ANHANG II VO (EU) 2026/351
Der Anhang der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 540/2011 wird wie folgt geändert:
- 1.
- In Teil A wird Eintrag Nr. 139 zu Spinosad gestrichen.
- 2.
- In Teil B wird folgender Eintrag angefügt:
Nr. Gebräuchliche Bezeichnung, Kennnummern IUPAC-Bezeichnung Reinheit(1) Datum der Genehmigung Befristung der Genehmigung Sonderbestimmungen 177 Spinosad
CAS-Nr.:
Spinosad: 168316-95-8
Spinosyn A: 131929-60-7
Spinosyn D: 131929-63-0
CIPAC-Nr.: 636
Spinosyn A: (50-95 %)
(2R,3aS,5aR,5bS,9S,13S,14R,16aS,16bR)-2-(6-Deoxy-2,3,4-tri-O-methyl-α-L-mannopyranosyloxy)-13-(4-dimethylamino-2,3,4,6-tetradeoxy-β-D-erythropyranosyloxy)-9-ethyl-2,3,3a,5a,5b,6,7,9,10,11,12,13,14,15,16a,16b-hexadecahydro-14-methyl-1H-as-indaceno[3,2-d]oxacyclododecin-7,15-dion
Spinosyn D: (50 – 5 %)
(2S,3aR,5aS,5bS,9S,13S,14R,16aS,16bS)-2-(6-Deoxy-2,3,4-tri-O-methyl-α-L-mannopyranosyloxy)-13-(4-dimethylamino-2,3,4,6-tetradeoxy-β-D-erythropyranosyloxy)-9-ethyl-2,3,3a,5a,5b,6,7,9,10,11,12,13,14,15,16a,16b-hexadecahydro-4,14-dimethyl-1H-as-indaceno[3,2-d]oxacyclododecin-7,15-dion
≥ 850 g/kg
mit 50-95 % Spinosyn A und 5-50 % Spinosyn D
1. April 2026 1. April 2041 Bei der Anwendung der einheitlichen Grundsätze gemäß Artikel 29 Absatz 6 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 sind die Schlussfolgerungen des Berichts im Hinblick auf die Erneuerung der Genehmigung für Spinosad vom 11. Dezember 2025 und insbesondere dessen Anlagen I und II zu berücksichtigen.
Bei dieser Gesamtbewertung achten die Mitgliedstaaten insbesondere auf Folgendes:
- —
-
die Bewertung der Aufnahme durch die Verbraucher unter Berücksichtigung der Rückstände der Metaboliten von Spinosad sowie der Folgen von Lagerung und Verarbeitung,
- —
-
den Schutz der Verwender, insbesondere bei handgeführten Anwendungen auf niedrigen Kulturpflanzen,
- —
-
und den Schutz von wild lebenden Säugetieren, Wasserorganismen, Bienen und Nichtzielarthropoden.
Die Anwendungsbedingungen umfassen gegebenenfalls Maßnahmen zur Risikobegrenzung.
Der Antragsteller legt bestätigende Informationen vor über:
- 1.
- eine interspezifische In-vitro-Stoffwechselvergleichsstudie,
- 2.
- eine Gesamtbewertung der Entwicklungsneurotoxizität (developmental neurotoxicity – DNT), einschließlich der Vorlage von Daten aus einer In-vitro-Testbatterie zur Beurteilung der DNT,
- 3.
- die Toxizität und den Umfang der Rückstände von Spinosyn B und K, PsA und MET A-Li-4(5b) in pflanzlichen und tierischen Matrizes zur Bestätigung der Rückstandsdefinitionen für die Risikobewertung,
- 4.
- die Auswirkungen von Wasseraufbereitungsverfahren auf die Art der Rückstände in Trinkwasser
- 5.
- und die chronischen Wirkungen auf Honigbienen (adulte Tiere und Larven).
Der Antragsteller übermittelt der Kommission, den Mitgliedstaaten und der Behörde die in den Nummern 1, 3 und 4 genannten Informationen bis zum 11. März 2028.
Der Antragsteller übermittelt der Kommission, den Mitgliedstaaten und der Behörde die in Nummer 2 genannten Informationen innerhalb von zwei Jahren nach Annahme eines Leitfadens zur Bewertung der DNT. Der Antragsteller übermittelt der Kommission, den Mitgliedstaaten und der Behörde die in Nummer 5 genannten Informationen innerhalb von zwei Jahren nach Annahme eines Leitfadens mit einer überarbeiteten Methodik für die Risikobewertung bei Honigbienen.
Fußnote(n):
- (1)
Nähere Angaben zur Identität und Spezifikation des Wirkstoffs sind in dem Bericht im Hinblick auf die Erneuerung enthalten.
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