Art. 46 BayNatSchG

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Unbeschadet sonstiger Vorschriften hat das Landesamt für Umwelt die Aufgabe,

1.

die Naturschutzbehörden fachlich zu beraten,

2.

bei der Durchführung von Schutz-, Pflege- und Gestaltungsmaßnahmen mitzuwirken,

3.

den Vogelschutz als staatliche Vogelschutzwarte wahrzunehmen,

4.

erhaltenswerte Biotope sowie Arten und deren Lebensräume zu erfassen und zu bewerten sowie die geeigneten Biotopverbundbestandteile zu ermitteln, Untersuchungen ökologisch bedeutsamer Flächen durchzuführen, Schutz- und Entwicklungskonzepte des Naturschutzes und der Landschaftspflege auf Grund von Bestandserfassungen wild lebender Tier- und Pflanzenarten eines bestimmten Gebiets zu erarbeiten und fortzuschreiben,

5.

Verzeichnisse der Schutzgebiete nach Art. 17 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 sowie der ökologisch bedeutsamen Flächen (Ökoflächenkataster), die laufend fortzuschreiben sind, zu führen,

6.

die Unterrichtung der Öffentlichkeit über die Aufgaben des Naturschutzes zu fördern,

7.

die Grundlagen und Daten für die Beobachtung von Natur und Landschaft zusammenzuführen,

8.

die Verbindung mit Naturschutzorganisationen und Institutionen des In- und Auslands zu pflegen,

9.

in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege die Forschung auf dem Gebiet des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu fördern,

10.

bei der Aufstellung von Programmen und Plänen nach dem Bayerischen Landesplanungsgesetz, die der Verwirklichung der Zielsetzungen dieses Gesetzes dienen, mitzuwirken,

11.

Artenhilfsprogramme zu entwickeln,

12.

das Arten- und Biotopschutzprogramm nach Art. 19 aufzustellen und nach Bedarf fortzuentwickeln,

13.

in geeigneten Zeitabständen den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse über ausgestorbene oder gefährdete heimische Tier- und Pflanzenarten (Rote Listen) darzustellen.

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