusskühler entfernen und sofort ein Thermometer einführen. Kolben in Wasser bei 80 °C unter ständigem Schwenken abkühlen lassen. Es bildet sich kein Niederschlag unter 65 °C, die Lösung kann aber schimmern
Fette, Japanwachs, Kolophonium und Seifen 1 g der Probe 30 Minuten mit 35 ml einer Kaliumhydroxidlösung (1:7) sieden, dabei die verdampfte Flüssigkeit mit Wasser ausgleichen, und das Gemisch abkühlen. Das Wachs trennt sich und die Flüssigkeit bleibt klar. Das kalte Gemisch filtern und das Filtrat mit Salzsäure säuern. Es bildet sich kein Niederschlag.
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 902 CANDELILLAWACHS

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Candelillawachs ist ein gereinigtes Wachs, das aus Blättern der Candelilla-Pflanze Euphorbia antisyphilitica gewonnen wird
Einecs 232-347-0
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung hartes, gelblich-braunes, undurchsichtiges bis durchscheinendes Wachs
Dichte rund 0,98
Schmelzbereich 68,5—72,5 °C
Löslichkeit nicht löslich in Wasser; löslich in Chloroform und Toluen
Säurezahl mindestens 12 und höchstens 22
Verseifungszahl mindestens 43 und höchstens 65
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 903 CARNAUBAWACHS

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Carnaubawachs ist ein gereinigtes Wachs aus den Knospen und Blättern der brasilianischen Martwachspalme Copernicia cerifera
Einecs 232-399-4
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung hellbraunes bis blassgelbes Pulver, Schuppen oder harter, bröckeliger Feststoff mit harzähnlichen Brucheigenschaften
Dichte rund 0,997
Schmelzbereich 82—86 °C
Löslichkeit nicht löslich in Wasser; teilweise löslich in siedendem Ethanol; löslich in Chloroform und Diethylether
Sulfatasche höchstens 0,25 %
Säurezahl mindestens 2 und höchstens 7
Esterzahl mindestens 71 und höchstens 88
Unverseifbare Fraktion mindestens 50 % und höchstens 55 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 904 SCHELLACK

MerkmaleReinheit
Synonyme gebleichter Schellack; Tafellack
Definition Schellack ist der gereinigte und gebleichte Lack, der aus den harzigen Ausscheidungen der Lackschildlaus Kerria laccifera (Familie Coccideae) gewonnen wird
Einecs 232-549-9
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung

gebleichter Schellack: cremefarbenes, amorphes, körniges Harz

wachsfreier gebleichter Schellack: leicht gelbes, amorphes Harz

Löslichkeit unlöslich in Wasser; in Alkohol gut (wenn auch langsam) löslich; in Aceton mäßig löslich
Säurezahl 60 bis 89
Trocknungsverlust höchstens 6,0 % (40 °C auf Kieselgel, 15 Stunden)
Kolophonium keine Spuren
Wachs

gebleichter Schellack: höchstens 5,5 %

wachsfreier gebleichter Schellack: höchstens 0,2 %

Blei höchstens 2 mg/kg

E 905 MIKROKRISTALLINES WACHS

MerkmaleReinheit
Synonyme Petroleumwachs, Kohlenwasserstoffwachs, Fischer-Tropsch-Paraffin, Mikrowachs, Paraffin
Definition Raffiniertes Gemisch aus festen, gesättigten Kohlenwasserstoffen, die aus Erdöl oder synthetischen Grundstoffen gewonnen werden
Beschreibung weißes bis bernsteinfarbenes geruchloses Wachs
Löslichkeit nicht wasserlöslich; sehr schwer löslich in Ethanol
Brechzahl

[n]D100: 1,434-1,448

oder [n]D120: 1,426-1,440

Molmasse im Mittel mindestens 500
Viskosität

mindestens 1,1 × 10– 5 m2s– 1 bei 100 °C

oder: mindestens 0,8 × 10– 5 m2s– 1 bei 120 °C, wenn bei 100 °C fest

Glührückstand höchstens 0,1 %
Kohlenstoffzahl bei 5 % Destillationspunkt höchstens 5 % der Moleküle mit Kohlenstoffzahl unter 25
Farbe besteht Test
Schwefel höchstens 0,4 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 3 mg/kg
Polycyclische aromatische Verbindungen Benzo(a)pyren, höchstens 50 μg/kg

E 907 HYDRIERTES POLY-1-DECEN

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme hydriertes Polydec-1-en; hydriertes Poly(α-olefin)
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel C10nH20n+2 (wobei n = 3–6)
Molmasse 560 (Mittel)
Gehalt

mindestens 98,5 % hydriertes Poly-1-decen mit folgender Oligomerverteilung:

    C30: 13–7 %

    C40: 35–70 %

    C50: 9–5 %

    C60: 1–7 %

Beschreibung
Löslichkeit nicht wasserlöslich; mäßig löslich in Ethanol; löslich in Toluen
Verbrennen verbrennt mit heller Flamme und paraffinähnlichem charakteristischem Geruch
Viskosität zwischen 5,7 × 10– 6 und 6,1 × 10– 6 m2s– 1 bei 100 °C
Verbindungen mit einer Kohlenstoffzahl kleiner als 30 höchstens 1,5 %
Leicht carbonisierbare Stoffe nach 10-minütigem Schwenken im kochenden Wasserbad darf ein Reagenzglas mit Schwefelsäure mit einer Probe von 5 g hydriertem Poly-1-decen höchstens eine sehr schwach strohähnliche Färbung aufweisen
Nickel höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg

E 914 POLYETHYLENWACHS-OXIDATE

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition polare Reaktionsprodukte der Polyethylenoxidation
Einecs
Chemische Bezeichnung Polyethylenoxidat
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung nahezu weiß; Schuppen, Pulver, Körner oder Perlen
Dichte zwischen 0,92 und 1,05 (20 °C)
Tropfpunkt über 95 °C
Säurezahl höchstens 70
Viskosität bei 120 °C mindestens 8,1 · 10– 5 m2s– 1
Andere Wachsarten nicht nachweisbar (durch Dynamische Differenzkalorimetrie und/oder Infrarotspektroskopie)
Sauerstoff höchstens 9,5 %
Chrom höchstens 5 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 920 L-CYSTEIN

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition L-Cysteinhydrochlorid oder Hydrochloridmonohydrat. Menschliches Haar darf nicht als Ausgangsmaterial für diese Substanz verwendet werden
Einecs 200-157-7 (wasserfreie Form)
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel C3H7NO2S · HCl · nH2O (n = 0 bis 1)
Molmasse 157,62 (wasserfreie Form)
Gehalt mindestens 98 % und höchstens 101,5 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes Pulver oder farblose Kristalle
Löslichkeit in Wasser und Ethanol gut löslich
Schmelzbereich die wasserfreie Form schmilzt bei etwa 175 °C
Spezifische Drehung

[α]D20: zwischen + 5,0° und + 8,0° oder

[α]D25: zwischen + 4,9° und 7,9°

Trocknungsverlust

8—12 %

höchstens 2 % (wasserfreie Form)

Glührückstand höchstens 0,1 %
Ammoniumionen höchstens 200 mg/kg
Arsen höchstens 1,5 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg

E 927b CARBAMID

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Harnstoff
Einecs 200-315-5
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel CH4N2O
Molmasse 60,06
Gehalt mindestens 99,0 % in der Trockenmasse
Beschreibung farbloses bis weißes, prismatisches kristallines Pulver oder kleine weiße Perlen
Löslichkeit

sehr leicht löslich in Wasser

löslich in Ethanol

Fällung mit Salpetersäure Beim Test entsteht ein weißer, kristalliner Niederschlag
Farbreaktion Beim Test entsteht eine rot-violette Färbung
Schmelzbereich 132—135 °C
Trocknungsverlust höchstens 1,0 % (105 °C, 1 Stunde)
Sulfatasche höchstens 0,1 %
In Ethanol unlösliche Fraktion höchstens 0,04 %
Alkalität besteht Test
Ammoniumionen höchstens 500 mg/kg
Biuret höchstens 0,1 %
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 938 ARGON

DefinitionReinheit
Synonyme
Einecs 231-147-0
Chemische Bezeichnung Argon
Chemische Formel Ar
Atommasse 40
Gehalt mindestens 99 %
Beschreibung farbloses, geruchloses, nichtbrennbares Gas
Merkmale
Wassergehalt höchstens 0,05 %
Methan und andere Kohlenwasserstoffe höchstens 100 μl/l (berechnet als Methan)

E 939 HELIUM

DefinitionReinheit
Synonyme
Einecs 231-168-5
Chemische Bezeichnung Helium
Chemische Formel He
Atommasse 4
Gehalt mindestens 99 %
Beschreibung farbloses, geruchloses, nichtbrennbares Gas
Merkmale
Wassergehalt höchstens 0,05 %
Methan und andere Kohlenwasserstoffe höchstens 100 μl/l (berechnet als Methan)

E 941 STICKSTOFF

DefinitionReinheit
Synonyme
Einecs 231-783-9
Chemische Bezeichnung Stickstoff
Chemische Formel N2
Molmasse 28
Gehalt mindestens 99 %
Beschreibung farbloses, geruchloses, nichtbrennbares Gas
Merkmale
Wassergehalt höchstens 0,05 %
Kohlenmonoxid höchstens 10 μl/l
Methan und andere Kohlenwasserstoffe höchstens 100 μl/l (berechnet als Methan)
Stickstoffdioxid und Stickstoffoxid höchstens 10 μl/l
Sauerstoff höchstens 1 %

E 942 DISTICKSTOFFOXID

DefinitionReinheit
Synonyme
Einecs 233-032-0
Chemische Bezeichnung Distickstoffoxid
Chemische Formel N2O
Molmasse 44
Gehalt mindestens 99 %
Beschreibung farbloses, nichtbrennbares Gas mit süßlichem Geruch
Merkmale
Wassergehalt höchstens 0,05 %
Kohlenmonoxid höchstens 30 μl/l
Stickstoffdioxid und Stickstoffoxide höchstens 10 μl/l

E 943a BUTAN

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme n-Butan
Einecs
Chemische Bezeichnung Butan
Chemische Formel CH3CH2CH2CH3
Molmasse 58,12
Gehalt mindestens 96 %
Beschreibung farblos; Gas oder Flüssigkeit mit schwachem, charakteristischem Geruch
Dampfdruck 108,935 kPa bei 20 °C
Methan höchstens 0,15 % v/v
Ethan höchstens 0,5 % v/v
Propan höchstens 1,5 % v/v
Isobutan höchstens 3,0 % v/v
1,3-Butadien höchstens 0,1 % v/v
Feuchtigkeit höchstens 0,005 %

E 943b ISOBUTAN

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme 2-Methylpropan
Einecs
Chemische Bezeichnung 2-Methylpropan
Chemische Formel (CH3)2CHCH3
Molmasse 58,12
Gehalt mindestens 94 %
Beschreibung farblos; Gas oder Flüssigkeit mit schwachem, charakteristischem Geruch
Dampfdruck 205,465 kPa bei 20 °C
Methan höchstens 0,15 % (v/v)
Ethan höchstens 0,5 % (v/v)
Propan höchstens 2,0 % (v/v)
n-Butan höchstens 4,0 % (v/v)
1,3-Butadien höchstens 0,1 % (v/v)
Feuchtigkeit höchstens 0,005 %

E 944 PROPAN

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs
Chemische Bezeichnung Propan
Chemische Formel CH3CH2CH3
Molmasse 44,09
Gehalt mindestens 95 %
Beschreibung farblos; Gas oder Flüssigkeit mit schwachem, charakteristischem Geruch
Dampfdruck 732,910 kPa bei 20 °C
Methan höchstens 0,15 % (v/v)
Ethan höchstens 1,5 % (v/v)
Isobutan höchstens 2,0 % (v/v)
n-Butan höchstens 1,0 % (v/v)
1,3-Butadien höchstens 0,1 % (v/v)
Feuchtigkeit höchstens 0,005 %

E 948 SAUERSTOFF

DefinitionReinheit
Synonyme
Einecs 231-956-9
Chemische Bezeichnung Sauerstoff
Chemische Formel O2
Molmasse 32
Gehalt mindestens 99 %
Beschreibung farbloses, geruchloses, nichtbrennbares Gas
Merkmale
Wassergehalt höchstens 0,05 %
Methan und andere Kohlenwasserstoffe höchstens 100 μl/l (berechnet als Methan)

E 949 WASSERSTOFF

DefinitionReinheit
Synonyme
Einecs 215-605-7
Chemische Bezeichnung Wasserstoff
Chemische Formel H2
Molmasse 2
Gehalt mindestens 99,9 %
Beschreibung farblos, geruchlos; leicht entzündliches Gas
Merkmale
Wassergehalt höchstens 0,005 % (v/v)
Sauerstoff höchstens 0,001 % (v/v)
Stickstoff höchstens 0,07 % (v/v)

E 950 ACESULFAM K

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Acesulfam; Kaliumsalz von 6-Methyl-3,4-dihydro-1,2,3-oxathiazin-4-on-2,2-dioxid
Einecs 259-715-3
Chemische Bezeichnung 6-Methyl-1,2,3-oxathiazin-4(3H)-on-2,2-dioxid
Chemische Formel C4H4KNO4S
Molmasse 201,24
Gehalt mindestens 99 % von C4H4KNO4S in der Trockenmasse
Beschreibung geruchloses, weißes, kristallines Pulver. Etwa 200mal so süß wie Saccharose
Löslichkeit sehr leicht löslich in Wasser, sehr schwer löslich in Ethanol
Ultraviolett-Absorption Maximum bei 227 ± 2 nm (10 mg/1000 ml Wasser)
Kalium-Test besteht Test (zur Prüfung des Rückstands sind 2 g der Probe zu glühen)
Fällungstest Einige Tropfen einer 10 %igen Natriumcobaltnitrit-Lösung werden mit einer Lösung von 0,2 g der Probe in 2 ml Essigsäure und 2 ml Wasser gemischt. Es bildet sich eine gelbe Ausfällung
Trocknungsverlust höchstens 1 % (105 °C, 2 Stunden)
Organische Verunreinigungen besteht Test auf 20 mg/kg UV-aktive Bestandteile
Fluorid höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 951 ASPARTAM

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Aspartyl-phenylalanin-methylester
Einecs 245-261-3
Chemische Bezeichnung N-L-α Aspartyl-L-phenylalanin-1-methylester, 3-amino-N-(α-carboxy-phenethyl)-succinamidsäure-N-methylester.
Chemische Formel C14H18N2O5
Molmasse 294,31
Gehalt mindestens 98 % und höchstens 102 % von C14H18N2O5 in der Trockenmasse
Beschreibung weißes, geruchloses kristallines Pulver mit süßlichem Geschmack. Etwa 200mal so süß wie Saccharose
Löslichkeit in Wasser und Ethanol mäßig löslich
pH-Wert 4,5—6,0 (Lösung 1 zu 125)
Spezifische Drehung

[α]D20: + 14,5° bis + 16,5°,

innerhalb von 30 Minuten nach der Zubereitung der 4 %igen Probelösung in 15 n Ameisensäure zu bestimmen

Trocknungsverlust höchstens 4,5 % (105 °C, 4 Stunden)
Sulfatasche höchstens 0,2 % in der Trockenmasse
Absorption Die Durchlässigkeit einer 1 %igen Lösung in 2 n Salzsäure, die unter Verwendung von 2 n Salzsäure als Bezugsstoff in einer 1-cm-Zelle bei 430 nm mit einem geeigneten Spektrophotometer bestimmt wird, beträgt mindestens 0,95, was einer Absorption von höchstens etwa 0,022 entspricht
Arsen höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Blei höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse
5-Benzyl-3,6-dioxo-2-piperazinessigsäure höchstens 1,5 % in der Trockenmasse

E 952 CYCLAMAT

(I)
CYCLAMAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Cyclohexylsulfaminsäure;
Einecs 202-898-1
Chemische Bezeichnung Cyclohexansulfaminsäure; Cyclohexylaminosulfonsäure
Chemische Formel C6H13NO3S
Molmasse 179,24
Gehalt Cyclohexylsulfaminsäure enthält mindestens 98 % und höchstens das Äquivalent von 102 % von C6H13NO3S in der Trockenmasse
Beschreibung praktisch farbloses, weißes kristallines Pulver. Etwa 40mal so süß wie Saccharose
Löslichkeit in Wasser und in Ethanol löslich
Fällungstest Eine 2%ige Lösung ist mit Salzsäure säuern, 1 ml einer annähernd molaren Lösung von Bariumchlorid in Wasser hinzufügen und bei einer eventuell auftretenden Trübung oder Ausfällung filtern. Der klaren Lösung 1 ml 10%ige Natriumnitritlösung hinzuzufügen. Es bildet sich eine weiße Ausfällung
Trocknungsverlust höchstens 1 % (105 °C, 1 Stunde)
Selen höchstens 30 mg/kg, berechnet als Selen in der Trockenmasse
Blei höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse
Arsen höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Cyclohexylamin höchstens 10 mg/kg in der Trockenmasse
Dicyclohexylamin höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse
Anilin höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse

(II)
NATRIUMCYCLAMAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Cyclamat, Natriumsalz der Cyclohexylsulfaminsäure
Einecs 205-348-9
Chemische Bezeichnung Natriumcyclohexansulfamat, Natriumcyclohexylsulfamat
Chemische Formel C6H12NNaO3S und das Dihydrat C6H12NNaO3S·2H2O
Molmasse

201,22 (wasserfreie Form)

237,22 (Hydrat)

Gehalt

mindestens 98 % und höchstens 102 % in der Trockenmasse

Dihydrat: mindestens 84 % in der Trockenmasse

Beschreibung weiße, geruchlose Kristalle oder kristallines Pulver. Etwa 30mal so süß wie Saccharose
Löslichkeit wasserlöslich, in Ethanol praktisch unlöslich
Trocknungsverlust

höchstens 1 % (105 °C, 1 Stunde)

höchstens 15,2 % (105 °C, 2 Stunden) (Dihydrat)

Selen höchstens 30 mg/kg, berechnet als Selen in der Trockenmasse
Arsen höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Blei höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse
Cyclohexylamin höchstens 10 mg/kg in der Trockenmasse
Dicyclohexylamin höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse
Anilin höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse

(III)
CALCIUMCYCLAMAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Cyclamat; Calciumsalz der Cyclohexylsulfaminsäure
Einecs 205-349-4
Chemische Bezeichnung Calciumcyclohexansulfamat, Calciumcyclohexylsulfamat
Chemische Formel C12H24CaN2O6S2· 2H2O
Molmasse 432,57
Gehalt mindestens 98 % und höchstens 101 % in der Trockenmasse
Beschreibung weiße, farblose Kristalle oder kristallines Pulver. Etwa 30mal so süß wie Saccharose
Löslichkeit wasserlöslich, in Ethanol mäßig löslich
Trocknungsverlust

höchstens 1 % (105 °C, 1 Stunde)

höchstens 8,5 % (140 °C, 4 Stunden) (Dihydrat)

Selen höchstens 30 mg/kg, berechnet als Selen in der Trockenmasse
Arsen höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Blei höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse
Cyclohexylamin höchstens 10 mg/kg in der Trockenmasse
Dicyclohexylamin höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse
Anilin höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse

E 953 ISOMALT

MerkmaleReinheit
Synonyme hydrierte Isomaltulose
Definition Hergestellt durch enzymatische Umlagerung von Saccharose durch immobilisierte Zellen von Protaminobacter rubrum und anschließende katalytische Hydrierung
Einecs
Chemische Bezeichnung

Isomalt ist ein Gemisch hydrierter Mono- und Disaccharide, dessen wichtigste Bestandteile folgende Disaccharide sind:

6-O-α-D-Glucopyranosyl-D-Sorbit 1,6-GPS) und

1-O-α-D-Glucopyranosyl-D-mannit-dihydrat (1,1-GPM)

Chemische Formel

6-O-α-D-Glucopyranosyl-D-Sorbit: C12H24O11

1-O-α-D-Glucopyranosyl-D-mannit-dihydrat: C12H24O11.2H2O

Molmasse

6-O-α-D-Glucopyranosyl-D-Sorbit: 344,3

1-O-α-D-Glucopyranosyl-D-mannit-dihydrat: 380,3

Gehalt Besteht zu mindestens 98 % aus hydrierten Mono- und Disacchariden und zu mindestens 86 % aus einem Gemisch von 6-O-α-D-Glucopyranosyl-D-Sorbit und 1-O-α-D-Glucopyranosyl-D-mannit-dihydrat, bezogen auf die Trockenmasse
Beschreibung geruchlose, weiße, leicht hygroskopische, kristalline Masse oder wässrige Lösung mit einer Mindestkonzentrationen von 60 %
Löslichkeit wasserlöslich, in Ethanol sehr schwach löslich
HPLC-Test Vergleich mit einem geeigneten Referenzstandard von Isomalt: Die 2 Hauptpeaks im Chromatogramm der Testlösung müssen eine ähnliche Retentionszeit haben wie die 2 Hauptpeaks in dem mit der Referenzlösung erzeugten Chromatogramm
Wassergehalt höchstens 7 % für das feste Produkt (Karl-Fischer-Verfahren)
Leitfähigkeit höchstens 20 μS/cm in einer 20 %igen Lösung des trockenen Feststoffs bei einer Temperatur von 20 °C
D-Mannit höchstens 3 %
D-Sorbit höchstens 6 %
Reduzierende Zucker höchstens 0,3 %, berechnet als Glucose in der Trockenmasse
Nickel höchstens 2 mg/kg in der Trockenmasse
Arsen höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Blei höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse

E 954 SACCHARIN

(I)
SACCHARIN

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme
Einecs 201-321-0
Chemische Bezeichnung 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on-1,1-dioxid
Chemische Formel C7H5NO3S
Molmasse 183,18
Gehalt mindestens 99 % und höchstens 101,0 % von C7H5NO3S in der Trockenmasse
Beschreibung weiße Kristalle bzw. weißes kristallines Pulver, geruchlos bzw. mit leicht aromatischem Geruch etwa 300 bis 500mal so süß wie Saccharose
Löslichkeit in Wasser mäßig löslich, in basischen Lösungen löslich, in Ethanol mäßig löslich
Trocknungsverlust höchstens 1 % (105 °C, 2 Stunden)
Schmelzbereich 226—230 °C
Sulfatasche höchstens 0,2 % in der Trockenmasse
Benzoesäure und Salicylsäure 10 ml einer Lösung 1:20, die zuvor mit 5 Tropfen Essigsäure angesäuert wurde, 3 Tropfen einer annähernd molaren Lösung von Eisenchlorid in Wasser hinzufügen. Es tritt weder eine Ausfällung noch eine violette Farbe auf
o-Toluensulfonamid höchstens 10 mg/kg in der Trockenmasse
p-Toluensulfonamid höchstens 10 mg/kg in der Trockenmasse
Benzoesäure-p-Sulfonamid höchstens 25 mg/kg in der Trockenmasse
Leicht carbonisierbare Stoffe keine
Arsen höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Selen höchstens 30 mg/kg in der Trockenmasse
Blei höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse

(II)
NATRIUMSACCHARIN

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Saccharin; Natriumsalz des Saccharins
Einecs 204-886-1
Chemische Bezeichnung Natrium-o-Benzosulfimid; Natriumsalz von 2,3-Dihydro-3-oxobenzisosulphonazol; 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on-1,1-dioxid, Natriumsalz
Chemische Formel C7H4NNaO3S·2H2O
Molmasse 241,19
Gehalt mindestens 99 % und höchstens 101 % von C7H4NNaO3S in der Trockenmasse
Beschreibung weiße Kristalle bzw. weißes, kristallines verwitterndes Pulver, geruchlos bzw. schwach riechend. Etwa 300 bis 500mal so süß wie Saccharose in verdünnten Lösungen
Löslichkeit in Wasser gut löslich, in Ethanol mäßig löslich
Trocknungsverlust höchstens 15 % (120 °C, 4 Stunden)
Benzoesäure und Salicylsäure 10 ml einer Lösung 1:20, die zuvor mit 5 Tropfen Essigsäure angesäuert wurde, 3 Tropfen einer annähernd molaren Lösung von Eisenchlorid in Wasser hinzufügen. Es tritt weder eine Ausfällung noch eine violette Farbe auf
o-Toluensulfonamid höchstens 10 mg/kg in der Trockenmasse
p-Toluensulfonamid höchstens 10 mg/kg in der Trockenmasse
Benzoesäure-p-Sulfonamid höchstens 25 mg/kg in der Trockenmasse
Leicht carbonisierbare Stoffe keine
Arsen höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Selen höchstens 30 mg/kg in der Trockenmasse
Blei höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse

(III)
CALCIUMSACCHARIN

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Saccharin, Calciumsalz des Saccharins
Chemische Bezeichnung Calcium-o-benzosulfimid; 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on-1,1-dioxid, Calciumsalz
Einecs 229-349-9
Chemische Formel C14H8CaN2O6S2·3½H2O
Molmasse 467,48
Gehalt mindestens 95 % von C14H8CaN2O6S2 in der Trockenmasse
Beschreibung weiße Kristalle bzw. weißes, kristallines Pulver, geruchlos bzw. schwach riechend. Etwa 300 bis 500mal so süß wie Saccharose in verdünnten Lösungen
Löslichkeit in Wasser gut löslich, in Ethanol löslich
Trocknungsverlust höchstens 13,5 % (120 °C, 4 Stunden)
Benzoesäure und Salizylsäure 10 ml einer Lösung 1:20, die zuvor mit 5 Tropfen Essigsäure angesäuert wurde, 3 Tropfen einer annähernd molaren Lösung von Eisenchlorid in Wasser hinzufügen. Es tritt weder eine Ausfällung noch eine violette Farbe auf
o-Toluensulfonamid höchstens 10 mg/kg in der Trockenmasse
p-Toluensulfonamid höchstens 10 mg/kg in der Trockenmasse
Benzoesäure-p-Sulfonamid höchstens 25 mg/kg in der Trockenmasse
Leicht carbonisierbare Stoffe keine
Arsen höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Selen höchstens 30 mg/kg in der Trockenmasse
Blei höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse

(IV)
KALIUMSACCHARIN

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Saccharin; Kaliumsalz des Saccharins
Einecs
Chemische Bezeichnung Kalium-o-benzosulfimid; 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on-1,1-dioxid, Kaliumsalz
Chemische Formel C7H4KNO3S·H2O
Molmasse 239,77
Gehalt mindestens 99 % und höchstens 101 % von C7H4KNO3S in der Trockenmasse
Beschreibung weiße Kristalle oder weißes, kristallines Pulver, geruchlos oder mit schwachem Geruch, mit intensivem, süßem Geschmack, selbst in stark verdünnten Lösungen. Etwa 300 bis 500mal so süß wie Saccharose
Löslichkeit in Wasser gut löslich, in Ethanol mäßig löslich
Trocknungsverlust höchstens 8 % (120 °C, 4 Stunden)
Benzoesäure und Salizylsäure 10 ml einer Lösung 1:20, die zuvor mit 5 Tropfen Essigsäure angesäuert wurde, 3 Tropfen einer annähernd molaren Lösung von Eisenchlorid in Wasser hinzufügen. Es tritt weder eine Ausfällung noch eine violette Farbe auf
o-Toluensulfonamid höchstens 10 mg/kg in der Trockenmasse
p-Toluensulfonamid höchstens 10 mg/kg in der Trockenmasse
Benzoesäure-p-Sulfonamid höchstens 25 mg/kg in der Trockenmasse
Leicht carbonisierbare Stoffe keine
Arsen höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Selen höchstens 30 mg/kg in der Trockenmasse
Blei höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse

E 955 SUCRALOSE

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme 4,1′,6′-Trichlorogalactosucrose
Einecs 259-952-2
Chemische Bezeichnung 1,6-Dichlor-1,6-didesoxy-β-D-fructofuranosyl-4-chlor-4-desoxy-α-D-galactose
Chemische Formel C12H19Cl3O8
Molmasse 397,64
Gehalt mindestens 98 % und höchstens 102 % C12H19Cl3O8 in der Trockenmasse
Beschreibung weißes bis cremefarbenes, praktisch geruchloses kristallines Pulver
Löslichkeit

in Wasser, Methanol und Ethanol gut löslich;

mäßig löslich in Ethylacetat

Infrarot-Absorptionsspektrum Das Infrarotspektrum der Probe in einer Kaliumbromiddispersion weist relative Maxima bei ähnlichen Wellenzahlen auf wie diejenigen, die im Referenzspektrum unter Verwendung eines Sucralose-Referenzstandards auftreten.
Dünnschichtchromatographie Der Hauptfleck in der Testlösung besitzt den gleichen Rf–Wert wie der Hauptfleck der Standardlösung A im Test auf andere chlorierte Disaccharide. Diese Standardlösung erhält man durch Auflösung von 1,0 g Sucralose-Referenzstandard in 10 ml Methanol.
Spezifische Drehung [α]D20 zwischen + 84,0° und + 87,5°, berechnet auf die Trockenmasse (10 %ige (m/v) wässrige Lösung)
Wassergehalt höchstens 2,0 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Sulfatasche höchstens 0,7 %
Sonstige chlorierte Disaccharide höchstens 0,5 %
Chlorierte Monosaccharide höchstens 0,1 %
Triphenylphosphinoxid höchstens 150 mg/kg
Methanol höchstens 0,1 %
Blei höchstens 1 mg/kg

E 957 THAUMATIN

DefinitionMerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme
Einecs 258-822-2
Chemische Bezeichnung Thaumatin wird durch wässrige Extraktion (pH 2,5—4,0) aus dem Samenmantel der Früchte von Thaumatococcus daniellii (Benth) gewonnen und besteht im Wesentlichen aus den Proteinen Thaumatin I und Thaumatin II sowie geringen Mengen von Derivaten der pflanzlichen Bestandteile des Ausgangsmaterials
Chemische Formel Polypeptide von 207 Aminosäuren
Molmasse

Thaumatin I: 22209

Thaumatin II: 22293

Gehalt mindestens 15,1 % Stickstoff in der Trockenmasse, was mindestens 93 % Proteine (N × 6,2) entspricht.
Beschreibung geruchloses, cremefarbiges Pulver. Etwa 2000 bis 3000 mal so süß wie Saccharose
Löslichkeit in Wasser sehr gut löslich, in Aceton nicht löslich
Trocknungsverlust höchstens 9 % (105 °C bis zur Gewichtskonstanz)
Kohlenhydrate höchstens 3 % in der Trockenmasse
Sulfatasche höchstens 2 % in der Trockenmasse
Aluminium höchstens 100 mg/kg in der Trockenmasse
Arsen höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Blei höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Gesamtzahl der aeroben Bakterien: höchstens 1000 Kolonien pro Gramm
Escherichia coli in 1 g nicht nachweisbar

E 959 NEOHESPERIDIN DC

MerkmaleReinheit
Synonyme Neohesperidin-Dihydrochalkon; NHDC; Neohesperidin DC
Definition Zugänglich durch katalytische Hydrierung von Neohesperidin
Einecs 243-978-6
Chemische Bezeichnung 1-[4-[[2-O-(6-Desoxy-α-L-mannopyranosyl)-β-D-glucopyranosyl]oxy]-2,6-dihydroxyphenyl]-3-(3-hydroxy-4-methoxyphenyl)propan-1-on
Chemische Formel C28H36O15
Molmasse 612,6
Gehalt mindestens 96 % in der Trockenmasse
Beschreibung cremefarbenes, geruchloses, kristallines Pulver. Etwa 1000 bis 1800 mal so süß wie Saccharose
Löslichkeit in heißem Wasser gut löslich, in kaltem Wasser sehr schwer löslich, in Ether und Benzen praktisch unlöslich
UV-Absorption Maximum bei 282—283 nm (2 mg in 100 ml Methanol)
Neu-Test Etwa 10 mg Neohesperidin DC in 1 ml Methanol lösen und 1 ml einer 1%igen Lösung von 2-Aminoethyl-diphenyl-borat in Methanol hinzufügen. Die Lösung färbt sich hellgelb
Trocknungsverlust höchstens 11 % (105 °C, 3 Stunden)
Sulfatasche höchstens 0,2 % in der Trockenmasse
Arsen höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Blei höchstens 2 mg/kg in der Trockenmasse

E 960a STEVIOLGLYCOSIDE AUS STEVIA

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition

Die Herstellung erfolgt in zwei Hauptphasen: zunächst die wässrige Extraktion aus den Blättern von Stevia rebaudiana Bertoni mit erster Reinigung des Extrakts durch Ionenaustauschchromatografie zur Gewinnung eines ersten Extrakts von Steviolglycosiden; zweitens die Rekristallisation der Steviolglycoside aus Methanol oder wässrigem Ethanol mit einem Endprodukt, das mindestens zu 95 % aus den unten aufgeführten 11 Steviolglycosiden in beliebiger Kombination und in beliebigem prozentualen Anteil besteht.

Der Zusatzstoff kann Reste von Ionenaustauscher-Harz enthalten, das bei der Herstellung verwendet wurde. Es wurden geringe Mengen (0,10-0,37 % m/m) anderer Steviolglycoside nachgewiesen, die als Nebenprodukte der Herstellung entstehen können, jedoch nicht natürlich in der Stevia-rebaudiana-Pflanze vorkommen.

Chemische Bezeichnung

Steviolbiosid: 13-[(2-O-β-D-Glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure

Rubusosid: 13-β-D-glucopyranosyloxykaur-16-en-18-säure-β-D-glucopyranosylester

Dulcosid A: 13-[(2-O-α–L-rhamnopyranosyl-β–D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure-β-D-glucopyranosylester

Steviosid: 13-[(2-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure-β-D-glucopyranosylester

Rebaudiosid A: 13-[(2-O-β-D-glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure-β-D-glucopyranosylester

Rebaudiosid B: 13-[(2-O-β–D-glucopyranosyl-3-O-β–D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure

Rebaudiosid C: 13-[(2-O-α–L-rhamnopyranosyl-3-O-β–D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure-β-D-glucopyranosylester

Rebaudiosid D: 13-[(2-O-β-D-glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure-2-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosylester

Rebaudiosid E: 13-[(2-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure-2-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosylester

Rebaudiosid F: 13[(2-O-β-D-xylofurananosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure-β-D-glucopyranosylester

Rebaudiosid M: 13-[(2-O-β-D-glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure-2-O-β-D-glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosylester

Chemische Formel Trivialname Formel Konversionsfaktor
Steviol C20 H30 O3 1,00
Steviolbiosid C32 H50 O13 0,50
Rubusosid C32 H50 O13 0,50
Dulcosid A C38 H60 O17 0,40
Steviosid C38 H60 O18 0,40
Rebaudiosid A C44 H70 O23 0,33
Rebaudiosid B C38 H60 O18 0,40
Rebaudiosid C C44 H70 O22 0,34
Rebaudiosid D C50 H80 O28 0,29
Rebaudiosid E C44 H70 O23 0,33
Rebaudiosid F C43 H68 O22 0,34
Rebaudiosid M C56 H90 O33 0,25
Molmasse und CAS-Nr. Trivialname CAS-Nummer Molmasse (g/mol)
Steviol 318,46
Steviolbiosid 41093-60-1 642,73
Rubusosid 64849-39-4 642,73
Dulcosid A 64432-06-0 788,87
Steviosid 57817-89-7 804,88
Rebaudiosid A 58543-16-1 967,01
Rebaudiosid B 58543-17-2 804,88
Rebaudiosid C 63550-99-2 951,02
Rebaudiosid D 63279-13-0 1129,15
Rebaudiosid E 63279-14-1 967,01
Rebaudiosid F 438045-89-7 936,99
Rebaudiosid M 1220616-44-3 1291,30
Gehalt mindestens 95 % Steviolbiosid, Rubusosid, Dulcosid A, Steviosid, Rebaudioside A, B, C, D, E, F und M in der Trockenmasse in beliebiger Kombination und in beliebigem prozentualen Anteil.
Beschreibung weißes bis hellgelbes Pulver, etwa 200- bis 350-mal süßer als Saccharose (bei 5 % Sucroseäquivalent).
Löslichkeit mäßig bis gut löslich in Wasser
pH-Wert 4,5-7,0 (Lösung 1 zu 100)
Asche insgesamt höchstens 1 %
Trocknungsverlust höchstens 6 % (105 °C, 2 Stunden)
Lösungsmittelreste

höchstens 200 mg/kg Methanol

höchstens 5000 mg/kg Ethanol

Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg

E 960b(i) REBAUDIOSID M AUS FERMENTATION DURCH YARROWIA LIPOLYTICA

Synonyme
Definition Rebaudiosid M aus Fermentation durch Yarrowia lipolytica besteht aus einer Mischung aus Steviolglycosiden, deren Hauptbestandteil Rebaudiosid M ist, mit etwas Rebaudiosid D und kleineren Mengen an Rebaudiosid A und Rebaudiosid B. Die Herstellung erfolgt in zwei Hauptphasen. Die erste Phase umfasst die Fermentierung einer Einfachzuckerquelle durch einen nichttoxigenen, nichtpathogenen Stamm von Yarrowia lipolytica, der mit heterologen Genen genetisch verändert wurde, um die an der Synthese von Steviolglycosiden beteiligten Gene zu überexprimieren, um so den Stamm VRM (CBS 147477) zu erhalten. Nach Entfernen der Biomasse durch Fest-Flüssig-Trennung und Wärmebehandlung erfolgt die Konzentration der Steviolglycoside. Die zweite Phase umfasst die Reinigung durch Ionenaustauschchromatografie mit anschließender Kristallisierung der Steviolglycoside aus Ethanol mit einem Endprodukt, das mindestens zu 95 % aus den Rebaudiosiden M, D, A und B besteht. Im Lebensmittelzusatzstoff dürfen keine lebensfähigen Zellen und DNA von Yarrowia lipolytica VRM nachgewiesen werden.
Chemische Bezeichnung

Rebaudiosid A: 13-[(2-O-β-D-Glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure-β-D-glucopyranosylester

Rebaudiosid B: 13-[(2-O-β–D-Glucopyranosyl-3-O-β–D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure

Rebaudiosid D: 13-[(2-O-β-D-Glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure-2-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosylester

Rebaudiosid M: 13-[(2-O-β-D-Glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure-2-O-β-D-glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosylester

Chemische Formel Trivialname Formel Konversionsfaktor
Rebaudiosid A C44H70O23 0,33
Rebaudiosid B C38H60O18 0,40
Rebaudiosid D C50H80O28 0,29
Rebaudiosid M C56H90O33 0,25
Molmasse und CAS-Nr. Trivialname CAS-Nummer Molmasse (g/mol)
Rebaudiosid A 58543-16-1 967,01
Rebaudiosid B 58543-17-2 804,88
Rebaudiosid D 63279-13-0 1129,15
Rebaudiosid M 1220616-44-3 1291,30
Gehalt mindestens 95 % Rebaudiosid M, Rebaudiosid D, Rebaudiosid A und Rebaudiosid B in der Trockenmasse.
Partikelgröße höchstens 0,5 % der Partikel kleiner als 300 nm (mittels RTEM)
Beschreibung weißes bis hellgelbes Pulver, etwa 200- bis 350-mal süßer als Saccharose (bei 5 % Sucroseäquivalent).
Merkmale
Löslichkeit mäßig löslich in Wasser
pH-Wert 4,5-7,0 (Lösung 1 zu 100)
Reinheit
Asche insgesamt höchstens 1 %
Trocknungsverlust höchstens 6 % (105 °C, 2 Stunden)
Lösungsmittelreste höchstens 5000 mg/kg Ethanol
Kaurensäure höchstens 0,3 mg/kg (gemessen mittels Flüssigchromatografie-Massenspektrometriedetektion)
Arsen höchstens 0,01 mg/kg
Blei höchstens 0,01 mg/kg
Cadmium höchstens 0,01 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,05 mg/kg
Mikrobiologische Kriterien
Gesamtzahl der (aeroben) Keime höchstens 1000 KBE/g
Hefen und Schimmelpilze höchstens 100 KBE/g
Escherichia coli in 1 g nicht nachweisbar
Salmonella spp. in 25 g nicht nachweisbar
Restproteingehalt höchstens 20 mg/kg

E 960c(i) REBAUDIOSID M HERGESTELLT DURCH ENZYMMODIFIKATION VON STEVIOLGLYCOSIDEN AUS STEVIA

Synonyme
Definition

Rebaudiosid M ist ein Steviolglycosid, das überwiegend aus Rebaudiosid M und geringen Mengen anderer Steviolglycoside wie Rebaudiosid A, Rebaudiosid B, Rebaudiosid D, Rebaudiosid I und Steviosid besteht.

Rebaudiosid M wird durch enzymatische Biokonversion von gereinigten Steviolglycosid-Blattextrakten (95 % Steviolglycoside) der Pflanze Stevia rebaudiana Bertoni unter Verwendung von UDP-Glycosyltransferase-Enzymen und Saccharose-Synthase-Enzymen gewonnen, die aus den gentechnisch veränderten Hefen K. phaffii (vormals Pichia pastoris) UGT-a und K. phaffii UGT-b gewonnen werden, durch die der Transport von Glucose aus Saccharose und UDP-Glucose zu Steviolglycosiden über glycosidische Bindungen erleichtert wird.

Nach Entfernen der Enzyme durch Fest-Flüssig-Trennung und Wärmebehandlung erfolgt die Reinigung durch Konzentration von Rebaudiosid M durch Harz-Adsorption, gefolgt von der Rekristallisation von Rebaudiosid M mit einem Endprodukt, das mindestens 95 % Rebaudiosid M In dem Lebensmittelzusatzstoff dürfen keine lebensfähigen Zellen der Hefen K. phaffii UGT-a und K. phaffii UGT-b oder deren DNA festgestellt werden.

Chemische Bezeichnung Rebaudiosid M: 13-[(2-O-β-D-glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure-2-O-β-D-glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosylester
Chemische Formel Trivialname Formel Konversionsfaktor
Rebaudiosid M C56 H90 O33 0,25
Molmasse und CAS-Nr. Trivialname CAS-Nummer Molmasse (g/mol)
Rebaudiosid M 1220616-44-3 1291,29
Gehalt Mindestens 95 % Rebaudiosid M, in der Trockenmasse.
Beschreibung weißes bis hellgelbes Pulver, etwa 200- bis 350-mal süßer als Saccharose (bei 5 % Sucroseäquivalent).
Merkmale
Löslichkeit mäßig bis gut löslich in Wasser
pH-Wert 4,5-7,0 (Lösung 1 zu 100)
Reinheit
Asche insgesamt höchstens 1 %
Trocknungsverlust höchstens 6 % (105 °C, 2 Stunden)
Lösungsmittelreste höchstens 5000 mg/kg Ethanol
Arsen höchstens 0,015 mg/kg
Blei höchstens 0,2 mg/kg
Kadmium höchstens 0,015 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,07 mg/kg
Restproteingehalt höchstens 5 mg/kg
Partikelgröße Mindestens 74 μm [bei einem 200-Mesh-Sieb mit einer Partikelgrößenobergrenze von 74 μm]

E 960c(ii) REBAUDIOSID M HERGESTELLT DURCH ENZYMATISCHE KONVERSION VON HOCHREINEM REBAUDIOSID A AUS BLATTEXTRAKTEN DER STEVIAPFLANZE

Synonyme
Definition

Rebaudiosid M hergestellt durch enzymatische Konversion von hochreinem Rebaudiosid A aus Blattextrakten der Steviapflanze ist ein Steviolglycosid, das überwiegend aus Rebaudiosid M und geringen Mengen anderer Steviolglycoside wie Rebaudiosid A und Rebaudiosid D besteht.

Rebaudiosid M wird durch enzymatische Biokonversion von hochgereinigten Steviolglycosid- Rebaudiosid-A-Extrakten (95 % Steviolglycoside) der Pflanze Stevia rebaudiana Bertoni unter Verwendung von UDP-Glycosyltransferase-Enzymen und Saccharose-Synthase-Enzymen gewonnen, die aus den gentechnisch veränderten Stämmen von E. coli (pPM294, pFAF170 und pSK401) gewonnen werden, durch die der Transport von Glucose aus Saccharose und UDP-Glucose zu Steviolglycosiden über glycosidische Bindungen erleichtert wird. Nach Entfernen der Enzyme durch Fest-Flüssig-Trennung und Wärmebehandlung erfolgt die Reinigung durch Konzentration von Rebaudiosid M durch Harz-Adsorption, gefolgt von der Rekristallisation der Steviolglycoside mit einem Endprodukt, das mindestens 95 % Rebaudiosid M enthält. In dem Lebensmittelzusatzstoff dürfen keine lebensfähigen Zellen von E. coli (pPM294, pFAF170 und pSK401) oder deren DNA festgestellt werden.

Chemische Bezeichnung Rebaudiosid M: 13-[(2-O-β-D-glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure, 2-O-β-D-glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosylester
Chemische Formel Trivialname Formel Konversionsfaktor
Rebaudiosid M C56H90O33 0,25
Molmasse und CAS-Nr. Trivialname CAS-Nummer Molmasse (g/mol)
Rebaudiosid M 1220616-44-3 1291,29
Gehalt mindestens 95 % Rebaudiosid M, in der Trockenmasse
Beschreibung weißes bis hellgelbes Pulver, etwa 150- bis 350-mal süßer als Saccharose (bei 5 % Sucroseäquivalent)
Merkmale
Löslichkeit mäßig bis gut löslich in Wasser
pH-Wert 4,5–7,0 (Lösung 1 zu 100)
Reinheit
Asche insgesamt höchstens 1 %
Trocknungsverlust höchstens 6 % (105 °C, 2 Stunden)
Lösungsmittelreste höchstens 5000 mg/kg Ethanol
Arsen höchstens 0,015 mg/kg
Blei höchstens 0,2 mg/kg
Kadmium höchstens 0,015 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,07 mg/kg
Restproteingehalt höchstens 5 mg/kg
Partikelgröße mindestens 74 μm [bei einem 200-Mesh-Sieb mit einer Partikelgrößenobergrenze von 74 μm]

E 960c(iii) REBAUDIOSID D HERGESTELLT DURCH ENZYMATISCHE KONVERSION VON HOCHREINEM REBAUDIOSID A AUS BLATTEXTRAKTEN DER STEVIAPFLANZE

Synonyme
Definition

Rebaudiosid D hergestellt durch enzymatische Konversion von hochreinem Rebaudiosid A aus Blattextrakten der Steviapflanze ist ein Steviolglycosid, das überwiegend aus Rebaudiosid D und geringen Mengen anderer Steviolglycoside wie Rebaudiosid A und Rebaudiosid M besteht.

Rebaudiosid D wird durch enzymatische Biokonversion von hochgereinigten Steviolglycosid- Rebaudiosid-A-Extrakten (95 % Steviolglycoside) der Pflanze Stevia rebaudiana Bertoni unter Verwendung von UDP-Glycosyltransferase-Enzymen und Saccharose-Synthase-Enzymen gewonnen, die aus den gentechnisch veränderten Stämmen von E. coli (pPM294, pFAF170 und pSK401) gewonnen werden, durch die der Transport von Glucose aus Saccharose und UDP-Glucose zu Steviolglycosiden über glycosidische Bindungen erleichtert wird. Nach Entfernen der Enzyme durch Fest-Flüssig-Trennung und Wärmebehandlung erfolgt die Reinigung durch Konzentration von Rebaudiosid D durch Harz-Adsorption, gefolgt von der Rekristallisation der Steviolglycoside mit einem Endprodukt, das mindestens 95 % Rebaudiosid D und Rebaudiosid A enthält. In dem Lebensmittelzusatzstoff dürfen keine lebensfähigen Zellen von E. coli (pPM294, pFAF170 und pSK401) oder deren DNA festgestellt werden.

Chemische Bezeichnung

Rebaudiosid D: 13-[(2-O-β-D-glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure, 2-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosylester.

Rebaudiosid A: 13-[(2-O-β-D-glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure, β-D-glucopyranosylester

Chemische Formel Trivialname Formel Konversionsfaktor
Rebaudiosid D C50H80O28 0,29
Rebaudiosid A C44 H70 O23 0,33
Molmasse und CAS-Nr. Trivialname CAS-Nummer Molmasse (g/mol)
Rebaudiosid D 63279-13-0 1291,15
Rebaudiosid A 58543-16-1 967,01
Gehalt mindestens 95 % Rebaudiosid M, in der Trockenmasse.
Beschreibung weißes bis hellgelbes Pulver, etwa 150- bis 350-mal süßer als Saccharose (bei 5 % Sucroseäquivalent)
Merkmale
Löslichkeit mäßig bis gut löslich in Wasser
pH-Wert 4,5–7,0 (Lösung 1 zu 100)
Reinheit
Asche insgesamt höchstens 1 %
Trocknungsverlust höchstens 6 % (105 °C, 2 Stunden)
Lösungsmittelreste höchstens 5000 mg/kg Ethanol
Arsen höchstens 0,015 mg/kg
Blei höchstens 0,2 mg/kg
Kadmium höchstens 0,015 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,07 mg/kg
Restproteingehalt höchstens 5 mg/kg
Partikelgröße mindestens 74 μm [bei einem 200-Mesh-Sieb mit einer Partikelgrößenobergrenze von 74 μm]

E 960c(iv) REBAUDIOSID AM HERGESTELLT DURCH ENZYMATISCHE KONVERSION VON HOCHREINEM STEVIOSID AUS BLATTEXTRAKTEN DER STEVIAPFLANZE

Synonyme
Definition

Rebaudiosid AM hergestellt durch enzymatische Konversion von hochreinem Steviosid aus Blattextrakten der Steviapflanze ist ein Steviolglycosid, das überwiegend aus Rebaudiosid AM und geringen Mengen anderer Steviolglycoside wie Steviosid und Rebaudiosid E besteht.

Rebaudiosid AM wird durch enzymatische Biokonversion von hochgereinigten Steviolglycosid- Steviosid-Extrakten (95 % Steviolglycoside) der Pflanze Stevia rebaudiana Bertoni unter Verwendung von UDP-Glycosyltransferase-Enzymen und Saccharose-Synthase-Enzymen gewonnen, die aus den gentechnisch veränderten Stämmen von E. coli (pPM294, pFAF170 und pSK401) gewonnen werden, durch die der Transport von Glucose aus Saccharose und UDP-Glucose zu Steviolglycosiden über glycosidische Bindungen erleichtert wird. Nach Entfernen der Enzyme durch Fest-Flüssig-Trennung und Wärmebehandlung erfolgt die Reinigung durch Konzentration von Rebaudiosid AM durch Harz-Adsorption, gefolgt von der Rekristallisation der Steviolglycoside mit einem Endprodukt, das mindestens 95 % Rebaudiosid AM enthält. In dem Lebensmittelzusatzstoff dürfen keine lebensfähigen Zellen von E. coli (pPM294, pFAF170 und pSK401) oder deren DNA festgestellt werden.

Chemische Bezeichnung Rebaudiosid AM: 13-[(2-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure, 2-O-β-D-glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosylester.
Chemische Formel Trivialname Formel Konversionsfaktor
Rebaudiosid AM C50H80O28 0,29
Molmasse und CAS-Nr. Trivialname CAS-Nummer Molmasse (g/mol)
Rebaudiosid AM 2222580-26-7 1291,15
Gehalt mindestens 95 % Rebaudiosid AM, in der Trockenmasse
Beschreibung weißes bis hellgelbes Pulver, etwa 150- bis 350-mal süßer als Saccharose (bei 5 % Sucroseäquivalent)
Merkmale
Löslichkeit mäßig bis gut löslich in Wasser
pH-Wert 4,5–7,0 (Lösung 1 zu 100)
Reinheit
Asche insgesamt höchstens 1 %
Trocknungsverlust höchstens 6 % (105 °C, 2 Stunden)
Lösungsmittelreste höchstens 5000 mg/kg Ethanol
Arsen höchstens 0,015 mg/kg
Blei höchstens 0,2 mg/kg
Kadmium höchstens 0,015 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,07 mg/kg
Restproteingehalt höchstens 5 mg/kg
Partikelgröße mindestens 74 μm [bei einem 200-Mesh-Sieb mit einer Partikelgrößenobergrenze von 74 μm]

E 960d
GLYCOSYLIERTE STEVIOLGLYCOSIDE

Synonyme
Definition Gemisch größerer Glycoside von Steviol, gewonnen durch Glycosylierung von aus den Blättern der Pflanze Stevia rebaudiana Bertoni extrahierten Steviolglycosiden. Das Gemisch besteht aus glycosylierten Steviolglycosiden und Restmengen der Ausgangs-Steviolglycoside aus Stevia-Blättern. Man erhält glycosylierte Steviolglycoside, indem aus Stevia-Blättern extrahierte Steviolglycoside und genusstaugliche Stärke mit Cyclomaltodextrin-Glucanotransferase (EC 2.4.1.19) behandelt wird, die aus einem nicht-genetisch modifizierten Stamm von Anoxybacillus caldiproteolyticus St-88 gewonnen wird. Das Enzym wandelt die Glucoseeinheiten aus der Stärke in Steviolglycoside um. Das gewonnene Material wird erhitzt und mit Aktivkohle behandelt, um das Enzym zu entfernen, und danach durch Adsorptions-/Desorptionsharz passiert, um Restmengen an hydrolisierter Stärke (Dextrin) zu entfernen; anschließend wird das Endprodukt mit Verfahren gereinigt und aufbereitet, die u. U. Entfärbung, Konzentration und Sprühtrocknung umfassen.
Chemische Bezeichnung

Steviolbiosid: 13-[(2-O-β-D-Glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure

Rubusosid: 13-β-D-Glucopyranosyloxykaur-16-en-18-säure, β-D-Glucopyranosylester

Dulcosid A: 13-[(2-O-α–L-Rhamnopyranosyl-β–D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure, β-D-Glucopyranosylester

Steviosid: 13-[(2-O-β-D-Glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure, β-D-Glucopyranosylester

Rebaudiosid A: 13-[(2-O-β-D-Glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure, β-D-Glucopyranosylester

Rebaudiosid B: 13-[(2-O-β–D-Glucopyranosyl-3-O-β–D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure

Rebaudiosid C: 13-[(2-O-α–L-Rhamnopyranosyl-3-O-β–D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure, β-D-Glucopyranosylester

Rebaudiosid D: 13-[(2-O-β-D-Glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure, 2-O-β-D-Glucopyranosyl-β-D-glucopyranosylester

Rebaudiosid E: 13-[(2-O-β-D-Glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure, 2-O-β-D-Glucopyranosyl-β-D-glucopyranosylester

Rebaudiosid F: 13-[(2-O-β-D-Xylofurananosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure, β-D-Glucopyranosylesterr

Rebaudiosid M: 13-[(2-O-β-D-Glucopyranosyl-3-O-β-D-Glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyl)oxy]-kaur-16-en-18-säure, 2-O-β-D-Glucopyranosyl-3-O-β-D-glucopyranosyl-β-D-glucopyranosyleste

Und ihre glycosylierten Derivate (1–20 zusätzliche Glucoseeinheiten)

Chemische Formel Trivialname Formel Konversionsfaktor
n-glycosyliertes Steviolbiosid C(32+n*6)H(50+n*10)O(13+n*5)
n-glycosyliertes Rubusosid C(32+n*6)H(50+n*10)O(13+n*5)
n-glycosyliertes Dulcosid A C(38+n*6)H(60+n*10)O(17+n*5)
n-glycosyliertes Steviosid C(38+n*6)H(60+n*10)O(18+n*5)
n-glycosyliertes Rebaudiosid A C(44+n*6)H(70+n*10)O(23+n*5)
n-glycosyliertes Rebaudiosid B C(38+n*6)H(60+n*10)O(18+n*5)
n-glycosyliertes Rebaudiosid C C(44+n*6)H(70+n*10)O(22+n*5)
n-glycosyliertes Rebaudiosid D C(50+n*6)H(80+n*10)O(28+n*5)
n-glycosyliertes Rebaudiosid E C(44+n*6)H(70+n*10)O(23+n*5)
n-glycosyliertes Rebaudiosid F C(43+n*6)H(68+n*10)O(22+n*5)
n-glycosyliertes Rebaudiosid M C(56+n*6)H(90+n*10)O(33+n*5)

n: Anzahl der Glucoseeinheiten, die dem Ausgangs-Steviolglycosid enzymatisch hinzugefügt werden (n = 1–20)

Konversionsfaktor für Gemische von glycosylierten Steviolglycosiden in der Regel = 0,20 (in der dextrinfreien Trockenmasse)

Steviol C20H30O3 1,00
Steviolbiosid C32H50O13 0,50
Rubusosid C32H50O13 0,50
Dulcosid A C38H60O17 0,40
Steviosid C38H60O18 0,40
Rebaudiosid A C44 H70 O23 0,33
Rebaudiosid B C38 H60 O18 0,40
Rebaudiosid C C44H70O22 0,34
Rebaudiosid D C50H80O28 0,29
Rebaudiosid E C44H70O23 0,33
Rebaudiosid F C43H68O22 0,34
Rebaudiosid M C56H90O33 0,25
Molmasse und CAS-Nr. Trivialname CAS-Nummer Molmasse (g/mol)
n-glycosyliertes Steviolbiosid Nicht verfügbar 642,73+n*162,15
n-glycosyliertes Rubusosid Nicht verfügbar 642,73+n*162,15
n-glycosyliertes Dulcosid A Nicht verfügbar 788,87+n*162,15
n-glycosyliertes Steviosid Nicht verfügbar 804,88+n*162,15
n-glycosyliertes Rebaudiosid A Nicht verfügbar 967,01+n*162,15
n-glycosyliertes Rebaudiosid B Nicht verfügbar 804,88+n*162,15
n-glycosyliertes Rebaudiosid C Nicht verfügbar 951,02+n*162,15
n-glycosyliertes Rebaudiosid D Nicht verfügbar 1129,15+n*162,15
n-glycosyliertes Rebaudiosid E Nicht verfügbar 967,01+n*162,15
n-glycosyliertes Rebaudiosid F Nicht verfügbar 936,99+n*162,15
n-glycosyliertes Rebaudiosid M Nicht verfügbar 1291,30+n*162,15
Steviol 318,46
Steviolbiosid 41093-60-1 642,73
Rubusosid 64849-39-4 642,73
Dulcosid A 64432-06-0 788,87
Steviosid 57817-89-7 804,88
Rebaudiosid A 58543-16-1 967,01
Rebaudiosid B 58543-17-2 804,88
Rebaudiosid C 63550-99-2 951,02
Rebaudiosid D 63279-13-0 1129,15
Rebaudiosid E 63279-14-1 967,01
Rebaudiosid F 438045-89-7 936,99
Rebaudiosid M 1220616-44-3 1291,30
Gehalt Mindestens 95 % der Steviolglycoside insgesamt, bestehend aus den oben genannten Steviolglycosiden mit ihren glycosylierten Derivaten (1–20 zusätzliche Glucoseeinheiten), in der dextrinfreien Trockenmasse.
Beschreibung weißes bis hellgelbes Pulver, etwa 100- bis 200-mal süßer als Saccharose (bei 5 % Sucroseäquivalent).
Merkmale
Löslichkeit wasserlöslich
pH-Wert 4,5-7,0 (Lösung 1 zu 100)
Reinheit
Asche insgesamt höchstens 1 %
Trocknungsverlust höchstens 6 % (105 °C, 2 Stunden)
Lösungsmittelreste

höchsten 200 mg/kg Methanol

höchstens 3000 mg/kg Ethanol

Arsen höchstens 0,015 mg/kg
Blei höchstens 0,1 mg/kg
Cadmium höchstens 0,1 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg
Mikrobiologische Kriterien
Gesamtzahl der (aeroben) Keime höchstens 1000 KBE/g
Hefen und Schimmelpilze höchstens 200 KBE/g
E. coli in 1 g nicht nachweisbar
Salmonella in 25 g nicht nachweisbar

E 961 NEOTAM

MerkmaleReinheit
Synonyme

N-(N-(3,3-Dimethylbutyl)-L-α-aspartyl)-L-phenylalanin-1-methylester,

N(3,3-Dimethylbutyl)-L-aspartyl-L-phenylalanin-methylester

Definition Neotam wird durch Umsetzung von Aspartam mit 3,3-Dimethylbutyraldehyd unter Wasserstoffdruck in Methanol in Gegenwart eines Palladium-/Kohlenstoffkatalysators hergestellt. Es wird isoliert und durch Filtration gereinigt, wozu Diatomeenerde verwendet werden kann. Nach Entfernen des Lösungsmittels durch Destillation wird Neotam mit Wasser gewaschen, durch Zentrifugieren isoliert und abschließend vakuumgetrocknet.
CAS Nr.: 165450-17-9
Chemische Bezeichnung N-(N-(3,3-Dimethylbutyl)-L-α-aspartyl)-L-phenylalanin-1-methylester
Chemische Formel C20H30N2O5
Molmasse 378,47
Beschreibung weißes bis cremefarbenes Pulver
Gehalt mindestens 97,0 % in der Trockenmasse
Löslichkeit 4,75 % (m/m) bei 60 °C in Wasser; in Ethanol und Ethylacetat löslich
Wassergehalt höchstens 5 % (Karl-Fischer-Verfahren, Probengröße: 25 ± 5 mg)
pH-Wert 5,0—7,0 (0,5%ige wässrige Lösung)
Schmelzbereich 81—84 °C
N-(N-(3,3-Dimethylbutyl)-L-α-aspartyl)-L-phenylalanin höchstens 1,5 %
Blei höchstens 1 mg/kg

E 962 ASPARTAM-ACESULFAMSALZ

MerkmaleReinheit
Synonyme Aspartam-Acesulfam; Salz von Aspartam-Acesulfam
Definition Das Salz wird durch Erhitzen von Aspartam und Acesulfam-K im Verhältnis von etwa 2:1 (w/w) in saurer Lösung gewonnen, danach lässt man es auskristallisieren. Das Kalium und die Feuchtigkeit werden entfernt. Das Produkt ist stabiler als Aspartam allein.
Einecs
Chemische Bezeichnung 6-Methyl-1,2,3-oxathiazine-4(3H)-on-2,2-dioxidsalz der L-phenylalanyl-2-methyl-L-α-Asparaginsäure
Chemische Formel C18H23O9N3S
Molmasse 457,46
Gehalt 63,0 bis 66,0 % Aspartam (Trockenmasse) und 34,0 bis 37,0 % Acesulfam (Säure auf Trockenmasse)
Beschreibung weißes, geruchloses, kristallines Pulver
Löslichkeit schwer löslich in Wasser; mäßig löslich in Ethanol
Absorption Die Durchlässigkeit einer 1%igen Lösung in Wasser, bestimmt in einer Zelle von 1 cm bei 430 nm mit Hilfe eines geeigneten Spektrofotometers unter Verwendung von Wasser als Referenz, beträgt mindestens 0,95, was einer Absorbanz von höchstens etwa 0,022 entspricht.
Spezifische Drehung

[α]D20 zwischen + 14,5° und + 16,5°

Wird bestimmt bei einer Konzentration von 6,2 g in 100 ml Ameisensäure (15 n) innerhalb von 30 Minuten nach Herstellung der Lösung. Danach wird die errechnete spezifische Drehung zur Korrektur um den Aspartamgehalt des Aspartam-Acesulfamsalzes durch 0,646 dividiert.

Trocknungsverlust höchstens 0,5 % (105 °C, 4 Stunden)
5-Benzyl-3,6-dioxo-2- piperazinessigsäure höchstens 0,5 %
Blei höchstens 1 mg/kg

E 964 POLYGLYCITOLSIRUP

Synonyme hydriertes Stärkehydrolysat, hydrierter Glucosesirup und Polyglucitol
Begriffsbestimmung Gemisch, bestehend vorwiegend aus Maltit und Sorbit sowie geringeren Mengen von hydrierten Oligo- und Polysacchariden und Maltrotriitol. Polyglycitolsirup wird durch katalytische Hydrierung eines aus Glucose, Maltose und höheren Glucosepolymeren bestehenden Gemischs von Stärkehydrolysaten hergestellt, ähnlich dem zur Herstellung von Maltitsirup angewandten katalytischen Hydrierungsverfahren. Der entstandene Sirup wird durch Ionenaustausch entsalzt und auf die gewünschte Menge konzentriert.
Einecs
Chemische Bezeichnung Sorbit: D-Glucitol
Maltit: 4-O-α-D-Glucopyranosyl-D-glucit
Chemische Formel Sorbit: C6H14O6
Maltit: C12H24O11
Molmasse Sorbit: 182,2
Maltit: 344,3
Gehalt Mindestens 99 % hydrierte Saccharide insgesamt in der Trockenmasse, mindestens 50 % Polyole mit höherem Molekulargewicht, höchstens 50 % Maltit und höchstens 20 % Sorbit in der Trockenmasse.
Beschreibung farb- und geruchlose klare viskose Flüssigkeit
Merkmale
Löslichkeit sehr gut löslich in Wasser, mäßig löslich in Ethanol
Maltit-Test besteht Test
Sorbit-Test 5 g Substanz, 7 ml Methanol, 1 ml Benzaldehyd und 1 ml Salzsäure werden gemischt und mechanisch geschüttelt, bis Kristalle auftreten. Die Kristalle werden filtriert und in 20 ml kochendem Wasser mit 1 g Natriumbikarbonat gelöst. Die Kristalle werden filtriert und mit 5 ml Methanol/Wasser 1:2 gewaschen. Die luftgetrockneten Kristalle der Sorbitmonobenzylidenderivate schmelzen zwischen 173 and 179 °C.
Reinheit
Wassergehalt höchstens 31 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Chloride höchstens 50 mg/kg
Sulfate höchstens 100 mg/kg
Reduzierende Zucker höchstens 0,3 %
Nickel höchstens 2 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg

E 965(i) MALTIT

MerkmaleReinheit
Synonyme D-Maltit; hydrierte Maltose
Definition Maltit entsteht durch Hydrierung von D-Maltose. Es besteht im Wesentlichen aus D-Maltit. Es kann geringe Mengen von Sorbit und verwandten mehrwertigen Alkoholen enthalten
Einecs 209-567-0
Chemische Bezeichnung 4-O-α-D-Glucopyranosyl-D-glucit
Chemische Formel C12H24O11
Molmasse 344,3
Gehalt mindestens 98,0 % D-Maltit C12H24O11 in der Trockenmasse
Beschreibung weißes kristallines Pulver
Löslichkeit sehr gut löslich in Wasser, mäßig löslich in Ethanol
Schmelzbereich 148—151 °C
Spezifische Drehung [α]D20 zwischen + 105,5° und + 108,5° (5%ige Lösung (m/v) in Wasser)
Erscheinung einer Lösung in Wasser klar und farblos
Wassergehalt höchstens 1 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Leitfähigkeit höchstens 20 μS/cm in einer 20 %igen Lösung des trockenen Feststoffs bei einer Temperatur von 20 °C
Reduzierende Zucker höchstens 0,1 %, berechnet als Glucose in der Trockenmasse
Nickel höchstens 2 mg/kg in der Trockenmasse
Arsen höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Blei höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse

E 965(ii) MALTITSIRUP

MerkmaleReinheit
Synonyme hydrierter Glucosesirup mit hohem Maltose-Anteil; hydrierter Glucosesirup; HGS
Definition Gemisch, bestehend vorwiegend aus Maltit mit Sorbit und hydrierten Oligo- und Polysacchariden. Es wird hergestellt durch katalytische Hydrierung von maltosereichem Glucosesirup oder durch Hydrierung seiner einzelnen Bestandteile, die anschließend vermischt werden. Im Handel als Sirup und in fester Form erhältlich
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt mindestens 99 % hydrierte Saccharide insgesamt in der Trockenmasse, und mindestens 50 % Maltit in der Trockenmasse
Beschreibung farb- und geruchlose klare visköse Flüssigkeit oder weiße kristalline Masse
Löslichkeit sehr gut löslich in Wasser, mäßig löslich in Ethanol
HPLC-Test Der Vergleich mit einem geeigneten Referenzstandard von Maltit zeigt, dass der Hauptpeak im Chromatogramm der Testlösung eine ähnliche Retentionszeit hat wie der Hauptpeak in dem mit der Referenzlösung erzeugten Chromatogramm (ISO 10504:1998)
Erscheinung einer Lösung in Wasser klar und farblos
Wassergehalt höchstens 31 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Leitfähigkeit höchstens 10 μS/cm beim Produkt in unveränderter Form bei einer Temperatur von 20 °C
Reduzierende Zucker höchstens 0,3 %, berechnet als Glucose in der Trockenmasse
Nickel höchstens 2 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg

E 966 LACTIT

MerkmaleReinheit
Synonyme Lactitol, Lactobiosit
Definition Lactit wird hergestellt durch katalytische Hydrierung von Lactose
Einecs 209-566-5
Chemische Bezeichnung 4-O-β-D-Galactopyranosyl-D-glucit
Chemische Formel C12H24O11
Molmasse 344,3
Gehalt mindestens 95 % in der Trockenmasse
Beschreibung Kristallines Pulver oder farblose Lösung. Kristalline Erzeugnisse treten als Anhydrate, Monohydrate und Dihydrate auf. Als Katalysator wird Nickel verwendet
Löslichkeit sehr gut löslich in Wasser
Spezifische Drehung [α]D20 zwischen + 13° und + 16°, berechnet auf die Trockenmasse (10%ige Lösung (m/v) in Wasser)
Wassergehalt kristalline Erzeugnisse: höchstens 10,5 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Andere Polyole höchstens 2,5 % in der Trockenmasse
Reduzierende Zucker höchstens 0,2 %, berechnet als Glucose in der Trockenmasse
Chloride höchstens 100 mg/kg in der Trockenmasse
Sulfate höchstens 200 mg/kg in der Trockenmasse
Sulfatasche höchstens 0,1 % in der Trockenmasse
Nickel höchstens 2 mg/kg in der Trockenmasse
Arsen höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Blei höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse

E 967 XYLIT

MerkmaleReinheit
Synonyme Xylitol
Definition Xylit besteht im Wesentlichen aus D-Xylit. Die übrigen Bestandteile sind verwandte Stoffe wie L-Arabinit, Galactit, Mannit, Sorbit
Einecs 201-788-0
Chemische Bezeichnung D-Xylit
Chemische Formel C5H12O5
Molmasse 152,2
Gehalt mindestens 98,5 % als Xylit in der Trockenmasse
Beschreibung weißes, kristallines Pulver, praktisch geruchlos
Löslichkeit sehr gut löslich in Wasser, mäßig löslich in Ethanol
Schmelzbereich 92-96 °C
pH-Wert 5,0—7,0 (10%ige Lösung (w/v) in Wasser)
Infrarot-Absorptionsspektroskopie Vergleich mit einem Referenzstandard, z. B. EP oder USP
Wassergehalt höchstens 1 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Leitfähigkeit höchstens 20 μS/cm in einer 20 %igen Lösung des trockenen Feststoffs bei einer Temperatur von 20 °C
Reduzierende Zucker höchstens 0,2 %, berechnet als Glucose in der Trockenmasse
Sonstige mehrwertige Alkohole höchstens 1 % in der Trockenmasse
Nickel höchstens 2 mg/kg in der Trockenmasse
Arsen höchstens 3 mg/kg in der Trockenmasse
Blei höchstens 1 mg/kg in der Trockenmasse

E 968 ERYTHRIT

MerkmaleReinheit
Synonyme meso-Erythritol; meso-Butan-1,2,3,4-tetrol; Erythritol
Definition Gewonnen durch Fermentation einer Kohlenhydratquelle durch sichere und geeignete genusstaugliche osmotolerante Hefen wie Moniliella pollinis oder Moniliella megachilensis, gefolgt von Reinigung und Trocknung
Einecs 205-737-3
Chemische Bezeichnung Butan-1,2,3,4-tetrol
Chemische Formel C4H10O4
Molmasse 122,12
Gehalt mindestens 99 % nach dem Trocknen
Beschreibung weiße, geruchlose, nicht hygroskopische, hitzebeständige Kristalle, etwa 60-80 % der Süßkraft von Saccharose.
Löslichkeit gut löslich in Wasser, mäßig löslich in Ethanol, unlöslich in Diethylether
Schmelzbereich 119—123 °C
Trocknungsverlust höchstens 0,2 % (70 °C, 6 Stunden im Vakuumexsikkator)
Leitfähigkeit höchstens 20 μS/cm in einer 20 %igen Lösung des trockenen Feststoffs bei einer Temperatur von 20 °C
Reduzierende Stoffe höchstens 0,3 %, berechnet als D-Glucose
Ribit und Glycerin höchstens 0,1 %
Blei höchstens 0,5 mg/kg

E 969 ADVANTAM

Synonyme
Definition Advantam (ANS9801) wird durch chemische Synthese in einem dreistufigen Verfahren gewonnen; Herstellung des wichtigsten Zwischenprodukts, 3-Hydroxy-4-methoxyzimtaldehyd (HMCA), gefolgt von einer Hydrierung zu 3-(3-Hydroxy-4-methoxyphenyl)propionaldehyd (HMPA). In der letzten Verfahrensstufe wird die HMPA-Methanol-Lösung (Filtrat) mit Aspartam kombiniert, um das Imin zu gewinnen, aus dem bei selektiver Hydrierung Advantam entsteht. Die Lösung wird kristallisiert, anschließend werden die Rohkristalle gewaschen. Das Produkt wird umkristallisiert, dann werden die Kristalle abgetrennt, gewaschen und getrocknet.
CAS-Nr. 714229-20-6
Chemische Bezeichnung

N-[N-[3-(3-Hydroxy-4-methoxyphenyl)propyl]-α-aspartyl]-L-phenylalanin-1-methylester, Monohydrat (IUPAC);

L-Phenylalanin, N-[3-(3-Hydroxy-4-methoxyphenyl)propyl]-L-alpha-aspartyl-2-methylester, Monohydrat (CA)

Chemische Formel C24H30N2O7·H2O
Molmasse 476,52 g/mol (Monohydrat)
Gehalt mindestens 97,0 % und höchstens 102,0 % in der Trockenmasse
Beschreibung weißes bis gelbes Pulver
Merkmale
Schmelzpunkt 101,5 °C
Reinheit
N-[N-[3-(3-Hydroxy-4-methoxyphenyl)propyl-α-aspartyl]-L-phenylalanin (ANS9801-Säure) höchstens 1,0 %
Sonstige verwandte Stoffe insgesamt höchstens 1,5 %
Lösungsmittelreste

Isopropylacetat höchstens 2000 mg/kg

Methylacetat höchstens 500 mg/kg

Methanol höchstens 500 mg/kg

2-Propanol höchstens 500 mg/kg

Wassergehalt höchstens 5,0 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Glührückstand höchstens 0,2 %
Arsen höchstens 2 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Palladium höchstens 5,3 mg/kg
Platin höchstens 1,7 mg/kg

E 999 QUILLAJAEXTRAKT

MerkmaleReinheit
Synonyme Quillajarindenextrakt, Panamarindenextrakt, Seifenrindenextrakt, Waschholzextrakt
Definition Quillajaextrakt wird durch wässrige Extraktion aus Quillaja saponaria Molina, oder anderen Quillaja-Arten (Familie Rosaceae) erhalten. Er enthält eine Anzahl Triterpenoidsaponine aus Glycosiden der Quillajasäure. Einige Zucker einschließlich Glucose, Galactose, Arabinose, Xylose und Rhamnose sind ebenfalls vorhanden, daneben Tannin, Calcium und sonstige Komponenten von geringerer Bedeutung
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung Quillajaextrakt in Pulverform ist leicht braun mit Rosatönung; er ist auch als wässrige Lösung erhältlich
pH-Wert 3,7—5,5 (4%ige Lösung)
Wassergehalt höchstens 6,0 % (Karl-Fischer-Verfahren) (nur Pulverform)
Arsen höchstens 2 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg

E 1103 INVERTASE

ReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme
Definition Invertase wird aus Saccharomyces cerevisiae gewonnen
Einecs 232-615-7
Nummer der Enzym-Kommission EC 3.2.1.26
Systematischer Name β-D-Fructofuranosid-Fructohydrolase
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung
Merkmale
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Cadmium höchstens 0,5 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 50000 Kolonien pro Gramm
Salmonella spp. in 25 g nicht nachweisbar
Coliforme höchstens 30 Kolonien pro Gramm
Escherichia coli in 25 g nicht nachweisbar

E 1105 LYSOZYM

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme Lysozymhydrochlorid; Muramidase
Definition Lysozym ist ein einkettiges Polypeptid, das aus dem Eiweiß von Hühnereiern gewonnen wird und aus 129 Aminosäuren besteht. Es wirkt insofern als Enzym, als es die β(1-4)-Bindungen zwischen N-Acetylmuraminsäure und N-Acetylglucosamin in den äußeren Membranen von Bakterienarten, insbesondere grampositive Organismen, spaltet. Es wird normalerweise als Hydrochlorid gewonnen
Einecs 232-620-4
Nummer der Enzym-Kommission EC 3.2.1.17
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse Rund 14000
Gehalt mindestens 950 mg/g in der Trockenmasse
Beschreibung weißes, geruchloses Pulver mit leicht süßlichem Geschmack
Isoelektrischer Punkt 10,7
pH-Wert 3,0—3,6 (2%ige wässrige Lösung)
Spektrophotometrie Absorptionsmaximum einer wässrigen Lösung (25 mg/100 ml) bei 281 nm, Minimum bei 252 nm
Wassergehalt höchstens 6,0 % (Karl-Fischer-Verfahren) (nur Pulverform)
Glührückstand höchstens 1,5 %
Stickstoff mindestens 16,8 % und höchstens 17,8 %
Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 5 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Gesamtkeimzahl höchstens 5 × 104 Kolonien pro Gramm
Salmonella spp. in 25 g nicht nachweisbar
Staphylococcus aureus in 1 g nicht nachweisbar
Escherichia coli in 1 g nicht nachweisbar

E 1200 POLYDEXTROSE

MerkmaleReinheit
Synonyme Modifizierte Polydextrosen
Definition Zufällig gebundene Glucosepolymere mit einigen endständigen Sorbitgruppen und Citronensäure- oder Phosphorsäureresten, die durch Mono- oder Diesterbindung an die Polymere gebunden sind. Sie werden durch Schmelzen und Kondensation der Ingredienzien erhalten und bestehen aus rund 90 Teilen D-Glucose, 10 Teilen Sorbit und 1 Teil Citronensäure und/oder 0,1 Teilen Phosphorsäure. Die 1,6-glucosidische Bindung überwiegt in Polymeren, doch kommen auch andere Bindungstypen vor. Die Produkte enthalten geringe Mengen ungebundene Glucose, Sorbit, Levoglucosan (1,6-Anhydro-D-glucose) und Citronensäure und lässt sich mit jeder Base von Lebensmittelqualität neutralisieren und/oder entfärben sowie zwecks weiterer Reinigung entionisieren. Die Produkte können ferner zur Reduktion von Glucoseresten mit dem Katalysator Raney-Nickel teilweise hydriert werden. Polydextrose-N ist neutralisierte Polydextrose
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt Polymergehalt mindestens 90 %, bezogen auf die aschenfreie Trockenmasse
Beschreibung weißer bis leicht bräunlicher Feststoff. Polydextrosen ergeben in Wasser nach Auflösung eine klare, farblose bis strohgelbe Lösung
Zuckertest besteht Test
Test auf reduzierende Zucker besteht Test
pH-Wert

2,5—7,0 für Polydextrose (10%ige Lösung)

5,0—6,0 für Polydextrose N (10%ige Lösung)

Wasser höchstens 4,0 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Sulfatasche

höchstens 0,3 % (Polydextrose)

höchstens 2 % (Polydextrose N)

Nickel höchstens 2 mg/kg für hydrierte Polydextrosen
1,6-Anhydro-D-glucose höchstens 4 %, bezogen auf die aschenfreie Trockenmasse
Glucose und Sorbitol höchstens 6 %, bezogen auf die aschenfreie Trockenmasse; Glucose und Sorbitol werden getrennt bestimmt
Molmassengrenze negatives Ergebnis des Tests auf Polymere mit einer Molmasse > 22000
5-Hydroxymethylfurfural

höchstens 0,1 % (Polydextrose)

höchstens 0,05 % (Polydextrose-N)

Blei höchstens 0,5 mg/kg

E 1201 POLYVINYLPYRROLIDON

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Povidon; PVP; Lösliches Polyvinylpyrrolidon
Einecs
Chemische Bezeichnung Polyvinylpyrrolidon, Poly(1-(2-oxo-1-pyrrolidinyl)ethylen
Chemische Formel (C6H9NO)n
Massenmittel der Molmasse mindestens 25000
Gehalt mindestens 11,5 % und höchstens 12,8 % Stickstoff (N) in der Trockenmasse
Beschreibung weißes oder fast weißes Pulver
Löslichkeit löslich in Wasser und in Ethanol; nicht löslich in Ether
pH-Wert 3,0—7,0 (5%ige Lösung)
Wassergehalt höchstens 5 % (Karl Fischer)
Asche insgesamt höchstens 0,1 %
Aldehyd höchstens 500 mg/kg (als Acetaldehyd)
Freies N-Vinylpyrrolidon höchstens 10 mg/kg
Hydrazin höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 1202 POLYVINYLPOLYPYRROLIDON

MerkmaleReinheit
Synonyme Crospovidon; vernetztes Polyvidon; unlösliches Polyvinylpyrrolidon
Definition Polyvinylpolypyrrolidon ist unregelmäßig vernetztes Poly-(1-(2-oxo-1-pyrrolidinyl)ethylen). Es wird hergestellt durch Polymerisation von N-vinyl-2-pyrrolidon in Gegenwart eines ätzenden Katalysators oder von N,N′-divinyl-imidazolidon. Wegen seiner Unlöslichkeit in allen gängigen Lösungsmitteln entzieht sich das Molmasse einer analytischen Bestimmung
Einecs
Chemische Bezeichnung Polyvinylpyrrolidon; Poly-(1-(2-oxo-1-pyrrolidinyl)-ethylen)
Chemische Formel (C6H9NO)n
Molmasse
Gehalt mindestens 11 % und höchstens 12,8 % Stickstoff (N) in der Trockenmasse
Beschreibung weißes hygroskopisches Pulver mit einem schwachen, nicht unangenehmen Geruch
Löslichkeit nicht löslich in Wasser, Ethanol und Ether
pH-Wert 5,0—8,0 (1%ige Suspension in Wasser)
Wassergehalt höchstens 6 % (Karl Fischer)
Sulfatasche höchstens 0,4 %
Wasserlösliche Bestandteile höchstens 1 %
Freies N-Vinylpyrrolidon höchstens 10 mg/kg
Freies N, N′-Divinyl-imidazolidon höchstens 2 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 1203 POLYVINYLALKOHOL

MerkmaleReinheit
Synonyme PVAL
Definition Polyvinylalkohol ist ein synthetischer Kunststoff, der durch Polymerisation und alkalisch katalysierte Umesterung mit Alkoholen aus Vinylacetat gewonnen wird. Die physikalischen Eigenschaften des Produkts hängen vom Grad der Polymerisation bzw. Hydrolyse ab
Chemische Bezeichnung Ethanol-Homopolymer
Chemische Formel (C2H3OR)n (R = H oder COCH3)
Beschreibung geruch- und geschmackloses, durchscheinendes, weißes oder cremefarbenes körniges Pulver
Löslichkeit wasserlöslich; praktisch unlöslich oder unlöslich in Ethanol (≥ 99,8 %)
Fällungsreaktion 0,25 g der Probe in 5 ml Wasser lösen, erwärmen und bei Raumtemperatur die Lösung abkühlen lassen. Bei Hinzufügen von 10 ml Ethanol zu dieser Lösung bildet sich ein weißer, trüber oder flockiger Niederschlag
Farbreaktion

0,01g der Probe in 100 ml Wasser lösen, erwärmen und bei Raumtemperatur die Lösung abkühlen lassen. Bei Hinzufügen von einem Tropfen Iod-Testlösung (TS) und einigen Tropfen Borsäurelösung in 5 ml der Lösung färbt sich die Lösung blau.

0,5 g der Probe in 10 ml Wasser lösen, erwärmen und bei Raumtemperatur die Lösung abkühlen lassen. Bei Hinzufügen von einem Tropfen Iod-Testlösung in 5 ml der Lösung färbt sich die Lösung blau

Viskosität zwischen 4,8 und 5,8 mPa s (4 %ige Lösung bei 20 °C), entsprechend einer durchschnittlichen Molmasse von 26000–30000 Da
Wasserunlösliche Bestandteile höchstens 0,1 %
Esterzahl zwischen 125 und 153 mg KOH/g
Hydrolysegrad 86,5—89,0 %
Säurezahl höchstens 3,0
Lösungsmittelreste höchstens 1,0 % Methanol, 1,0 % Methylacetat
pH-Wert 5,0—6,5 (4%ige Lösung)
Trocknungsverlust höchstens 5,0 % (105 °C, 3 Stunden)
Glührückstand höchstens 1,0 %
Blei höchstens 2,0 mg/kg

E 1204 PULLULAN

MerkmaleReinheitMikrobiologische Kriterien
Synonyme
Definition Linearer, neutraler Glucan, vorwiegend aus Maltotrioseeinheiten, die durch (1,6)-Bindungen glycosidisch verknüpft sind. Er wird durch Fermentation mit Hilfe eines keine Toxine bildenden Stamms von Aureobasidium pullulans aus genusstauglicher hydrolysierter Stärke gewonnen. Nach Abschluss der Fermentation werden die Pilzzellen durch Mikrofiltration entfernt, das Filtrat wird hitzesterilisiert, und Pigmente und andere Verunreinigungen werden durch Adsorption und Ionenaustauschchromatografie entfernt
Einecs 232-945-1
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel (C6H10O5)n
Molmasse
Gehalt mindestens 90 % Glucan in der Trockenmasse
Beschreibung geruchloses Pulver, weiß bis cremefarben
Löslichkeit wasserlöslich, in Ethanol praktisch unlöslich
pH-Wert 5,0—7,0 (10%ige Lösung)
Fällung mit Polyethylenglycol 600 10 ml einer 2%igen wässrigen Lösung von Pullulan werden mit 2 ml Polyethylenglykol 600 versetzt. Es bildet sich ein weißer Niederschlag
Depolymerisation mit Pullulanase In zwei Reagenzgläser werden je 10 ml einer 10 %igen Pullulanlösung gegeben. Einem Reagenzglas 0,1 ml Pullulanaselösung mit einer Aktivität von 10 Einheiten/g, dem anderen 0,1 ml Wasser hinzufügen. Nach 20-minütiger Inkubation bei etwa 25 °C ist die Viskosität der mit Pullulanase behandelten Lösung deutlich niedriger als die der unbehandelten Lösung
Viskosität 100-180 mm2/s (10 %ige Lösung (m/m) in Wasser bei 30 °C)
Trocknungsverlust höchstens 6 % (90 °C, höchstens 50 mm Hg, 6 Stunden)
Mono-, Di- und Oligosaccharide höchstens 10 %, berechnet als Glucose
Blei höchstens 1 mg/kg
Hefen und Schimmelpilze höchstens 100 Kolonien pro Gramm
Coliforme in 25 g nicht nachweisbar
Salmonella spp. in 25 g nicht nachweisbar

E 1205 BASISCHES METHACRYLAT-COPOLYMER

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Basisches Methacrylat-Copolymer wird hergestellt durch die thermisch kontrollierte Polymerisation der in Propan-2-ol gelösten Monomere Methylmethacrylat, Butylmethacrylat und Dimethylaminoethylmethacrylat; die Reaktion zur Bildung von Radikalen wird mit Donoren/Initiatoren gestartet. Ein Alkyl-Mercaptan bewirkt Veränderungen der Ketten. Die Polymerlösung wird extrudiert und unter Vakuum granuliert, um Reste von flüchtigen Bestandteilen zu entfernen. Die Körner kommen in dieser Form in den Handel oder werden gemahlen (Mikronisierung)
Chemische Bezeichnung Poly(butylmethacrylate-co-(2-dimethylaminoethyl)methacrylat-co-methylmethacrylat) 1:2:1
Chemische Formel Poly[(CH2:C(CH3)CO2(CH2)2N(CH3)2)-co-(CH2:C(CH3)CO2CH3)-co-(CH2:C(CH3)CO2(CH2)3CH3)]
Massenmittel der Molmasse, durch Gelpermeationschromatographie bestimmt etwa 47000 g/mol
Partikelgröße des Pulvers (bildet bei Verwendung einen Film)

< 50 μm mindestens 95 %

< 20 μm mindestens 50 %

< 3 μm nicht mehr als 10 %

Gehalt

(Ph. Eur. 2.2.20 "Potentiometric titration")

20,8—25,5 % Dimethylaminoethyl- (DMAE-) Gruppen in der Trockenmasse
Beschreibung Die Körner sind farblos bis gelblich, das Pulver ist weiß
Infrarot-Absorptionsspektroskopie noch zu bestimmen
Viskosität einer 12,5 %igen Lösung in 60:40 (m/m) – Propan-2-ol zu Aceton 3—6 mPa s
Brechzahl [n]D20: 1,380-1,385
Löslichkeit

1 g löst sich in 7 g Methanol, Ethanol, Propan-2-ol, Dichloromethan oder 1 n Salzsäure

nicht löslich in Petrolether

Trocknungsverlust höchstens 2,0 % (105 °C, 3 Stunden)
Alkalizahl 162-198 mg KOH/g Trockenmasse
Sulfatasche höchstens 0,1 %
Monomerreste

Butylmethacrylat < 1000 mg/kg

Methylmethacrylat < 1000 mg/kg

Dimethylaminoethylmethacrylat < 1000 mg/kg

Lösungsmittelreste

Propan-2-ol < 0,5 %

Butanol < 0,5 %

Methanol < 0,1 %

Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 3 mg/kg
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 1206 NEUTRALES METHACRYLAT-COPOLYMER

MerkmaleReinheit
Synonyme Ethylacrylat-Methylmethacrylatpolymer; Ethylacrylat, Polymer mit Methylmethacrylat; Methylmethacrylat- Ethylacrylatpolymer; Methylmethacrylat, Polymer mit Ethylacrylat
Definition Neutrales Methacrylat-Copolymer ist ein vollständig polymerisiertes Copolymer von Methylmethacrylat und Ethylacrylat. Es wird durch Emulsionspolymerisation gewonnen. Es wird hergestellt durch redoxinitiierte Polymerisation der Monomere Ethylacrylat und Methylmethacrylat; die Reaktion zur Bildung freier Radikale wird mit Donoren/Redox-Initiatoren gestartet und mit Polyethylenglycol-Monostearylether und Vinylsäure/Natriumhydroxid stabilisiert. Restmonomere werden durch Wasserdampfdestillation entfernt.
CAS-Nr. 9010-88-2
Chemische Bezeichnung Poly(ethylacrylat-co-methylmethacrylat) 2:1
Chemische Formel Poly[(CH2:CHCO2CH2CH3)-co-(CH2:C(CH3)CO2CH3)]
Massenmittel der Molmasse etwa 600000 g/mol
Gehalt/Abdampfrückstand

28,5-31,5 %

1 g Dispersion im Trockenofen bei 110 °C 3 Stunden getrocknet.

Beschreibung Milchig-weiße Dispersion (die Handelsform ist eine 30%ige Dispersion der Trockensubstanz in Wasser) niedriger Viskosität mit schwachem charakteristischem Geruch.
Infrarot-Absorptionsspektroskopie charakteristisch für die Verbindung
Viskosität max. 50 mPa.s bei 30 rpm und 20 °C (Brookfield-Viskosimeter)
pH-Wert 5,5-8,6
Relative Dichte (bei 20 °C) 1,037-1,047
Löslichkeit Die Dispersion ist in jedem Verhältnis mit Wasser mischbar. Das Polymer und die Dispersion sind in Aceton, Ethanol und Propan-2-ol leicht löslich. Nicht löslich bei Mischung mit 1 N Natriumhydroxid im Verhältnis 1:2.
Sulfatasche höchstens 0,4 % in der Dispersion
Monomerreste Monomere insgesamt (Summe von Methylmethacrylat und Ethylacrylat): höchstens 100 mg/kg in der Dispersion
Emulgatorreste Polyethylenglycol-Monostearylether (Macrogolstearylether 20) höchstens 0,7 % in der Dispersion
Lösungsmittelreste

Ethanol höchstens 0,5 % in der Dispersion

Methanol höchstens 0,1 % in der Dispersion

Arsen höchstens 0,3 mg/kg in der Dispersion
Blei höchstens 0,9 mg/kg in der Dispersion
Quecksilber höchstens 0,03 mg/kg in der Dispersion
Cadmium höchstens 0,3 mg/kg in der Dispersion

E 1207 ANIONISCHES METHACRYLAT-COPOLYMER

MerkmaleReinheit
Synonyme Methylacrylat- Methylmethacrylat-Methacrylsäurepolymer; Methacrylsäure, Polymer mit Methylacrylat und Methylmethacrylat
Definition Anionisches Methacrylat-Copolymer ist ein vollständig polymerisiertes Copolymer von Methacrylsäure, Methylmethacrylat und Methylacrylat. Es wird hergestellt in einem wässrigen Medium durch Emulsionspolymerisation von Methylmethacrylat, Methylacrylat und Methacrylsäure; die Reaktion zur Bildung freier Radikale wird mit Initiatoren gestartet und mit Natriumlaurylsulfat und Polyoxyethylensorbitanmonooleat (Polysorbat 80) stabilisiert. Restmonomere werden durch Wasserdampfdestillation entfernt.
CAS-Nr. 26936-24-3
Chemische Bezeichnung Poly(methylacrylat-co-methylmethacrylat-co-Methacrylsäure) 7:3:1
Chemische Formel Poly[(CH2:CHCO2CH3)-co-(CH2:C(CH3)CO2CH3)-co-(CH2:C(CH3)COOH)]
Massenmittel der Molmasse etwa 280000 g/mol
Gehalt/Abdampfrückstand

28,5-31,5 %

1 g der Dispersion im Trockenofen bei 110 °C 5 Stunden getrocknet.

9,2-12,3 % Methacrylsäure-Einheiten auf Trockensubstanz.

Beschreibung Milchig-weiße Dispersion (die Handelsform ist eine 30%ige Dispersion der Trockensubstanz in Wasser) niedriger Viskosität mit schwachem charakteristischem Geruch.
Infrarot-Absorptionsspektroskopie charakteristisch für die Verbindung
Viskosität max. 20 mPa.s bei 30 rpm und 20 °C (Brookfield-Viskosimeter)
pH-Wert 2,0-3,5
Relative Dichte (bei 20 °C) 1,058-1,068
Löslichkeit Die Dispersion ist in jedem Verhältnis mit Wasser mischbar. Das Polymer und die Dispersion sind in Aceton, Ethanol und Propan-2-ol leicht löslich. Löslich bei Mischung mit 1 N Natriumhydroxid im Verhältnis 1:2. Löslich bei einem pH-Wert über 7,0.
Säurezahl 60-80 mg KOH/g Trockenmasse
Sulfatasche höchstens 0,2 % in der Dispersion
Monomerreste Monomere insgesamt (Summe von Methacrylsäure, Methylmethacrylat und Methylacrylat): höchstens 100 mg/kg in der Dispersion
Emulgatorreste

Natriumlaurylsulfat höchstens 0,3 % in der Trockensubstanz

Polysorbat 80 höchstens 1,2 % in der Trockensubstanz

Lösungsmittelreste Methanol höchstens 0,1 % in der Dispersion
Arsen höchstens 0,3 mg/kg in der Dispersion
Blei höchstens 0,9 mg/kg in der Dispersion
Quecksilber höchstens 0,03 mg/kg in der Dispersion
Cadmium höchstens 0,3 mg/kg in der Dispersion

E 1208 POLYVINYLPYRROLIDON-VINYLACETAT-COPOLYMER

(18)MerkmaleReinheit
Synonyme Copolyvidon; Copovidon; 1-Vinyl-2-pyrrolidon-vinylacetat-Copolymer; 2-Pyrrolidinon, 1-Ethenyl-, Polymer mit Ethenylacetat
Definition Polyvinylpyrrolidon-Vinylacetat-Copolymer wird durch Copolymerisation mit freien Radikalen von N-vinyl-2-pyrrolidon und Vinylacetat in einer Lösung in Propan-2-ol unter Zusatz von Initiatoren hergestellt.
Einecs
Chemische Bezeichnung Essigsäure, Ethenylester, Polymer mit 1-Ethenyl-2-pyrrolidinon
Chemische Formel (C6H9NO)n·(C4H6O2)m
Mittlere Viskosität/Molmasse zwischen 26000 und 46000 g/mol
Gehalt Stickstoffgehalt 7,0-8,0 %
Beschreibung Der physikalische Zustand wird als weißes oder gelblichweißes Pulver oder Flocken mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von 50-130 μm beschrieben.
Löslichkeit leicht löslich in Wasser, Ethanol, Ethylenchlorid und Ether
Infrarot-Absorptionsspektroskopie noch zu bestimmen
European Colour Test (BY Colour) mindestens BY5
k-Wert(18) (1 % Feststoffe in wässriger Lösung) 25,2-30,8
pH-Wert 3,0-7,0 (10%ige wässrige Lösung)
Vinylacetat-Anteil in Copolymer höchstens 42,0 %
Freies Vinylacetat höchstens 5 mg/kg
Gesamtasche höchstens 0,1 %
Aldehyd höchstens 2000 mg/kg (als Acetaldehyd)
Freies N-Vinylpyrrolidon höchstens 5 mg/kg
Hydrazin höchstens 0,8 mg/kg
Peroxydgehalt höchstens 400 mg/kg
2-Propanol höchstens 150 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Calcium höchstens 1 mg/kg

E 1209 POLYVINYL ALCOHOL-POLYETHYLENE GLYCOL-GRAFT-COPOLYMER

Synonyme Macrogol poly(vinyl alcohol) grafted co-polymer; poly(ethan-1,2-diol-graft-ethanol); ethenol, polymer with oxirane, graft; oxirane, polymer with ethanol, graft; ethylene oxide-vinyl alcohol graft co-polymer
Definition Polyvinyl alcohol-polyethylene glycol-graft-co-polymer ist ein synthetisches Copolymer, das sich aus rund 75 % PVA- und 25 % PEG-Einheiten zusammensetzt.
CAS-Nummer 96734-39-3
Chemische Bezeichnung Polyvinyl alcohol-polyethylene glycol-graft-co-polymer
Chemische Formel
Massenmittel der Molmasse 40000 bis 50000 g/mol
Beschreibung weißes bis blassgelbes Pulver
Merkmale
Löslichkeit Gut löslich in Wasser und verdünnten Säuren sowie verdünnten Lösungen aus Alkalihydroxiden; praktisch unlöslich in Ethanol, Essigsäure, Aceton und Chloroform
IR-Spektrum Muss konform sein
pH-Wert 5,0–8,0
Reinheit
Esterzahl 10 bis 75 mg/g KOH
Dynamische Viskosität 50 bis 250 mPa·s
Trocknungsverlust höchstens 5 %
Sulfatasche höchstens 2 %
Vinylacetat höchstens 20 mg/kg
Essigsäure/Gesamtacetat höchstens 1,5 %
(Mono- und Di-) Ethylenglycole höchstens 400 mg/kg, einzeln oder in Kombination
1,4-Dioxan höchstens 10 mg/kg
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 1 mg/kg
Quecksilber höchstens 1 mg/kg
Cadmium höchstens 1 mg/kg

E 1210 CARBOMER

Synonyme Carbomer, Carboxypolymethylen; Carbomer-Homopolymer
Definition Hochmolekulare Massenpolymere, gewonnen durch Polymerisation von Acrylsäure und Quervernetzung mit Allyl-Pentaerythritol. Die Polymere werden in Ethylacetat synthetisiert, wobei ein Peroxid die Polymerisation durch freie Radikale startet.
CAS-Nummer 9007-20-9 (CAS, primär), 9003-01-4 (CAS, sekundär)
Chemische Bezeichnung Carbomer-Homopolymer, Allyl-Pentaerythritol, quervernetzt
Chemische Formel

-(CH2-CH)m-(XM)p

COOH

m: Anzahl der Monomereinheiten; XM: Vernetzungsmittel, p: Anzahl der Vernetzungsmittel-Einheiten, wobei m >> p

Massenmittel der Molmasse
Gehalt Carboxylsäure mindestens 56 % und höchstens 68 % (in der Trockensubstanz)
Beschreibung weißes oder fast weißes, flockiges, hygroskopisches Pulver oder Körner
Merkmale

ATR-Infrarotspektroskopie

Protonen-NMR-Spektroskopie

charakteristisch für die Verbindung
Viskosität (Brookfield-Viskosimeter, 20 U/min) 25 °C Typ B Typ A Typ A
29400–39400 mPa s 4000–11000 mPa s
Physikalische Form Pulver Pulver Körner
40-Mesh-Sieb, % 425 μm - - Minimum 95
100-Mesh-Sieb, % 150 μm - - Maximum 10
Löslichkeit Unlöslich in Wasser. Quillt in Wasser und bildet Hydrogele in wässrigen Dispersionen.
Reinheit
Monomerreste Acrylsäure höchstens 100 mg/kg
Vernetzungsmittelreste Tri- und Tetraallyl-Pentaerythritol höchstens 1000 mg/kg
Lösungsmittelreste Ethylacetat höchstens 0,5 % Massenanteil
2-Ethylhexanol höchstens 100 mg/kg
2-Ethylhexylacetat höchstens 100 mg/kg
Niedrigere Molmassenverteilung < 1000 Da höchstens 0,75 % Massenanteil
Trocknungsverlust höchstens 2 %
Sulfatasche höchstens 2,5 %

E 1404 OXIDIERTE STÄRKE

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Oxidierte Stärke ist mit Natriumhypochlorit behandelte Stärke
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung weißes oder fast weißes Pulver, Körner oder (in vorgelatinierter Form) Schuppen, amorphes Pulver oder grobe Partikel
Mikroskopische Beobachtung besteht Test (in vorgelatinierter Form)
Iodfärbung besteht Test (dunkelblau bis hellrot)
Trocknungsverlust

höchstens 15 % für Getreidestärke

höchstens 21 % für Kartoffelstärke

höchstens 18 % für andere Stärken

Carboxylgruppen höchstens 1,1 % bezogen auf die Trockenmasse
Schwefeldioxid

höchstens 50 mg/kg für modifizierte Getreidestärken (bezogen auf die Trockenmasse)

ohne anderslautende Angaben höchstens 10 mg/kg für andere modifizierte Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

E 1410 MONOSTÄRKEPHOSPHAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Monostärkephosphat ist mit Orthophosphorsäure, Natrium- oder Kaliumorthophosphat oder Natriumtripolyphosphat veresterte Stärke
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung weißes oder fast weißes Pulver, Körner oder (in vorgelatinierter Form) Schuppen, amorphes Pulver oder grobe Partikel
Mikroskopische Beobachtung besteht Test (in vorgelatinierter Form)
Iodfärbung besteht Test (dunkelblau bis hellrot)
Trocknungsverlust

höchstens 15 % für Getreidestärke

höchstens 21 % für Kartoffelstärke

höchstens 18 % für andere Stärken

Phosphatrest

höchstens 0,5 % (als P) für Weizen- oder Kartoffelstärke (bezogen auf die Trockenmasse)

höchstens 0,4 % (als P) für andere Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Schwefeldioxid

höchstens 50 mg/kg für modifizierte Getreidestärken (bezogen auf die Trockenmasse)

ohne anderslautende Angaben höchstens 10 mg/kg für andere modifizierte Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

E 1412 DISTÄRKEPHOSPHAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Distärkephosphat ist mit Natriumtrimetaphosphat oder Phosphoroxychlorid vernetzte Stärke
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung weißes oder fast weißes Pulver, Körner oder (in vorgelatinierter Form) Schuppen, amorphes Pulver oder grobe Partikel
Mikroskopische Beobachtung besteht Test (in vorgelatinierter Form)
Iodfärbung besteht Test (dunkelblau bis hellrot)
Trocknungsverlust

höchstens 15 % für Getreidestärke

höchstens 21 % für Kartoffelstärke

höchstens 18 % für andere Stärken

Phosphatrest

höchstens 0,5 % (als P) für Weizen- oder Kartoffelstärke (bezogen auf die Trockenmasse)

höchstens 0,4 % (als P) für andere Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Schwefeldioxid

höchstens 50 mg/kg für modifizierte Getreidestärken (bezogen auf die Trockenmasse)

ohne anderslautende Angaben höchstens 10 mg/kg für andere modifizierte Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

E 1413 PHOSPHATIERTES DISTÄRKEPHOSPHAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Phosphatiertes Distärkephosphat ist Stärke, die einer Kombination der für Monostärkephosphat und Distärkephosphat beschriebenen Behandlungen unterzogen wurde
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung weißes oder fast weißes Pulver, Körner oder (in vorgelatinierter Form) Schuppen, amorphes Pulver oder grobe Partikel
Mikroskopische Beobachtung besteht Test (in vorgelatinierter Form)
Iodfärbung besteht Test (dunkelblau bis hellrot)
Trocknungsverlust

höchstens 15 % für Getreidestärke

höchstens 21 % für Kartoffelstärke

höchstens 18 % für andere Stärken

Phosphatrest

höchstens 0,5 % (als P) für Weizen- oder Kartoffelstärke (bezogen auf die Trockenmasse)

höchstens 0,4 % (als P) für andere Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Schwefeldioxid

höchstens 50 mg/kg für modifizierte Getreidestärken (bezogen auf die Trockenmasse)

ohne anderslautende Angaben höchstens 10 mg/kg für andere modifizierte Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

E 1414 ACETYLIERTES DISTÄRKEPHOSPHAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Acetyliertes Distärkephosphat ist mit Natriumtrimetaphosphat oder Phosphorylchlorid vernetzte und mit Essigsäureanhydrid oder Vinylacetat veresterte Stärke
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung weißes oder fast weißes Pulver, Körner oder (in vorgelatinierter Form) Schuppen, amorphes Pulver oder grobe Partikel
Mikroskopische Beobachtung besteht Test (in vorgelatinierter Form)
Iodfärbung besteht Test (dunkelblau bis hellrot)
Trocknungsverlust

höchstens 15 % für Getreidestärke

höchstens 21 % für Kartoffelstärke

höchstens 18 % für andere Stärken

Acetylgruppen höchstens 2,5 % bezogen auf die Trockenmasse
Phosphatrest

höchstens 0,14 % (als P) für Weizen- oder Kartoffelstärke (bezogen auf die Trockenmasse)

höchstens 0,04 % (als P) für andere Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Vinylacetat höchstens 0,1 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Schwefeldioxid

höchstens 50 mg/kg für modifizierte Getreidestärken (bezogen auf die Trockenmasse)

ohne anderslautende Angaben höchstens 10 mg/kg für andere modifizierte Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

E 1420 ACETYLIERTE STÄRKE

MerkmaleReinheit
Synonyme Stärkeacetat
Definition Acetylierte Stärke ist mit Essigsäureanhydrid oder Vinylacetat veresterte Stärke
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung weißes oder fast weißes Pulver, Körner oder (in vorgelatinierter Form) Schuppen, amorphes Pulver oder grobe Partikel
Mikroskopische Beobachtung besteht Test (in vorgelatinierter Form)
Iodfärbung besteht Test (dunkelblau bis hellrot)
Trocknungsverlust

höchstens 15 % für Getreidestärke

höchstens 21 % für Kartoffelstärke

höchstens 18 % für andere Stärken

Acetylgruppen höchstens 2,5 % bezogen auf die Trockenmasse
Vinylacetat höchstens 0,1 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Schwefeldioxid

höchstens 50 mg/kg für modifizierte Getreidestärken (bezogen auf die Trockenmasse)

ohne anderslautende Angaben höchstens 10 mg/kg für andere modifizierte Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

E 1422 ACETYLIERTES DISTÄRKEADIPAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Acetyliertes Distärkeadipat ist mit Adipinsäureanhydrid vernetzte und mit Essigsäureanhydrid veresterte Stärke
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung weißes oder fast weißes Pulver, Körner oder (in vorgelatinierter Form) Schuppen, amorphes Pulver oder grobe Partikel
Mikroskopische Beobachtung besteht Test (in vorgelatinierter Form)
Iodfärbung besteht Test (dunkelblau bis hellrot)
Trocknungsverlust

höchstens 15 % für Getreidestärke

höchstens 21 % für Kartoffelstärke

höchstens 18 % für andere Stärken

Acetylgruppen höchstens 2,5 % bezogen auf die Trockenmasse
Adipatgruppen höchstens 0,135 % bezogen auf die Trockenmasse
Schwefeldioxid

höchstens 50 mg/kg für modifizierte Getreidestärken

ohne anderslautende Angaben höchstens 10 mg/kg für andere modifizierte Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

E 1440 HYDROXYPROPYLSTÄRKE

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Hydroxypropylstärke ist mit Propylenoxid veretherte Stärke
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung weißes oder fast weißes Pulver, Körner oder (in vorgelatinierter Form) Schuppen, amorphes Pulver oder grobe Partikel
Mikroskopische Beobachtung besteht Test (in vorgelatinierter Form)
Iodfärbung besteht Test (dunkelblau bis hellrot)
Trocknungsverlust

höchstens 15 % für Getreidestärke

höchstens 21 % für Kartoffelstärke

höchstens 18 % für andere Stärken

Hydroxypropylgruppen höchstens 7,0 % bezogen auf die Trockenmasse
Propylenchlorhydrin höchstens 1 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Schwefeldioxid

höchstens 50 mg/kg für modifizierte Getreidestärken (bezogen auf die Trockenmasse)

ohne anderslautende Angaben höchstens 10 mg/kg für andere modifizierte Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

E 1442 HYDROXYPROPYLDISTÄRKEPHOSPHAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Hydroxypropyldistärkephosphat ist mit Natriumtrimetaphosphat oder Phosphorylchlorid vernetzte und mit Propylenoxid veretherte Stärke
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung weißes oder fast weißes Pulver, Körner oder (in vorgelatinierter Form) Schuppen, amorphes Pulver oder grobe Partikel
Mikroskopische Beobachtung besteht Test (in vorgelatinierter Form)
Iodfärbung besteht Test (dunkelblau bis hellrot)
Trocknungsverlust

höchstens 15 % für Getreidestärke

höchstens 21 % für Kartoffelstärke

höchstens 18 % für andere Stärken

Hydroxypropylgruppen höchstens 7,0 % bezogen auf die Trockenmasse
Phosphatrest

höchstens 0,14 % (als P) für Weizen- oder Kartoffelstärke (bezogen auf die Trockenmasse)

höchstens 0,04 % (als P) für andere Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Propylenchlorhydrin höchstens 1 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Schwefeldioxid

höchstens 50 mg/kg für modifizierte Getreidestärken (bezogen auf die Trockenmasse)

ohne anderslautende Angaben höchstens 10 mg/kg für andere modifizierte Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

E 1450 STÄRKENATRIUMOCTENYLSUCCINAT

MerkmaleReinheit
Synonyme SSOS
Definition Stärkenatriumoctenylsuccinat ist mit Octenylbernsteinsäureanhydrid veresterte Stärke
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung weißes oder fast weißes Pulver, Körner oder (in vorgelatinierter Form) Schuppen, amorphes Pulver oder grobe Partikel
Mikroskopische Beobachtung besteht Test (in vorgelatinierter Form)
Iodfärbung besteht Test (dunkelblau bis hellrot)
Trocknungsverlust

höchstens 15 % für Getreidestärke

höchstens 21 % für Kartoffelstärke

höchstens 18 % für andere Stärken

Octenyl-Succinyl-Gruppen höchstens 3 % bezogen auf die Trockenmasse
Octenylbernsteinsäure-Rest höchstens 0,3 % bezogen auf die Trockenmasse
Schwefeldioxid

höchstens 50 mg/kg für modifizierte Getreidestärken (bezogen auf die Trockenmasse)

ohne anderslautende Angaben höchstens 10 mg/kg für andere modifizierte Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

E 1451 ACETYLIERTE OXIDIERTE STÄRKE

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Acetylierte oxidierte Stärke ist mit Natriumhypochlorit behandelte und anschließend mit Essigsäureanhydrid veresterte Stärke
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung weißes oder fast weißes Pulver, Körner oder (in vorgelatinierter Form) Schuppen, amorphes Pulver oder grobe Partikel
Mikroskopische Beobachtung besteht Test (in vorgelatinierter Form)
Iodfärbung besteht Test (dunkelblau bis hellrot)
Trocknungsverlust

höchstens 15 % für Getreidestärke

höchstens 21 % für Kartoffelstärke

höchstens 18 % für andere Stärken

Carboxylgruppen höchstens 1,3 % bezogen auf die Trockenmasse
Acetylgruppen höchstens 2,5 % bezogen auf die Trockenmasse
Schwefeldioxid

höchstens 50 mg/kg für modifizierte Getreidestärken (bezogen auf die Trockenmasse)

ohne anderslautende Angaben höchstens 10 mg/kg für andere modifizierte Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg

E 1452 STÄRKEALUMINIUMOCTENYLSUCCINAT

MerkmaleReinheit
Synonyme
Definition Stärkealuminiumoctenylsuccinat ist mit Octenylbernsteinsäureanhydrid veresterte und mit Aluminiumsulfat behandelte Stärke
Einecs
Chemische Bezeichnung
Chemische Formel
Molmasse
Gehalt
Beschreibung weißes oder fast weißes Pulver, Körner oder (in vorgelatinierter Form) Schuppen, amorphes Pulver oder grobe Partikel
Mikroskopische Beobachtung besteht Test (in vorgelatinierter Form)
Iodfärbung besteht Test (dunkelblau bis hellrot)
Trocknungsverlust höchstens 21,0 %
Octenyl-Succinyl-Gruppen höchstens 3 % bezogen auf die Trockenmasse
Octenylbernsteinsäure-Rest höchstens 0,3 % bezogen auf die Trockenmasse
Schwefeldioxid

höchstens 50 mg/kg für modifizierte Getreidestärken (bezogen auf die Trockenmasse)

ohne anderslautende Angaben höchstens 10 mg/kg für andere modifizierte Stärken (bezogen auf die Trockenmasse)

Arsen höchstens 1 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg bezogen auf die Trockenmasse
Quecksilber höchstens 0,1 mg/kg
Aluminium höchstens 0,3 % bezogen auf die Trockenmasse

E 1505 TRIETHYLCITRAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Ethylcitrat
Einecs 201-070-7
Chemische Bezeichnung Triethyl-2-hydroxypropan-1,2,3-tricarboxylat
Chemische Formel C12H20O7
Molmasse 276,29
Gehalt mindestens 99,0 %
Beschreibung geruchlose, praktisch farblose, ölige Flüssigkeit
Dichte (25 °C/25 °C) 1,135—1,139
Brechzahl [n]D20: 1,439—1,441
Wassergehalt höchstens 0,25 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Acidität höchstens 0,02 % (als Citronensäure)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 1517 GLYCERINDIACETAT

MerkmaleReinheit
Synonyme Diacetin
Definition Glycerindiacetat besteht vorwiegend aus einem Gemisch von 1,2- und 1,3-Glycerindiacetat mit geringen Mengen der Mono- und Triester
Einecs
Chemische Bezeichnung Glycerindiacetat; 1,2,3-Propantrioldiacetat
Chemische Formel C7H12O5
Molmasse 176,17
Gehalt mindestens 94,0 %
Beschreibung klare, farblose, hygroskopische, etwas ölige Flüssigkeit mit leicht fettigem Geruch
Löslichkeit löslich in Wasser; mischbar mit Ethanol
Glycerin-Test besteht Test
Acetat-Test besteht Test
Dichte (20 °C/20 °C) 1,175—1,195
Siedebereich 259—261 °C
Asche insgesamt höchstens 0,02 %
Acidität höchstens 0,4 % (als Essigsäure)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 1518 GLYCERINTRIACETAT

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Triacetin
Einecs 203-051-9
Chemische Bezeichnung Glycerintriacetat
Chemische Formel C9H14O6
Molmasse 218,21
Gehalt mindestens 98,0 %
Beschreibung farblose, etwas ölige Flüssigkeit mit leicht fettigem Geruch
Acetat-Test besteht Test
Glycerin-Test besteht Test
Brechzahl [n]D25: 1,429—1,431
Dichte (25° C /25 °C) 1,154—1,158
Siedebereich 258-270 °C
Wassergehalt höchstens 0,2 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Sulfatasche höchstens 0,02 % (als Citronensäure)
Arsen höchstens 3 mg/kg
Blei höchstens 2 mg/kg

E 1519 BENZYLALKOHOL

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Phenylcarbinol; Phenylmethanol; α-Hydroxytoluen
Einecs
Chemische Bezeichnung Benzylalkohol; Phenylmethanol
Chemische Formel C7H8O
Molmasse 108,14
Gehalt mindestens 98,0 %
Beschreibung farblose, klare Flüssigkeit mit schwach aromatischem Geruch
Löslichkeit löslich in Wasser, Ethanol und Ether
Brechzahl [n]D20: 1,538—1,541
Dichte (25 °C/25 °C) 1,042—1,047
Peroxid-Test besteht Test
Destillationsbereich mindestens 95 % (v/v) destillieren zwischen 202 und 208 °C
Säurezahl höchstens 0,5
Aldehyde höchstens 0,2 % (v/v) als Benzaldehyd
Blei höchstens 2 mg/kg

E 1520 PROPAN-1,2-DIOL

DefinitionMerkmaleReinheit
Synonyme Propylenglycol
Einecs 200-338-0
Chemische Bezeichnung 1,2-Dihydroxypropan
Chemische Formel C3H8O2
Molmasse 76,10
Gehalt mindestens 99,5 % bezogen auf die Trockenmasse
Beschreibung klare, farblose, hygroskopische, visköse Flüssigkeit
Löslichkeit in Wasser, Ethanol und Aceton löslich
Spezifisches Gewicht (20 °C/20 °C) 1,035—1,040
Brechzahl [n]D20: 1,431-1,433
Destillationstest 99,5 % des Produkts destillieren zwischen 185 °C und 189 °C Die verbleibenden 0,5 % bestehen überwiegend aus Dimeren und Spuren von Trimeren von Propan-1,2-diol
Sulfatasche höchstens 0,07 %
Wassergehalt höchstens 1,0 % (Karl-Fischer-Verfahren)
Blei höchstens 2 mg/kg

E 1521 POLYETHYLENGLYCOL

MerkmaleReinheit
Synonyme PEG; Macrogol; Polyethylenoxid
Definition Durch Additionsreaktion gebildete Polymere von Ethylenoxid und Wasser, üblicherweise mit einer Kennzahl bezeichnet, die etwa der Molmasse entspricht
Chemische Bezeichnung α-Hydroxy-ο-hydroxypoly(oxy-1,2-ethandiol)
Chemische Formel (C2H4O)n · H2O (n = Zahl der einer Molmasse von 6000 entsprechenden Ethylenoxideinheiten, etwa 140)
Durchschnittliche Molmasse 380-9000 Da
Gehalt

PEG 400: mindestens 95 % und höchstens 105 %

PEG 3000: mindestens 90 % und höchstens 110 %

PEG 3350: mindestens 90 % und höchstens 110 %

PEG 4000: mindestens 90 % und höchstens 110 %

PEG 6000: mindestens 90 % und höchstens 110 %

PEG 8000: mindestens 87,5 % und höchstens 112,5 %

Beschreibung

PEG 400 ist eine klare, zähe, farblose oder fast farblose hygroskopische Flüssigkeit

PEG 3000, PEG 3350, PEG 4000, PEG 6000 und PEG 8000 sind weiße oder fast weiße Feststoffe von wachs- oder paraffinartiger Beschaffenheit

Schmelzbereich

PEG 400: 4-8 °C

PEG 3000: 50-56 °C

PEG 3350: 53-57 °C

PEG 4000: 53-59 °C

PEG 6000: 55-61 °C

PEG 8000: 55-62 °C

Viskosität

PEG 400: 105-130 mPa s bei 20 °C

PEG 3000: 75-100 mPa s bei 20 °C

PEG 3350. 83-120 mPa s bei 20 °C

PEG 4000: 110-170 mPa s bei 20 °C

PEG 6000: 200-270 mPa s bei 20 °C

PEG 8000: 260-510 mPa s bei 20 °C

Bei Polyethylenglycolen mit einer durchschnittlichen Molmasse über 400 wird die Viskosität auf einer 50%igen (m/m) Lösung des jeweiligen Stoffes in Wasser bestimmt

Löslichkeit

PEG 400: mischbar mit Wasser, sehr gut löslich in Aceton, Alkohol und Methylenchlorid, praktisch unlöslich in Fett- und Mineralölen

PEG 3000 und PEG 3350: sehr gut löslich in Wasser und Methylenchlorid, sehr schwer löslich in Alkohol, praktisch unlöslich in Fett- und Mineralölen

PEG 4000, PEG 6000 und PEG 8000: sehr gut löslich in Wasser und Methylenchlorid, praktisch unlöslich in Alkohol, Fett- und Mineralölen

Hydroxylzahl

PEG 400: 264-300

PEG 3000. 34-42

PEG 3350: 30-38

PEG 4000: 25-32

PEG 6000: 16-22

PEG 8000: 12-16

Sulfatasche höchstens 0,2 %
1,4-Dioxan höchstens 10 mg/kg
Ethylenglycol und Diethylenglycol insgesamt höchstens 0,25 % (m/m), einzeln oder zusammengenommen
Blei höchstens 1 mg/kg

Fußnote(n):

(1)

d. h. Ethylenoxid + 0,55* 2-Chlorethanol.

(2)

Die Farbintensität wird definiert als die Absorption einer 0,1 %igen (m/V) Lösung von Zuckerkulörfeststoffen in Wasser in einer 1-cm-Zelle bei 610 nm.

(3)

Die Farbintensität wird definiert als die Absorption einer 0,1 %igen (m/V) Lösung von Zuckerkulörfeststoffen in Wasser in einer 1-cm-Zelle bei 610 nm.

(4)

Auf der Grundlage gleichwertiger Farben, d. h. ausgedrückt als Produkt, dessen Farbintensität 0,1 Absorptionseinheiten beträgt.

(5)

Die Farbintensität wird definiert als die Absorption einer 0,1 %igen (m/V) Lösung von Zuckerkulörfeststoffen in Wasser in einer 1-cm-Zelle bei 610 nm.

(6)

Auf der Grundlage gleichwertiger Farben, d. h. ausgedrückt als Produkt, dessen Farbintensität 0,1 Absorptionseinheiten beträgt.

(7)

Die Farbintensität wird definiert als die Absorption einer 0,1 %igen (m/V) Lösung von Zuckerkulörfeststoffen in Wasser in einer 1-cm-Zelle bei 610 nm.

(8)

Auf der Grundlage gleichwertiger Farben, d. h. ausgedrückt als Produkt, dessen Farbintensität 0,1 Absorptionseinheiten beträgt.

(9)

Der Absorptionskoeffizient des Alkoholniederschlags wird definiert als die Absorption des Niederschlags bei 280 nm, geteilt durch die Absorption bei 560 nm (1-cm-Zelle).

(10)

Benzen höchstens 0,05 % v/v.

(11)

Kobaltchlorid TSC: Etwa 65 g Kobaltchlorid CoCl2.6H2O in einer ausreichenden Menge Salzsäure (25 ml HCl zu 975 ml H2O) lösen und zu 1 l auffüllen. Genau 5 ml dieser Lösung in einen Kolben mit 250 ml Iodlösung einfüllen, nacheinander 5 ml 3prozentiges Wasserstoffperoxyd und 15 ml einer 20prozentigen Natriumhydroxydlösung hinzugeben. 10 Minuten lang sieden, abkühlen lassen. 2 g Kaliumiodid und 20 ml 25prozentige Schwefelsäure hinzugeben. Nach völliger Auflösung der Ausfällung das freigewordene Iod mit Natriumthiosulfat (0,1 n) in Gegenwart von Stärke TS titrieren. 1 ml Natriumthiosulfat (0,1 n) entspricht 23,80 mg CoCl2 6H2O. Salzsäure hinzugeben, bis die Lösung 59,5 mg CoCl2 6H2O je ml enthält.

(12)

Eisen(III)chlorid TSC: Etwa 55 g Eisen(III)chlorid TSC in einer ausreichenden Menge Salzsäure (25 ml HCl zu 975 ml H2O) lösen und zu 1 l auffüllen. 10 ml dieser Lösung in einen Kolben mit 250 ml Iodlösung einfüllen und 15 ml Wasser und 3 g Kaliumiodid hinzugeben; die Mischung dann 15 Minuten stehen lassen. Mit 100 ml Wasser verdünnen und das freigewordene Jod dann mit Natriumthiosulfat (0,1 n) in Gegenwart von Stärke ST titrieren. 1 ml Natriumthiosulfat (0,1 n) entspricht 27,03 mg FeCl3·6H2O. Salzsäure hinzugeben, bis die Lösung 45,0 mg FeCl3·6H2O je ml enthält.

(13)

Kupfersulfat TSC: Etwa 65 g Kupfersulfat TSC CuSO4·5H2O in einer ausreichenden Menge Salzsäure (25 ml HCl zu 975 ml H2O) lösen und zu 1 l auffüllen. 10 ml dieser Lösung in einen Kolben mit 250 ml Iodlösung einfüllen und 40 ml Wasser, 4 ml Essigsäure und 3 g Kaliumiodid hinzugeben. Das freigewordene Iod mit Natriumthiosulfat (0,1 n) in Gegenwart von Stärke TS titrieren. 1 ml Natriumthiosulfat (0,1 n) entspricht 24,97 mg CuSO4·5H2O. Salzsäure hinzugeben, bis die Lösung 62,4 mg CuSO4·5H2O je ml enthält.

(*)

Stärke TS: 0,5 g Stärke (Kartoffelstärke, Maisstärke oder lösliche Stärke) mit 5 ml Wasser zerreiben und den erhaltenen Kleister bei fortwährendem Schütteln mit Wasser zu 100 ml Lösung auffüllen. Einige Minuten lang sieden lassen, dann abkühlen lassen und filtrieren. Die Stärke muß frisch sein.

(14)

Darf nur als Mischung mit Kochsalz oder einem Kochsalzersatz verkauft werden.

(15)

Darf nur als Mischung mit Kochsalz oder einem Kochsalzersatz verkauft werden.

(16)

Geltungsdauer: bis zum 31. Januar 2014.

(17)

Geltungsdauer: bis zum 31. Januar 2014.

(18)

K-Wert: dimensionsloser Index, berechnet auf der Grundlage von Messungen der kinematischen Viskosität verdünnter Lösungen; dient dazu, den wahrscheinlichen Grad der Polymerisation oder die Molekülgröße eines Polymers anzuzeigen.

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