ANHANG VO (EU) 2026/531
In Anhang I der Verordnung (EU) Nr. 747/2014 werden die folgenden Einträge angefügt:
- 7.
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GEDO, Hamdan Ahmed
Aliasname: Abu Nashuk
Funktion: Befehlshaber der Sektion Nord-Darfur der Rapid Support Forces.
Staatsangehörigkeit: Sudan.
Geschlecht: männlich.
Tag der Benennung durch die VN: 24. Februar 2026
Gründe für die Aufnahme in die Liste:
Gedo Hamdan Ahmed wurde am 24. Februar 2026 gemäß Nummer 3 Buchstabe c der Resolution 1591 (2005) in die Liste aufgenommen.
Informationen aus der vom Sanktionsausschuss bereitgestellten Zusammenfassung der Gründe für die Aufnahme in die Liste:
Gedo Hamdan Ahmed, oder Abu Nashuk, Generalleutnant und stellvertretender Befehlshaber der RSF, wird wegen der Beteiligung an Handlungen oder politischen Maßnahmen, die den Frieden, die Sicherheit oder die Stabilität Darfurs bedrohen, einschließlich Gewalttaten und Menschenrechtsverletzungen, benannt. Abu Nashuk war als einer von sechs Generälen der RSF am 26. Oktober 2025 in El Fasher, Nord-Darfur, zugegen und wurde zusammen mit Abdul Rahim Hamdan Dagalo, stellvertretender Befehlshaber der RSF, in Videoaufnahmen gesehen. An diesem Tag verübten die RSF Gräueltaten, darunter Massenmorde an Zivilisten an der Universität El Fasher und im Krankenhaus Saudi, sowie Erschießungen nordwestlich von Darfur. Die Gewalttaten in El Fasher umfassten auch ethnisch motivierte Hinrichtungen von Zaghawa und anderen nicht-arabischen Gruppen. Es gibt Berichte über weit verbreitete sexuelle Gewalt, einschließlich Gruppenvergewaltigungen vor Verwandten, und andere geschlechtsspezifische sexuelle Gewalt. Berichten zufolge halten RSF-Truppen medizinisches Personal für Lösegeld in Geiselhaft; demnach haben sie vier Ärzte, einen Apotheker und eine Krankenschwester für Lösegeldforderungen in Höhe von mehr als 150000 USD entführt. Durch die Ereignisse in El Fasher wurden Berichten zufolge seit dem 26. Oktober 202570000 Menschen vertrieben, wobei nach wie vor Zivilisten eingeschlossen sind oder vermisst werden oder von den RSF innerhalb der Stadt festgehalten werden.
- 8.
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DAGALO, Abdul Rahim Hamdan
Funktion: Stellvertretender Anführer der Rapid Support Forces (RSF).
Geburtsdatum: 1. Januar 1972
Geburtsort: Khartum, Sudan.
Staatsangehörigkeit: Sudan.
Geschlecht: männlich.
Tag der Benennung durch die VN: 24. Februar 2026
Gründe für die Aufnahme in die Liste:
Abdul Rahim Hamdan Dagalo wurde am 24. Februar 2026 gemäß Nummer 3 Buchstabe c der Resolution 1591 (2005) in die Liste aufgenommen.
Informationen aus der vom Sanktionsausschuss bereitgestellten Zusammenfassung der Gründe für die Aufnahme in die Liste:
Abdul Rahim Hamdan Dagalo, stellvertretender Befehlshaber der RSF und Bruder des RSF-Befehlshabers Mohamed Hamdan „Hemedti” Dagalo, wird wegen der Beteiligung an Handlungen oder politischen Maßnahmen, die den Frieden, die Sicherheit oder die Stabilität Darfurs bedrohen, einschließlich Gewalttaten und Menschenrechtsverletzungen, benannt. Es wurde festgestellt, dass Dagalo am 26. Oktober 2025 am Stützpunkt der 6. Infanteriedivision der SAF in El Fasher, Nord-Darfur, zugegen war und die Operationen am Tag der Übernahme von El Fasher durch die RSF beaufsichtigte. Auf Aufnahmen, von denen angenommen wird, dass sie Dagalo zeigen, ist zu sehen, wie er seinen Kämpfern direkte Anweisungen erteilt, keine Gefangenen zu machen, sondern alle zu töten. Über Dagalo wurde bereits zuvor berichtet, dass er eine Schlüsselrolle bei vielen der Offensiven gespielt habe, die das Militär und die RSF in sudanesischen Grenzregionen unternommen haben, und er gilt als Befehlshaber, unter dessen Kontrolle die RSF stehen. Am 26. Oktober 2025 verübten die RSF Gräueltaten, darunter Massenmorde an Zivilisten an der Universität El Fasher und im Krankenhaus Saudi, sowie Erschießungen nordwestlich von Darfur. Die Gewalttaten in El Fasher umfassten auch ethnisch motivierte Hinrichtungen von Zaghawa und anderen nicht-arabischen Gruppen. Es gibt Berichte über weit verbreitete sexuelle Gewalt, einschließlich Gruppenvergewaltigungen vor Verwandten, und andere geschlechtsspezifische sexuelle Gewalt. Berichten zufolge halten RSF-Truppen medizinisches Personal für Lösegeld in Geiselhaft; demnach haben sie vier Ärzte, einen Apotheker und eine Krankenschwester für Lösegeldforderungen in Höhe von mehr als 150000 USD entführt. Durch die Ereignisse in El Fasher wurden Berichten zufolge seit dem 26. Oktober 202570000 Menschen vertrieben, wobei nach wie vor Zivilisten eingeschlossen sind oder vermisst werden oder von den RSF innerhalb der Stadt festgehalten werden.
- 9.
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AL-FATEH, Abdullah Idris
Aliasname: Abu Lulu
Funktion: Brigadegeneral der Rapid Support Forces.
Staatsangehörigkeit: Sudan.
Geschlecht: männlich.
Tag der Benennung durch die VN: 24. Februar 2026.
Gründe für die Aufnahme in die Liste:
Al-Fateh Abdullah Idris wurde am 24. Februar 2026 gemäß Nummer 3 Buchstabe c der Resolution 1591 (2005) in die Liste aufgenommen.
Informationen aus der vom Sanktionsausschuss bereitgestellten Zusammenfassung der Gründe für die Aufnahme in die Liste:
Al-Fateh Abdullah Idris, bekannt als Abu Lulu, Brigadegeneral der RSF, wird wegen der Beteiligung an Handlungen oder politischen Maßnahmen, die den Frieden, die Sicherheit oder die Stabilität Darfurs bedrohen, einschließlich Gewalttaten und Menschenrechtsverletzungen, benannt. Am 26. Oktober 2025 verübten die RSF Gräueltaten, darunter Massenmorde an Zivilisten an der Universität El Fasher und im Krankenhaus Saudi, sowie Erschießungen nordwestlich von Darfur. Abu Lulu ist als „der Schlachter von El Fasher” , einer der Hauptverantwortlichen für die Gewalttaten in El Fasher vom 26. Oktober, bekannt. Er erteilte seinen Männern Anweisungen, unschuldige Menschen zu töten, und Videoaufnahmen zeigen, wie er Zivilisten hinrichtet und damit prahlt, über 2000 Menschen getötet zu haben. Einige Videos wurden von den RSF selbst gefilmt und bekannt gemacht, und Abu Lulu hat sich selbst dabei gefilmt, wie er lächelnd Menschen tötet, während sie um Gnade flehen; weitere Videos zeigen, wie er ethnisch motivierte Hinrichtungen vornimmt. Aufnahmen zeigen, wie er auf unbewaffnete Männer schießt und zwischen den Leichen von Menschen, die er getötet hat, posiert. Durch die Ereignisse in El Fasher wurden Berichten zufolge seit dem 26. Oktober 202570000 Menschen vertrieben, wobei nach wie vor Zivilisten eingeschlossen sind oder vermisst werden oder von den RSF innerhalb der Stadt festgehalten werden.
- 10.
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MOHAMED Tijani Ibrahim Moussa
Aliasname: Al Zeir Salem
Funktion: Feldkommandeur der Rapid Support Forces.
Staatsangehörigkeit: Sudan.
Geschlecht: männlich.
Tag der Benennung durch die VN: 24. Februar 2026.
Gründe für die Aufnahme in die Liste:
Tijani Ibrahim Moussa Mohamed wurde am 24. Februar 2026 gemäß Nummer 3 Buchstabe c der Resolution 1591 (2005) in die Liste aufgenommen.
Informationen aus der vom Sanktionsausschuss bereitgestellten Zusammenfassung der Gründe für die Aufnahme in die Liste:
Tijani Ibrahim Moussa Mohamed (Al Zeir Salem), Feldkommandeur der RSF, wird wegen der Beteiligung an Handlungen oder politischen Maßnahmen, die den Frieden, die Sicherheit oder die Stabilität Darfurs bedrohen, einschließlich Gewalttaten und Menschenrechtsverletzungen, benannt. Es wurde festgestellt, dass Al Zeir Salem am 26. Oktober 2025, dem Tag der Übernahme durch die RSF, am Stützpunkt der 6. Infanteriedivision der SAF in El Fasher, Nord-Darfur, zugegen war. Er ist auch in einem Video von diesem Tag zu sehen, in dem er zu einer großen Gruppe inhaftierter Personen in Zivilkleidung spricht. An diesem Tag verübten die RSF Gräueltaten, darunter Massenmorde an Zivilisten an der Universität El Fasher und im Krankenhaus Saudi, sowie Erschießungen nordwestlich von Darfur. Die Gewalttaten in El Fasher umfassten auch ethnisch motivierte Hinrichtungen von Zaghawa und anderen nicht-arabischen Gruppen. Es gibt Berichte über weit verbreitete sexuelle Gewalt, einschließlich Gruppenvergewaltigungen vor Verwandten, und andere geschlechtsspezifische sexuelle Gewalt. Berichten zufolge halten RSF-Truppen medizinisches Personal für Lösegeld in Geiselhaft; demnach haben sie vier Ärzte, einen Apotheker und eine Krankenschwester für Lösegeldforderungen in Höhe von mehr als 150000 USD entführt. Durch die Ereignisse in El Fasher wurden Berichten zufolge seit dem 26. Oktober 202570000 Menschen vertrieben, wobei nach wie vor Zivilisten eingeschlossen sind oder vermisst werden oder von den RSF innerhalb der Stadt festgehalten werden.
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